Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
5

Die Hoffnung derer, die durch Jesus Christus mit Gott versöhnt sind

51Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt worden sind, haben wir Frieden5,1 AL(1) sind, wollen wir festhalten am Frieden. mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. 2Durch ihn haben wir freien Zugang zu der Gnade bekommen, die jetzt die Grundlage unseres Lebens ist, und im Glauben nehmen wir das auch in Anspruch. Darüber hinaus haben wir eine Hoffnung, die uns mit Freude und Stolz erfüllt: Wir werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben. 3Doch nicht nur darüber freuen wir uns; wir freuen uns auch über die Nöte, die wir jetzt durchmachen.5,3 W 2 Durch ihn haben wir auch den Zugang bekommen durch den Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen. Und wir rühmen uns (od wollen uns rühmen) wegen der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. 3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns (od wollen uns rühmen) auch der Nöte (mitten in den Nöten). Denn wir wissen, dass Not uns lehrt durchzuhalten, 4und wer gelernt hat durchzuhalten, ist bewährt, und bewährt zu sein festigt die Hoffnung. 5Und in unserer Hoffnung werden wir nicht enttäuscht. Denn Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben und hat unser Herz durch ihn mit der Gewissheit erfüllt, dass er uns liebt5,5 mit Liebe zu ihm erfüllt. W Denn die Liebe Gottes (die Liebe zu Gott) ist ausgegossen in unseren Herzen durch den uns gegebenen Heiligen Geist..

6Christus starb ja für uns zu einer Zeit5,6 Od zu der ´von Gott festgesetzten` Zeit., als wir noch ohnmächtig ´der Sünde ausgeliefert` waren; er starb für Menschen, die Gott den Rücken gekehrt hatten. 7Nun ist es ja schon unwahrscheinlich genug, dass jemand sein Leben für einen unschuldigen Menschen5,7 W für einen Gerechten. opfert; eher noch würde man es vielleicht für einen besonders edlen Menschen5,7 Od für einen Wohltäter. Od für eine gute Sache. W für den Guten / das Gute. tun. 8Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren. 9Deshalb kann es jetzt, nachdem wir aufgrund seines Blutes für gerecht erklärt worden sind, keine Frage mehr sein, dass wir durch ihn vor dem ´kommenden` Zorn ´Gottes` gerettet werden. 10Wir sind ja mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt worden, als wir noch seine Feinde waren. Dann kann es doch gar nicht anders sein, als dass wir durch Christus jetzt auch Rettung finden werden – jetzt, wo wir versöhnt sind und wo Christus auferstanden ist und lebt.

11Aber es ist nicht nur diese Hoffnung, die uns mit Freude erfüllt; nein, es ist auch die Tatsache, dass wir durch Christus schon jetzt die Versöhnung empfangen haben. Und dafür preisen wir Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.5,11 W 10 … als dass wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben. 11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Christus und Adam: ein Vergleich

12Wir können nun einen Vergleich ´zwischen Christus und Adam` ziehen.

Durch einen einzigen5,12 Od Durch den Einen. Entsprechend in den Versen 15, 17 und 19. Menschen – ´Adam` – hielt die Sünde in der Welt Einzug und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise ist der Tod zu allen Menschen gekommen, denn alle haben gesündigt5,12 denn ´in Adam` hatten alle gesündigt. woraufhin alle gesündigt haben.. 13Auch damals, als es das Gesetz noch nicht gab, war die Sünde schon in der Welt; nur wird sie dort, wo es kein Gesetz gibt, nicht ´als Schuld` angerechnet. 14Doch das ändert nichts daran, dass der Tod bereits in der Zeit von Adam bis Mose über die Menschen herrschte, selbst wenn sie kein ausdrückliches Gebot Gottes übertraten und somit nicht auf dieselbe Weise sündigten wie Adam5,14 W selbst wenn sie nicht in der Gleichheit der Übertretung Adams sündigten..

Adam nun steht dem, der kommen sollte, ´dem Messias,` als Gegenbild gegenüber. 15Dabei ist allerdings zu beachten, dass Adams Verfehlung und die Gnade, die uns in Christus geschenkt ist, nicht zu vergleichen sind5,15 W dass nicht wie die Verfehlung, so auch die Gnadengabe ist.. Denn wenn die Verfehlung eines Einzigen den Tod über die ganze Menschheit brachte, wird das durch Gottes Gnade weit mehr als aufgewogen – so reich ist die ganze Menschheit5,15 W den Tod über die Vielen brachte … so reich sind die Vielen. durch die Gnade eines einzigen Menschen, Jesus Christus, beschenkt worden. 16´Das, was` die Gabe Gottes ´bewirkt`, entspricht nicht einfach den Folgen, die die Sünde jenes Einen gehabt hat.5,16 Od Die Gabe Gottes entspricht nicht einfach der Sünde jenes Einen. Denn das Urteil Gottes, die Antwort auf eine einzige ´Verfehlung`5,16 Od auf ´die Verfehlung` eines Einzigen / des Einen., führte zur Verdammnis; seine Gnade5,16 W Gnadengabe. hingegen, die Antwort auf zahllose Verfehlungen5,16 Od auf die Verfehlungen von vielen., führt zum Freispruch5,16 Od zur Rechtfertigung. Entsprechend in Vers 18.. 17Wenn es durch die Verfehlung eines Einzigen dazu kam, dass der Tod5,17 W dass der Tod durch den Einen. seine Herrschaft ausübte, wird das wiederum durch einen Einzigen weit mehr als aufgewogen: Durch Jesus Christus werden jetzt die, die Gottes Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit in so reichem Maß empfangen, in der Kraft des neuen Lebens5,17 W im Leben. herrschen.

18Wir stellen also fest: Genauso, wie eine einzige Verfehlung allen Menschen die Verdammnis brachte, bringt eine einzige Tat5,18 Od wie die Verfehlung eines Einzigen / des Einen … bringt die Tat eines Einzigen / des Einen., die erfüllt hat, was Gottes Gerechtigkeit fordert, allen Menschen den Freispruch und damit das Leben. 19Genauso, wie durch den Ungehorsam eines Einzigen alle zu Sündern wurden5,19 W eines einzigen Menschen / des einen Menschen die Vielen zu Sündern wurden (od in die Stellung von Sündern versetzt wurden)., werden durch den Gehorsam eines Einzigen alle zu Gerechten5,19 W die Vielen zu Gerechten (od in die Stellung von Gerechten versetzt)..

20Und das Gesetz? Es kam erst nachträglich hinzu.5,20 Es erfüllte eine Nebenrolle. Seine Aufgabe war es, die ganze Tragweite der Verfehlung deutlich werden zu lassen. Und gerade dort, wo sich die Sünde in vollem Maß auswirkte5,20 W 20 Das Gesetz aber kam daneben hinein, damit die Verfehlung zunahm. Aber wo die Sünde zugenommen hat., ist die Gnade noch unendlich viel mächtiger geworden. 21Denn genauso, wie die Sünde geherrscht und ´den Menschen` den Tod gebracht hat5,21 Od wie die Sünde mit Hilfe des Todes (od im Bereich des Todes) geherrscht hat., soll die Gnade herrschen, indem sie Zugang zu Gottes Gerechtigkeit verschafft und zum ewigen Leben führt5,21 Od soll die Gnade auf der Grundlage von Gottes Gerechtigkeit herrschen und zum ewigen Leben führen. durch Jesus Christus, unseren Herrn.

6

Mit Christus gestorben und mit ihm zu einem neuen Leben auferweckt

61Welchen Schluss ziehen wir nun daraus? Sollen wir weiterhin sündigen, damit sich die Gnade in vollem Maß auswirkt6,1 W damit die Gnade zunimmt.? 2Niemals! Wir sind doch, was die Sünde betrifft, gestorben. Wie können wir da noch länger mit6,2 W in. der Sünde leben? 3Oder wisst ihr nicht, was es heißt, auf Jesus Christus getauft zu sein? Wisst ihr nicht, dass wir alle durch diese Taufe mit einbezogen worden sind in seinen Tod? 4Durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und sind daher auch mit ihm begraben worden. Weil nun aber Christus durch die unvergleichlich herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, ist auch unser Leben neu geworden, und das bedeutet: Wir sollen jetzt ein neues Leben führen. 5Denn wenn sein Tod gewissermaßen unser Tod geworden ist und wir auf diese Weise mit ihm eins geworden sind, dann werden wir auch im Hinblick auf seine Auferstehung mit ihm eins sein.6,5 W 3 Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus (hinein) getauft worden sind, in seinen Tod (hinein) getauft worden sind? 4 Wir sind nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in Neuheit des Lebens unser Leben führen. 5 Denn wenn wir verbunden (zusammengewachsen) sind mit der Gleichheit (od ´mit ihm` in der / durch die Gleichheit) seines Todes, werden wir es auch ´mit der Gleichheit` der Auferstehung sein (od ´mit ihm in der / durch die Gleichheit` der Auferstehung sein; od werden wir auch an der Auferstehung teilhaben).

6Was wir verstehen müssen, ist dies: Der Mensch, der wir waren, als wir noch ohne Christus lebten, ist mit ihm gekreuzigt worden, damit unser sündiges Wesen6,6 W ist dies: Unser alter Mensch ist mitgekreuzigt worden, damit der Leib der Sünde. unwirksam gemacht wird und wir nicht länger der Sünde dienen. 7Denn wer gestorben ist, ist vom Herrschaftsanspruch der Sünde befreit.6,7 Denn wer ´mit Christus` gestorben ist, ist für gerecht ´und frei` von der Sünde erklärt. 8Und da wir mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf6,8 Od glauben wir., dass wir auch mit ihm leben werden. 9Wir wissen ja, dass Christus, nachdem er von den Toten auferstanden ist6,9 W auferweckt worden ist., nicht mehr sterben wird; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. 10Denn sein Sterben war ein Sterben für die Sünde, ´ein Opfer,` das einmal geschehen ist und für immer gilt; sein Leben aber ist ein Leben für Gott. 11Dasselbe gilt darum auch für euch: Geht von der Tatsache aus, dass ihr für die Sünde tot seid, aber in Jesus Christus6,11 W in Christus Jesus. Ebenso in Vers 23. für Gott lebt.

12Euer vergängliches Leben darf also nicht mehr von der Sünde beherrscht werden, die euch dazu bringen will, euren Begierden zu gehorchen. 13Stellt euch nicht mehr der Sünde zur Verfügung, und lasst euch in keinem Bereich eures Lebens mehr zu Werkzeugen des Unrechts machen. Denkt vielmehr daran, dass ihr ohne Christus tot wart und dass Gott euch lebendig gemacht hat, und stellt euch ihm als Werkzeuge der Gerechtigkeit zur Verfügung, ohne ihm irgendeinen Bereich eures Lebens vorzuenthalten.6,13 W 12 Die Sünde darf also nicht länger in eurem sterblichen Körper herrschen mit dem Ziel / der Folge, dass ihr/er seinen Begierden gehorcht. 13 Stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge (od Waffen) des Unrechts, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als aus den Toten Lebende und eure Glieder Gott als Werkzeuge (od Waffen) der Gerechtigkeit. 14Dann wird nämlich die Sünde6,14 Od Die Sünde soll nämlich. ihre Macht nicht mehr über euch ausüben. Denn ihr lebt nicht unter dem Gesetz; euer Leben steht vielmehr unter der Gnade.

Nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde, sondern im Dienst der Gerechtigkeit

15Was heißt das nun? Wenn unser Leben unter der Gnade steht und nicht unter dem Gesetz, ist es dann nicht gleichgültig, ob wir weiterhin sündigen6,15 W unter dem Gesetz, sollen wir dann sündigen.? Niemals! 16Überlegt doch einmal: Wenn ihr euch jemand unterstellt und bereit seid, ihm zu gehorchen, seid ihr damit seine Sklaven; ihr seid die Sklaven dessen, dem ihr gehorcht. Entweder ihr wählt die Sünde und damit den Tod, oder ihr wählt den Gehorsam Gott gegenüber und damit die Gerechtigkeit.6,16 W Entweder ´ihr seid Sklaven` der Sünde zum Tod oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit. 17Aber Dank sei Gott, dass ´die Zeit vorbei ist, in der` ihr Sklaven der Sünde wart, und dass ihr jetzt aus innerster Überzeugung der Lehre gehorcht, die uns als Maßstab für unser Leben gegeben ist und auf die ihr verpflichtet worden seid6,17 W und dass ihr von Herzen gehorsam geworden seid dem Muster/Urbild der Lehre, an die ihr übergeben worden seid (die euch überliefert worden ist).. 18Ihr seid von ´der Herrschaft` der Sünde befreit worden und habt euch in den Dienst der Gerechtigkeit stellen lassen.

19Ich gebrauche das Bild vom Sklavendienst, das ihr alle kennt6,19 Od Ich rede in dieser menschlich-unzulänglichen Weise., weil ihr sonst vielleicht nicht versteht, worum es geht. Früher habt ihr euch in den verschiedenen Bereichen eures Lebens gewissermaßen wie Sklaven in den Dienst der Unmoral und der Gesetzlosigkeit gestellt, und das Ergebnis war ein Leben im Widerspruch zu Gottes Gesetz. Jetzt aber macht euch zu Sklaven der Gerechtigkeit, und stellt alle Bereiche eures Lebens in ihren Dienst; dann wird das Ergebnis ein geheiligtes Leben sein.6,19 W 19 Ich rede menschlich wegen der Schwachheit eures Fleisches. Wie ihr nämlich eure Glieder der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit als Sklaven zur Verfügung gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt jetzt eure Glieder der Gerechtigkeit als Sklaven zur Verfügung zur Heiligung/Heiligkeit.

20Als ihr Sklaven der Sünde wart, standet ihr nicht im Dienst der Gerechtigkeit und wart darum ihr gegenüber frei6,20 W Sklaven der Sünde wart, wart ihr der Gerechtigkeit gegenüber frei.. 21Doch welchen Gewinn brachte euch das? Dinge, über die ihr euch heute schämt, Dinge, deren Endergebnis der Tod ist.6,21 Od Doch welchen Gewinn brachten euch die Dinge, über die ihr euch heute schämt? Ihr Endergebnis ist der Tod. 22Dass ihr jetzt aber von ´der Herrschaft` der Sünde befreit und in den Dienst Gottes gestellt seid, bringt euch als Gewinn ein geheiligtes Leben, und im Endergebnis bringt es euch das ewige Leben. 23Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht,6,23 W aber die Gnadengabe Gottes. ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.

7

Befreit vom Gesetz – frei für Gott

71Nun spreche ich ja zu Leuten, die etwas vom Gesetz verstehen. Dann ist euch doch sicher auch klar, Geschwister, dass das Gesetz für einen Menschen nur so lange Geltung hat, wie er lebt. 2Eine verheiratete7,2 W ihrem Mann unterstellte. Frau zum Beispiel ist durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn ihr Mann stirbt, ist die Bestimmung, durch die sie an ihn gebunden war, für sie hinfällig geworden7,2 W ist sie losgemacht vom Gesetz des Mannes.. 3Folglich wird sie, wenn sie sich zu Lebzeiten ihres Mannes mit einem anderen Mann einlässt, als Ehebrecherin angesehen. Stirbt ihr Mann jedoch, dann ist sie nicht mehr durch das Gesetz gebunden. Es ist ihr freigestellt, einen anderen Mann zu heiraten; sie wird deswegen nicht zur Ehebrecherin.

4Auch bei euch ist es so, Geschwister. Indem Christus für euch starb, wurde an seinem Leib das Urteil vollzogen, das sich aufgrund des Gesetzes gegen euch richtete. Damit aber seid ihr dem Gesetz gegenüber tot7,4 W 4 Daher, meine Geschwister, seid auch ihr dem Gesetz gegenüber getötet worden durch den Leib Christi., sodass ihr jetzt einem anderen gehören könnt, dem, der von den Toten auferstanden ist. Und das bedeutet: Jetzt kann unser Leben für Gott fruchtbar werden7,4 dem, der dazu von den Toten auferstanden ist (w auferweckt worden ist), dass unser Leben für Gott fruchtbar werden kann.. 5Denn als unser Leben noch von unserer eigenen Natur bestimmt war, wirkten sich in allem, was wir taten, die sündigen Leidenschaften7,5 Od die Leidenschaften, die zum Sündigen führten. aus, die vom Gesetz geweckt wurden. Und die einzige Frucht, die das brachte, war der Tod.7,5 W Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz ´geweckt` wurden, in unseren Gliedern, sodass wir für den Tod Frucht brachten. 6Jetzt aber, wo wir dem Gesetz gegenüber gestorben sind, das uns gefangen hielt, unterstehen wir ihm nicht länger. Wir stehen jetzt im Dienst einer neuen Ordnung, der des Geistes, und unterstehen nicht mehr der alten Ordnung, die vom Buchstaben des Gesetzes bestimmt war.7,6 W Wir dienen daher im Neuen des Geistes und nicht im Alten des Buchstabens.

Der Missbrauch des Gesetzes durch die Sünde

7Welchen Schluss sollen wir nun daraus ziehen? Ist das Gesetz denn ´im Grunde genommen` Sünde? Niemals! Aber7,7 Od Im Gegenteil. ohne das Gesetz hätte ich nicht erkannt, was Sünde ist. Ich hätte7,7 Od hätte zum Beispiel. nicht begriffen, was Begierde ist7,7 Od Die Begierde wäre nicht in mir erwacht., wenn das Gesetz nicht sagen würde: »Gib der Begierde keinen Raum!«7,7 2. Mose 20,17; 5. Mose 5,21. 8Die Sünde ergriff die Gelegenheit und weckte in mir durch das Verbot7,8 W Gebot. jede nur denkbare Begierde.

Ohne das Gesetz ist also die Sünde tot. 9Ich dagegen war am Leben, solange ich das Gesetz nicht kannte7,9 Od als das Gesetz noch nicht da war. W ohne (das) Gesetz.. Doch als dann das Gesetz mit seinen Forderungen an mich herantrat7,9 W Doch als das Gebot kam., ´war es umgekehrt:` Jetzt war es die Sünde, die zum Leben erwachte, 10ich aber starb. Ich musste feststellen, dass das Gesetz7,10 W Gebot. Ebenso im nächsten Vers., das dazu bestimmt war, mir das Leben zu bringen, mir den Tod brachte. 11Denn die Sünde ergriff die Gelegenheit, die sich ihr durch das Gesetz bot: Zuerst benutzte sie es, um mich zu betrügen, und dann, um mich zu töten.

12Es bleibt also dabei, dass das Gesetz heilig ist; seine Forderungen sind7,12 W heilig ist; das Gebot ist. heilig, gerecht und gut.

13Aber heißt das dann, dass etwas, was gut ist, für mich zur Ursache des Todes wurde? Niemals! Es ist die Sünde gewesen; sie hat mir den Tod gebracht und hat dazu das Gute benutzt.7,13 Od Niemals! Aber die Sünde hat das Gute dazu benutzt, mir den Tod zu bringen. Damit zeigte sie ihr wahres Gesicht; gerade die Forderungen des Gesetzes mussten dazu dienen, die grenzenlose Schlechtigkeit der Sünde ans Licht zu bringen.7,13 W Damit wurde sie als Sünde sichtbar; denn die Sünde sollte durch das Gebot über die Maßen sündig werden.

Der Zwiespalt zwischen Wollen und Tun: die Ohnmacht des Gesetzes

14Das Gesetz ist durch Gottes Geist gegeben worden7,14 W ist geistlich., das wissen wir. Ich aber bin meiner eigenen Natur ausgeliefert; ich bin an die Sünde verkauft und ihr unterworfen.7,14 W Ich aber bin fleischern/fleischlich, unter die Sünde verkauft. 15Ich verstehe selbst nicht, warum7,15 Od Ich heiße selbst nicht gut, dass. ich so handle, wie ich handle. Denn ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue. 16Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann gebe ich damit dem Gesetz recht und heiße es gut. 17Und das bedeutet: Der, der handelt, bin nicht mehr ich, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

18Ich weiß ja, dass in mir, das heißt in meiner eigenen Natur7,18 W in meinem Fleisch., nichts Gutes wohnt. Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun. 19Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will. 20Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann handle nicht mehr ich selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

21Ich stelle also folgende Gesetzmäßigkeit bei mir fest7,21 So sieht also die Erfahrung aus, die ich mit dem Gesetz mache.: So sehr ich das Richtige tun will – was bei mir zustande kommt, ist das Böse. 22Zwar stimme ich meiner innersten Überzeugung nach7,22 W dem inneren Menschen nach. dem Gesetz Gottes mit Freude zu, 23doch in meinem Handeln7,23 W in meinen Gliedern. sehe ich ein anderes Gesetz am Werk. Es steht im Kampf mit dem Gesetz, dem ich innerlich zustimme, und macht mich zu seinem Gefangenen. Darum stehe ich nun unter dem Gesetz der Sünde, und mein Handeln wird von diesem Gesetz bestimmt.7,23 W Es steht im Kampf mit dem Gesetz meines Denkens / meiner Vernunft und nimmt mich gefangen im (durch das) Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.

24Ich unglückseliger Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien?7,24 W … Mensch! Wer wird mich befreien/retten aus diesem Todesleib? 25Doch! Und dafür danke ich Gott7,25 Od danke ich Gott; er wird es tun (er hat es getan). W 25 Dank aber sei Gott. AL(1) Ich danke Gott. durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Es gilt also beides7,25 Wenn ich auf mich selbst gestellt bin, sieht es also folgendermaßen aus.: Während ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes diene, bin ich doch gleichzeitig, so wie ich von Natur aus bin, an das Gesetz der Sünde versklavt.7,25 W Also diene ich selbst nun mit dem Denken / der Vernunft dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde. – dienen ist im Griechischen dasselbe Wort wie versklavt sein.