Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
13

Der Auftrag des Staates. Unsere Aufgaben gegenüber dem Staat

131Jeder soll sich der Regierung des Staates, in dem er lebt, unterordnen. Denn alle staatliche Autorität kommt von Gott, und jede Regierung ist13,1 Od und auch die gegenwärtigen Regierungen sind. W 1 Jede Seele soll sich den übergeordneten staatlichen Gewalten unterordnen. Denn es gibt keine staatliche Gewalt außer von Gott, und die bestehenden sind. von Gott eingesetzt. 2Dem Staat13,2 W Der staatlichen Gewalt. den Gehorsam zu verweigern heißt also, sich der von Gott eingesetzten Ordnung zu widersetzen. Wer darum ´dem Staat` den Gehorsam verweigert, wird zu Recht bestraft werden.13,2 Od zu widersetzen. Und wer sich ´einer göttlichen Ordnung` widersetzt, zieht sich damit das ´göttliche` Gericht zu. 3Wer hingegen tut, was gut ist, braucht von denen, die regieren, nichts zu befürchten; fürchten muss sie nur der, der Böses tut. Du möchtest doch leben, ohne dich vor der Regierung13,3 W vor der staatlichen Gewalt. fürchten zu müssen? Dann tu, was gut ist, und du wirst ´sogar noch` Anerkennung von ihr bekommen. 4Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen13,4 Od und hilft dir, zu tun, was gut ist. Od und ist zu deinem Besten da. W 4 Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten.. Wenn du jedoch Böses tust, hast du allen Grund, sie zu fürchten. Schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Indem sie den Schuldigen zur Verantwortung zieht, vollstreckt sie an ihm das Urteil des göttlichen Zorns.13,4 W Trägerin des Schwertes, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zum Zorn (d. h. zur Strafe) für den, der Böses tut. 5Es ist also notwendig, sich ´dem Staat` unterzuordnen, und das nicht nur aus Angst vor der Strafe13,5 Od vor Gottes Gericht. W vor dem Zorn., sondern auch, weil das Gewissen es fordert.

6Darum ´ist es auch richtig, dass` ihr Steuern zahlt. Denn die Beamten sind Diener Gottes, die ihre Pflicht tun, damit der Staat seine Aufgaben erfüllen kann.13,6 Od Denn die, die Steuern einziehen, sind Diener Gottes, die nichts als ihre Pflicht tun. Od Denn gerade dadurch, dass die Beamten ihre Pflicht tun und die Steuern einziehen, erweisen sie sich als Diener Gottes. W Denn sie sind Diener Gottes, zu eben diesem Zweck / in eben dieser Sache fortwährend tätig. 7Gebt jedem das, was ihr ihm schuldet: Zahlt dem, der Steuern einzieht, die Steuern, zahlt dem Zollbeamten den Zoll, erweist dem Respekt, dem Respekt zusteht, und erweist dem Ehre, dem Ehre zusteht.

Liebe, das grundlegende Gebot

8Bleibt niemand etwas schuldig! Was ihr einander jedoch immer schuldet, ist Liebe.13,8 W etwas schuldig außer einander zu lieben. Denn wer den anderen liebt, hat damit das Gesetz erfüllt. 9Wenn nämlich das Gesetz sagt: »Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst keinen Mord begehen, du sollst nicht stehlen, du sollst der Begierde keinen Raum geben!«13,9 2. Mose 20,13-15.17; 5. Mose 5,17-19.21., dann sind diese und alle anderen Gebote in dem einen Wort zusammengefasst: »Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!«13,9 3. Mose 19,18. 10Die Liebe tut dem Mitmenschen nichts Böses an. Darum ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Leben im Licht – das Gebot der Stunde

11Bei dem allem seid euch bewusst13,11 Od Tut das alles, weil ihr wisst., in was für einer entscheidenden Zeit wir leben. Unsere Rettung ist jetzt noch näher als damals, als wir zum Glauben kamen, und es ist höchste Zeit, dass ihr13,11 AL(2) wir. aus dem Schlaf aufwacht. 12Die Nacht geht zu Ende, bald bricht der Tag an. Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen.13,12 W Darum wollen wir die Werke der Finsternis ablegen/ausziehen und die Waffen des Lichts anlegen/anziehen. 13Lasst uns ein einwandfreies Leben führen, mit dem wir im Licht des Tages bestehen können13,13 Od führen als Menschen, die im Licht des kommenden Tages leben. W führen wie am Tag., ein Leben ohne Schlemmen und Saufen, ohne sexuelle Ausschweifung und ohne Streit und Rechthaberei13,13 Od Eifersucht.. 14Legt das alles ab, und zieht ein neues Gewand an: Jesus Christus, den Herrn. Beschäftigt euch nicht länger damit, wie ihr die Begierden eurer eigenen Natur zufrieden stellen könnt.13,14 Od den Herrn. Lasst euch von den irdischen Bedürfnissen nicht in einem solchen Maß bestimmen, dass die Begierden wieder die Oberhand gewinnen. W 14 Zieht vielmehr den Herrn an, Jesus Christus, und treibt nicht Vorsorge für das Fleisch im Hinblick auf Begierden.

14

Das Zusammenleben in der Gemeinde: Mahnung zu gegenseitiger Rücksichtnahme

141Nehmt den, der in seinem Glauben schwach ist ´und meint, sich an bestimmte Vorschriften halten zu müssen, ohne Vorbehalte` an; streitet nicht mit ihm über seine Ansichten14,1 Od an; tut es nicht in der Absicht, den Streit über die unterschiedlichen Ansichten zu euren Gunsten zu entscheiden. W an, aber nicht, um über Ansichten zu streiten / zu entscheiden.. 2Der eine ist ´zum Beispiel` davon überzeugt, alles essen zu dürfen. Der andere, der in seinem Glauben schwach ist ´und Angst hat, sich zu versündigen`, isst nur pflanzliche Kost. 3Wer alles isst, darf den nicht verachten, der nicht alles isst. Und wer nicht alles isst, darf den nicht verurteilen, der alles isst. Gott hat ihn doch ´genauso` angenommen ´wie dich`. 4Wenn du ihn verurteilst, ist es, wie wenn du dich zum Richter über jemand machst, der im Dienst eines anderen steht. Wer bist du, dass du dir so etwas anmaßt? Ob jemand mit seinem Tun bestehen kann oder ob er nicht besteht, das zu beurteilen ist einzig und allein Sache seines Herrn, dem er verantwortlich ist. Und er wird bestehen, denn es steht in der Macht des Herrn, ihn zu bewahren.14,4 W 4 Du, wer bist du, dass du über einen fremden Diener/Sklaven urteilst? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber stehen bleiben (aufrecht gehalten werden), denn der Herr kann machen, dass er stehen bleibt.

5Der eine macht einen Unterschied zwischen ´heiligen` Tagen und ´gewöhnlichen` Tagen; der andere macht keinen solchen Unterschied14,5 Od für den anderen ist jeder Tag in gleicher Weise dem Herrn geweiht. W für den anderen sind alle Tage gleich (wichtig).. Wichtig ist, dass jeder mit voller Überzeugung zu dem stehen kann, was er für richtig hält.14,5 W Jeder sei in der eigenen Gesinnung/Meinung voll überzeugt. 6Wenn jemand bestimmte Tage besonders beachtet, tut er das, um den Herrn zu ehren14,6 W tut er das für den Herrn. Ebenso noch zweimal in diesem Vers.. Genauso ist es bei dem, der alles isst: Er tut das, um den Herrn zu ehren, denn für das, was er isst, dankt er Gott. Und auch der, der bestimmte Speisen meidet14,6 W der nicht isst., tut das, um den Herrn zu ehren; auch er ´isst nichts, ohne` Gott dafür zu danken.

7Keiner von uns lebt für sich selbst, und auch wenn wir sterben, gehört keiner von uns sich selbst14,7 W und keiner stirbt für sich selbst.. 8Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn14,8 W und auch wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn.. Im Leben wie im Sterben gehören wir dem Herrn. 9Denn Christus ist gestorben und wieder lebendig geworden, um seine Herrschaft über alle auszuüben – über die Toten und über die Lebenden.

10Woher nimmst du dir da noch das Recht, deinen Bruder oder deine Schwester zu verurteilen?14,10 Das griechische Wort, das traditionell mit Bruder wiedergegeben wird (deinen Bruder zu verurteilen), wird nicht nur exklusiv gebraucht (zur Bezeichnung der männlichen Mitchristen), sondern auch inklusiv (Männer und Frauen). Der Zusammenhang spricht hier für das zweite. – Entsprechend in der zweiten Vershälfte und in den Versen 13, 15 und 21. Und du – woher nimmst du dir das Recht, deinen Bruder oder deine Schwester zu verachten? Wir alle werden einmal vor dem Richterstuhl Gottes14,10 AL(2) Christi. stehen. 11Denn es heißt in der Schrift:

»So wahr ich lebe, sagt der Herr:

Vor mir wird jedes Knie sich beugen,

und jeder Mund wird Gott die Ehre geben14,11 Od jeder Mund wird Gott als Gott anerkennen. W jede Zunge wird Gott anerkennen / wird sich zu Gott bekennen. Jesaja 49,18; 45,23.14,11 Jesaja 49,18; 45,23.

12So wird also jeder von uns über sein eigenes Leben14,12 W über/für sich selbst. vor Gott Rechenschaft ablegen müssen.

Freiheit – aber nicht auf Kosten anderer

13Hören wir darum auf, einander zu verurteilen! Statt den Bruder oder die Schwester zu richten, prüft euer eigenes Verhalten, und achtet darauf, alles zu vermeiden, was ihnen ein Hindernis in den Weg legen und14,13 W zu verurteilen! Stattdessen achtet darauf (im Griechischen dasselbe Wort wie richten/verurteilen), dem Bruder (oder der Schwester) kein Hindernis in den Weg zu legen und nichts, was. sie zu Fall bringen könnte. 14Durch Jesus, den Herrn14,14 Od Als einer, der mit Jesus, dem Herrn, verbunden ist., bin ich zu der Überzeugung gekommen und habe die Gewissheit, dass es nichts gibt, was von Natur aus14,14 W was von sich selbst aus. unrein wäre. Für den allerdings, der etwas als unrein ansieht, ist es dann auch unrein. 15Wenn du dich daher in einer Frage, die das Essen betrifft, so verhältst, dass14,15 W Wenn nämlich wegen einer Speise. dein Bruder oder deine Schwester in innere Not geraten, dann ist dein Verhalten nicht mehr von der Liebe bestimmt. Christus ist doch ´auch` für sie gestorben. Stürze sie nicht durch das, was du isst, ins Verderben! 16Das Gute, das euch geschenkt wurde,14,16 W Euer Gutes. AL(1) Unser Gutes. darf nicht in Verruf kommen. 17Denn im Reich Gottes geht es nicht um Fragen des Essens und Trinkens, sondern um das, was der Heilige Geist bewirkt: Gerechtigkeit, Frieden und Freude.14,17 W Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Frieden und Freude im Heiligen Geist / durch den Heiligen Geist. 18Wer Christus auf diese Weise14,18 Od mit diesen Dingen. Od im Heiligen Geist. W darin. dient, an dem hat Gott Freude, und er ist auch in den Augen der Menschen glaubwürdig.

19Darum wollen wir uns mit allen Kräften um das bemühen14,19 AL(1) Darum bemühen wir uns mit allen Kräften um das., was zum Frieden beiträgt und wodurch wir uns gegenseitig ´im Glauben` fördern. 20Zerstöre nicht das Werk Gottes wegen einer Frage, die das Essen betrifft14,20 W wegen einer Speise.! Zwar ist ´vor Gott` alles rein; verwerflich ist es jedoch, wenn jemand durch das, was er isst, einen anderen zu Fall bringt14,20 Od wenn jemand etwas isst, obwohl er Anstoß daran nimmt.. 21Deshalb ist es am besten14,21 W ist es gut/richtig., du isst kein Fleisch und trinkst keinen Wein und vermeidest auch sonst alles, was deinen Bruder oder deine Schwester zu Fall bringen könnte14,21 AL(1) alles, woran dein Bruder (oder deine Schwester) Anstoß nehmen oder zu Fall kommen oder ´hinsichtlich des Glaubens` schwach werden könnte..

Was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde

22Behandle deine Überzeugung in diesen Dingen als eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.14,22 W Habe den Glauben, den du hast, für dich selbst vor Gott. AL(1) Hast du Glauben? Dann habe ihn für dich selbst vor Gott. Glücklich zu nennen ist der, der sich in Fragen der persönlichen Überzeugung so verhält, dass er sich nicht selbst anzuklagen braucht14,22 W der sich in dem, was er gutheißt, nicht selbst richtet/verurteilt.. 23Wer jedoch etwas isst, obwohl er Bedenken hat, ob er es überhaupt essen darf, der ist damit verurteilt, denn er handelt nicht aus Glauben. Und alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.

15

Nicht für sich selbst leben: das Beispiel Christi

151Wir als die ´im Glauben` Starken sind verpflichtet, die Bedenken der Schwächeren ernst zu nehmen15,1 W die Schwachheiten der Unvermögenden/Schwachen zu tragen., statt in selbstgefälliger Weise nur an uns zu denken. 2Jeder von uns soll auf den anderen Rücksicht nehmen und danach fragen, was gut für ihn ist und was ihm im Glauben weiterhilft15,2 Od und was die Gemeinde aufbaut. W soll dem Mitmenschen gefallen im Hinblick auf das Gute, zum Aufbau.. 3Auch Christus hat nicht danach gefragt, was ihm selbst gefallen würde. Es heißt ´von ihm` in der Schrift: »Gegen mich, o Gott, richten sich die Beschimpfungen deiner Feinde.«15,3 Psalm 69,10. 4Und alles, was die Schrift sagt und was doch schon vor langer Zeit niedergeschrieben wurde, sagt sie unseretwegen. Wir sind es, die daraus lernen sollen; wir sollen durch ihre Aussagen ermutigt werden, damit wir unbeirrbar durchhalten, bis sich unsere Hoffnung erfüllt15,4 Od wir sollen mit der Unbeirrbarkeit, zu der die Schrift aufruft / von der die Schrift berichtet / zu der die Schrift führt, und mit der Ermutigung, die die Schrift bewirkt, durchhalten, bis sich unsere Hoffnung erfüllt. W wir sollen durch das unbeirrbare Durchhalten und durch die Ermutigung der Schrift Hoffnung haben / an der Hoffnung festhalten..

5Denn von Gott kommt alle Ermutigung und alle Kraft, um durchzuhalten. Er helfe euch, Jesus Christus zum Maßstab für euren Umgang miteinander zu nehmen und euch vom gemeinsamen Ziel bestimmen zu lassen.15,5 Od Er helfe euch, euch im Umgang miteinander vom gemeinsamen Ziel bestimmen zu lassen, wie Jesus Christus es will. W Er gebe euch, untereinander dieselbe Gesinnung zu haben, Christus Jesus entsprechend. 6Gott möchte, dass ihr ihn alle einmütig und mit voller Übereinstimmung15,6 W einmütig, mit einem Mund. preist, ihn, den Gott und Vater15,6 Od ihn, den Vater. unseres Herrn Jesus Christus.

Juden und Nichtjuden preisen Gott gemeinsam

7Darum ehrt Gott, indem ihr einander annehmt, wie Christus euch angenommen hat.15,7 Od Darum nehmt einander an, wie Christus euch zur Ehre Gottes angenommen hat. 8Ich spreche davon, dass ´Christus sowohl für das jüdische Volk als auch für die anderen Völker gekommen ist`. Er ist ein Diener derer geworden, die beschnitten sind, ´ein Diener der Juden,` um die Zusagen, die Gott ihren Stammvätern gegeben hatte, einzulösen und damit die Treue Gottes und die Wahrheit seines Wortes unter Beweis zu stellen15,8 W einzulösen wegen der Wahrheit/Treue Gottes.. 9Aber auch die anderen Völker preisen Gott, weil sie ´durch Christus` sein Erbarmen erfahren haben.15,9 Od unter Beweis zu stellen, 9 aber ebenso, damit dann auch die anderen Völker Gottes Erbarmen erfahren und ihn dafür preisen. Das bestätigt die Schrift. Es heißt an einer Stelle:

»Darum will ich mich vor den Völkern zu dir bekennen;

zum Ruhm deines Namens will ich dir Loblieder singen.«15,9 Psalm 18,50.

10An einer anderen Stelle heißt es:

»Stimmt mit ein, ihr Völker, in den Jubel seines Volkes!«15,10 5. Mose 32,43.

11Wieder an einer anderen Stelle heißt es:

»Lobt den Herrn, all ihr Völker!

Alle Nationen sollen ihn preisen.«15,11 Psalm 117,1.

12Und Jesaja sagt:

»´Bald` wird er da sein,

der Spross, der aus der Wurzel des Isai hervorwächst;

er wird sich erheben,

um die Herrschaft über die Völker auszuüben.

Auf ihn werden die Völker hoffen.«15,12 Jesaja 11,10.

13Darum ist es mein Wunsch15,13 Od mein Gebet., dass Gott, die Quelle aller Hoffnung15,13 Od daß Gott, der unsere Hoffnung ist. W daß der Gott der Hoffnung., euch in eurem Glauben volle Freude und vollen Frieden schenkt, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes immer unerschütterlicher wird.

Rückblick des Apostels auf seine bisherige Tätigkeit

14Im Übrigen bin ich persönlich davon überzeugt, liebe Geschwister, dass ihr durchaus selbst in der Lage seid, all das zu tun, was gut und richtig ist15,14 W dass ihr auch selbst voll guter Gesinnung seid.; es fehlt euch in keiner Weise an der ´nötigen` Erkenntnis, und ihr seid daher auch fähig, einander mit seelsorgerlichem Rat zu helfen. 15Wenn ich euch trotzdem geschrieben habe (und teilweise15,15 Od in einigen Punkten. Od in gewissem Sinn. sogar recht offen), dann deshalb, weil ich euch einige Dinge in Erinnerung rufen wollte. Gott hat mich ja in seiner Gnade dazu berufen, 16ein Diener Jesu Christi unter den nichtjüdischen Völkern zu sein. Indem ich ihnen das Evangelium Gottes bekannt mache, erfülle ich gewissermaßen einen priesterlichen Auftrag; denn sie sollen eine Opfergabe werden15,16 eine Opfergabe darbringen., an der Gott Freude hat15,16 W zu sein. Ich nehme eine priesterliche Aufgabe am Evangelium Gottes wahr, damit die Opfergabe der (nichtjüdischen) Völker annehmbar wird., eine Opfergabe, die durch den Heiligen Geist geheiligt ist.

17Dass ich so voller Freude und Stolz von meinem Dienst für Gott reden kann, hat seinen Grund einzig und allein in Jesus Christus.15,17 W 17 Ich habe also dieses Rühmen in Christus Jesus im Hinblick auf die Dinge, die Gott betreffen. 18Ich würde es niemals wagen, von dem zu reden, was ich getan habe, wenn nicht Christus durch mich gewirkt hätte, damit Menschen aus den nichtjüdischen Völkern das Evangelium annehmen. Er hat durch das gewirkt, was ich sagte und tat, 19und hat es durch machtvolle Wunder und außergewöhnliche Dinge und durch die Kraft des Geistes Gottes bestätigt.15,19 W wenn nicht Christus zum Gehorsam der (nichtjüdischen) Völker durch mich gewirkt hätte, durch Wort und Tat, 19 durch die Kraft von Zeichen und Wundern, durch die Kraft des Geistes Gottes. Auf diese Weise ist es mir möglich gewesen, von Jerusalem aus in dem ganzen Gebiet15,19 Od von Jerusalem und seiner Umgebung aus. bis hin nach Illyrien meinen Auftrag zu erfüllen und das Evangelium von Christus bekannt zu machen15,19 Od bis hin nach Illyrien das Evangelium von Christus überall bekannt zu machen (das Evangelium von Christus in seinem ganzen Umfang zu verkünden; w das Evangelium von Christus zu vollenden).. 20Dabei machte ich es mir zum Grundsatz, das Evangelium nur dorthin zu bringen, wo sich noch niemand zu Christus bekannte15,20 Od wo Christus noch nicht verkündet worden war. W wo Christus noch nicht genannt wurde.; denn ich wollte nicht da bauen, wo schon ein anderer das Fundament gelegt hatte. 21Vielmehr hielt ich mich an die Schriftstelle, die sagt:

»Die sollen es sehen,

denen noch nie etwas von ihm gesagt worden ist;

die, die noch nie von ihm gehört haben,

werden es verstehen.«15,21 Jesaja 52,15.

Die Reisepläne des Apostels: Jerusalem, Rom, Spanien

22Aus diesen Gründen ist es mir bisher nicht ein einziges Mal möglich gewesen15,22 W Deshalb bin ich auch viele Male daran gehindert worden., zu euch zu kommen, 23obwohl ich mich doch schon seit vielen Jahren danach sehne, euch zu sehen. Jetzt aber habe ich in diesen Gebieten keine weitere Aufgabe15,23 W keinen Raum / keine Gelegenheit. mehr 24und beabsichtige, nach Spanien zu reisen. Auf dem Weg dorthin hoffe ich euch nun endlich besuchen zu können, um die Reise dann mit eurer Unterstützung fortzusetzen, nachdem ich mich vorher wenigstens für eine kurze Zeit15,24 Od vorher zumindest ein wenig. an der Gemeinschaft mit euch erfreut habe.

25Doch zunächst reise ich nach Jerusalem, um den Gläubigen15,25 W Heiligen. Ebenso in Vers 31. dort einen Dienst zu erweisen. 26´Die Gemeinden in den Provinzen` Mazedonien und Achaia haben nämlich beschlossen, für die Armen der Gemeinde15,26 W für die Armen unter den Heiligen. in Jerusalem eine Geldsammlung15,26 Das griechische Wort bedeutet eigentlich Gemeinschaft (bzw. ein Zeichen der Gemeinschaft / des Zusammenhalts, d. h. hier konkret: eine Geldspende); daher im nächsten Vers die Zufügung als Ausdruck ihrer Verbundenheit mit ihnen. durchzuführen. 27Sie tun das aus eigenem Antrieb, ´als Ausdruck ihrer Verbundenheit mit ihnen`. Andererseits stehen sie ja auch tatsächlich in ihrer Schuld. Denn wenn die Gläubigen aus Jerusalem ihre geistlichen Güter mit denen geteilt haben, die keine Juden sind, sind diese nun ihrerseits verpflichtet, denen in Jerusalem mit irdischen Gütern15,27 im Hinblick auf ihre irdischen Bedürfnisse. W Denn wenn die (nichtjüdischen) Völker an ihren geistlichen ´Gütern` Anteil bekommen haben, sind sie es schuldig, ihnen auch mit den irdischen. zu dienen. 28Aber wenn ich diese Sache zum Abschluss gebracht und die Sammlung ordnungsgemäß übergeben habe15,28 Od und den vollen Ertrag der Sammlung übergeben habe. und damit gewissermaßen das Siegel auf diese sichtbare Frucht meiner Arbeit unter den nichtjüdischen Völkern gesetzt habe. W und ihnen diese Frucht versiegelt habe., will ich auf dem Weg nach Spanien bei euch vorbeikommen. 29Und ich weiß, dass ich mit der ganzen Fülle des Segens Christi zu euch kommen werde.

30Geschwister, wir sind durch die Liebe, die der Heilige Geist wirkt, miteinander verbunden. Deshalb bitte ich euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, dringend darum15,30 W 30 Durch Jesus Christus, unseren Herrn, und durch die Liebe des Geistes bitte ich euch dringend, Geschwister., mir kämpfen zu helfen, indem ihr15,30 Od mir zu helfen, indem ihr mit aller Entschlossenheit. in euren Gebeten vor Gott für mich einsteht. 31´Betet darum,` dass ich vor den Gefahren gerettet werde, die mir in Judäa vonseiten derer drohen, die nicht bereit sind, das Evangelium anzunehmen,15,31 W dass ich vor den Ungehorsamen in Judäa gerettet werde. und dass mein Dienst für Jerusalem von den Gläubigen dort gut aufgenommen wird. 32Dann kann ich, wenn es Gottes Wille ist, in ungetrübter Freude zu euch kommen und in eurer Mitte eine Zeit der Ruhe und Stärkung verbringen.

33Der Gott des Friedens sei mit euch allen! Amen.