Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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101Liebe Geschwister, was ich den Israeliten von ganzem Herzen wünsche und von Gott für sie erbitte, ist, dass sie gerettet werden. 2Denn an Eifer für Gottes Sache fehlt es ihnen nicht; das kann ich bezeugen. Was ihnen fehlt, ist die richtige Erkenntnis. 3Sie haben nicht erkannt, worum es bei der Gerechtigkeit Gottes geht, und versuchen, durch ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott bestehen zu können. Damit lehnen sie sich gegen Gottes Gerechtigkeit auf, statt sich ihr zu unterstellen.10,3 W 3 Denn weil sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten (od nicht anerkannten)und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten suchten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterstellt. 4Denn mit Christus ist das Ziel erreicht, um das es im Gesetz geht: Jeder, der an ihn glaubt, wird für gerecht erklärt.10,4 Od Denn Christus ist das Ende der Herrschaft des Gesetzes; jetzt wird jeder, der an ihn glaubt, für gerecht erklärt. W Denn Christus ist das Ziel / das Ende / die Erfüllung des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.

Der Weg zur Gerechtigkeit ist für Juden und Nichtjuden derselbe

5Wenn jemand für gerecht erklärt werden will, indem er das Gesetz befolgt, gilt für ihn, was Mose schreibt: »Das Gesetz bringt dem das Leben, der seine Forderungen erfüllt.«10,5 3. Mose 18,5. 6Die Gerechtigkeit jedoch, die für den da ist, der glaubt, sagt: »Du brauchst dich nicht zu fragen10,6 W jedoch, deren Grundlage der Glaube ist, sagt so: »Sage nicht in deinem Herzen.: Kann denn jemand in den Himmel hinaufsteigen?« – so als müsste man Christus von dort herabholen – 7oder: »Kann jemand in den Abgrund hinuntersteigen?« – so als müsste man Christus von den Toten heraufholen. 8Im Gegenteil, sie sagt:

»Das Wort, das Gott spricht,

ist für dich nicht in unerreichbarer Ferne10,8 W Das Wort / Die Botschaft ist dir nahe.;

es ist in deinem Mund und in deinem Herzen.«10,8 5. Mose 30,12-14.

Mit dem Wort ist die Botschaft des Glaubens gemeint, die wir verkünden.

9Wenn du also10,9 Od 9 Sie lautet: Wenn du. mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. 10Denn man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt; man wird gerettet, wenn man ´den Glauben` mit dem Mund bekennt. 11Darum heißt es in der Schrift: »Jeder, der ihm vertraut, wird vor dem Verderben bewahrt werden.10,11 W Keiner, der ihm vertraut / der an ihn glaubt, wird zuschanden werden. Jesaja 28,16.«10,11 Jesaja 28,16. 12Ob jemand Jude oder Nichtjude10,12 W Grieche. ist, macht dabei keinen Unterschied: Alle haben denselben Herrn, und er lässt alle an seinem Reichtum teilhaben, die ihn ´im Gebet` anrufen. 13Denn »jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.10,13 Joel 3,5.

Voraussetzungen dafür, das Evangelium annehmen zu können

14Nun ist es aber doch so: Den Herrn anrufen kann man nur, wenn man an ihn glaubt. An ihn glauben kann man nur, wenn man von ihm gehört hat. Von ihm hören10,14 Od wenn man ihn gehört hat. Ihn hören. kann man nur, wenn jemand da ist, der die Botschaft von ihm verkündet. 15Und die Botschaft kann nur verkündet werden, wenn jemand den Auftrag dazu bekommen hat. ´Genau das ist ja auch geschehen,` denn es heißt in der Schrift: »Was für eine Freude ist es, die kommen zu sehen, die eine gute Nachricht bringen!10,15 W Wie lieblich sind (Wie rechtzeitig kommen) die Füße derer, die das Gute verkünden (aL(2) die Füße derer, die Frieden verkünden, die das Gute verkünden)! Jesaja 52,7.«10,15 Jesaja 52,7.

Das Nein Israels zum Evangelium

16Aber nicht alle haben das Evangelium angenommen. Schon Jesaja sagt: »Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?«10,16 Jesaja 53,1.

17Wie wir gesehen haben, setzt der Glaube das Hören der Botschaft von Christus voraus.10,17 W 17 Der Glaube kommt also aus dem Hören (od aus dem Gehörten / aus der Botschaft), das Hören (od das Gehörte / die Botschaft) aber durch das Wort / die Botschaft Christi (aL(2) Gottes). 18Im Hinblick auf Israel stellt sich daher die Frage: Hatten sie etwa keine Gelegenheit, die Botschaft zu hören? Natürlich haben sie sie gehört! In der Schrift heißt es ja von denen, die sie verkünden:

»Überall auf der Erde ist ihre Stimme zu hören10,18 W 18 Aber ich sage: Haben sie etwa nicht gehört? Natürlich: »Zu der ganzen Erde ist ihr Schall hinausgegangen.;

ihre Botschaft ist bis in die entlegensten Gebiete der Welt gedrungen.«10,18 Psalm 19,5.

19Aber, so könnte man weiter fragen, hat Israel vielleicht nicht verstanden, worum es bei dieser Botschaft geht? Die Antwort darauf ist schon bei Mose zu finden. Dort heißt es10,19 W 19 Aber ich sage: Hat Israel etwa nicht verstanden? Als Erster sagt Mose.:

»Ich werde euch auf ein Volk eifersüchtig machen,

das gar keines ist, ´sagt der Herr`;

ich werde euch zum Zorn über ein Volk reizen,

das nichts ´von mir` weiß.«10,19 5. Mose 32,21.

20Und bei Jesaja findet sich die erstaunliche Feststellung10,20 W Jesaja aber wagt es und sagt::

»Ich habe mich von denen finden lassen,

die mich nicht suchten, ´sagt der Herr`;

ich habe mich denen zu erkennen gegeben,

die nicht nach mir fragten.«10,20 Jesaja 65,1.

21Im Hinblick auf Israel dagegen heißt es bei Jesaja:

»Von früh bis spät10,21 W Im Hinblick auf Israel (od Zu Israel) aber sagt er: »Den ganzen Tag. habe ich die Hände nach einem Volk ausgestreckt,

das nicht bereit ist, mir zu gehorchen,

und das sich mir ständig widersetzt.«10,21 Jesaja 65,2.

11

Glaube bei einem Teil von Israel – Verhärtung bei den Übrigen

111Was will ich damit sagen? Hat Gott sein Volk etwa verstoßen? Niemals! Ich bin ja selbst ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams aus dem Stamm Benjamin. 2Nein, Gott hat sein Volk nicht verstoßen; schließlich hat er schon vor aller Zeit die Entscheidung getroffen, dass es ihm gehören soll11,2 W nicht verstoßen, das er im Voraus gekannt/erkannt hatte.. Ihr kennt doch den Abschnitt in der Schrift, wo Elia sich in seiner Auseinandersetzung mit Israel an Gott wendet und sagt: 3»Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre niedergerissen. Ich bin der Einzige, der übrig geblieben ist, und auch mich wollen sie umbringen.«11,3 1. Könige 19,10.14. 4Und wie lautet Gottes Antwort? »Ich habe siebentausend Männer übrig bleiben lassen, die mir treu geblieben sind, siebentausend, die11,4 W Ich habe mir siebentausend Männer übrig bleiben lassen, die. sich nicht vor dem ´Götzen` Baal auf die Knie geworfen haben.«11,4 1. Könige 19,18.

5Genauso ist es auch heute: Gott hat von seinem Volk einen kleinen Teil übrig gelassen, den er in seiner Gnade erwählt hat.11,5 W Genauso ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Rest nach Wahl der Gnade entstanden/vorhanden. 6Wenn das nun aber aus Gnade geschah, dann geschah es nicht aufgrund von irgendwelchen Leistungen11,6 W aufgrund von Werken.; sonst wäre ja Gnade keine Gnade mehr.

7Was heißt das also? Israel ´in seiner Gesamtheit` hat nicht erreicht, worum es sich so sehr bemüht. Das Ziel erreicht hat nur der Teil des Volkes, den Gott erwählt hat. Bei den Übrigen ist es zu einer inneren Verhärtung gekommen11,7 W Die Übrigen aber sind verhärtet gemacht worden / haben sich verhärtet., 8genau wie es in der Schrift heißt:

»Gott hat einen Geist der Verblendung11,8 W Betäubung. über sie kommen lassen;

er hat ihnen Augen gegeben, mit denen sie nicht sehen,

und Ohren, mit denen sie nicht hören,

und so ist es bis zum heutigen Tag.«11,8 Jesaja 29,10; 5. Mose 29,3.

9Und David sagt:

»Ihre Opferfeste11,9 W Ihr Tisch, d. h. ihre (Opfer-)Mahlzeiten. sollen ihnen zur Schlinge und zum Fangnetz werden,

zum Hindernis, an dem sie zu Fall kommen;

das soll ihre gerechte Strafe sein11,9 W zum Hindernis / zur Falle und zur Vergeltung..

10Lass es finster werden vor ihren Augen11,10 W Ihre Augen sollen verfinstert werden.,

sodass sie nichts mehr sehen können.

Ihr Rücken soll sich unter der ständigen Last krümmen.11,10 W Krümme ihren Rücken immerfort (für immer). Psalm 69,23.24.«11,10 Psalm 69,23.24.

Israels Unglaube: Rettung für die anderen Völker

11Will ich damit sagen, dass sie zu Fall gekommen sind, um nie wieder aufzustehen? Keineswegs! Sie haben zwar einen falschen Schritt getan, aber das hat den anderen Völkern Rettung gebracht, und dadurch wiederum sollen sie selbst eifersüchtig werden. 12Wenn aber schon dieser falsche Schritt Israels die Welt so reich gemacht hat und wenn schon das, was für Israel ein Verlust war11,12 und wenn schon die Tatsache, dass Israel so eine kleine Schar geworden ist / so erniedrigt worden ist., für die anderen Völker einen so großen Gewinn bedeutet – wie wird es dann erst sein, wenn Israel in voller Zahl umkehrt11,12 wenn Israel vollständig wiederhergestellt wird. wenn Israel alles erfüllt, was Gott von ihm erwartet. W 12 Wenn aber ihr falscher Schritt der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der (nichtjüdischen) Völker ist, wieviel mehr ihre Fülle/Erfüllung.!

13Denen unter euch, die keine Juden sind, möchte ich Folgendes sagen: Als Apostel der nichtjüdischen Völker setze ich alles daran, dass durch meinen Dienst an diesen Völkern die Herrlichkeit des Evangeliums sichtbar wird11,13 Od dass mein Dienst an diesen Völkern von Erfolg gekrönt ist. Od sagen: Mein Auftrag als Apostel gilt den nichtjüdischen Völkern, und ich preise Gott für diesen Dienst. W sagen: Insofern ich Apostel der (nichtjüdischen) Völker bin, verherrliche ich meinen Dienst.. 14Denn vielleicht gelingt es mir gerade dadurch, mein eigenes Volk11,14 W mein Fleisch. eifersüchtig zu machen und einige von ihnen zu retten. 15Wenn nämlich schon die Verwerfung Israels der Welt die Versöhnung ´mit Gott` brachte, was wird dann erst Israels Wiederannahme bedeuten! Nichts Geringeres, als dass Tote lebendig werden!11,15 W bedeuten, wenn nicht Leben aus Toten!

16Im Übrigen: Wenn nach der Ernte das erste Brot Gott geweiht worden ist, ist ihm damit alles Brot geweiht, das noch vom Korn dieser Ernte gebacken wird.11,16 Siehe 4. Mose 15,17-21. Und wenn die Wurzel des Ölbaums Gott geweiht ist, sind auch die Zweige ihm geweiht.11,16 W Im Übrigen: Wenn die Erstlingsgabe heilig ist, dann auch der Teig. Und wenn die Wurzel heilig ist, dann auch die Zweige.

17Nun wurden aber einige dieser Zweige ausgebrochen, und unter die ´übrig gebliebenen` Zweige11,17 Od und an ihrer Stelle. bist du, ´der Zweig` eines wilden Ölbaums, eingepfropft worden und wirst jetzt wie sie vom Saft aus der Wurzel des edlen Ölbaums genährt11,17 W und hast an der Wurzel (und) der Fettigkeit des Ölbaums Anteil bekommen.. 18Doch das ist kein Grund, verächtlich auf die anderen Zweige herabzusehen. Wenn du meinst, du hättest das Recht dazu11,18 W 18 Doch rühme dich deswegen nicht unter Herabsetzung der Zweige! Wenn du dich unter Herabsetzung von ihnen rühmst., ´dann lass dir gesagt sein`: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich. 19»Aber«, entgegnest du vielleicht, »damit ich eingepfropft werden konnte, sind andere Zweige ausgebrochen worden!« 20Einverstanden. Aber dass sie ausgebrochen wurden, lag an ihrem Unglauben, und dass du da stehst, wo du stehst, liegt an deinem Glauben. Darum sei nicht überheblich, sondern sei dir bewusst, in welcher Gefahr du dich befindest11,20 W sondern fürchte dich.. 21Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, warum sollte er dann dich verschonen?11,21 AL(1) wird er dich auch nicht verschonen!

22Du hast hier11,22 Od Halte dir. also beides vor Augen, Gottes Güte und Gottes Strenge: seine Strenge denen gegenüber, die sich von ihm abgewendet haben, und seine Güte dir gegenüber – vorausgesetzt, du hörst nicht auf, dich auf seine Güte zu verlassen11,22 W vorausgesetzt, du bleibst bei der Güte.; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23Die ausgebrochenen Zweige dagegen werden wieder eingepfropft werden, sofern sie nicht an ihrem Unglauben festhalten11,23 W nicht beim Unglauben bleiben.. Denn es steht sehr wohl in Gottes Macht, sie wieder einzupfropfen. 24Wenn nämlich du aus dem wilden Ölbaum herausgeschnitten wurdest, zu dem du von Natur aus gehörtest11,24 aus dem von Natur aus wilden Ölbaum herausgeschnitten wurdest., und auf den edlen Ölbaum aufgepfropft worden bist, mit dem du doch von Natur aus nichts gemeinsam hast11,24 W aufgepfropft worden bist gegen die Natur., wie viel leichter wird es dann sein, die Zweige, die von Natur aus zum edlen Ölbaum gehören, wieder auf ihren eigenen Baum aufzupfropfen!

Ankündigung der Rettung ganz Israels

25Ich möchte euch, liebe Geschwister, über das Geheimnis ´der Absichten Gottes mit Israel` nicht im Unklaren lassen, damit ihr nicht in vermeintlicher Klugheit aus der gegenwärtigen Verhärtung Israels falsche Schlüsse zieht. Es stimmt, dass ein Teil von Israel sich verhärtet hat, aber das wird nur so lange dauern, bis die volle Zahl von Menschen aus den anderen Völkern zum Glauben gekommen ist.11,25 W damit ihr nicht euch selbst für klug haltet. Verhärtung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Fülle der (nichtjüdischen) Völker hineingegangen ist. 26Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, wird ganz Israel gerettet werden. Es heißt ja in der Schrift:

»Aus Zion wird der Retter kommen,

der ´die Nachkommen` Jakobs von all ihrer Gottlosigkeit befreien wird.

27Denn das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen werde, ´sagt der Herr`:

Ich werde ihnen ´die Last` ihrer Sünden abnehmen.11,27 Od 27 Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen werde, wenn ich ihnen ´die Last` ihrer Sünden abnehmen werde, ´sagt der Herr`. Jesaja 59,20.21; 27,9.«11,27 Jesaja 59,20.21; 27,9.

28Ihre Einstellung zum Evangelium macht sie zu Feinden Gottes, und das kommt euch zugute.11,28 Weil das Evangelium zu euch kommen sollte, sind sie Gottes Feinde geworden. Andererseits folgt aus der Wahl, die Gott getroffen hat, dass sie von ihm geliebt sind. Er hat ja ihre Stammväter erwählt, 29und wenn Gott in seiner Gnade Gaben gibt oder jemand beruft, macht er das nicht rückgängig.11,29 W 28 Zwar sind sie hinsichtlich des Evangeliums Feinde wegen euch, aber hinsichtlich der Wahl sind sie Geliebte wegen der Väter. 29 Denn unbereubar (d. h. unwiderruflich) sind die Gnadengaben und die Berufung vonseiten Gottes.

30In der Vergangenheit wart ihr es, die Gott nicht gehorcht hatten, und durch den Ungehorsam Israels ist es dazu gekommen, dass ihr jetzt sein Erbarmen erfahren habt. 31Umgekehrt sind sie es, die gegenwärtig Gott ungehorsam sind, und dass ihr dadurch sein Erbarmen kennen gelernt habt, soll11,31 ungehorsam sind, weil ihr sein Erbarmen kennen gelernt habt, und das soll. dazu führen, dass schließlich11,31 W jetzt. AL(1) ohne jetzt. auch sie sein Erbarmen erfahren. 32So hat Gott alle ohne Ausnahme zu Gefangenen ihres Ungehorsams werden lassen11,32 W alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen., weil er allen sein Erbarmen erweisen will.

Gottes unbegreifliche Größe

33Wie unerschöpflich ist Gottes Reichtum! Wie tief ist seine Weisheit, wie unermesslich sein Wissen!11,33 Od 33 Wie unerschöpflich reich sind Gottes Weisheit und sein Wissen! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen11,33 Od Urteile., wie unerforschlich seine Wege!

34»Hat jemals ein ´Mensch` die Gedanken des Herrn ergründet?

Ist je einer sein Berater gewesen?«11,34 Jesaja 40,13.

35»Wer hat Gott jemals etwas gegeben11,35 W etwas vorher gegeben.,

sodass Gott es ihm zurückerstatten müsste?«11,35 Hiob (Ijob) 41,3.

36Gott ist es, von dem alles kommt, durch den alles besteht und in dem alles sein Ziel hat. Ihm gebührt die Ehre für immer und ewig. Amen.
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Die angemessene Antwort auf Gottes Erbarmen

121Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf.12,1 W 1 Ich fordere euch nun auf, Geschwister, aufgrund von Gottes Erbarmen, eure Körper als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen; ´das ist` euer vernünftiger/geistlicher/wahrer Gottesdienst. 2Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und12,2 W sondern lasst euch verändern durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr. beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist12,2 Od Gottes Wille ist, sein guter, wohlgefälliger und vollkommener Wille..

Vielfalt der Gaben und Aufgaben in der Gemeinde

3Ich rufe daher aufgrund der Vollmacht, die Gott mir in seiner Gnade gegeben hat12,3 W aufgrund der Gnade, die mir gegeben ist (die Bevollmächtigung zum Apostelamt; vergleiche Kapitel 1,5; 15,15.16)., jeden Einzelnen von euch zu nüchterner Selbsteinschätzung auf. Keiner soll mehr von sich halten, als angemessen ist. Maßstab für die richtige Selbsteinschätzung ist der Glaube, den Gott jedem in einem bestimmten Maß zugeteilt hat12,3 ist, dass Gott jedem denselben Glauben zugemessen hat. W jeden Einzelnen von euch auf, nicht über das hinaus zu sinnen, was man sinnen soll, sondern darauf zu sinnen, besonnen zu sein – jeder nach dem Glaubensmaß, das Gott ihm zugemessen hat..

4Es ist wie bei unserem Körper: Er besteht aus vielen Körperteilen, die einen einzigen Leib bilden und von denen doch jeder seine besondere Aufgabe hat. 5Genauso sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – durch unsere Verbindung mit Christus ein Leib, und wie die Glieder unseres Körpers sind wir einer auf den anderen angewiesen.

6Denn die Gaben, die Gott uns in seiner Gnade geschenkt hat, sind verschieden.12,6 W Wir haben aber verschiedene Gaben entsprechend der uns gegebenen Gnade. Wenn jemand die Gabe des prophetischen Redens hat, ist es seine Aufgabe, sie in Übereinstimmung mit dem Glauben zu gebrauchen. 7Wenn jemand die Gabe hat, einen praktischen Dienst auszuüben, soll er diese Gabe einsetzen. Wenn jemand die Gabe des Lehrens hat, ist es seine Aufgabe zu lehren. 8Wenn jemand die Gabe der Seelsorge hat, soll er anderen seelsorgerlich helfen. Wer andere materiell unterstützt, soll es uneigennützig tun.12,8 Od Wer ´im Auftrag der Gemeinde für die Armen` sorgt, soll es ohne Nebenabsichten tun / soll es korrekt und unparteiisch tun. Wer für andere Verantwortung trägt, soll es nicht an der nötigen Hingabe fehlen lassen.12,8 Od Wer anderen vorsteht, soll es mit aller Gewissenhaftigkeit tun. Wer sich um die kümmert, die in Not sind, soll es mit fröhlichem Herzen tun.

Das Leben in der Gemeinde. Das Verhalten gegenüber Nichtchristen

9Die Liebe soll echt sein, nicht geheuchelt. Verabscheut das Böse, haltet euch unbeirrbar an das Gute. 10Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und geschwisterliche Liebe zum Ausdruck kommen. Übertrefft euch gegenseitig darin, einander Achtung zu erweisen.12,10 Od Einer soll den anderen für größere Ehre wert halten als sich selbst. 11Lasst in eurem Eifer nicht nach, sondern lasst das Feuer des Heiligen Geistes in euch immer stärker werden12,11 Od lasst das Feuer brennen, das in eurem Geist angezündet ist. W seid brennend im Geist / durch den Geist.. Dient dem Herrn.12,11 AL(2) Dient der Zeit (möglicher Sinn: Nutzt die Gelegenheiten; oder: Tragt den Zeitumständen Rechnung). 12Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt.12,12 W Freut euch aufgrund der Hoffnung. Wenn Nöte kommen, haltet durch. Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. 13Helft Gläubigen, die sich in einer Notlage befinden; lasst sie mit ihrer Not nicht allein.12,13 W 13 Nehmt Anteil an den Bedürfnissen/Nöten der Heiligen. Macht es euch zur Aufgabe, gastfreundlich zu sein.

14Segnet die, die euch verfolgen; segnet sie, verflucht sie nicht12,14 Od segnen ist euer Auftrag, nicht verfluchen.. 15Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen. 16Lasst euch im Umgang miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames Ziel habt.12,16 Od 16 Kümmert euch um alle mit derselben Hingabe. W Habt gegeneinander dieselbe Gesinnung. Seid nicht überheblich, sondern sucht die Gemeinschaft mit denen, die unscheinbar und unbedeutend sind.12,16 Od Strebt nicht nach hohen Dingen (od nach Ehre und Ansehen), sondern lasst euch von dem anziehen, was unscheinbar und unbedeutend ist. Haltet euch nicht selbst für klug.

17Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Bemüht euch um ein vorbildliches Verhalten gegenüber jedermann12,17 Od um ein Verhalten, das im Urteil aller Menschen vorbildlich ist. Bemüht euch darum, allen Menschen Gutes zu tun.. 18Wenn es möglich ist und soweit es an euch liegt, lebt mit allen Menschen in Frieden. 19Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde, sondern überlasst die Rache dem Zorn ´Gottes`. Denn es heißt in der Schrift: »´Das Unrecht` zu rächen ist meine Sache, sagt der Herr; ich werde Vergeltung üben.«12,19 5. Mose 32,35. 20Mehr noch: »Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Ein solches Verhalten wird ihn zutiefst beschämen.12,20 zu trinken. Wenn du das tust und er sich nicht ändert, wird Gottes Zorn ihn umso härter treffen. W zu trinken. Denn wenn du das tust, wirst du glühende Kohlen auf seinen Kopf häufen (ein bildlicher Ausdruck, wohl nicht für Bestrafung, sondern für Beschämung). Sprüche 25,21.22.«12,20 Sprüche 25,21.22. 21Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege Böses mit Gutem.