Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Die Versiegelung der 144.000 aus den zwölf Stämmen Israels

71Danach sah ich vier Engel, die an den vier äußersten Enden der Erde standen. Sie hielten die vier Sturmwinde zurück, die aus allen vier Himmelsrichtungen über Land und Meer hereinzubrechen und sämtliche Bäume zu entwurzeln drohten7,1 Od die aus allen vier Himmelsrichtungen loszubrechen drohten, sodass völlige Windstille herrschte, sowohl auf dem Land als auch auf dem Meer; kein Baumwipfel bewegte sich. W Sie hielten die vier Winde der Erde zurück, damit/sodass kein Wind wehte, weder auf dem Land noch auf dem Meer, noch über irgendeinem Baum.. 2Dann sah ich im Osten einen anderen Engel heraufsteigen. Er hielt das Siegel des lebendigen Gottes in der Hand und rief den vier Engeln, die die Macht bekommen hatten, auf dem Land und auf dem Meer Verwüstungen anzurichten, mit lauter Stimme zu: 3»Verwüstet das Land und das Meer noch nicht! Richtet an den Bäumen noch keinen Schaden an! Erst müssen wir denen, die unserem Gott dienen, sein Siegel auf die Stirn drücken!«

4Daraufhin wurde mir die Zahl derer genannt, die das Siegel erhalten sollten.7,4 W Daraufhin hörte ich die Zahl der Versiegelten. Es waren hundertvierundvierzigtausend Menschen aus allen Stämmen Israels:

5zwölftausend aus Juda,

zwölftausend aus Ruben,

zwölftausend aus Gad,

6zwölftausend aus Ascher,

zwölftausend aus Naftali,

zwölftausend aus Manasse,

7zwölftausend aus Simeon,

zwölftausend aus Levi,

zwölftausend aus Issaschar,

8zwölftausend aus Sebulon,

zwölftausend aus Josef

und zwölftausend aus Benjamin.

Ihnen allen wurde das Siegel Gottes auf die Stirn gedrückt.

Die Erlösten aus allen Völkern vor dem Thron Gottes

9Danach sah ich eine riesige Menschenmenge aus allen Stämmen und Völkern, Menschen aller Sprachen und Kulturen; ´es waren so viele, dass` niemand sie zählen konnte. In weiße Gewänder gehüllt, standen sie vor dem Thron und vor dem Lamm, hielten Palmzweige in den Händen 10und riefen mit lauter Stimme:

»Das Heil7,10 Od Die Rettung. kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt,

und von dem Lamm!«

11Diesem Lobpreis schloss sich die ganze unzählbar große Schar der Engel an, die rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen standen.7,11 W 11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder und beteten Gott an.

12»Amen, ´so ist es`!«, riefen sie.

»Anbetung, Ehre und Dank

ihm, unserem Gott!

Herrlichkeit7,12 Od Ruhm. und Weisheit,

Macht und Stärke

gehören ihm für immer und ewig!

Amen.«

13Einer der Ältesten wandte sich zu mir und sagte: »´Weißt du,` wer diese Menschen in den weißen Gewändern sind und woher sie kommen?« – 14»´Sag du es mir,` mein Herr«, erwiderte ich; »du weißt es.« Da sagte er: »Diese Menschen sind durch die größte Bedrängnis gegangen, die es je gegeben hat. Ihre Gewänder sind deshalb so weiß, weil sie sie im Blut des Lammes gewaschen haben.7,14 W Das sind die, die aus der großen/größten Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und haben sie weiß gemacht im Blut des Lammes. 15Darum stehen sie jetzt vor Gottes Thron und dienen Gott Tag und Nacht in seinem Tempel. Er, der auf dem Thron sitzt, ist für sie wie ein Zelt, unter dem sie für immer geborgen sind7,15 W sitzt, wird über ihnen zelten/wohnen.. 16Weder Hunger noch Durst wird sie jemals mehr quälen. Die Sonne wird nicht mehr auf sie herabbrennen, und sie werden keiner Gluthitze7,16 Od keinem Glutwind. mehr ausgesetzt sein.7,16 Vergleiche Jesaja 49,10. 17Denn das Lamm, das du in der Mitte stehen siehst, dort, wo der Thron ist7,17 Od das Lamm, das mitten vor (od auf) dem Thron ist., wird ihr Hirte sein und sie zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens fließt. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.7,17 Vergleiche Jesaja 25,8.«
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Das siebte Siegel: Die sieben Engel mit den sieben Posaunen

81Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, war es im Himmel zunächst etwa eine halbe Stunde lang vollkommen still. 2Dann sah ich die sieben Engel, die vor Gott stehen, ´um ihm zu dienen`; ich sah, wie jedem von ihnen eine Posaune gegeben wurde.

Der Engel mit dem Räuchergefäß

3Ein anderer Engel trat mit einem goldenen Räuchergefäß zum8,3 Od hinauf zum. Altar. Ihm wurde eine große Menge Räucherwerk gegeben; sein Auftrag war, das Räucherwerk zusammen mit den Gebeten aller, die zu Gottes heiligem Volk gehören,8,3 W zusammen mit den Gebeten (od für die Gebete; als ein Sinnbild der Gebete) aller Heiligen. Entsprechend im nächsten Vers. auf dem goldenen Altar darzubringen, der vor dem Thron stand. 4So stieg nun der Duft8,4 W der Rauch. des Räucherwerks zusammen mit den Gebeten der Gläubigen8,4 W der Heiligen. aus der Hand des Engels zu Gott empor8,4 Od aus der Hand des Engels empor, der vor Gott stand.. 5Anschließend nahm der Engel das Räuchergefäß, füllte es mit glühenden Kohlen8,5 W mit Feuer. vom Altar und schüttete es auf die Erde aus8,5 Od und schleuderte es auf die Erde.. Daraufhin waren Donnerschläge und Donnergrollen zu hören, Blitze zuckten, und die Erde bebte.

Die sieben Posaunen (Kapitel 8,6 bis 11,19)

Die ersten vier Posaunen: Umweltkatastrophen

6Nun machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.

7Der erste Engel blies seine Posaune. Da prasselten Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, auf die Erde nieder.8,7 W Da kamen/entstanden Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurden auf die Erde geschleudert. Ein Drittel der Erdoberfläche, ein Drittel der Bäume und alles Gras verbrannte.

8Der zweite Engel blies seine Posaune. Da stürzte etwas ins Meer8,8 W Da wurde etwas ins Meer geschleudert., was wie ein riesiger brennender Berg aussah. Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut, 9ein Drittel aller Lebewesen im Meer starb, und ein Drittel aller Schiffe wurde zerstört.

10-11Der dritte Engel blies seine Posaune. Da stürzte ein großer Stern brennend wie eine Fackel vom Himmel herab. Der Stern – er hieß Wermut8,10-11 Bitterkeit. – fiel auf ein Drittel aller Flüsse und Quellen8,10-11 und auf alle Quellen., sodass ein Drittel aller Gewässer ´bitter` wurde wie Wermut und viele Menschen an dem verseuchten8,10-11 W bitter gemachten. Wasser starben.

12Der vierte Engel blies seine Posaune. Diesmal traf es den dritten Teil der Sonne8,12 W Diesmal wurde der dritte Teil der Sonne geschlagen., den dritten Teil des Mondes und ein Drittel der Sterne. Sonne, Mond und Sterne verloren ein Drittel ihrer Helligkeit, und den dritten Teil des Tages und den dritten Teil der Nacht schien kein Licht mehr8,12 Od ihrer Helligkeit, sodass es am Tag und in der Nacht um ein Drittel dunkler wurde..

13Hierauf sah ich einen Adler, der hoch oben am Himmel flog, und hörte ihn mit lauter Stimme rufen: »Weh denen, die auf der Erde leben! Weh ihnen, wenn die letzten drei Engel ihre Posaunen blasen! Weh ihnen, denn dann werden noch furchtbarere Dinge geschehen!«8,13 W »Weh, weh, weh denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Posaunenstöße der drei Engel, die ihre Posaunen blasen werden!«

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Die fünfte Posaune: Heuschrecken aus dem Abgrund

91Daraufhin blies der fünfte Engel seine Posaune. Ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde herabgestürzt war. Diesem Stern wurde der Schlüssel zu dem Schacht gegeben, der in den Abgrund hinunterführt. 2Als er den Schacht zum Abgrund aufschloss, quoll Rauch heraus wie aus einem riesigen Schmelzofen und erfüllte die Luft; sogar die Sonne wurde9,2 W Schmelzofen, und die Sonne und die Luft wurden. davon verdunkelt. 3Aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor, denen die Fähigkeit gegeben war, wie Skorpione zu stechen. Sie schwärmten über die ganze Erde aus9,3 W kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben., 4doch wurde ihnen ausdrücklich verboten, das Gras abzufressen oder an Bäumen oder anderen Pflanzen irgendwelchen Schaden anzurichten. Sie durften nur Menschen angreifen, und zwar alle diejenigen, die nicht das Siegel Gottes auf der Stirn trugen. 5Töten durften sie sie zwar nicht, aber sie bekamen die Macht, ihnen fünf Monate lang qualvolle Schmerzen zuzufügen – Schmerzen, die so ´unerträglich` sind wie der Stich eines Skorpions. 6Während dieser Zeit werden die Menschen den Tod suchen, ihn aber nicht finden. Sie werden sich danach sehnen zu sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen.

7Das Aussehen der Heuschrecken erinnerte an Pferde, die für die Schlacht gerüstet sind. Auf ihren Köpfen hatten sie etwas, was wie eine goldschimmernde Krone aussah, und ihre Gesichter glichen Menschengesichtern. 8Sie hatten ´lange` Haare wie Frauen und Zähne wie die eines Löwen. 9Ihr Rumpf war wie mit Eisen gepanzert, und ihre Flügel machten einen Lärm, als würde ein ganzes Heer von Pferden und Streitwagen in den Kampf ziehen. 10Ihre Hinterleiber waren wie der Schwanz eines Skorpions geformt und mit einem Stachel versehen. Mit diesem Teil ihres Körpers verursachen sie die Qualen, denen die Menschen fünf Monate lang ausgesetzt sein werden. 11Der König dieser Heuschrecken ist der Engel aus dem Abgrund; er heißt ´»der Verderber«`– auf Hebräisch Abaddon und auf Griechisch Apollyon.

12Das erste Unheil, das der Wehruf angekündigt hat,9,12 Siehe Kapitel 8,13. ist vorüber; das zweite und das dritte stehen noch bevor.

Die sechste Posaune: Ein todbringendes Reiterheer

13Nun blies der sechste Engel seine Posaune. Ich hörte eine Stimme, die von den vier Hörnern des goldenen Altars kam, der vor ´dem Thron` Gottes stand. 14Sie befahl dem Engel, der die sechste Posaune ´geblasen` hatte: »Binde die vier Engel los, die am großen Strom, dem Euphrat, in Fesseln gelegt sind!« 15Da wurden die vier Engel von ihren Fesseln befreit. Auf Jahr, Monat, Tag und Stunde genau waren sie ´für diesen Zeitpunkt` bereitgehalten worden, um ein Drittel der Menschheit zu töten. 16Sie verfügten über ein riesiges Heer von zweihundert Millionen Reitern; diese Zahl wurde mir ausdrücklich genannt.9,16 W 16 Und die Zahl der berittenen Truppen war zweimal zehntausend mal zehntausend; ich hörte ihre Zahl.

17Die Pferde und ihre Reiter sahen in der Vision, die ich hatte, folgendermaßen aus: Die Reiter9,17 Od Die Reiter und die Pferde. trugen feuerrote, violette9,17 Od dunkelblaue. W hyazinthfarbene. und schwefelgelbe Brustpanzer. Die Pferde hatten Köpfe, die wie Löwenköpfe aussahen, und aus ihren Mäulern schossen Feuer, Rauch und Schwefel. 18Diesen drei schrecklichen Plagen – dem Feuer, dem Rauch und dem Schwefel aus den Mäulern der Pferde – fiel ein Drittel der Menschheit zum Opfer. 19Aber die tödliche Wirkung ging nicht nur von den Mäulern der Pferde aus, sondern auch von ihren Schwänzen.9,19 W 19 Denn die Macht der Pferde ist in ihrem Maul und in ihren Schwänzen. Denn diese Schwänze glichen Schlangen und hatten Köpfe, mit denen sie die Menschen angriffen.

20Doch diejenigen, die diese Plagen überlebten, waren nicht zur Umkehr bereit. Sie hörten nicht auf, Dämonen anzubeten und sich vor Götzenbildern aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz niederzuwerfen, die sie mit eigenen Händen gemacht hatten und die9,20 W 20 Und die Übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, kehrten auch ´jetzt` nicht um von den Werken ihrer Hände, sodass sie die Dämonen und die Götzenbilder aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz nicht mehr (sich niederwerfend) angebetet hätten, die. weder sehen noch hören, noch sich von der Stelle bewegen können. 21Statt umzukehren, mordeten sie weiter, übten okkulte Praktiken aus, lebten in sexueller Ausschweifung und bestahlen einander, ´wie sie es schon immer getan hatten`.