Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
17

Das Ende aller gottfeindlichen Mächte (Kapitel 17,1 bis 19,10)

Die große Hure und das Tier mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern

171Einer von den sieben Engeln mit den sieben Schalen trat zu mir und sagte: »Komm, ich will dir zeigen, wie Gott die große Hure richten wird, deren Einfluss so weit reicht wie die vielen Wasserläufe, an denen sie thront, 2die Hure, deren Liebhaber die Mächtigen der ganzen Erde waren17,2 W ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt 2 und mit der die Könige der Erde Hurerei getrieben haben. und die mit dem Wein ihrer Unmoral die ganze Menschheit betrunken gemacht hat.«

3Daraufhin nahm der Geist Gottes Besitz von mir, und ich sah mich vom Engel in eine Wüste versetzt.17,3 Od Im Geist sah ich mich daraufhin vom Engel in eine Wüste versetzt. W Daraufhin versetzte er mich durch ´Gottes` Geist / in ´meinem` Geist in eine Wüste. Dort sah ich eine Frau, die auf einem scharlachroten Tier saß. Das Tier hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und war über und über mit Namen bedeckt, mit denen Gott verhöhnt wurde. 4Die Frau selbst war in Purpur und scharlachrote ´Seide` gekleidet, und alles an ihr glitzerte von Gold, Edelsteinen und Perlen. Sie hielt einen goldenen Becher in der Hand, der überquoll von den Abscheulichkeiten ´ihrer Götzenverehrung` und vom widerlichen Schmutz17,4 Od der überquoll vom abscheulichen und widerlichen Schmutz. ihrer Unmoral. 5Ein geheimnisvoller Name stand auf ihrer Stirn: »Babylon17,5 Od Ein Name stand auf ihrer Stirn: »Geheimnis: Babylon. die Mächtige, die Mutter aller Hurer17,5 Od aller Huren. aller Hurerei. und ´die Urheberin` aller Abscheulichkeiten auf der Erde.« 6Ich sah, dass die Frau betrunken war, berauscht vom Blut derer, die zu Gottes heiligem Volk gehörten und17,6 Od und vom Blut derer, die. wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus umgebracht worden waren17,6 W betrunken war vom Blut der Heiligen und (zwar) vom Blut der Zeugen Jesu..

Mich schauderte vor Entsetzen17,6 Od Ich war aufs äußerste erstaunt., als ich die Frau sah. 7Aber der Engel sagte zu mir: »Warum bist du so entsetzt17,7 Od erstaunt.? Ich werde dir erklären, welches Geheimnis sich hinter dieser Frau verbirgt – hinter ihr und dem Tier mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, auf dem sie sitzt17,7 W das sie trägt.. 8Das Tier, das du gesehen hast, war schon einmal da, und obwohl es jetzt nicht mehr da ist, wird es wieder aus dem Abgrund heraufsteigen, doch nur, um dann endgültig ins Verderben zu gehen17,8 W war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben.. Alle Bewohner der Erde – alle außer denen, deren Namen seit der Erschaffung der Welt im Buch des Lebens eingetragen sind – werden fassungslos sein vor Staunen, wenn sie das Tier wiederkommen sehen, das schon einmal da war und gegenwärtig nicht da ist17,8 W werden staunen, wenn sie das Tier sehen, dass/weil es war und nicht ist und da sein wird..

9Hier ist Verstand nötig; hier braucht es Weisheit von Gott.17,9 W Hier ist der Verstand, der Weisheit hat. Die sieben Köpfe des Tieres sind sieben Hügel17,9 Od Berge.; auf diesen thront die Frau. Gleichzeitig stehen die sieben Köpfe für sieben Könige17,9 Und es gibt sieben Könige., 10von denen fünf schon gestürzt sind17,10 Od schon nicht mehr regieren. W gefallen sind. und einer ´jetzt an der Macht` ist. Der letzte17,10 W andere. dieser sieben Könige ist noch nicht gekommen, aber wenn er kommt, wird seine Herrschaft – so ist es ihm bestimmt – nur von kurzer Dauer sein17,10 W aber wenn er kommt, muss er (d. h. darf er nur) eine kurze Zeit bleiben.. 11Das Tier, das schon einmal da war und jetzt nicht mehr da ist, ist ein achter König und zugleich einer der sieben17,11 und gehört zu den sieben / und ist von derselben Art wie die sieben., und er geht seinem Verderben entgegen.

12Die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die ihre Herrschaft noch nicht angetreten haben. Doch an der Seite des Tieres werden sie für eine Stunde zu königlicher Macht aufsteigen.17,12 W noch nicht empfangen haben. Doch zusammen mit dem Tier empfangen sie für eine Stunde Macht als Könige. 13Diese zehn verfolgen alle dasselbe Ziel und stellen ihre ganze Kraft und Macht in den Dienst des Tieres. 14Gemeinsam werden sie gegen das Lamm in den Kampf ziehen. Aber das Lamm wird sie besiegen, denn es ist Herr über alle Herren und König über alle Könige; und mit ihm siegen werden alle, die bei ihm sind – die von Gott Berufenen und Auserwählten, die treuen Mitstreiter des Lammes17,14 W über alle Könige, und die, die bei ihm sind, sind Berufene und Auserwählte und Treue.

15»Die Wasserläufe, an denen du die Hure hast thronen sehen«, erklärte mir der Engel weiter, »sind ein Bild für Völker und Menschenscharen, ein Bild für Menschen aller Sprachen und Kulturen.

16Die zehn Hörner, die du gesehen hast, – ´also die zehn Könige` – werden sich zusammen mit dem Tier gegen die Hure wenden. In ihrem Hass auf sie werden sie ihr alles rauben, sodass sie nackt und mit leeren Händen dasteht. Zuletzt werden sie ihr Fleisch fressen und das, was von ihr übrig bleibt, verbrennen17,16 W ihr Fleisch fressen und sie verbrennen.. 17Gott selbst hat ihnen den Gedanken eingegeben, mit dem Tier gemeinsame Sache zu machen und diesem ihre ganze Macht zur Verfügung zu stellen, ´um gegen die Hure zu kämpfen`. Denn damit führen sie den Plan Gottes aus, bis alles geschehen ist, was er angekündigt hat17,17 W bis die Worte Gottes vollendet/erfüllt sind..

18Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die über alle Könige der Erde regiert.«

18

Der Untergang Babylons

181Danach sah ich einen Engel18,1 W einen anderen Engel., der vom Himmel herabkam. Er war mit großer Vollmacht ausgestattet, und die Erde wurde vom Glanz seiner Herrlichkeit erleuchtet. 2Mit gewaltiger Stimme rief er: »Sie ist gefallen! Gefallen ist die mächtige ´Stadt` Babylon! Sie ist zu einer Behausung der Dämonen geworden, zum Tummelplatz18,2 Od zur Zuflucht. zum Gefängnis. Ebenso bei Nistplatz und Schlupfwinkel. von bösen18,2 W unreinen. Geistern aller Art, zum Nistplatz aller unreinen Vögel und zum Schlupfwinkel für alles unreine und Abscheu erregende Getier18,2 AL(1) zum Nistplatz aller unreinen und Abscheu erregenden Vögel.. 3Denn alle Völker haben vom Wein ihrer Unmoral getrunken und damit den furchtbaren Zorn Gottes über sich gebracht18,3 Od haben vom Wein ihrer leidenschaftlichen Unmoral getrunken. W haben vom Wein des furchtbaren Zorns (od der Leidenschaft) ihrer Unmoral getrunken. AL(1) sind vom Wein des furchtbaren Zorns (od der Leidenschaft) ihrer Unmoral zu Fall gekommen.. Die Mächtigen der ganzen Erde waren ihre Liebhaber, und die maßlose Verschwendungssucht dieser Hure brachte dem Handel einen solchen Aufschwung, dass die Geschäftsleute in aller Welt dadurch reich wurden.18,3 W Die Könige der Erde trieben mit ihr Hurerei, und die Geschäftsleute der Erde wurden aufgrund von ihrem verschwenderischen Wohlstand reich.«

4Dann hörte ich, wie aus dem Himmel eine andere Stimme rief: »Mein Volk, geh hinaus aus Babylon! ´Verlass die Stadt,` damit du nicht in ihre Sünden verstrickt wirst und damit die Plagen, die über sie hereinbrechen,18,4 W und damit ihre Plagen. nicht auch dich treffen. 5Denn ihre Sünden haben sich aufgetürmt bis an den Himmel, und jetzt zieht Gott sie für alles Unrecht, das sie begangen hat, zur Verantwortung18,5 W und Gott hat sich an ihre Ungerechtigkeiten erinnert.

6»Handelt an ihr, wie sie selbst18,6 AL(2) wie sie an euch. gehandelt hat!18,6 Od Rechnet mir ihr ab, wie sie mit anderen abgerechnet hat! W Vergeltet/Bezahlt ihr, wie sie selbst vergolten/bezahlt hat!

Zahlt ihr doppelt zurück, was sie anderen angetan hat18,6 wie sie es auch gemacht hat..

Mischt in dem Becher, in dem sie den Trank für andere mischte,

einen doppelt so starken Trank für sie.

7So maßlos sie sich in ihrem eigenen Glanz sonnte

und im Luxus schwelgte,

so uneingeschränkt lasst sie jetzt Leid und Qual erfahren.«

»Selbstbewusst18,7 W In ihrem Herzen. sagt sie sich: ›Ich bin doch eine Königin und nicht eine ´schutzlose` Witwe, und ich sitze ´sicher` auf meinem Thron. Nie und nimmer wird mich ein Leid treffen!‹ 8Aber gerade deshalb werden von einem Tag auf den anderen sämtliche Plagen über sie hereinbrechen, die ihr bestimmt sind18,8 W werden an einem einzigen Tag ihre Plagen kommen.; sie wird Todesnöte18,8 Od Pest. W Tod., Leid und Hunger durchmachen und schließlich im Feuer umkommen. Denn Gott, der Herr, der das Gericht an ihr vollstreckt, ist ein starker Gott.18,8 Nach anderer Auffassung endet das, was die Stimme von Vers 4 sagt, nicht erst mit Vers 17a, sondern bereits hier.

9Wenn dann die Mächtigen dieser Erde, die ihre Liebhaber gewesen sind und das ausschweifende Leben mit ihr in vollen Zügen genossen haben18,9 W Wenn dann die Könige der Erde, die mit ihr Hurerei getrieben und verschwenderisch gelebt haben., den Rauch sehen, der von der brennenden Stadt aufsteigt, werden sie laut klagen und um sie weinen. 10Doch werden sie in weiter Ferne stehen bleiben, so sehr erschreckt sie der Anblick ihres qualvollen Endes. ›Was für ein Unglück!‹, werden sie rufen. ›Was für ein Unglück!18,10 W ›Wehe, wehe!‹, werden sie rufen. Entsprechend in den Versen 16 und 19. Babylon, du große, du mächtige Stadt! Von einer Stunde auf die andere ist das Gericht über dich hereingebrochen!‹

11Auch die Geschäftsleute in aller Welt werden um sie weinen und trauern, weil ihnen niemand mehr ihre Waren18,11 W ihre Ladung/Fracht. abkauft: 12das Gold und das Silber, die Edelsteine und die Perlen, die Gewänder aus feinem Leinen und aus Seide, die purpurfarbenen und scharlachroten Stoffe, das Sandelholz, die Schnitzereien aus Elfenbein, die Gegenstände aus Edelholz, aus Bronze, Eisen und Marmor, 13den Zimt und das Kardamon-Gewürz18,13 den Haarbalsam., die Duftstoffe18,13 Od das Räucherwerk., das Salböl und den Weihrauch, den Wein und das Olivenöl, das Feinmehl und den Weizen, die Rinder und Schafe, die Pferde und Wagen; und auch aller Menschenhandel hat dann ein Ende18,13 W die Pferde und Wagen und die Körper und die Seelen von Menschen.. 14›Nichts ist dir geblieben von den erlesenen Früchten18,14 von all den guten Dingen., die du so sehr liebtest. Dahin ist all deine Pracht und all dein Prunk, und nichts davon wird jemals wiederkehren.‹

15So werden die Geschäftsleute jammern18,15 Nach anderer Auffassung sind die Worte von Vers 14 nicht Teil der Klage der Geschäftsleute, sondern ein im Himmel erklingender Triumphgesang., die mit all diesen Waren Handel trieben und Babylon ihren Wohlstand verdankten. Von Angst gepackt, bleiben auch sie beim Anblick ihres qualvollen Endes18,15 W 15 Die mit diesen Dingen handelnden Geschäftsleute, die an ihr reich wurden, werden aus Angst vor ihrer Qual. in weiter Ferne stehen, laut weinend vor Schmerz und Trauer. 16›Was für ein Unglück!‹, werden sie rufen. ›Was für ein Unglück! Diese großartige18,16 W große. Stadt! ´Wie eine reiche Frau` war sie in feines Leinen gekleidet, in Purpur und scharlachrote ´Seide`, über und über geschmückt mit Gold, Edelsteinen und Perlen. 17Und jetzt, von einer Stunde auf die andere, ist dieser ganze Reichtum dahin!‹«

Auch alle Kapitäne und alle Handelsreisenden18,17 Od Küstenschiffer. Od Passagiere., die Matrosen und alle anderen, die auf See ihren Unterhalt verdienen18,17 W die auf See arbeiten., machten ´mit ihren Schiffen` in weiter Ferne halt, 18als sie den Rauch sahen, der von der brennenden Stadt aufstieg. »Wie einzigartig war sie doch, die große Stadt!18,18 W Wer / Welche Stadt war der großen Stadt gleich?«, riefen sie 19und brachen in lautes Weinen aus, wobei sie sich ´zum Zeichen der Trauer` Staub auf den Kopf warfen. »Was für ein Unglück!«, klagten sie. »Was für ein Unglück! Diese große Stadt! Alle, deren Schiffe die Meere kreuzen ´und die mit ihr Handel trieben`, hat sie mit ihren Reichtümern zu Wohlstand gebracht. Und jetzt ist sie von einer Stunde auf die andere zerstört worden!«

20»Jauchzt über ihren Untergang, alle, die ihr im Himmel wohnt!

Freut euch, die ihr zu Gottes heiligem Volk gehört18,20 W »Freu dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen.;

freut euch, ihr Apostel und ihr Propheten!

Denn Gott hat sie für das, was sie euch angetan hat,

zur Rechenschaft gezogen.18,20 Od Denn Gott hat das Gericht an ihr vollstreckt und euch damit zu eurem Recht verholfen. Od Denn Gott hat das Urteil, das sie über euch fällte, an ihr selbst vollstreckt.«

21Nun hob ein mächtiger Engel einen Stein hoch, der so schwer war wie ein riesiger Mühlstein, schleuderte ihn ins Meer und rief: »Genauso wird es Babylon ergehen, der großen Stadt! Mit aller Wucht wird sie in die Tiefe geschleudert werden, und nichts wird von ihr übrig bleiben. 22Weder Harfenklänge noch Gesang18,22 W Musik., weder Flötenspiel noch Trompetenschall werden je wieder in deinen Mauern18,22 W in dir. zu hören sein, ´Babylon`. Kein einziger Handwerker wird je wieder sein Handwerk18,22 Od Kein einziger Künstler wird je wieder seine Kunst. in dir ausüben. Nie wird man deine Mühlen wieder mahlen hören. 23Das Licht deiner Lampen ist für immer erloschen und der Jubel von Bräutigam und Braut für immer verstummt.

´So wird es dir ergehen, Babylon,` weil deine Geschäftsleute auf der ganzen Erde als die großen Herren auftraten18,23 W weil deine Geschäftsleute die Großen der Erde waren. und weil du mit deinem verführerischen Zauber18,23 Od durch deine okkulten Praktiken. alle Völker irregeleitet hast.

24Ja, so wird es der Hure Babylon ergehen, weil an ihren Händen Blut klebt – das Blut der Propheten, das Blut derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören,18,24 W 24 Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen gefunden. und überhaupt das Blut aller, die je irgendwo auf der Erde umgebracht wurden.«18,24 Nach anderer Auffassung ist Vers 24 nicht mehr Teil der Engelrede.

19

Siegesjubel im Himmel; Vorfreude auf die Hochzeit des Lammes

191Danach hörte ich im Himmel lauten Jubel wie von einem vielstimmigen Chor19,1 W hörte ich etwas wie die laute Stimme einer großen Menge im Himmel; sie sagten (d. h. riefen od sangen).:

»Halleluja! Gepriesen sei unser Gott!

Von ihm kommt das Heil,

ihm gebührt die Ehre

und ihm gehört die Macht.19,1 W Halleluja! Unserem Gott gehören das Heil (od die Rettung), die Ehre (od die Herrlichkeit) und die Macht. – Halleluja: ein aus dem Hebräischen übernommener Jubelruf (»Preist den Herrn!«).

2Denn seine Gerichtsurteile sind richtig19,2 W wahr/wahrheitsgemäß. und gerecht.

Er hat Gericht gehalten über die große Hure,

die mit ihrer Unmoral die ganze Erde ins Verderben stürzte,

und hat sie dafür zur Rechenschaft gezogen,

dass das Blut seiner Diener an ihren Händen klebte.«

3Und von neuem erklangen die Jubelrufe19,3 W Und ein zweites Mal sagten (d. h. riefen od sangen) sie.:

»Halleluja! ´Gepriesen sei Gott!`

Ja, für immer und ewig

steigt der Rauch dieser brennenden Stadt zum Himmel auf19,3 Od steigt der Rauch des Feuers auf, in dem die große Hure Qualen leidet. W steigt ihr Rauch auf.

4Auch die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen beteten Gott an. Sie warfen sich vor seinem Thron nieder und riefen:

»Amen! Halleluja!«

5Und eine Stimme, die vom Thron her kam, sprach:

»Lobt unseren Gott,

ihr alle, Kleine und Große,

die ihr seine Diener seid

und euch19,5 Od ihr alle, die ihr seine Diener seid, und ihr Kleinen und Großen, die ihr euch. ihm in Ehrfurcht unterstellt habt!«

6Dann hörte ich ein weiteres Mal einen Jubelgesang, der von einem vielstimmigen Chor zu kommen schien und wie das Tosen einer mächtigen Brandung und wie gewaltiges Donnerrollen klang19,6 W Dann hörte ich etwas wie die Stimme einer großen Menge und wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme starker Donner; sie sagten (d. h. riefen od sangen).:

»Halleluja! Gepriesen sei der Herr!

Denn er ist es, der von jetzt an regiert19,6 W Halleluja! Denn der Herr hat die Herrschaft angetreten.,

er, unser Gott, der allmächtige Herrscher.

7Lasst uns jubeln vor Freude

und ihm die Ehre geben,

denn jetzt wird die Hochzeit des Lammes gefeiert!

Seine Braut19,7 W Frau. hat sich ´für das Fest` bereitgemacht;

8sie durfte sich in reines, strahlend weißes Leinen kleiden.«

(Das weiße Leinen stellt das Gute dar, das die getan haben, die zu Gottes heiligem Volk gehören und sich nach Gottes Willen richten.19,8 W Das weiße Leinen sind nämlich die gerechten/rechten Taten der Heiligen (od ist nämlich die Erfüllung der Rechtsforderungen ´Gottes` durch die Heiligen).)

9Der Engel19,9 Vermutlich nicht der Engel von Kapitel 18,1, sondern der von 17,1 bzw. von 1,1 (vergleiche 22,6.8.9). befahl mir: »Schreibe: Glücklich, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen19,9 Od berufen. ist!« Und er fügte hinzu: »Auf alle diese Worte19,9 Od Auf diese Aussage. ist Verlass, denn es sind Worte Gottes.19,9 Od Das (alles) sind Gottes eigene Worte. W Diese Worte sind wahre/zuverlässige Worte Gottes.« 10Da warf ich mich vor ihm nieder und wollte ihn anbeten. Doch er sagte zu mir: »Tu das nicht! Ich bin ´Gottes` Diener wie du und deine Geschwister, die ihr treu zur Botschaft von Jesus steht19,10 zu denen Jesus sich bekennt. W die das Zeugnis von Jesus haben.. Bete vielmehr Gott an! Denn die prophetische Botschaft, die der Geist Gottes eingibt, ist die Botschaft von Jesus.19,10 Od Denn in der prophetischen Botschaft, die der Geist Gottes eingibt, bezeugt sich uns Jesus. Denn die Botschaft von Jesus ist das Entscheidende bei allen prophetischen Äußerungen. Denn der prophetische Geist zeigt sich daran, dass er sich zu Jesus bekennt. W Denn das Zeugnis von Jesus ist der Geist der Prophetie. – Nach Auffassung mancher Ausleger ist dieser Satz nicht eine Aussage des Engels, sondern eine erklärende Hinzufügung des Verfassers.«

Der endgültige Sieg (Kapitel 19,11 bis 20,15)

Der Reiter auf dem weißen Pferd

11Nun sah ich, dass der Himmel geöffnet war. Und auf einmal erschien ein weißes Pferd, auf dem jemand saß. Der Reiter heißt »der Treue und Wahrhaftige«, und er kommt als gerechter Richter und führt einen gerechten Krieg19,11 W und mit Gerechtigkeit richtet er und führt er Krieg.. 12Seine Augen glichen lodernden Flammen, und auf dem Kopf trug er viele Kronen19,12 W Diademe (als Zeichen königlicher Würde).. ´Auf seiner Stirn` stand ein Name, der nur ihm selbst bekannt ist, 13und der Mantel, in den er gehüllt war, war mit Blut getränkt. Der Reiter hatte noch einen anderen Namen19,13 W Sein Name lautet.: »Das Wort Gottes«. 14Ihm folgten, auf weißen Pferden reitend und in reines, leuchtend weißes Leinen gekleidet, die Heere des Himmels. 15Aus dem Mund des Reiters kam ein scharfes Schwert. Mit diesem Schwert wird er den Völkern eine vernichtende Niederlage beibringen; er wird mit eisernem Zepter über sie regieren und sie den furchtbaren Zorn des allmächtigen Gottes erfahren lassen, indem er sie wie reife Trauben in der Weinpresse zertritt19,15 W über sie regieren, und er tritt die Kelter des Weines vom Grimm des Zorns des allmächtigen Gottes. Siehe die erste Anmerkung zu Kapitel 14,20.. 16Und auf dem Mantel des Reiters – dort, wo der Mantel die Hüfte bedeckt – stand noch ein weiterer Name19,16 W Und auf dem Mantel und (zwar) auf seinem Schenkel hat er einen Namen stehen.: »König über alle Könige und Herr über alle Herren.«

Der Sieg Christi über das Tier und dessen Gefolge

17Dann sah ich mitten in der Sonne19,17 sah ich im hellen Licht der Sonne. einen Engel stehen, der allen Vögeln, die hoch oben am Himmel flogen, mit lauter Stimme zurief: »Kommt her! Versammelt euch zu dem großen Mahl, das Gott für euch zubereitet hat, 18und fresst euch satt am Fleisch von Königen und Generälen! Fresst das Fleisch der Mächtigen19,18 Od der Soldaten., das Fleisch der Pferde und ihrer Reiter, das Fleisch aller freien Leute und aller Sklaven! Fresst das Fleisch von Groß und Klein!«

19Schließlich sah ich auch das Tier und die Könige der ganzen Erde. Ich sah, wie sie mit ihren Armeen gemeinsam gegen den Reiter auf dem weißen Pferd und gegen sein Heer in den Kampf zogen. 20Doch das Tier wurde gefangen genommen und mit ihm der falsche Prophet, der im Auftrag19,20 Od unter der Aufsicht. W in der Gegenwart. des Tieres all die Aufsehen erregenden Wunder19,20 W die Zeichen. getan und auf diese Weise die Menschen dazu verführt hatte, sich das Kennzeichen des Tieres anbringen zu lassen und sein Standbild anzubeten. Beide – das Tier und der falsche Prophet – wurden bei lebendigem Leib in den Feuersee geworfen, der mit brennendem Schwefel gefüllt ist. 21Alle anderen wurden mit dem Schwert umgebracht, das aus dem Mund des Reiters auf dem weißen Pferd hervorkam. Und alle Vögel fraßen sich am Fleisch der Getöteten satt.