Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
53

Es gibt keinen, der Gutes tut53,1 Vergleiche Psalm 14, der teilweise wörtlich mit diesem übereinstimmt.

531Für den Dirigenten53,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 4,1.. Mit gedämpfter Instrumentalbegleitung53,1 Od Auf wehmütige Weise zu begleiten. Od Nach der Vorlage eines Liedes mit dem Titel »Krankheit«. Der Sinn des hebräischen Wortes an dieser Stelle ist ungeklärt. Manche denken auch an ein Musikinstrument, mit dem dieser Psalm zu begleiten wäre.. Ein kunstvoll gestaltetes Lied53,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 32,1.. Von David.

2Törichte Spötter53,2 Siehe die Anmerkung zu Psalm 14,1. reden sich ein: »Es gibt keinen Gott!«

Sie richten Unheil an,

ihr ganzes Verhalten ist abscheuliches Unrecht.

Keiner handelt so, wie es gut wäre.

3Gott schaut vom Himmel herab auf die Menschen.

Er möchte sehen,

ob es einen unter ihnen gibt, der verständig ist,

einen, der nach Gott fragt.

4Doch alle sind ´vom richtigen Weg` abgewichen,

sie sind durch und durch verdorben.

Keiner handelt so, wie es gut wäre,

nicht ein Einziger.

5Haben denn alle, die Unrecht tun, keine Einsicht mehr?

Sie fressen mein Volk auf, so als wäre es ein Stück Brot,

und zu Gott rufen sie überhaupt nicht.

6Doch der Tag wird kommen,

an dem sie von Schrecken gepackt werden,

obwohl es keinen Grund dafür gibt.

´Israel`, Gott vernichtet deine Feinde und Belagerer,

ihre Leichen liegen verstreut auf den Feldern.

Du, ´Israel`, stürzt deine Feinde in Schande,

denn Gott selbst hat sie verstoßen.53,6 Der Vers kann entweder als zukünftiges oder als vergangenes Geschehen übersetzt werden.

7Käme doch endlich vom Berg Zion die Rettung für ganz Israel!

Wenn Gott das Geschick seines Volkes zum Guten wendet53,7 Od Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet (= beendet).,

dann wird ganz Israel in Jubel ausbrechen,

überall im Land wird Freude herrschen53,7 W dann wird Jakob jubeln, Israel sich freuen. Siehe die Anmerkung zu Psalm 14,7..

54

Der Herr gibt meinem Leben Halt

541Für den Dirigenten54,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 4,1.. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten. Ein kunstvoll gestaltetes Lied54,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 32,1.. Von David. Er schrieb es, 2nachdem Leute aus Sif zu Saul gegangen waren und ihn gefragt hatten: »Weißt du schon, dass sich David bei uns versteckt hält?«54,2 Siehe 1. Samuel 23,19 und 1. Samuel 26,1.

3Gott, durch die Kraft deines Namens54,3 W durch deinen Namen. rette mich!

Erweise deine Macht und verschaffe mir Recht!

4Gott, höre auf mein Gebet,

schenke den Worten, die über meine Lippen kommen, ein offenes Ohr!

5Denn fremde Menschen treten mir als Feinde entgegen,

sie sind gewalttätig und trachten mir nach dem Leben.

Gott ist ihnen dabei völlig gleichgültig.54,5 W Sie haben Gott nicht vor sich gestellt. /​/54,5 Siehe die Anmerkung zu Psalm 3,3.

6Ich weiß54,6 W Siehe.: Gott ist mein Helfer!

Ja, der Herr gibt meinem Leben Halt!

7Er wird die Bosheit meiner Feinde auf sie selbst zurückfallen lassen.54,7 AL(1) Die Bosheit meiner Feinde wird auf sie selbst zurückfallen.

Ja, ´HERR`, erweise deine Treue und bring sie zum Schweigen!

8Dann will ich dir mit Freude Opfer darbringen

und dankbar bekennen, HERR,

dass dein Name für einen gütigen Gott steht.54,8 W Dann will ich dir mit Freude Opfer darbringen. Ich will deinem Namen danken, HERR, dass er gut ist.

9Ja, aus aller Not hat er mich gerettet,

und mit Genugtuung blicke ich auf meine besiegten Feinde54,9 W mein Auge sieht auf meine Feinde..

55

Vom Feind bedrängt und vom besten Freund verraten

551Für den Dirigenten55,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 4,1.. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten. Ein kunstvoll gestaltetes Lied55,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 32,1.. Von David.

2Höre mein Gebet, o Gott,

und verschließe dich meinem Flehen nicht!

3Schenk mir ein offenes Ohr und antworte mir.

Vor Kummer finde ich keine Ruhe, stöhnend irre ich umher.

4Denn ich höre, was meine Feinde erzählen,

dem Druck dieser gottlosen Menschen bin ich ausgesetzt.

Sie fügen mir Böses zu,

voller Zorn feinden sie mich an.

5Mein Herz bebt,

Todesangst überfällt mich.

6Furcht und Zittern setzt mir zu,

das Grauen droht mich zu ersticken55,6 W Grauen bedeckt mich..

7Darum rufe ich: Ach hätte ich doch Flügel wie eine Taube!

Ich würde davonfliegen und mich in Sicherheit bringen.

8Ja, weit weg würde ich fliehen

und in der Wüste einen Ort zum Ausruhen suchen. /​/55,8 Siehe die Anmerkung zu Psalm 3,3.

9Schnellstens würde ich Zuflucht finden

vor heftigem Wind und vor Sturm.

10Entzweie meine Feinde, o Herr,

mache sie uneins im Denken und Reden!55,10 W Vernichte (verwirre), Herr, entzweie ihre Zunge!

Ich sehe doch, was von ihnen ausgeht:

In der Stadt regieren Gewalt und Streit ´wie Wächter`,

11die auf den Mauern Tag und Nacht ihre Runden drehen.

Leid und Unglück herrschen mitten in der Stadt,

12in ihrem Innern greift Zerstörung um sich.

Auf ihrem Marktplatz nehmen Unterdrückung und Betrug kein Ende.

13Es ist ja nicht mein Feind, der mich verhöhnt

– das könnte ich noch ertragen!

Nicht jemand, der mich schon immer gehasst hat,

spielt sich gegen mich auf –

vor einem solchen könnte ich mich noch verbergen.

14Aber nein, du bist es, ein Mann, der mir nahestand55,14 W ein Mann meinesgleichen.,

mein Freund und Vertrauter!

15Wie schön war es, als wir noch zusammen waren

und unsere Gedanken austauschen konnten!

Gemeinsam gingen wir den Weg hinauf zum Haus Gottes,

inmitten einer fröhlichen Menge.

16Der Tod soll meine Feinde wegraffen!

Lebendig sollen sie ins Totenreich hinabfahren!

Denn Bosheit herrscht in ihren Häusern und in ihren Herzen.

17Ich aber, ich rufe zu Gott,

und der HERR wird mir Rettung schenken.

18Am Abend, am Morgen und am Mittag klage und stöhne ich –

so lange, bis Gott meine Stimme hört.

19Er befreit mich und lässt meine Seele Frieden finden.

Darum können mir die nichts anhaben,

die jetzt scharenweise gegen mich stehen.

20Ja, Gott wird mich hören

und meinen Feinden die Antwort geben, die sie verdienen55,20 Und meine Feinde beugen.

er sitzt schließlich immer noch auf dem Thron und regiert. /​/

Sie wollen sich ja nicht ändern,

und vor Gott haben sie keine Ehrfurcht.

21Der früher mein Vertrauter55,21 W Er. war,

hat seine Hand erhoben gegen seine Gefährten,

den Bund der Freundschaft hat er gebrochen.

22Seine Worte sind butterweich,

sein Herz jedoch sinnt auf Krieg!

Seine Reden sind glatter als Öl,

doch sie verwunden wie gezückte Schwerter!

23Wirf all deine Last auf den HERRN!

Er wird dich sicher halten.

Niemals lässt er den zu Fall kommen,

der nach Gottes Willen lebt.55,23 W Er wird den Gerechten ewig nicht wanken lassen.

24Ja, du selbst, Gott, wirst die Bösen hinabstürzen

in die tiefste Grube55,24 W in den Brunnen der Grube. Gemeint ist wahrscheinlich das Grab..

Blutgierige Mörder und Betrüger werden sterben,

noch bevor die Hälfte ihrer Lebenszeit vergangen ist.

Ich aber vertraue auf dich!