Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
24

Wer darf vor dem König der Herrlichkeit erscheinen?

241Von David. Ein Psalm.

Die Erde und alles, was darauf lebt, gehört dem HERRN,

der ganze Erdkreis samt seinen Bewohnern.

2Denn er selbst hat das Fundament der Erde auf dem Grund der Meere befestigt24,2 W Denn er ist es, der sie gegründet hat über Meeren.,

und über den Wassern gab er ihr festen Bestand.

3Wer darf zum Berg des HERRN hinaufgehen,

und wer darf an seiner heiligen Stätte vor ihm stehen?

4Jeder, dessen Herz und Hände frei von Schuld sind24,4 W Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat.,

der keine Götzen anbetet24,4 Od der seine Seele nicht auf Falschheit richtet. W der seine Seele nicht auf Nichtiges richtet. Das hebräische Wort für Nichtiges kann sowohl die trügerische Erwartung beim Götzendienst als auch Bosheit, Falschheit bedeuten. und keinen Meineid schwört.

5Er wird Segen empfangen vom HERRN;

Gott, sein Retter, wird ihm in Treue begegnen.24,5 W Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.

6Daran erkennt man Gottes wahres Volk,

Menschen, die nach ihm fragen:

es sind die, ´HERR`, die deine Nähe suchen

und vor dein Angesicht treten.

Sie sind die rechten Nachkommen Jakobs.24,6 W Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein Angesicht suchen: Jakob. Septuaginta: die das Angesicht des Gottes Jakobs suchen. Manche übersetzen in Anlehnung an die Septuaginta und gestützt auf einige wenige hebräische Handschriften: die dein Angesicht suchen, Gott Jakobs. /​/24,6 Siehe die Anmerkung zu Psalm 3,3.

7Tut euch weit auf, ihr mächtigen Tore,

gebt den Weg frei, ihr uralten Pforten24,7 W Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, erhebt euch, ihr uralten Pforten. So auch in Vers 9.,

damit der König der Herrlichkeit einziehen kann.

8Wer ist dieser König der Herrlichkeit?

Es ist der HERR, stark und mächtig,

der HERR, mächtig im Kampf.

9Tut euch weit auf, ihr mächtigen Tore,

gebt den Weg frei, ihr uralten Pforten,

damit der König der Herrlichkeit einziehen kann.

10Wer ist dieser König der Herrlichkeit?

Der allmächtige HERR24,10 W Der HERR über alle Heere., er ist der König der Herrlichkeit. /​/

25

Vertrauen auf die Güte des Herrn25,1 Siehe die erste Anmerkung zu 9,1.

251Von David.

Nach dir, HERR, sehnt sich meine Seele.25,1 W Zu dir, HERR, hebe ich meine Seele empor.

2Auf dich, mein Gott, vertraue ich;

lass mich nicht in Schande enden,

lass meine Feinde nicht über mich triumphieren!

3Ja, niemand gerät in Schande,

wenn er seine Hoffnung auf dich setzt.

Aber wer sich treulos von dir abwendet

– mit welchem Vorwand auch immer –,

der wird beschämt dastehen.

4HERR, zeige mir deine Wege

und lehre mich, auf deinen Pfaden zu gehen!

5Führe mich durch deine Treue und unterweise mich.

Denn du bist der Gott, der mir Rettung schafft.

Auf dich hoffe ich Tag für Tag.

6Denk an dein großes Erbarmen, HERR,

und an deine reiche Gnade, die du seit jeher erwiesen hast!

7Denk doch nicht an die Sünden, die ich in meiner Jugendzeit begangen habe,

und auch nicht an meine späteren Verfehlungen!

Allein in deiner Gnade denk an mich, HERR,

deine Güte ist doch so groß.

8Gütig und aufrichtig ist der HERR.

Deshalb zeigt er Menschen, die sich von ihm abgewandt haben, den rechten Weg.

9Er unterweist die Demütigen in dem, was gut und richtig ist25,9 Od Er verhilft den Demütigen zu ihrem Recht.,

ja, gerade ihnen zeigt er seinen Weg.

10Der HERR führt alle in seiner Gnade und Treue,

die sich an seinen Bund halten25,10 W Alle Wege des HERRN sind Gnade und Treue für die, die sich an seinen Bund halten.

und sich richten nach dem, was er in seinem Wort bezeugt.

11Mach deinem Namen alle Ehre, HERR25,11 W Um deines Namens willen, HERR.:

Vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß!

12Wie steht es mit dem Menschen, der in Ehrfurcht vor dem HERRN lebt?

Ihn lässt der HERR den Weg erkennen, den er wählen soll.

13Sein Leben lang erfährt er Gutes25,13 W Seine Seele wohnt im Guten.,

und seine Nachkommen werden einst das Land besitzen.

14Der HERR zieht die ins Vertrauen, die in Ehrfurcht vor ihm leben;

seinen Bund macht er ihnen bekannt25,14 Od sein Bund ist dazu da, sie zu unterweisen..

15Meine Augen blicken ständig auf den HERRN,

denn er, er wird meine Füße aus dem Fangnetz ziehen.

16´HERR`, wende dich mir zu und sei mir gnädig,

denn ich bin einsam und vom Leid gebeugt.

17Sprenge du die Fesseln,

die mir das Herz zusammenschnüren25,17 Od Die Bedrängnisse meines Herzens weiten sich aus.,

lass mich frei werden von allem, was mir jetzt noch Angst macht.

18Achte auf mein Elend und auf meine Mühe

und vergib mir alle meine Sünden!

19Sieh doch, wie viele Feinde ich habe,

sie verfolgen mich mit abgrundtiefem Hass!

20Bewahre mein Leben und rette mich!

Lass mich nicht in Schande geraten,

denn bei dir suche ich Zuflucht.

21Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sollen mein Schutz sein,

denn meine Hoffnung bist allein du.

22Gott, erlöse Israel aus all seiner Not!

26

Ein Unschuldiger bittet Gott um Gerechtigkeit

261Von David.

Verschaffe mir Recht, HERR,

denn ich bin immer aufrichtig meinen Weg gegangen.

Und weil ich auf den HERRN vertraue,

werde ich nicht zu Fall kommen.

2Du kannst mich auf die Probe stellen, HERR.

Ergründe, wie ich wirklich bin,

prüfe mich auf Herz und Nieren!

3Deine Gnade habe ich stets vor Augen,

und deine Treue bestimmt meinen Weg.

4Mit Betrügern hatte ich keinen Umgang,

mit hinterhältigen Menschen gab ich mich nicht ab.

5Ich verabscheue es,

wenn Leute sich versammeln, die Böses planen,

und mit denen, die Gott verachten,

setze ich mich nicht ´an einen Tisch`.

6Meine Hände sind frei von Schuld26,6 W Ich wasche meine Hände in Unschuld.,

und so trete ich vor deinen Altar, HERR26,6 W und ich schreite um deinen Altar, HERR..

7Dort will ich laut meinen Dank hören lassen,

erzählen will ich von all deinen Wundern.

8HERR, ich liebe die Stätte, wo dein Haus steht,

den Ort, an dem deine Herrlichkeit wohnt.

9Lass mich26,9 W meine Seele. nicht umkommen zusammen mit denen,

die sich von dir abgewandt haben;

lass mein Leben nicht

mit den blutgierigen Mördern zu Ende gehen.

10An ihren Händen klebt Unrecht,

gerne nehmen sie Bestechungsgelder an.26,10 W An ihren Händen ist Unrecht, und ihre Rechte ist voll Bestechung.

11Ich aber gehe ehrlich meinen Weg.

Erlöse mich und sei mir gnädig!

12Nun stehe ich auf festem, ebenem Boden.

Mitten in der Gemeinde werde ich den HERRN preisen.