Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
145

Der Herr ist Schöpfer und König145,1 Siehe die erste Anmerkung zu Psalm 9,1.

1451Ein Loblied von David.

Ich will dich preisen, mein Gott, o König,

und deinen Namen immer und ewig rühmen.

2Tag für Tag will ich dich preisen

und deinen Namen loben für alle Zeiten.

3Groß ist der HERR, ihm gebührt das höchste Lob;

seine Erhabenheit ist unergründlich.

4Eine Generation rühmt bei der nächsten deine Werke,

sie ´alle` verkünden deine machtvollen Taten.

5Von der herrlichen Pracht deiner Majestät will ich sprechen,

und über deine Wunder will ich nachsinnen.145,5 W Über die herrliche Pracht deiner Majestät und die Worte deiner Wunder will ich nachsinnen.

6Alle sollen von deinen gewaltigen, ehrfurchtgebietenden Taten reden,

und ich will erzählen, welch großer Gott du bist145,6 AL(2) und sie sollen erzählen, welch großer Gott du bist. W und deine Größe (od Großtaten) will ich erzählen.!

7Mit überschwänglichen Worten erinnern die Menschen an deine große Güte,

jubelnd preisen sie deine Treue145,7 W deine Gerechtigkeit..

8Gnädig und barmherzig ist der HERR,

er gerät nicht schnell in Zorn, sondern ist reich an Gnade.

9Der HERR ist gütig zu allen,

und sein Erbarmen gilt jedem seiner Geschöpfe.

10HERR, alles, was du erschaffen hast, lobt dich,

und die Menschen, die dir treu sind, preisen dich.

11Sie verkünden, wie majestätisch deine Königsherrschaft ist,

und geben Zeugnis von deiner Macht.

12Sie wollen den Menschen Gottes145,12 W seine. Die Septuaginta und die Syrische Übersetzung lauten: deine; so auch in der zweiten Zeile des Verses. gewaltige Taten bekannt machen

und auch die Pracht und Herrlichkeit seines Königreiches.

13Dein Königreich ist ein ewiges Reich,

deine Herrschaft besteht jetzt und in allen künftigen Generationen.145,13 Im Masoretischen Text fehlt im Anschluss an diesen Vers (der im Hebräischen mit m beginnt) derjenige, der im Hebräischen mit n beginnen würde. In der Septuaginta steht dieser Vers und lautet ähnlich wie Vers 17: Der HERR ist zuverlässig in seinen Worten und gütig in all seinen Taten.

14Der HERR stützt alle, die zu fallen drohen,

und alle Gebeugten richtet er wieder auf.

15Erwartungsvoll blicken die Augen aller Lebewesen auf dich,

und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

16Du öffnest ´freigebig` deine Hand

und sättigst alles, was lebt, mit deinen guten Gaben145,16 Od mit dem, was ihm gut tut. W mit Wohlgefallen..

17Der HERR ist gerecht in all seinem Handeln

und gütig in all seinen Taten.

18Nahe ist der HERR denen, die zu ihm rufen,

allen, die ihn aufrichtig anrufen.

19Er erfüllt das Sehnen und Wünschen derer,

die Ehrfurcht vor ihm haben;

er hört, wenn sie um Hilfe schreien, und rettet sie.

20Der HERR behütet alle, die ihn lieben,

aber die ihn missachten, vernichtet er.

21Aus meinem Mund soll das Lob des HERRN erklingen,

alle Menschen sollen145,21 W alles Fleisch soll. seinen heiligen Namen immer und ewig preisen.

146

Loben will ich den Herrn mein Leben lang

1461Halleluja!

Lobe den HERRN, meine Seele!

2Ich will den HERRN loben mein Leben lang,

für meinen Gott singen und musizieren, solange ich bin.

3Verlasst euch nicht auf Mächtige,

nicht auf irgendeinen Menschen, bei dem doch keine Hilfe zu finden ist!

4Wenn er den letzten Atem aushaucht146,4 W Weicht sein Atem., so wird er wieder zu Erde,

und am selben Tag ist es vorbei mit all seinen Plänen.

5Glücklich zu preisen ist, wer den Gott Jakobs zum Helfer hat,

wer seine Hoffnung auf den HERRN, seinen Gott, setzt,

6auf ihn, der Himmel und Erde erschaffen hat,

das Meer und alles, was darin lebt,

auf ihn, der für alle Zeiten die Treue hält.

7Den Unterdrückten verschafft er Recht,

den Hungernden gibt er Brot.

Der HERR befreit die Gefangenen,

8der HERR öffnet die Augen der Blinden,

der HERR richtet Gebeugte auf,

der HERR liebt Menschen, die seinen Willen tun146,8 W die Gerechten..

9Der HERR behütet die Fremden,

Waisen und Witwen stärkt und erhält er;

aber den Weg derer, die ihn verachten, macht er zu einem Irrweg.

10Auf ewig herrscht der HERR als König,

dein Gott, Zion, jetzt und in allen künftigen Generationen.

Halleluja!

147

Ein Lob auf den Herrn, der Jerusalem neu erbaut

1471Halleluja!

Gut ist es, für unseren Gott zu singen,

ja, schön ist solch ein Lobgesang, ihm allein gebührt er!

2Der HERR selbst baut Jerusalem wieder auf;

er sammelt die ´unter die Völker` zerstreuten Israeliten wieder ´in ihrem Land`.

3Er schenkt denen Heilung, die ein gebrochenes Herz haben

und verbindet ihre schmerzenden Wunden.

4Er bestimmt die Anzahl der Sterne,

sie alle spricht er mit Namen an.

5Groß ist unser Herr und reich an Kraft,

seine Weisheit ist unermesslich.

6Der HERR hilft den Unterdrückten auf;

die sich gegen ihn auflehnen aber erniedrigt er,

bis sie am Boden liegen.

7Stimmt für den HERRN ein Danklied an,

spielt für unseren Gott auf der Zither!

8Er überzieht den Himmel mit Wolken

und sorgt für Regen auf der Erde.

Auf den Bergen lässt er das Gras sprossen;

9dem Vieh gibt er sein Futter,

´auch` den jungen Raben, die danach rufen.

10Ihn beeindruckt nicht die Stärke des Pferdes,

er freut sich auch nicht über die Muskeln des Kämpfers.147,10 W Er hat kein Gefallen an der Stärke des Pferdes, noch Freude an den Schenkeln des Mannes.

11Gefallen hat der HERR an denen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen

und voller Zuversicht darauf warten, dass er seine Güte zeigt.

12Rühme den HERRN, Jerusalem!

Lobe deinen Gott, Zion!

13Denn er hat die Riegel deiner Tore gut befestigt,

hat die Kinder in deiner Mitte gesegnet.

14Er ist es, der innerhalb deiner Grenzen Frieden schenkt

und dich mit dem besten Weizen sättigt.

15Er sendet seinen Befehl zur Erde,

aufs schnellste läuft sein Wort, ´um auszurichten, was er befahl`.

16Er lässt den Schnee fallen wie Wollflocken147,16 W Er gibt Schnee wie Wolle.,

den Reif streut er aus wie weiße Asche.

17Den Hagel wirft er als eisige Brocken herab147,17 W Er wirft sein Eis wie Brocken herab.

wer kann der Kälte, die er kommen lässt, standhalten?

18Dann wieder gibt er einen Befehl

und bringt alles zum Schmelzen,

er lässt seinen Tauwind wehen,

und sofort rinnt überall das Wasser.

19Sein Wort hat er den Nachkommen Jakobs verkündet,

seine Ordnungen und Rechtsbestimmungen gab er dem Volk Israel.

20Das hat er in dieser Weise für kein anderes Volk getan;

nein, seine Rechtsbestimmungen kennen die anderen Völker nicht147,20 AL(1) seine Rechtsbestimmungen lehrte er sie nicht. W kennen sie nicht..

Halleluja!