Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
131

Zufrieden bei Gott

1311Ein Wallfahrtslied, gesungen auf dem Weg hinauf nach Jerusalem.131,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 120,1. Von David.

HERR, mein Herz ist nicht erfüllt von Stolz,

auch schaue ich nicht überheblich auf andere herab.

Ich erstrebe nicht hohe Ziele, die zu vermessen für mich wären.

2Vielmehr habe ich meine Seele besänftigt und beruhigt.

Wie ein gestilltes Kind an der Brust seiner Mutter,

so zufrieden ist meine Seele.

3Israel, hoffe auf den HERRN

jetzt und für alle Zeit!

132

Ein Gebet für Gottes Heiligtum und das Königshaus

1321Ein Wallfahrtslied, gesungen auf dem Weg hinauf nach Jerusalem.132,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 120,1.

Denke an all die Mühe, HERR, die David auf sich genommen hat!

2Er schwor dem HERRN,

legte ein Gelübde ab vor dem starken Gott Jakobs132,2 W beim Mächtigen Jakobs.:

3»So wahr ich lebe: Ich will mein Haus nicht betreten,

auf mein Bett will ich mich nicht mehr legen,

4ich will mir keinen Schlaf mehr gönnen

und nicht einmal kurz die Augen schließen,

5bis ich einen geeigneten Platz gefunden habe für das Haus des HERRN,

eine würdige Wohnstätte für den starken Gott Jakobs!«132,5 W 3 Wenn ich je unter das Zeltdach meines Hauses komme, wenn ich je mein Ruhebett besteige, 4 wenn ich je meinen Augen Schlaf, meinen Wimpern Schlummer gönne, 5 bis ich einen Platz gefunden habe für den HERRN, eine Wohnstätte für den Mächtigen Jakobs! Es handelt sich hier um eine Form des Schwurs, mit der ausgedrückt werden soll: »So wahr ich lebe, werde ich nicht…«

6Nie werden wir es vergessen:

In Efrata hörten wir von der Bundeslade,

und wir fanden sie im Gebiet von Jaar.132,6 W Siehe, wir hörten von ihr in Efrata, wir fanden sie in den Gefilden Jaars. Gemeint ist vermutlich Kirjat-Jearim, das im Gebiet von Efrata lag. Vergleiche 1. Samuel 6,21–7,1.

7So lasst uns nun in die Wohnung Gottes gehen

und uns zu seinen Füßen132,7 W vor seinem Fußschemel. anbetend niederwerfen.

8Mache dich auf, HERR, zu der Stätte, wo du ruhen kannst,

du und die Bundeslade, ´das Sinnbild` deiner Majestät!

9Deine Priester sollen mit Wort und Tat verkünden,

was deinem Willen entspricht.132,9 W Deine Priester sollen sich in Gerechtigkeit kleiden.

Alle, die dir treu sind, sollen in Jubel ausbrechen!

10David, deinem Diener, zuliebe

weise unseren König nicht ab, der von dir gesalbt wurde132,10 W weise das Angesicht deines Gesalbten nicht ab. Siehe die Anmerkung zu Psalm 2,2.!

11Der HERR hat David einen Treueid132,11 W eine Treue. geschworen,

von dem er niemals etwas zurücknehmen wird:

»Einen deiner Söhne werde ich132,11 W Von der Frucht deines Leibes werde ich. ´als deinen Nachfolger` auf den Thron setzen.

12Wenn deine Söhne sich an meinen Bund halten,

an alles, was ich ´in meinem Wort` bezeugt habe und sie lehre,

dann sollen auch ihre Nachkommen deine Thronfolger sein,

und das für alle Zeiten.«

13Der HERR hat sich den Berg Zion erwählt,

sein Wunsch war es, dass dort seine Wohnstätte sein soll.

14´Er hat gesagt`:

»Dies ist mein Ruheplatz für alle Zeiten,

hier will ich wohnen,

denn nach diesem Ort der Ruhe habe ich Verlangen.

15Die ganze Stadt Zion will ich mit Nahrung reich beschenken,

und den Armen dort gebe ich genügend Brot.

16Zions Priestern schenke ich Rettung,

damit sie diese mit Wort und Tat verkünden.132,16 W Seine Priester will ich in Rettung kleiden.

Alle, die mir treu sind, sollen in Jubel ausbrechen!

17Dort will ich die Herrschaft des Königshauses David stärken,

für den von mir gesalbten König habe ich hier ein Licht entzündet, das nie verlöschen soll!132,17 W Dort will ich ein Horn für David sprossen lassen, ´dort` habe ich ein Licht hergerichtet für meinen Gesalbten. Siehe die Anmerkungen zu Psalm 18,3 und zu Psalm 2,2.

18Seine Feinde stürze ich in Schimpf und Schande,

auf seinem Haupt aber soll die Krone erstrahlen132,18 W blühen.

133

Gottes Segen für die brüderliche Gemeinschaft

1331Ein Wallfahrtslied, gesungen auf dem Weg hinauf nach Jerusalem.133,1 Siehe die Anmerkung zu Psalm 120,1. Von David.

Seht, wie schön und angenehm es ist,

wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!133,1 Zu damaliger Zeit blieb Grund und Boden nach dem Tod des Vaters im ungeteilten Besitz der Söhne. Daher mussten die erwachsenen Söhne mit ihren Familien in der Regel miteinander wohnen und den Grundbesitz verwalten. Gemeint sein könnte aber auch das gemeinsame Wohnen aller Festteilnehmer in Jerusalem zur Zeit der drei großen Jahresfeste: Passa-, Wochen- und Herbstfest (siehe 3. Mose 23).

2Es ist wie das kostbare Salböl, das über das Haupt gegossen wird

und das sogar noch herabfließt auf den Bart133,2 Mit einer solchen Salbung begrüßte und ehrte man seine Gäste.,

so wie das Öl herabrann auf den Bart ´des Hohenpriesters` Aaron

und hinunter auf den Halssaum seines Gewandes133,2 auf den Bart Aarons, der herabwallt auf den Halsausschnitt seines Gewandes..

3Es ist erfrischend wie der Tau vom Berg Hermon,

der den Berg Zion und seine Hügel benetzt.

Wo dies geschieht, hat der HERR seinen Segen versprochen133,3 W Denn dorthin hat der HERR seinen Segen befohlen.

Leben, das niemals enden wird!