Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
2

Der Segen der Weisheit

21Mein Sohn, nimm meine Worte an

und behalte meine Gebote im Gedächtnis.

2Habe ein offenes Ohr für die Weisheit

und versuche von Herzen, verständig zu werden.

3Verlange nach Einsicht

und bitte um Verstand2,3 W erhebe nach Verstand deine Stimme.,

4suche nach ihnen wie nach Silber,

forsche nach ihnen wie nach verborgenen Schätzen.

5´Wenn du auf mich hörst`,

dann wirst du verstehen, was Ehrfurcht vor dem HERRN ist,

und du wirst Gott erkennen.

6Denn der HERR schenkt Weisheit,

von ihm2,6 W aus seinem Mund. kommen Erkenntnis und Urteilsvermögen.

7Die Aufrichtigen belohnt er mit Erfolg2,7 W Er bewahrt für die Aufrichtigen Gelingen.,

und alle, die unbescholten ihren Weg gehen,

beschützt er wie ein Schild.

8Er behütet diejenigen, die gerecht handeln2,8 W die Pfade des Rechts.,

und alle, die ihm treu dienen, bewahrt er auf ihrem Weg.

9´Wenn du auf mich hörst`, dann wirst du begreifen, was Gerechtigkeit ist und wie man sich an das Recht hält,

wie man rechtschaffen lebt und auf dem guten Weg bleibt.

10Dann wird dein Herz mit Weisheit erfüllt,

und Erkenntnis wird deiner Seele wohltun.

11Besonnenheit wird über dich wachen,

und Urteilsvermögen wird dich bewahren.

12Sie schützen dich davor, böse Wege zu gehen,

´und behüten dich` vor Menschen, die Verkehrtes reden

13und die geraden Wege verlassen,

um finstere Pfade einzuschlagen.

14Diese Menschen haben Spaß daran, Böses zu tun,

lauthals freuen sie sich, wenn sie die Wahrheit

in böser Absicht verdrehen können2,14 W über die ­Verkehrtheit des ­Bösen. .

15Sie gehen krumme Wege

und kommen ab von der Spur.

16´Besonnenheit und Urteilsvermögen`

bewahren dich auch vor der fremden Frau2,16 Damit ist entweder die Frau eines anderen Mannes oder eine Nicht-Israelitin gemeint. Die verführerische Fremde tritt im Buch der Sprichwörter als Gegenspielerin der personifizierten Weisheit auf. ,

vor der Unbekannten, die dich mit Schmeicheleien

verführen möchte2,16 W vor der Fremden, die ihre Worte glatt macht..

17Sie verlässt den Mann, der von Jugend an ihr Freund war,

und den Bund mit ihrem Gott hat sie vergessen.

18Der Weg zu ihrem Haus führt in den Tod,

er endet im Totenreich2,18 W bei den Schatten..

19Alle, die sich mit ihr einlassen,

finden nicht mehr auf den Weg zum Leben zurück.

20Darum geh zusammen mit den guten Menschen deinen Weg

und lebe wie die Rechtschaffenen.

21Denn die Aufrichtigen werden das Land bewohnen,

und die Unbescholtenen werden darin bleiben.

22Doch die Gott verachten, werden aus dem Land geschafft,

und die treulosen Menschen werden aus ihm herausgerissen2,22 So in Anlehnung an die Septuaginta und andere alte Übersetzungen. Der Masoretische Text lautet: und sie (= die Aufrichtigen) reißen die treulosen Menschen aus ihm heraus..