Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

11-2Paulus und Timotheus, Diener Jesu Christi, an die Gemeinde in Philippi mit ihren Leitern und Diakonen. Euch allen, die ihr durch Jesus Christus zu Gottes heiligem Volk gehört, wünschen wir Gnade1,1-2 W 1 Paulus und Timotheus, Diener Christi Jesu, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, mit den Leitern und Diakonen. 2 Gnade ´wünschen wir` euch. und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

Dank an Gott und Gebet für die Gemeinde

3Jedes Mal, wenn ich ´im Gebet` an euch denke, danke ich meinem Gott für euch alle. 4Ja, ich bete ständig für euch, und ich tue es mit großer Freude, 5weil ihr euch, ´seit ihr an Christus glaubt,` für das Evangelium eingesetzt habt1,5 Od weil ihr mich, ´seit ihr an Christus glaubt,` bei der Verbreitung des Evangeliums unterstützt habt. – vom ersten Tag an bis heute. 6Ich bin überzeugt, dass der, der etwas so Gutes in eurem Leben angefangen hat, dieses Werk auch weiterführen und bis zu jenem großen Tag zum Abschluss bringen wird, an dem Jesus Christus wiederkommt1,6 W und bis zum Tag Christi Jesu zum Abschluss bringen wird..

7´Geschwister,` ich habe euch1,7 ihr habt mich. so ins Herz geschlossen, dass es mehr als selbstverständlich für mich ist, mit solcher Zuversicht an euch alle zu denken. Denn ob ich nun inhaftiert bin oder ob ich1,7 Od oder ob ich ´vor Gericht`. für das Evangelium eintrete und seine Wahrheit bekräftige – immer beteiligt ihr alle euch an dem Auftrag, den Gott mir gegeben hat, und habt damit auch Anteil an der Gnade, die er mich erfahren lässt1,7 W immer seid ihr alle meine Mitteilhaber an der Gnade.. 8Gott weiß, wie sehr ich mich nach euch allen sehne; er ist mein Zeuge. Er weiß auch, dass hinter dieser Sehnsucht meine tiefe Liebe zu euch steht, eine Liebe, die Jesus Christus selber in mir gewirkt hat.1,8 W 8 Gott ist nämlich mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit der tiefen Liebe Christi Jesu.

9Und das ist meine Bitte an Gott: dass er eure Liebe, verbunden mit der rechten Erkenntnis und dem nötigen1,9 W und allem. Einfühlungsvermögen, immer größer werden lässt. 10Dann werdet ihr ´in allem` ein sicheres Urteil haben und werdet ein reines, untadeliges Leben führen, bereit für den Tag, an dem Christus wiederkommt1,10 W für den Tag Christi.. 11Durch ihn, Jesus Christus, wird euer Tun von dem geprägt sein, was gut und richtig ist1,11 Od Durch ihn, Jesus Christus, wird die Gerechtigkeit, die Gott euch geschenkt hat, reiche Früchte bei euch tragen. W 11 Ihr werdet erfüllt sein mit der durch Jesus Christus ´hervorgebrachten` Frucht der Gerechtigkeit. – zum Ruhm und zur Ehre Gottes.

Die Gefangenschaft des Apostels: kein Hindernis für das Evangelium

12Ich bin froh, euch mitteilen zu können1,12 W Ich will aber, dass ihr wisst., Geschwister, dass das, was mit mir geschehen ist, die Ausbreitung des Evangeliums sogar noch gefördert hat. 13Bei der ganzen kaiserlichen Garde1,13 Od Bei allen Truppen am Sitz des Gouverneurs. W Im ganzen Prätorium (der kaiserliche Hof bzw. der Gouverneurspalast). Nach der beim NGÜ-Text vorausgesetzten Auffassung schrieb Paulus den Philipperbrief während seiner Haft in Rom (Apostelgeschichte 28,14-31). Die Wiedergabe der Od-Anmerkung geht von Cäsarea oder Ephesus als Abfassungsort aus. und weit darüber hinaus hat es sich inzwischen herumgesprochen1,13 W und bei allen anderen ist deutlich geworden., dass meine Gefangenschaft eine Gefangenschaft wegen Christus ist. 14Und bei den meisten Geschwistern ist gerade, weil ich inhaftiert bin, das Vertrauen auf den Herrn so gewachsen, dass sie jetzt noch viel mutiger sind und das Evangelium1,14 W das Wort. AL(1) das Wort Gottes. ohne Furcht weitersagen.

15Bei manchen sind zwar Neid und Streitsucht mit im Spiel, wenn sie die Botschaft von Christus verkünden. Doch es gibt auch solche, die es in der richtigen Haltung1,15 W mit gutem Willen / in guter Absicht. tun. 16Sie handeln aus Liebe ´zu mir1,16 Od zu Gott.`, denn sie wissen, dass ich mit dem Auftrag hier bin1,16 Od dass es mein Auftrag ist., für das Evangelium einzutreten. 17Die anderen hingegen verkünden Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie meinen es nicht ehrlich, sondern hoffen, mir in meiner Gefangenschaft noch zusätzliche Schwierigkeiten zu bereiten. 18Aber was macht das schon? Ob es nun mit Hintergedanken geschieht oder in aller Aufrichtigkeit1,18 W oder in Wahrheit. – entscheidend ist, dass im einen wie im anderen Fall die Botschaft von Christus verkündet wird, und darüber freue ich mich.

Auch in Zukunft wird nichts mir meine Freude nehmen können. 19Denn ich weiß, dass am Ende von allem, was ich jetzt durchmache, meine Rettung1,19 Befreiung (aus der Haft). stehen wird, weil ihr für mich betet und weil Jesus Christus mir durch seinen Geist beisteht1,19 W und weil der Geist Jesu Christi mir beisteht.. 20Ja, es ist meine sehnliche Erwartung und meine feste Hoffnung, dass ich in keiner Hinsicht beschämt und enttäuscht dastehen werde, sondern dass ich – wie es bisher immer der Fall war – auch jetzt mit ganzer Zuversicht auftreten kann und dass die Größe Christi bei allem sichtbar wird, was mit mir geschieht1,20 W und dass Christus an meinem Körper / durch meinen Körper groß gemacht wird., ob ich nun am Leben bleibe oder sterbe.

21Denn der Inhalt meines Lebens ist Christus1,21 W Denn für mich ist das Leben Christus., und ´deshalb` ist Sterben für mich ein Gewinn. 22Andererseits kann ich, solange ich noch hier auf der Erde1,22 W im Fleisch (d. h. in meinem vergänglichen Körper / als sterblicher Mensch). Ebenso in Vers 24. lebe, eine Arbeit tun, die Früchte trägt. Daher weiß ich nicht, was ich vorziehen soll. 23Ich bin hin- und hergerissen: Am liebsten würde ich das irdische Leben hinter mir lassen1,23 W würde ich aufbrechen/abscheiden. und bei Christus sein; das wäre bei weitem das Beste. 24Doch ihr braucht mich noch, und deshalb – davon bin ich überzeugt1,24 Nach anderer Auffassung bezieht sich davon bin ich überzeugt auf den nächsten Vers: 25 Darum bin ich auch überzeugt und ganz sicher. – ist es wichtiger, dass ich weiterhin hier auf der Erde bleibe.

25Darum bin ich auch sicher, dass ich nicht sterben werde, sondern1,25 W dass ich bleiben werde und. euch allen erhalten bleibe. Denn dann kann ich dazu beitragen, dass ihr im Glauben vorankommt und dass euch durch den Glauben eine immer tiefere Freude erfüllt. 26Ja, wenn ich wieder bei euch bin, werdet ihr noch viel mehr Grund haben, auf Jesus Christus stolz zu sein und ihn für das zu preisen, was er durch mich für euch getan hat1,26 Od was er für mich getan hat. W Grund haben, Christus Jesus an mir / durch mich zu rühmen..

Standhaftigkeit und Zusammenhalt bei Anfeindungen

27Aber das Entscheidende ist: Lebt so1,27 Od Lebt als Bürger ´von Gottes Reich` so. Das griechische Wort für leben bedeutet auch Bürger (eines Reiches) sein bzw. so leben, wie es von einem Bürger (dieses Reiches) erwartet wird., dass es im Einklang mit dem Evangelium von Christus steht! Dann werdet ihr – ob ich nun komme und euch besuche oder ob ich nur aus der Ferne von euch höre – einmütig1,27 W in einem Geist. zusammenstehen. Ihr werdet Seite an Seite für den Glauben kämpfen, der sich auf das Evangelium gründet1,27 W Ihr werdet mit einer Seele zusammen für den Glauben des Evangeliums (od für den Glauben an das Evangelium) kämpfen., 28und werdet euch durch nichts von euren Gegnern einschüchtern lassen. An dem allem zeigt sich1,28 Od An dem allem muss ihnen klar werden., dass sie verloren gehen und ihr gerettet werdet; so ist es von Gott selbst gefügt.1,28 Od Das alles ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sie verloren gehen und ihr gerettet werdet – ein Zeichen, das von Gott selbst kommt. 29Er hat euch1,29 Od Er hat euch wegen Christus. die Gnade erwiesen, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch für Christus zu leiden. 30Ja, ihr habt jetzt denselben Kampf zu bestehen wie ich – den Kampf, den ihr miterlebt habt, als ich bei euch war, und in dem ich – wie ihr gehört habt – immer noch stehe1,30 W und von dem ihr jetzt in Bezug auf mich hört..

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Selbstlosigkeit als Voraussetzung für die Einheit der Gemeinde

21Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner2,1 Od Gottes. Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen?2,1 Nach anderer Auffassung spricht Paulus hier nicht vom Umgang der Christen miteinander, sondern von Gottes Handeln an den Christen: 1 Nicht wahr, ihr wisst, was es heißt, von Christus ermutigt und durch seine (od Gottes) Liebe getröstet zu werden. Ihr habt den Heiligen Geist empfangen (od Ihr habt Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist; od Ihr seid durch den Heiligen Geist miteinander verbunden) und kennt Gottes tiefes Mitgefühl und Erbarmen. 2Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen2,2 W und habt dieselbe Gesinnung.! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe2,2 Od begegnet einander mit der Liebe, die ihr selbst durch Christus erfahren habt. W habt dieselbe Liebe. und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus2,2 W und habt ein und dieselbe Gesinnung.. 3Rechthaberei2,3 Od Selbstsucht. und Überheblichkeit2,3 Od Ruhmsucht. dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. 4Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl.

5Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander2,5 Od die euch in eurem Innersten. bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus2,5 W Christus Jesus. uns vorgelebt hat.2,5 Od 5 Was euren Umgang miteinander prägen soll, ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat. Od 5 Eure Haltung im Umgang miteinander soll die Haltung derer sein, die mit Jesus Christus verbunden sind.

Jesus Christus, unser Vorbild

6Er, der Gott in allem gleich war

und auf einer Stufe mit ihm stand,

nutzte seine Macht2,6 W nutzte das. nicht zu seinem eigenen Vorteil aus2,6 Od sah darin nicht etwas, was es unbedingt festzuhalten galt..

7Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte2,7 W Er verleugnete/entäußerte sich selbst.

und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener2,7 Od Sklave. Vergleiche Matthäus 20,28; Markus 10,45; Lukas 22,27; Johannes 13,4-17; siehe auch Jesaja 42,1; 52,13–53,12..2,7 Vergleiche Matthäus 20,28; Markus 10,45; Lukas 22,27; Johannes 13,4-17; siehe auch Jesaja 42,1; 52,13–53,12.

Er wurde einer von uns –

ein Mensch wie andere Menschen.2,7 W Er wurde den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch befunden.

8Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`:

Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich;

er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`.

9Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht

und hat ihm ´als Ehrentitel` den Namen gegeben,

der bedeutender ist als jeder andere Name2,9 Gemeint ist wahrscheinlich der Titel »Herr« (in der Septuaginta die Wiedergabe von »Jahwe«, dem Eigennamen Gottes); nach anderer Auffassung: der Name »Jesus«..

10Und weil Jesus diesen Namen trägt,

werden sich einmal alle vor ihm2,10 Und wenn der Name Jesu proklamiert wird, werden sich alle. W Denn vor/bei dem Namen Jesu sollen sich alle. auf die Knie werfen,

alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind.

11Alle werden anerkennen,

dass Jesus Christus der Herr ist,

und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.2,11 Vergleiche Jesaja 45,23.

Die Gemeinde Jesu: Licht in einer dunklen Welt

12Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm2,12 Od So, wie ihr Christus bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm. Od So, wie ihr meine Anweisungen bisher immer befolgt habt, sollt ihr euch Gott/Christus. auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt2,12 Od dass ihr (endgültig) gerettet werdet. W So, wie ihr immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr mit (Ehr-)Furcht und Zittern eure Rettung vollenden/bewirken. – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit. 13Gott selbst ist ja in euch2,13 Od unter euch. am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.2,13 Od Gott selbst wirkt ja in euch nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen, um damit seinen Plan zu erfüllen. W Gott selbst wirkt ja in/unter euch sowohl das Wollen als auch das Wirken für das, was ihm gefällt.

14Verbannt alle Unzufriedenheit und alle Streitsucht2,14 Od und alles Zweifeln ´an Gott`. aus eurer Mitte, 15denn ihr sollt ein tadelloses Leben führen, das in keiner Weise vom Bösen beeinflusst ist. Wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt2,15 W mitten in einer verdorbenen und verdrehten Generation/Menschheit. vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel2,15 W wie Sterne in der Welt / im Universum. leuchten. 16Haltet daher an der Botschaft fest, die zum Leben führt!2,16 Das hier mit festhalten wiedergegebene Wort ist nach anderer Auffassung im Sinn von darreichen zu verstehen, sodass zu übersetzen wäre: 15-16 … vorbildlich lebt und die Botschaft, die zum Leben führt, an eure Mitmenschen weitergebt, werdet ihr unter ihnen wie Sterne am Nachthimmel leuchten. Dann kann ich dem Tag, an dem Christus wiederkommt, voll Zuversicht2,16 Od voll Stolz auf euch. entgegensehen, glücklich darüber, dass2,16 W 16 Haltet daher am Wort des Lebens fest, mir zum Ruhm im Hinblick auf den Tag Christi, dass. ich das Ziel meiner Arbeit nicht verfehlt habe und dass meine Mühe nicht umsonst gewesen ist.

17Und selbst wenn ich zum Tod verurteilt werde und sterben muss, werde ich mich freuen. Mein Leben ist dann wie ein Trankopfer2,17 Das alttestamentliche Trankopfer bestand aus Wein, der am Altar ausgegossen wurde, und wurde nur in Verbindung mit anderen Opfern dargebracht. Siehe z. B. 2. Mose 29,38-42 und 4. Mose 28,7., das für Gott ausgegossen wird und das eure Opfergabe2,17 Vergleiche Römer 12,1. vervollständigt – den Dienst, den ihr Gott aufgrund eures Glaubens erweist2,17 Vergleiche Römer 12,1. und das den priesterlichen Dienst vervollständigt, mit dem ich euren Glauben Gott als Opfer darbringe (vergleiche Römer 15,16).. Ja, auch dann werde ich mich freuen.2,17 17Und auch wenn ich gegenwärtig leiden muss, freue ich mich. Mein Leben ist dadurch wie ein Trankopfer … Ja, auch darüber freue ich mich. W 17 Aber wenn ich auch als Trankopfer über das Opfer und den Dienst eures Glaubens (od den Dienst an eurem Glauben) ausgegossen werde, freue ich mich. Das alttestamentliche Trankopfer bestand aus Wein, der am Altar ausgegossen wurde, und wurde nur in Verbindung mit anderen Opfern dargebracht. Siehe z. B. 2. Mose 29,38-42 und 4. Mose 28,7. Außerdem habe ich ja teil an der Freude, die euch alle erfüllt. 18Macht ihr es doch genauso: Freut euch, und nehmt teil an meiner Freude!

Uneigennütziger Einsatz von Timotheus und Epaphroditus

19Übrigens hoffe ich im Vertrauen auf den Herrn Jesus, Timotheus schon bald zu euch schicken zu können. Das wird nicht nur euch neuen Mut geben, sondern auch mir2,19 W Das wird auch mir neuen Mut geben., weil ich ´durch ihn` erfahren werde, wie es um euch steht. 20Ich habe nämlich keinen, der in allem so mit mir übereinstimmt2,20 Od keinen anderen, der die gleiche Einstellung hat wie er. und der sich, ´wenn er zu euch kommt,` so aufrichtig um eure Belange kümmern wird wie er. 21Den anderen geht es allen nur um sich selbst und nicht um die Sache Jesu Christi2,21 W Christi Jesu.. 22Ihr wisst ja selbst, was für ein bewährter ´Mitarbeiter` Timotheus ist: Wie ein Sohn an der Seite seines Vaters, so hat er mit mir zusammen dem Evangelium gedient. 23Ihn also hoffe ich so bald wie möglich zu euch zu schicken; nur muss ich erst einmal abwarten, bis ich sehe, wie es mit mir weitergeht. 24Und im Vertrauen auf den Herrn bin ich überzeugt, dass auch ich selbst euch bald besuchen kann.

25Allerdings habe ich es für notwendig gehalten, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken, meinen Bruder und Mitarbeiter, der Seite an Seite mit mir für den Glauben gekämpft hat2,25 Od der mit mir für den Glauben kämpft. W meinen Mitstreiter.. Von euch dazu beauftragt, hat er mir in meiner gegenwärtigen Notlage geholfen. 26Aber er sehnte sich nach euch allen und war darüber hinaus in großer Unruhe, weil ihr von seiner Krankheit gehört hattet. 27Ja, er war wirklich krank – so krank, dass er beinahe gestorben wäre. Doch Gott hatte Erbarmen mit ihm, und nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir; denn er wollte nicht, dass ich einen Kummer nach dem anderen erlebe. 28Ich schicke ihn jetzt also so schnell wie möglich zu euch zurück. Dann habt ihr die Freude, ihn wiederzusehen, und ich muss mir weniger Sorgen machen2,28 W und ich habe weniger Kummer.. 29Heißt ihn als euren Bruder ganz herzlich willkommen2,29 W Nehmt ihn also im Herrn mit aller Freude auf.; Menschen wie ihm könnt ihr nicht genug Achtung entgegenbringen. 30Denn dass er an den Rand des Todes geriet, lag an seinem Einsatz für die Sache Christi2,30 W lag am Werk Christi.. Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um mir den Dienst zu leisten, den ihr selbst mir nicht erweisen konntet2,30 W um den Mangel eures Dienstes an mir auszufüllen..

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Die wahre Beschneidung

31Vor allem3,1 Zum Schluss., liebe Geschwister: Freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid!3,1 Od Freut euch am Herrn!

Was ich euch im Folgenden schreibe, sind Dinge, die ich euch schon früher gesagt habe. Mir macht es nichts aus, mich zu wiederholen3,1 Od dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Euch das immer wieder zu schreiben macht mir nichts aus. W Freut euch im Herrn! Euch dasselbe zu schreiben macht mir nichts aus., und euch gibt es ´eine umso größere` Sicherheit ´im Glauben`.

2Nehmt euch in Acht vor den ´unreinen` Hunden3,2 Hunde: Bei den gesetzestreuen Juden ein Schimpfwort für Menschen, die das Gesetz des Mose nicht befolgten und daher als unrein galten. Paulus hingegen bezeichnet mit dem Ausdruck diejenigen jüdischen Lehrer, die von den Christen forderten, das ganze mosaische Gesetz einzuhalten, um Gottes Anerkennung zu finden.! Nehmt euch in Acht vor den Unheilstiftern! Nehmt euch in Acht vor denen, die letztlich nicht beschneiden, sondern verstümmeln3,2 die letztlich nicht beschnitten, sondern verstümmelt sind. W Nehmt euch in Acht vor der Zerschneidung. Paulus charakterisiert mit Hilfe eines Wortspiels (»Zerschneidung«) die von den falschen Lehrern geforderte rein äußerliche Beschneidung (verstanden als notwendige Voraussetzung für den Zugang zu Gott) und stellt sie der für Christen allein verbindlichen »inneren« Beschneidung gegenüber, die im Folgenden näher beschrieben wird. Vergleiche auch Römer 2,28.29 und Kolosser 2,11.! 3Die wirklich Beschnittenen sind wir3,3 Vergleiche Römer 2,28.29 und Kolosser 2,11., denn wir dienen Gott unter der Leitung seines Geistes und vertrauen nicht auf unsere Vorrechte und auf eigene Leistungen, sondern auf Jesus Christus; er ist unser ganzer Stolz3,3 W sind wir, die wir durch den Geist Gottes dienen (aL(2) die wir Gott durch den Geist dienen) und uns Christi Jesu rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen..

4Dabei hätte gerade ich allen Grund, mich auf Vorrechte und Leistungen3,4 W mich auf Fleisch. zu verlassen. Wenn andere meinen, sie könnten auf solche Dinge bauen3,4 W auf Fleisch vertrauen. – ich könnte es noch viel mehr: 5Ich wurde, ´wie es das Gesetz des Mose vorschreibt,` acht Tage nach meiner Geburt beschnitten. Ich bin meiner Herkunft nach ein Israelit, ein Angehöriger des Stammes Benjamin, ein Hebräer mit rein hebräischen Vorfahren. Meine Treue zum Gesetz zeigte sich darin, dass ich zu den Pharisäern3,5 Eine besonders gesetzestreue religiöse Partei in Israel. gehörte3,5 W Was das Gesetz betrifft, war ich ein Pharisäer. – Die Pharisäer: eine besonders gesetzestreue religiöse Partei in Israel., 6und in meinem Eifer, ´für das Gesetz zu kämpfen,` ging ich so weit, dass ich die Gemeinde verfolgte. Ja, was die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit betrifft3,6 W was die Gerechtigkeit im Gesetz / durch das Gesetz betrifft., war mein Verhalten tadellos.

7Doch genau die Dinge, die ich damals für einen Gewinn hielt, haben mir – wenn ich es von Christus her ansehe – nichts als Verlust gebracht. 8Mehr noch: Jesus Christus3,8 W Christus Jesus., meinen Herrn, zu kennen ist etwas so unüberbietbar Großes, dass ich, wenn ich mich auf irgendetwas anderes verlassen würde, nur verlieren könnte3,8 Od dass ich alle diese Dinge auch weiterhin für einen Verlust halte. W dass ich alles für einen Verlust halte.. Seinetwegen habe ich allem, was mir früher ein Gewinn zu sein schien, den Rücken gekehrt3,8 W habe ich (das) alles verloren / habe ich mich um (das) alles bringen lassen.; es ist in meinen Augen nichts anderes als Müll. Denn der Gewinn, nach dem ich strebe, ist Christus; 9es ist mein tiefster Wunsch, mit ihm verbunden zu sein3,9 Od es soll sich einmal erweisen, dass ich (völlig) mit ihm verbunden bin.. Darum will ich nichts mehr wissen von jener Gerechtigkeit, die sich auf das Gesetz gründet und die ich mir durch eigene Leistungen erwerbe. Vielmehr geht es mir um die Gerechtigkeit, die uns durch den Glauben an Christus3,9 die uns aufgrund der Treue Christi. geschenkt wird – die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und deren Grundlage der Glaube ist. 10Ja, ich möchte Christus immer besser kennen lernen; ich möchte die Kraft, mit der Gott ihn von den Toten auferweckt hat3,10 Od die Kraft, mit der er als der Auferstandene regiert., an mir selbst erfahren und möchte an seinem Leiden teilhaben, sodass ich ihm bis in sein Sterben hinein ähnlich werde3,10 sodass die Haltung, die ihn bis in sein Sterben hinein bestimmte, auch meine Haltung ist. W 10 Ja, ich möchte ihn kennen (lernen) und die Kraft seiner Auferstehung und die Teilhabe an seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde.. 11Dann werde auch ich – das ist meine feste Hoffnung – unter denen sein, die von den Toten auferstehen.3,11 Gemeint ist die Auferstehung derer, die zu Christus gehören (siehe z. B. 1. Korinther 15,23; 1. Thessalonicher 4,16).

Noch nicht am Ziel, aber ganz auf das Ziel ausgerichtet

12Es ist also nicht etwa so, dass ich das ´alles` schon erreicht hätte und schon am Ziel wäre3,12 Od und schon vollkommen wäre.. Aber ich setze alles daran, ans Ziel zu kommen und von diesen Dingen Besitz zu ergreifen, nachdem3,12 Od weil. Od und von dem ´Heil` Besitz zu ergreifen, wofür. Jesus Christus3,12 W Christus Jesus. von mir Besitz ergriffen hat. 13Geschwister, ich bilde mir nicht ein, das Ziel schon erreicht zu haben. Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt, 14und laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen – den Preis, der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht, zu der uns Gott durch Jesus Christus berufen hat3,14 Nach anderer Auffassung bezieht sich durch Jesus Christus auf den ersten Teil des Verses: und laufe mit der Hilfe von Jesus Christus mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen. W dem Ziel entgegen, hin zu dem Siegespreis der Berufung durch Gott nach oben in/durch Christus Jesus..

15Wir alle, die der Glaube an Christus zu geistlich reifen Menschen gemacht hat3,15 Od die wir vollkommen sein möchten. (ironisch) die wir uns für vollkommen halten. W die wir vollkommen/zielbewusst sind., wollen uns ganz auf dieses Ziel ausrichten3,15 W wollen darauf ausgerichtet sein / wollen so eingestellt sein.. Und wenn eure Einstellung in dem einen oder anderen Punkt davon abweicht, wird Gott euch auch darin die nötige Klarheit schenken. 16Doch von dem, was wir bereits erreicht haben, wollen wir uns auf keinen Fall wieder abbringen lassen!

17Folgt alle meinem Beispiel, Geschwister, und richtet euch auch an denen aus, deren Leben dem Vorbild entspricht, das ihr an uns habt. 18Viele leben nämlich ganz anders. Ich habe euch schon oft vor ihnen gewarnt, und auch jetzt kann ich nur unter Tränen von ihnen reden: Sie sind Feinde des Kreuzes Christi, 19und sie enden im Verderben. Ihr Gott sind ihre eigenen Begierden3,19 W Ihr Gott ist ihr Bauch. – Bauch wird verschieden gedeutet: auf Völlerei bzw. auf irdische Begierden jeder Art (so der NGÜ-Text) oder auch – weniger wahrscheinlich – auf das Vertrauen auf eigene Leistungen (wie z. B. beim Befolgen der alttestamentlichen Speisegebote)., und sie sind stolz auf Dinge, für die sie sich eigentlich schämen müssten3,19 und worauf sie jetzt stolz sind, das wird sich einmal als ihre Schande (d. h. als ihr Verderben) herausstellen. W und ihre Ehre/Herrlichkeit ist in ihrer Schande.. Das Einzige, was sie interessiert, ist diese irdische Welt.

20Wir dagegen sind Bürger des Himmels, und vom Himmel her erwarten wir auch unseren Retter – Jesus Christus, den Herrn. 21Er wird unseren unvollkommenen Körper3,21 W unseren Niedrigkeits-Körper. umwandeln und wird ihn seinem eigenen Körper gleichmachen, der Gottes Herrlichkeit widerspiegelt3,21 W und wird ihn seinem Herrlichkeits-Körper gleichmachen.. Er hat die Macht dazu, genauso, wie er auch die Macht hat, das ganze Universum seiner Herrschaft zu unterstellen.