Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Selbstlosigkeit als Voraussetzung für die Einheit der Gemeinde

21Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner2,1 Od Gottes. Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen?2,1 Nach anderer Auffassung spricht Paulus hier nicht vom Umgang der Christen miteinander, sondern von Gottes Handeln an den Christen: 1 Nicht wahr, ihr wisst, was es heißt, von Christus ermutigt und durch seine (od Gottes) Liebe getröstet zu werden. Ihr habt den Heiligen Geist empfangen (od Ihr habt Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist; od Ihr seid durch den Heiligen Geist miteinander verbunden) und kennt Gottes tiefes Mitgefühl und Erbarmen. 2Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen2,2 W und habt dieselbe Gesinnung.! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe2,2 Od begegnet einander mit der Liebe, die ihr selbst durch Christus erfahren habt. W habt dieselbe Liebe. und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus2,2 W und habt ein und dieselbe Gesinnung.. 3Rechthaberei2,3 Od Selbstsucht. und Überheblichkeit2,3 Od Ruhmsucht. dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. 4Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl.

5Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander2,5 Od die euch in eurem Innersten. bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus2,5 W Christus Jesus. uns vorgelebt hat.2,5 Od 5 Was euren Umgang miteinander prägen soll, ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat. Od 5 Eure Haltung im Umgang miteinander soll die Haltung derer sein, die mit Jesus Christus verbunden sind.

Jesus Christus, unser Vorbild

6Er, der Gott in allem gleich war

und auf einer Stufe mit ihm stand,

nutzte seine Macht2,6 W nutzte das. nicht zu seinem eigenen Vorteil aus2,6 Od sah darin nicht etwas, was es unbedingt festzuhalten galt..

7Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte2,7 W Er verleugnete/entäußerte sich selbst.

und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener2,7 Od Sklave. Vergleiche Matthäus 20,28; Markus 10,45; Lukas 22,27; Johannes 13,4-17; siehe auch Jesaja 42,1; 52,13–53,12..2,7 Vergleiche Matthäus 20,28; Markus 10,45; Lukas 22,27; Johannes 13,4-17; siehe auch Jesaja 42,1; 52,13–53,12.

Er wurde einer von uns –

ein Mensch wie andere Menschen.2,7 W Er wurde den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch befunden.

8Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`:

Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich;

er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`.

9Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht

und hat ihm ´als Ehrentitel` den Namen gegeben,

der bedeutender ist als jeder andere Name2,9 Gemeint ist wahrscheinlich der Titel »Herr« (in der Septuaginta die Wiedergabe von »Jahwe«, dem Eigennamen Gottes); nach anderer Auffassung: der Name »Jesus«..

10Und weil Jesus diesen Namen trägt,

werden sich einmal alle vor ihm2,10 Und wenn der Name Jesu proklamiert wird, werden sich alle. W Denn vor/bei dem Namen Jesu sollen sich alle. auf die Knie werfen,

alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind.

11Alle werden anerkennen,

dass Jesus Christus der Herr ist,

und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.2,11 Vergleiche Jesaja 45,23.

Die Gemeinde Jesu: Licht in einer dunklen Welt

12Was folgt daraus, liebe Freunde? So, wie ihr Gott bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm2,12 Od So, wie ihr Christus bisher immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr euch ihm. Od So, wie ihr meine Anweisungen bisher immer befolgt habt, sollt ihr euch Gott/Christus. auch weiterhin mit Respekt und tiefer Ehrfurcht unterstellen und alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt2,12 Od dass ihr (endgültig) gerettet werdet. W So, wie ihr immer gehorsam gewesen seid, sollt ihr mit (Ehr-)Furcht und Zittern eure Rettung vollenden/bewirken. – nicht nur, wenn ich bei euch bin, sondern erst recht jetzt, während meiner Abwesenheit. 13Gott selbst ist ja in euch2,13 Od unter euch. am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.2,13 Od Gott selbst wirkt ja in euch nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen, um damit seinen Plan zu erfüllen. W Gott selbst wirkt ja in/unter euch sowohl das Wollen als auch das Wirken für das, was ihm gefällt.

14Verbannt alle Unzufriedenheit und alle Streitsucht2,14 Od und alles Zweifeln ´an Gott`. aus eurer Mitte, 15denn ihr sollt ein tadelloses Leben führen, das in keiner Weise vom Bösen beeinflusst ist. Wenn ihr als Kinder Gottes mitten in dieser verdorbenen und heillosen Welt2,15 W mitten in einer verdorbenen und verdrehten Generation/Menschheit. vorbildlich lebt, werdet ihr unter euren Mitmenschen wie Sterne am Nachthimmel2,15 W wie Sterne in der Welt / im Universum. leuchten. 16Haltet daher an der Botschaft fest, die zum Leben führt!2,16 Das hier mit festhalten wiedergegebene Wort ist nach anderer Auffassung im Sinn von darreichen zu verstehen, sodass zu übersetzen wäre: 15-16 … vorbildlich lebt und die Botschaft, die zum Leben führt, an eure Mitmenschen weitergebt, werdet ihr unter ihnen wie Sterne am Nachthimmel leuchten. Dann kann ich dem Tag, an dem Christus wiederkommt, voll Zuversicht2,16 Od voll Stolz auf euch. entgegensehen, glücklich darüber, dass2,16 W 16 Haltet daher am Wort des Lebens fest, mir zum Ruhm im Hinblick auf den Tag Christi, dass. ich das Ziel meiner Arbeit nicht verfehlt habe und dass meine Mühe nicht umsonst gewesen ist.

17Und selbst wenn ich zum Tod verurteilt werde und sterben muss, werde ich mich freuen. Mein Leben ist dann wie ein Trankopfer2,17 Das alttestamentliche Trankopfer bestand aus Wein, der am Altar ausgegossen wurde, und wurde nur in Verbindung mit anderen Opfern dargebracht. Siehe z. B. 2. Mose 29,38-42 und 4. Mose 28,7., das für Gott ausgegossen wird und das eure Opfergabe2,17 Vergleiche Römer 12,1. vervollständigt – den Dienst, den ihr Gott aufgrund eures Glaubens erweist2,17 Vergleiche Römer 12,1. und das den priesterlichen Dienst vervollständigt, mit dem ich euren Glauben Gott als Opfer darbringe (vergleiche Römer 15,16).. Ja, auch dann werde ich mich freuen.2,17 17Und auch wenn ich gegenwärtig leiden muss, freue ich mich. Mein Leben ist dadurch wie ein Trankopfer … Ja, auch darüber freue ich mich. W 17 Aber wenn ich auch als Trankopfer über das Opfer und den Dienst eures Glaubens (od den Dienst an eurem Glauben) ausgegossen werde, freue ich mich. Das alttestamentliche Trankopfer bestand aus Wein, der am Altar ausgegossen wurde, und wurde nur in Verbindung mit anderen Opfern dargebracht. Siehe z. B. 2. Mose 29,38-42 und 4. Mose 28,7. Außerdem habe ich ja teil an der Freude, die euch alle erfüllt. 18Macht ihr es doch genauso: Freut euch, und nehmt teil an meiner Freude!

Uneigennütziger Einsatz von Timotheus und Epaphroditus

19Übrigens hoffe ich im Vertrauen auf den Herrn Jesus, Timotheus schon bald zu euch schicken zu können. Das wird nicht nur euch neuen Mut geben, sondern auch mir2,19 W Das wird auch mir neuen Mut geben., weil ich ´durch ihn` erfahren werde, wie es um euch steht. 20Ich habe nämlich keinen, der in allem so mit mir übereinstimmt2,20 Od keinen anderen, der die gleiche Einstellung hat wie er. und der sich, ´wenn er zu euch kommt,` so aufrichtig um eure Belange kümmern wird wie er. 21Den anderen geht es allen nur um sich selbst und nicht um die Sache Jesu Christi2,21 W Christi Jesu.. 22Ihr wisst ja selbst, was für ein bewährter ´Mitarbeiter` Timotheus ist: Wie ein Sohn an der Seite seines Vaters, so hat er mit mir zusammen dem Evangelium gedient. 23Ihn also hoffe ich so bald wie möglich zu euch zu schicken; nur muss ich erst einmal abwarten, bis ich sehe, wie es mit mir weitergeht. 24Und im Vertrauen auf den Herrn bin ich überzeugt, dass auch ich selbst euch bald besuchen kann.

25Allerdings habe ich es für notwendig gehalten, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken, meinen Bruder und Mitarbeiter, der Seite an Seite mit mir für den Glauben gekämpft hat2,25 Od der mit mir für den Glauben kämpft. W meinen Mitstreiter.. Von euch dazu beauftragt, hat er mir in meiner gegenwärtigen Notlage geholfen. 26Aber er sehnte sich nach euch allen und war darüber hinaus in großer Unruhe, weil ihr von seiner Krankheit gehört hattet. 27Ja, er war wirklich krank – so krank, dass er beinahe gestorben wäre. Doch Gott hatte Erbarmen mit ihm, und nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir; denn er wollte nicht, dass ich einen Kummer nach dem anderen erlebe. 28Ich schicke ihn jetzt also so schnell wie möglich zu euch zurück. Dann habt ihr die Freude, ihn wiederzusehen, und ich muss mir weniger Sorgen machen2,28 W und ich habe weniger Kummer.. 29Heißt ihn als euren Bruder ganz herzlich willkommen2,29 W Nehmt ihn also im Herrn mit aller Freude auf.; Menschen wie ihm könnt ihr nicht genug Achtung entgegenbringen. 30Denn dass er an den Rand des Todes geriet, lag an seinem Einsatz für die Sache Christi2,30 W lag am Werk Christi.. Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um mir den Dienst zu leisten, den ihr selbst mir nicht erweisen konntet2,30 W um den Mangel eures Dienstes an mir auszufüllen..