Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Jesus heilt am Sabbat

Mt 12,9-14; Lk 6,6-11

31Als Jesus ein anderes Mal in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verkrüppelten Hand. 2Die, die einen Vorwand suchten, um Jesus anklagen zu können, beobachteten aufmerksam, ob er ihn am Sabbat heilen würde. 3»Steh auf und komm nach vorn3,3 W komm in die Mitte.!«, sagte Jesus zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand. 4Und den anderen stellte er die Frage: »Was ist richtig3,4 W erlaubt. – am Sabbat Gutes zu tun oder Böses? Einem Menschen das Leben zu retten oder ihn zu töten3,4 Od oder ihn umkommen zu lassen.?« Sie schwiegen. 5Er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und zugleich tief betrübt über ihr verstocktes Herz. Dann befahl er dem Mann: »Streck die Hand aus!« Der Mann streckte die Hand aus, und sie war geheilt.

6Die Pharisäer jedoch fassten, sobald sie die Synagoge verlassen hatten,3,6 Da verließen die Pharisäer die Synagoge und fassten sofort. zusammen mit den Anhängern des Herodes den Plan, Jesus zu beseitigen.

Jesus heilt viele Menschen

Mt 4,23-25; 12,15-21; Lk 6,17-19

7Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Eine große Zahl von Menschen aus Galiläa folgte ihm. Auch aus Judäa, 8Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordans und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen sie in Scharen zu ihm, weil sie von all dem gehört hatten, was er tat. 9Die Menge war so groß, dass sie ihn fast erdrückte. Deshalb befahl er seinen Jüngern, ihm ein Boot bereitzuhalten. 10Weil er nämlich so viele heilte, drängten sich alle, die ein Leiden hatten, an ihn heran, um ihn zu berühren. 11Und wenn die von bösen Geistern Besessenen3,11 W wenn die unreinen Geister. ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und riefen: »Du bist der Sohn Gottes!« 12Doch mit aller Entschiedenheit verbot ihnen Jesus, bekannt zu machen, wer er war.

Die zwölf Apostel

Mt 10,1-4; Lk 6,12-16

13Jesus stieg auf einen Berg3,13 Od ging ins Bergland. stieg auf den Berg. und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, 14und er bestimmte zwölf, die er Apostel nannte3,14 AL(1) ohne die er Apostel nannte.. Sie sollten ständig bei ihm sein, und er wollte sie aussenden, damit sie seine Botschaft verkündeten 15und in seiner Vollmacht die Dämonen austrieben3,15 W und Vollmacht hätten, die Dämonen auszutreiben..

16Die Zwölf, die er bestimmte, waren3,16 AL(1) ohne Die Zwölf, die er bestimmte, waren.:

Simon, dem er den Namen Petrus gab,

17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,

Johannes, der Bruder des Jakobus – diese beiden nannte er Boanerges (das bedeutet »Donnersöhne«) –,

18Andreas,

Philippus,

Bartholomäus,

Matthäus,

Thomas,

Jakobus, der Sohn des Alphäus,

Thaddäus,

Simon, der Zelot3,18 W Kananäus (aramäisch für Zelot).,

19und Judas Iskariot, der Jesus verriet.

Jesus und seine Angehörigen

20Jesus ging nach Hause, und wieder versammelte sich eine Menschenmenge bei ihm, sodass er und seine Jünger nicht einmal Zeit zum Essen fanden. 21Als seine Angehörigen das erfuhren, machten sie sich auf, um ihn mit Gewalt zurückzuholen. Sie waren überzeugt3,21 W Denn sie sagten., dass er den Verstand verloren hatte.

Jesus und Beelzebul. Die Sünde gegen den Heiligen Geist

Mt 12,22-32; Lk 11,14-23

22Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, behaupteten: »Er steht im Bund mit Beelzebul3,22 Ein anderer Name für den Satan.; er treibt die Dämonen mit Hilfe des Obersten der Dämonen aus.« 23Jesus rief sie zu sich, um ihnen eine Antwort zu geben; er gebrauchte dazu eine Reihe von Vergleichen. »Wie kann der Satan den Satan austreiben?«, fragte er sie. 24»Wenn ein Reich mit sich selbst im Streit liegt, kann dieses Reich nicht bestehen. 25Und wenn eine Familie mit sich selbst im Streit liegt, kann diese Familie nicht bestehen. 26Wenn nun der Satan sich gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst in Streit gerät, kann sein Reich3,26 W kann er. keinen Bestand haben; es ist aus mit ihm.

27Andererseits kann aber auch niemand in das Haus eines Starken eindringen und ihm seinen Besitz rauben, wenn er den Starken nicht vorher fesselt. Dann allerdings kann er sein Haus ausrauben.

28Ich sage euch: Alles kann den Menschen vergeben werden, jede Sünde, die sie begehen, und jede Gotteslästerung, die sie aussprechen. 29Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird in Ewigkeit nicht vergeben werden. Er hat mit dieser Sünde eine ewige Schuld auf sich geladen.3,29 W Er ist einer ewigen Sünde schuldig.« 30Das sagte er zu ihnen, weil sie behaupteten, er habe einen bösen3,30 W unreinen. Geist.

Die wahren Verwandten Jesu

Mt 12,46-50; Lk 8,19-21

31Inzwischen waren Jesu Mutter und seine Geschwister gekommen. Sie blieben vor dem Haus stehen und schickten jemand zu ihm, um ihn zu rufen. 32Die Menschen saßen dicht gedrängt um Jesus herum, als man ihm ausrichtete: »Deine Mutter und deine Brüder und Schwestern3,32 AL(1) ohne und Schwestern. Bei dieser Lesart wäre in den Versen 31, 33 und 34 möglicherweise Brüder statt Geschwister zu übersetzen. sind draußen und wollen dich sprechen3,32 W und suchen dich..« – 33»Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Geschwister?«, erwiderte Jesus3,33 Od ließ Jesus ihnen ausrichten.. 34Er sah die an, die rings um ihn herum saßen, und fuhr fort: »Seht, das sind meine Mutter und meine Geschwister! 35Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«

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Gleichnisse vom Reich Gottes (Kapitel 4,1-34)

Mt 13,1-3a; Lk 8,4

41Als Jesus wieder einmal am See lehrte, versammelte sich eine so große Menschenmenge um ihn, dass er sich in ein Boot setzte; so konnte er vom See aus zu der ganzen Menge sprechen, die sich am Ufer befand4,1 W dass er in ein Boot stieg und sich ´darin` auf dem See setzte, und die ganze Menge war am See / war dem See zugewandt auf dem Land.. 2Jesus lehrte sie vieles, und er gebrauchte dazu Gleichnisse.

Das Gleichnis von der Saat, die auf viererlei Boden fällt

Mt 13,3-9; Lk 8,5-8

Unter anderem4,2 W Bei seinem Lehren. sagte er: 3»Hört zu! Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. 4Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg4,4 Od an den Wegrand. Ebenso in Vers 15.. Da kamen die Vögel und pickten es auf. 5Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. 6Als dann aber die Sonne höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie. 7Einiges fiel ins Dorngestrüpp, und die Dornensträucher überwucherten und erstickten die Saat, sodass sie keine Frucht brachte. 8Und einiges fiel auf guten Boden, ging auf, wuchs und brachte Frucht, dreißigfach oder sechzigfach oder sogar hundertfach.«

9Jesus schloss mit den Worten: »Wer Ohren hat und hören kann, der höre!«

Erklärung des Gleichnisses von der Saat

Mt 13,10-23; Lk 8,9-15

10Als die Zwölf und die anderen, die zum Jüngerkreis gehörten, mit Jesus allein waren, fragten sie ihn nach der Bedeutung seiner Gleichnisse.4,10 W Als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, mit den Zwölf (die, die mit den Zwölf um ihn waren) nach den Gleichnissen. 11Da sagte er zu ihnen: »Euch ist es von Gott gegeben, das Geheimnis seines Reiches zu verstehen4,11 W euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben., den Außenstehenden aber wird alles nur in Gleichnissen verkündet. 12Denn

›mögen sie auch sehen, sie sollen nichts erkennen,

und mögen sie auch hören, sie sollen nichts verstehen,

damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben wird‹4,12 Jesaja 6,9.10 (nach der Septuaginta).

13Dann fuhr er fort: »Dieses Gleichnis versteht ihr nicht? Wie wollt ihr dann überhaupt4,13 Od dann all die anderen. Gleichnisse verstehen?

14Der Bauer4,14 W Der Säende. sät das Wort. 15Bei einigen Menschen ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Das Wort wird gesät, doch sobald sie es gehört haben, kommt der Satan und nimmt das Wort wieder weg, das in sie hineingesät worden ist. 16Bei anderen ist es wie mit der Saat, die auf felsigen Boden fällt. Wenn sie das Wort hören, nehmen sie es sofort mit Freuden auf, 17aber sie sind unbeständige Menschen, Pflanzen ohne Wurzeln. Sobald sie wegen des Wortes in Bedrängnis geraten oder sogar verfolgt werden, wenden sie sich wieder davon ab. 18Wieder bei anderen ist es wie mit der Saat, die ins Dorngestrüpp fällt. Sie hören das Wort, 19doch dann gewinnen die Sorgen dieser Welt, die Verlockungen des Reichtums und andere Begierden Raum und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. 20Bei anderen schließlich ist es wie mit der Saat, die auf guten Boden fällt. Sie hören das Wort, nehmen es auf und bringen Frucht: dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.«

Der Vergleich mit der Lampe

Mt 5,15-16; Lk 8,16-18

21Weiter sagte Jesus zu ihnen: »Bringt man etwa eine Lampe ´in einen Raum`, um sie unter ein Gefäß oder unter das Bett zu stellen? Nein, man stellt sie auf den Lampenständer. 22So gibt es auch nichts Geheimes, was geheim bleibt; alles ist dazu bestimmt, offenbart zu werden. Und es gibt nichts Verborgenes, was verborgen bleibt; alles soll bekannt gemacht werden. 23Wenn jemand Ohren hat und hören kann, dann höre er!«

24»Achtet auf das, was ihr hört!«, fuhr Jesus fort. »Nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch euer Teil zugemessen werden; ja, es wird euch noch mehr gegeben werden. 25Denn wer hat, dem wird gegeben; aber wer nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.«

Das Gleichnis vom Wachsen der Saat

26»Mit dem Reich Gottes«, so erklärte Jesus weiter, »ist es wie mit einem Bauern4,26 W Menschen., der die Saat auf seinem Acker ausgestreut hat. 27Er legt sich schlafen, er steht wieder auf, ein Tag folgt dem anderen4,27 W auf, Nacht und Tag.; und die Saat geht auf und wächst – wie, das weiß er selbst nicht. 28Ganz von selbst bringt die Erde Frucht hervor: zuerst die Halme, dann die Ähren und schließlich das ausgereifte Korn in den Ähren. 29Sobald die Frucht reif ist, lässt er das Getreide schneiden4,29 W sendet er die Sichel.; die Zeit der Ernte ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Mt 13,31-32; Lk 13,18-19

30»Womit sollen wir das Reich Gottes noch vergleichen?«, fragte Jesus. »Mit welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? 31Es gleicht einem Senfkorn. Das ist das kleinste aller Samenkörner, die man in die Erde sät. 32Aber wenn es einmal gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen Gartenpflanzen. Es treibt so große Zweige, dass die Vögel4,32 W die Vögel des Himmels. in seinem Schatten nisten können.«

Die Gleichnisse in Jesu Verkündigung

Mt 13,34-35

33Jesus gebrauchte viele solche Gleichnisse, um den Leuten das Wort ´Gottes` so zu verkünden, dass sie es verstehen konnten. 34Er sprach ausschließlich in Gleichnissen zu ihnen. Seinen Jüngern aber legte er alles aus, wenn er mit ihnen allein war.

Der Sturm auf dem See

Mt 8,18.23-27; Lk 8,22-25

35Am Abend jenes Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Wir wollen ans andere Ufer fahren!« 36Sie schickten die Menge nach Hause, stiegen in das Boot, in dem Jesus bereits war, und fuhren mit ihm ab. Einige andere Boote begleiteten sie4,36 W ihn.. 37Plötzlich brach ein heftiger Sturm los; die Wellen schlugen ins Boot, und es begann sich mit Wasser zu füllen. 38Jesus aber schlief im hinteren Teil des Bootes auf einem Kissen. Die Jünger weckten ihn und schrien: »Meister, macht es dir nichts aus, dass wir umkommen?« 39Jesus stand auf4,39 Od wachte auf., wies den Wind in seine Schranken und befahl dem See: »Schweig! Sei still!« Da legte sich der Wind, und es trat eine große Stille ein. 40»Warum habt ihr solche Angst?«, sagte Jesus zu seinen Jüngern. »Habt ihr immer noch keinen Glauben?« 41Jetzt wurden sie erst recht von Furcht gepackt. Sie sagten zueinander: »Wer ist nur dieser Mann, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?«

5

Heilung eines Besessenen

Mt 8,28-34; Lk 8,26-39

51So kamen sie in das Gebiet der Gerasener5,1 AL(1) Gadarener. AL(2) Gergesener. am gegenüberliegenden Ufer des Sees. 2Jesus war kaum aus dem Boot gestiegen, als ihm aus den Grabhöhlen ein Mann entgegenlief, der von einem bösen5,2 W unreinen. Entsprechend in den Versen 8 und 13. Geist besessen war. 3Er hauste dort in den Grabhöhlen, und niemand war mehr in der Lage, ihn zu bändigen5,3 W zu fesseln., nicht einmal mit Ketten. 4Man hatte ihn zwar schon oft an Händen und Füßen gefesselt, doch jedes Mal hatte er die Ketten zerrissen und die Fußfesseln zerrieben; keiner wurde mehr Herr über ihn. 5Tag und Nacht war er ununterbrochen in den Grabhöhlen oder auf den Bergen und schrie und schlug mit Steinen auf sich ein.

6Kaum hatte dieser Mann Jesus von weitem erblickt, kam er herbeigerannt und warf sich vor ihm auf die Knie. 7Er schrie mit lauter Stimme: »Was willst du von mir, Jesus, Sohn Gottes, des Allerhöchsten5,7 Od Sohn des höchsten Gottes.? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!« 8Denn Jesus war ihm sofort mit den Worten entgegengetreten: »Verlass diesen Menschen, du böser Geist!« 9Nun fragte ihn Jesus: »Wie heißt du?« – »Ich heiße Legion5,9 Legion: eigentlich die größte römische Heereseinheit (etwa 6000 Mann); hier im übertragenen Sinn die große Zahl der Dämonen.«, antwortete er, »denn wir sind viele.« 10Und er flehte Jesus an, sie nicht aus jener Gegend fortzuschicken.

11Nicht weit von dort weidete am Berghang eine große Herde Schweine. 12»Lass uns doch in die Schweine fahren!«, baten die Dämonen. 13Jesus erlaubte es ihnen, und die bösen Geister verließen den Mann und fuhren in die Schweine. Da stürzte sich die ganze Herde – etwa zweitausend Tiere – den Abhang hinunter in den See und ertrank.

14Die Schweinehirten liefen davon und berichteten alles in der Stadt und in den Dörfern5,14 Od und auf den Gehöften / auf den Feldern.. Die Leute machten sich auf den Weg, um mit eigenen Augen zu sehen, was geschehen war. 15Als sie zu Jesus kamen, sahen sie den Besessenen bei ihm. Der Mann, in dem die Legion Dämonen gewesen war, saß jetzt da, bekleidet und bei klarem Verstand. Da bekamen sie es mit der Angst zu tun. 16Nachdem sie von den Augenzeugen erfahren hatten, was mit dem Besessenen und mit den Schweinen geschehen war, 17drängten5,17 Od baten. sie Jesus, ihr Gebiet zu verlassen.

18Als er ins Boot stieg, bat ihn der, der besessen gewesen war, bei ihm bleiben zu dürfen. 19Aber Jesus erlaubte es ihm nicht. »Geh nach Hause zu deinen Angehörigen«, sagte er, »und berichte ihnen, was der Herr für dich getan und wie er sich über dich erbarmt hat!« 20Da ging der Mann fort und begann im Zehnstädtegebiet zu verkünden, was Jesus für ihn getan hatte. Und alle staunten.

Heilung einer kranken Frau und Auferweckung eines Kindes

Mt 9,18-26; Lk 8,40-56

21Jesus fuhr mit dem Boot wieder ans andere Ufer, wo sich bald eine große Menschenmenge um ihn versammelte. Er war noch am See, 22als einer der Synagogenvorsteher kam, ein Mann namens Jairus. Er warf sich5,22 W Als er ihn sah, warf er sich. Jesus zu Füßen 23und flehte ihn an: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird5,23 Od damit sie gerettet wird. und am Leben bleibt!« 24Jesus ging mit ihm. Eine große Menschenmenge schloss sich ihm an und drängte sich um ihn.

25Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt. 26Sie war bei vielen Ärzten in Behandlung gewesen und hatte dabei viel gelitten und ihr gesamtes Vermögen ausgegeben, aber es hatte nichts genützt; im Gegenteil, ihr Leiden war nur noch schlimmer geworden. 27Diese Frau hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand, 28denn sie sagte sich: »Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich gesund5,28 Od gerettet.29Und wirklich, im selben Augenblick hörte ihre Blutung auf, und sie spürte5,29 W spürte an ihrem Körper., dass sie von ihrem Leiden geheilt war. 30Im selben Augenblick merkte auch Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war. Er drehte sich um und fragte die Leute: »Wer hat mein Gewand berührt?« 31Seine Jünger erwiderten: »Du siehst doch, wie sich die Menschen um dich drängen, und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹« 32Aber Jesus blickte in der Menge umher, um zu sehen, wer5,32 W um die zu sehen, die. es gewesen war. 33Zitternd vor Angst trat die Frau vor; sie wusste ja, was mit ihr geschehen war. Sie warf sich vor Jesus nieder und erzählte ihm alles, ohne etwas zu verschweigen5,33 W und sagte ihm die ganze Wahrheit.. 34»Meine Tochter«, sagte Jesus zu ihr, »dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du bist5,34 W Frieden, und sei/bleibe. von deinem Leiden geheilt.«

35Während Jesus noch mit ihr redete, kamen einige Leute vom Haus des Synagogenvorstehers. »Deine Tochter ist gestorben«, sagten sie zu Jairus. »Was bemühst du den Meister noch länger?« 36Jesus hatte zugehört.5,36 Od Jesus schenkte diesen Worten keine Beachtung. Er wandte sich zu dem Synagogenvorsteher und sagte: »Du brauchst dich nicht zu fürchten; glaube nur5,36 Od glaube nur weiter.37Dann ging er weiter, erlaubte aber niemand, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus und dessen Bruder Johannes. 38Als sie zum Haus des Synagogenvorstehers kamen und Jesus sah, wie alles in heller Aufregung war und wie die Menschen laut weinten und klagten, 39ging er hinein und sagte zu ihnen: »Was soll diese Aufregung? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.« 40Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus bis auf den Vater und die Mutter des Mädchens und die Jünger, die bei ihm waren; mit ihnen ging er in den Raum, in dem das Kind lag. 41Er ergriff es bei der Hand und sagte zu ihm: »Talita kum5,41 AL(2) kumi (kein Bedeutungsunterschied).!« (Das bedeutet: »Mädchen, ich befehle dir: Steh auf!«) 42Und zum grenzenlosen Erstaunen aller erhob sich das Mädchen und fing an umherzugehen; es war zwölf Jahre alt. 43Doch Jesus verbot ihnen ausdrücklich, jemand etwas davon zu erzählen; und er ordnete an, dem Mädchen etwas zu essen zu geben.