Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
1

Johannes der Täufer – Jesu Wegbereiter

Mt 3,1-12; Lk 3,1-18; Joh 1,6-8.15-31.35-37

11Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

2Im Buch des Propheten Jesaja heißt es:

»Ich sende meinen Boten vor dir her;

er wird dein Wegbereiter sein.«1,2 Maleachi 3,1.

3»Hört, eine Stimme ruft in der Wüste:

›Bereitet dem Herrn den Weg!

Ebnet seine Pfade!‹«1,3 Jesaja 40,3 (nach der Septuaginta).

4Das ging in Erfüllung, als Johannes der Täufer in der Wüste auftrat und die Menschen aufforderte1,4 Od 2 ´Es begann,` wie es im Buch des Propheten Jesaja angekündigt ist: … 4 Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und forderte die Menschen auf., umzukehren und sich taufen zu lassen, um Vergebung der Sünden zu empfangen1,4 W auftrat und eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden verkündete.. 5Die ganze Bevölkerung von Judäa und die gesamte Einwohnerschaft Jerusalems kamen zu ihm in die Wüste; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich1,5 W in die Wüste; ihre Sünden bekennend, ließen sie sich. im Jordan von ihm taufen. 6Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaar und um seine Hüften einen Ledergürtel und lebte von Heuschrecken und wildem Honig. 7Er verkündete: »Nach mir kommt einer, der stärker ist als ich; ich bin es nicht einmal wert, mich zu bücken und ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen. 8Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit1,8 Od in. dem Heiligen Geist taufen.«

Taufe und Versuchung Jesu

Mt 3,13–4,11; Lk 3,21-22; 4,1-13; Joh 1,32-34

9In jener Zeit kam auch Jesus aus Nazaret in Galiläa zu Johannes und ließ sich im Jordan von ihm taufen. 10Als er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel aufriss und der Geist ´Gottes` wie eine Taube auf ihn herabkam. 11Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude.«

12Danach wurde Jesus vom Geist gedrängt, in die Wüste hinauszugehen. 13Dort blieb er vierzig Tage und wurde vom Satan versucht. Er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

Jesu erstes öffentliches Wirken in Galiläa

Mt 4,12-17; Lk 4,14-15

14Nachdem Johannes gefangen genommen worden war, ging Jesus nach Galiläa und verkündete dort die Botschaft1,14 W das Evangelium. Gottes. 15Er sagte: »Die Zeit ist gekommen1,15 W ist erfüllt., das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt diese gute Botschaft1,15 W glaubt an das Evangelium.

Die Berufung der ersten Jünger

Mt 4,18-22; Lk 5,1-11

16Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Fischer, die auf dem See ihre Netze auswarfen, Simon und seinen Bruder Andreas. 17Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.« 18Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

19Er war noch nicht viel weiter gegangen, da sah er zwei Männer, die im Boot saßen und ihre Netze in Ordnung brachten, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. 20Jesus forderte sie ebenfalls auf, mit ihm zu kommen.1,20 W 20 Und sofort rief er sie. Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Arbeitern1,20 W Tagelöhnern. im Boot zurück und schlossen sich Jesus an.

Austreibung eines bösen Geistes in der Synagoge von Kafarnaum

Lk 4,31-37

21Sie kamen nach Kafarnaum. Gleich am darauf folgenden Sabbat ging Jesus in die Synagoge und sprach dort zu den Menschen1,21 W und lehrte.. 22Sie waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er lehrte sie nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.

23In der1,23 W In ihrer. Synagoge war auch ein Mann, der einen bösen1,23 W unreinen. Entsprechend in Vers 27. Geist hatte. Er schrie: 24»Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten?1,24 Du bist gekommen, um uns zugrunde zu richten! Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!« – 25»Schweig!«, befahl ihm Jesus. »Verlass diesen Mann!« 26Da riss der böse Geist den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei.

27Alle waren erstaunt und erschrocken, und einer sagte zum anderen: »Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet. Sogar den bösen Geistern befiehlt er1,27 AL(2) Was hat das zu bedeuten? Was für eine neue Lehre ist das? Mit Vollmacht befiehlt er sogar den bösen Geistern., und sie gehorchen ihm!« 28Bald gab es im gesamten Gebiet von Galiläa keinen Ort mehr, an dem man nicht von Jesus sprach.

Weiteres Wirken Jesu in Kafarnaum

Mt 8,14-17; Lk 4,38-41

29Nachdem sie die Synagoge verlassen hatten, gingen sie in das Haus von Simon und Andreas; auch Jakobus und Johannes kamen mit. 30Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett, und man bat Jesus, ihr zu helfen1,30 W und man sprach sofort mit ihm über sie.. 31Er ging zu ihr, ergriff sie bei der Hand und richtete sie auf. Da verschwand das Fieber, und sie sorgte für das Wohl Jesu und seiner Begleiter1,31 W und sie diente ihnen..

32Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. 33Die ganze Stadt war vor dem Haus1,33 W vor der Tür. versammelt, 34und er heilte viele Menschen, die an den verschiedensten Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Den Dämonen verbot er zu reden, denn sie wussten, wer er war.

Jesu Botschaft soll alle erreichen

Lk 4,42-44

35Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand Jesus auf, verließ ´das Haus1,35 Od die Stadt.` und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten. 36Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach, 37und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: »Alle fragen nach dir.« 38Er aber erwiderte: »Lasst uns von hier weggehen in die umliegenden Ortschaften, damit ich auch dort ´die Botschaft vom Reich Gottes` verkünden kann; denn dazu bin ich gekommen.« 39So zog er durch ganz Galiläa, verkündete in den1,39 W in ihren. Synagogen ´die Botschaft vom Reich Gottes` und trieb die Dämonen aus.

Heilung eines Aussätzigen

Mt 8,1-4; Lk 5,12-16

40Einmal kam ein Aussätziger zu Jesus, warf sich vor ihm auf die Knie und flehte ihn an: »Wenn du willst, kannst du mich rein machen!« 41Von tiefem Mitleid ergriffen, streckte Jesus1,41 AL(1) 41 Jesus wurde zornig, streckte. die Hand aus und berührte ihn. »Ich will es«, sagte er, »sei rein!« 42Im selben Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war geheilt1,42 W war rein gemacht.. 43Jesus schickte ihn daraufhin sofort weg. Mit aller Entschiedenheit 44ermahnte er ihn: »Hüte dich, mit jemand darüber zu sprechen! Geh stattdessen zum Priester, zeig dich ihm und bring für deine Reinigung das Opfer dar, das Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen1,44 W Zeugnis. für sie sein.«

45Der Mann ging weg, doch er fing sofort an, überall zu erzählen, wie er geheilt worden war. Bald war die Sache so bekannt, dass Jesus in keine Stadt mehr gehen konnte, ohne Aufsehen zu erregen. Er hielt sich daher außerhalb der Ortschaften in unbewohnten Gegenden auf, aber auch dort kamen die Leute von überallher zu ihm.

2

Heilung eines Gelähmten

Mt 9,1-8; Lk 5,17-26

21Einige Tage später kehrte Jesus nach Kafarnaum zurück. Es sprach sich schnell herum, dass er wieder zu Hause war. 2Da versammelten sich so viele Menschen bei ihm, dass kein Platz mehr war, nicht einmal vor dem Haus2,2 W vor der Tür..

Während er ihnen das Wort ´Gottes` verkündete, 3wurde ein Gelähmter gebracht; vier Männer trugen ihn. Sie wollten mit ihm zu Jesus, 4doch es herrschte ein solches Gedränge, dass sie nicht zu ihm durchkamen. Da deckten sie das Dach über der Stelle ab, wo Jesus sich befand, und machten eine Öffnung, durch die sie den Gelähmten auf seiner Matte2,4 W durch die sie die Matte, auf der der Gelähmte lag. hinunterließen. 5Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: »Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!«

6Einige Schriftgelehrte, die dort saßen, lehnten sich innerlich dagegen auf2,6 W machten sich Gedanken in ihren Herzen.. 7»Wie kann dieser Mensch es wagen, so etwas zu sagen?«, dachten sie. »Das ist ja Gotteslästerung! Niemand kann Sünden vergeben außer Gott.« 8Jesus hatte in seinem Geist sofort erkannt, was in ihnen vorging. »Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?«, fragte er sie. 9»Was ist leichter – zu dem Gelähmten zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹ oder: ›Steh auf, nimm deine Matte und geh umher!‹? 10Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.« Und er wandte sich zu dem Gelähmten und sagte: 11»Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!« 12Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen; sie priesen Gott und sagten: »So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Die Berufung des Zolleinnehmers Levi

Mt 9,9; Lk 5,27-28

13Danach ging Jesus wieder hinaus an den See. Die ganze Menschenmenge kam zu ihm, und er lehrte sie. 14Als er weiterging und am Zollhaus vorbeikam, sah er dort Levi sitzen, den Sohn des Alphäus. Jesus sagte zu ihm: »Folge mir nach!« Da stand Levi auf und folgte Jesus.

Jesu Gemeinschaft mit Zolleinnehmern und Sündern

Mt 9,10-13; Lk 5,29-32

15Später war Jesus in Levis Haus zu Gast. Zusammen mit ihm und seinen Jüngern nahmen viele Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten,2,15 W und Sünder. an dem Essen teil; die Zahl derer, die ihm nachfolgten, war groß2,15 Od teil; Menschen wie diese folgten ihm nämlich in großer Zahl nach.. 16Als nun die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten,2,16 AL(1) die Schriftgelehrten und die Pharisäer. sahen, dass Jesus mit solchen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: »Wie kann er nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?« 17Jesus hörte das und entgegnete ihnen: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.«

Junger Wein gehört nicht in alte Schläuche

Mt 9,14-17; Lk 5,33-39

18Einmal, als die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten2,18 Od 18 Weil die Jünger des Johannes und die Pharisäer regelmäßig fasteten., kamen einige Leute zu Jesus und sagten: »Die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten; warum fasten dann deine Jünger nicht?« 19Jesus gab ihnen zur Antwort: »Können etwa bei einer Hochzeit die Gäste2,19 W die Söhne des Hochzeitssaales / des Brautzimmers (d. h. die dem Bräutigam besonders nahe stehenden Hochzeitsgäste). fasten, während der Bräutigam noch bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie doch nicht fasten! 20Es kommt allerdings eine Zeit, wo ihnen der Bräutigam entrissen sein wird; dann2,20 W dann, an jenem Tag. werden sie fasten.

21Niemand flickt ein altes Kleid mit einem neuen Stück Stoff, sonst reißt das neue Stück wieder aus, und der Riss im alten Stoff wird noch größer.2,21 Der neue Stoff geht noch ein, nachdem er auf den alten, bereits eingegangenen, aufgenäht worden ist. 22Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Er ´gärt ja noch und` würde die Schläuche zum Platzen bringen, und der Wein samt den Schläuchen wäre verloren2,22 AL(1) bringen; der Wein würde auslaufen, und auch die Schläuche wären nicht mehr zu gebrauchen. Vergleiche Matthäus 9,17; Lukas 5,37.. Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche.«

Jesus ist Herr über den Sabbat

Mt 12,1-8; Lk 6,1-5

23An einem Sabbat ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger fingen an, am Weg entlang Ähren abzureißen ´und die Körner zu essen`. 24Da sagten die Pharisäer zu ihm: »Hast du gesehen, was sie da tun? Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt!« 25Jesus entgegnete: »Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er und seine Begleiter nichts zu essen hatten und Hunger litten? 26Wie er damals – zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar – ins Haus Gottes ging und von den geweihten Broten aß, von denen doch nur die Priester essen dürfen, und wie er auch seinen Begleitern davon gab?2,26 1. Samuel 21,2-7.« 27Und Jesus fügte hinzu: »Der Sabbat ist für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat. 28Darum ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.«

3

Jesus heilt am Sabbat

Mt 12,9-14; Lk 6,6-11

31Als Jesus ein anderes Mal in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verkrüppelten Hand. 2Die, die einen Vorwand suchten, um Jesus anklagen zu können, beobachteten aufmerksam, ob er ihn am Sabbat heilen würde. 3»Steh auf und komm nach vorn3,3 W komm in die Mitte.!«, sagte Jesus zu dem Mann mit der verkrüppelten Hand. 4Und den anderen stellte er die Frage: »Was ist richtig3,4 W erlaubt. – am Sabbat Gutes zu tun oder Böses? Einem Menschen das Leben zu retten oder ihn zu töten3,4 Od oder ihn umkommen zu lassen.?« Sie schwiegen. 5Er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und zugleich tief betrübt über ihr verstocktes Herz. Dann befahl er dem Mann: »Streck die Hand aus!« Der Mann streckte die Hand aus, und sie war geheilt.

6Die Pharisäer jedoch fassten, sobald sie die Synagoge verlassen hatten,3,6 Da verließen die Pharisäer die Synagoge und fassten sofort. zusammen mit den Anhängern des Herodes den Plan, Jesus zu beseitigen.

Jesus heilt viele Menschen

Mt 4,23-25; 12,15-21; Lk 6,17-19

7Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Eine große Zahl von Menschen aus Galiläa folgte ihm. Auch aus Judäa, 8Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordans und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen sie in Scharen zu ihm, weil sie von all dem gehört hatten, was er tat. 9Die Menge war so groß, dass sie ihn fast erdrückte. Deshalb befahl er seinen Jüngern, ihm ein Boot bereitzuhalten. 10Weil er nämlich so viele heilte, drängten sich alle, die ein Leiden hatten, an ihn heran, um ihn zu berühren. 11Und wenn die von bösen Geistern Besessenen3,11 W wenn die unreinen Geister. ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und riefen: »Du bist der Sohn Gottes!« 12Doch mit aller Entschiedenheit verbot ihnen Jesus, bekannt zu machen, wer er war.

Die zwölf Apostel

Mt 10,1-4; Lk 6,12-16

13Jesus stieg auf einen Berg3,13 Od ging ins Bergland. stieg auf den Berg. und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, 14und er bestimmte zwölf, die er Apostel nannte3,14 AL(1) ohne die er Apostel nannte.. Sie sollten ständig bei ihm sein, und er wollte sie aussenden, damit sie seine Botschaft verkündeten 15und in seiner Vollmacht die Dämonen austrieben3,15 W und Vollmacht hätten, die Dämonen auszutreiben..

16Die Zwölf, die er bestimmte, waren3,16 AL(1) ohne Die Zwölf, die er bestimmte, waren.:

Simon, dem er den Namen Petrus gab,

17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,

Johannes, der Bruder des Jakobus – diese beiden nannte er Boanerges (das bedeutet »Donnersöhne«) –,

18Andreas,

Philippus,

Bartholomäus,

Matthäus,

Thomas,

Jakobus, der Sohn des Alphäus,

Thaddäus,

Simon, der Zelot3,18 W Kananäus (aramäisch für Zelot).,

19und Judas Iskariot, der Jesus verriet.

Jesus und seine Angehörigen

20Jesus ging nach Hause, und wieder versammelte sich eine Menschenmenge bei ihm, sodass er und seine Jünger nicht einmal Zeit zum Essen fanden. 21Als seine Angehörigen das erfuhren, machten sie sich auf, um ihn mit Gewalt zurückzuholen. Sie waren überzeugt3,21 W Denn sie sagten., dass er den Verstand verloren hatte.

Jesus und Beelzebul. Die Sünde gegen den Heiligen Geist

Mt 12,22-32; Lk 11,14-23

22Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, behaupteten: »Er steht im Bund mit Beelzebul3,22 Ein anderer Name für den Satan.; er treibt die Dämonen mit Hilfe des Obersten der Dämonen aus.« 23Jesus rief sie zu sich, um ihnen eine Antwort zu geben; er gebrauchte dazu eine Reihe von Vergleichen. »Wie kann der Satan den Satan austreiben?«, fragte er sie. 24»Wenn ein Reich mit sich selbst im Streit liegt, kann dieses Reich nicht bestehen. 25Und wenn eine Familie mit sich selbst im Streit liegt, kann diese Familie nicht bestehen. 26Wenn nun der Satan sich gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst in Streit gerät, kann sein Reich3,26 W kann er. keinen Bestand haben; es ist aus mit ihm.

27Andererseits kann aber auch niemand in das Haus eines Starken eindringen und ihm seinen Besitz rauben, wenn er den Starken nicht vorher fesselt. Dann allerdings kann er sein Haus ausrauben.

28Ich sage euch: Alles kann den Menschen vergeben werden, jede Sünde, die sie begehen, und jede Gotteslästerung, die sie aussprechen. 29Wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird in Ewigkeit nicht vergeben werden. Er hat mit dieser Sünde eine ewige Schuld auf sich geladen.3,29 W Er ist einer ewigen Sünde schuldig.« 30Das sagte er zu ihnen, weil sie behaupteten, er habe einen bösen3,30 W unreinen. Geist.

Die wahren Verwandten Jesu

Mt 12,46-50; Lk 8,19-21

31Inzwischen waren Jesu Mutter und seine Geschwister gekommen. Sie blieben vor dem Haus stehen und schickten jemand zu ihm, um ihn zu rufen. 32Die Menschen saßen dicht gedrängt um Jesus herum, als man ihm ausrichtete: »Deine Mutter und deine Brüder und Schwestern3,32 AL(1) ohne und Schwestern. Bei dieser Lesart wäre in den Versen 31, 33 und 34 möglicherweise Brüder statt Geschwister zu übersetzen. sind draußen und wollen dich sprechen3,32 W und suchen dich..« – 33»Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Geschwister?«, erwiderte Jesus3,33 Od ließ Jesus ihnen ausrichten.. 34Er sah die an, die rings um ihn herum saßen, und fuhr fort: »Seht, das sind meine Mutter und meine Geschwister! 35Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«