Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
6

Wahre und falsche Frömmigkeit …

61»Hütet euch, eure Frömmigkeit6,1 W Gerechtigkeit. vor den Menschen zur Schau zu stellen! Sonst habt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr zu erwarten.«

… beim Geben

2»Wenn du zum Beispiel den Armen etwas gibst, lass es nicht vor dir her mit Posaunen ankündigen6,2 Od vor dir her ausposaunen., wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten geehrt zu werden. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. 3Wenn du den Armen etwas gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut. 4Was du gibst, soll verborgen bleiben. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen6,4 AL(2) dich öffentlich belohnen. Ebenso in Vers 18.

… beim Beten

Mk 11,25-26; Lk 11,2-4

5»Und wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler, die sich zum Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, um von den Leuten gesehen zu werden. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. 6Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür, und dann bete zu deinem Vater, der ´auch` im Verborgenen ´gegenwärtig` ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen.

7Beim Beten sollt ihr nicht leere Worte aneinander reihen wie die Heiden, ´die Gott nicht kennen`. Sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. 8Macht es nicht wie sie, denn euer Vater weiß, was ihr braucht, und zwar schon bevor ihr ihn darum bittet.

9Ihr sollt so beten:

Unser Vater im Himmel!

Dein Name werde geheiligt,

10dein Reich komme,

dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht.

11Gib uns heute unser tägliches Brot6,11 Od unser Brot für den kommenden Tag. das nötige Brot..

12Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir denen vergeben haben6,12 Od/AL(1) denen vergeben., die an uns schuldig wurden.

13Und lass uns nicht in Versuchung geraten,

sondern errette6,13 Od bewahre. uns vor dem Bösen6,13 D. h. vor dem Satan. Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hinzu: Denn dir gehört das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen..

14Wenn6,14 W Denn wenn. ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. 15Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater ´im Himmel` euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«

… beim Fasten

16»Wenn ihr fastet, setzt keine Leidensmiene auf wie die Heuchler. Sie vernachlässigen ihr Aussehen6,16 Od Sie machen ein saures Gesicht. W Denn sie entstellen ihre Gesichter., damit die Leute ihnen ansehen, dass sie fasten. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. 17Wenn du fastest, pflege dein Haar6,17 W salbe deinen Kopf. und wasche dir das Gesicht ´wie sonst auch`, 18damit die Leute dir nicht ansehen, dass du fastest; nur dein Vater, der ´auch` im Verborgenen ´gegenwärtig` ist, ´soll es wissen`. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen.«

Zweierlei Reichtum

Lk 12,15.33-34

19»Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost6,19 Od Würmer. sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. 20Sammelt euch stattdessen Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerfressen und wo auch keine Diebe einbrechen und sie stehlen. 21Denn wo dein Reichtum ist, da wird auch dein Herz sein.«

Licht und Finsternis. Das Gleichnis vom Auge

Lk 11,34-36

22»Das Auge gibt dem Körper Licht. Ist dein Auge gut6,22 W 22 »Das Auge ist die Lampe des Körpers. Ist dein Auge ungetrübt., dann ist dein ganzer Körper6,22 Od deine ganze Person. Ebenso im nächsten Vers. im Licht. 23Ist dein Auge jedoch schlecht, dann ist dein ganzer Körper im Finstern. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, was für eine Finsternis wird das sein!«

Gott oder der Mammon

Lk 16,13

24»Ein Mensch kann nicht zwei Herren dienen. Er wird dem einen ergeben sein und den anderen abweisen.6,24 W Er wird den einen hassen und den anderen lieben. Für den einen wird er sich ganz einsetzen, und den anderen wird er verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon6,24 Aramäischer Ausdruck für »Geld/Besitz«.

Gottes Reich und irdische Sorgen

Lk 12,22-31

25»Deshalb sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um das, was ihr an Essen und Trinken zum Leben und an Kleidung für euren Körper braucht. Ist das Leben nicht wichtiger als die Nahrung, und ist der Körper nicht wichtiger als die Kleidung? 26Seht euch die Vögel6,26 W die Vögel des Himmels. an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte6,26 W sammeln nicht in Scheunen., und euer Vater im Himmel ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? 27Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern6,27 W seiner Lebenszeit (Körpergröße) eine Elle hinzufügen.? 28Und warum macht ihr euch Sorgen um eure Kleidung? Seht euch die Lilien auf dem Feld an und lernt von ihnen! Sie wachsen, ohne sich abzumühen und ohne zu spinnen ´und zu weben`. 29Und doch sage ich euch: Sogar Salomo in all seiner Pracht war nicht so schön gekleidet wie eine von ihnen. 30Wenn Gott die Feldblumen, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden6,30 W Wenn Gott das Gras des Feldes, das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird., so herrlich kleidet, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern, ihr Kleingläubigen? 31Macht euch also keine Sorgen! Fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? 32Denn um diese Dinge geht es den Heiden, ´die Gott nicht kennen`. Euer Vater im Himmel aber weiß, dass ihr das alles braucht. 33Es soll euch zuerst um Gottes Reich und Gottes Gerechtigkeit gehen, dann wird euch das Übrige alles dazugegeben. 34Macht euch keine Sorgen um den nächsten Tag! Der nächste Tag wird für sich selbst sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last mit sich bringt.6,34 W Dem Tag genügt seine Mühsal.«

7

Warnung vor selbstgerechtem Urteilen …

Lk 6,37-38.41-42

71»Verurteilt niemand, damit auch ihr nicht verurteilt werdet. 2Denn so, wie ihr über andere urteilt, werdet ihr selbst beurteilt werden, und mit dem Maß, das ihr bei anderen anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden.

3Wie kommt es, dass du den Splitter im Auge deines Bruders siehst, aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht bemerkst? 4Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ›Halt still! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen‹ – und dabei sitzt ein Balken in deinem eigenen Auge? 5Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge; dann wirst du klar sehen und kannst den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen7,5 Od dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.

… aber kein Verzicht auf notwendige Beurteilung

6»Gebt das Heilige nicht den Hunden, werft eure Perlen nicht vor die Schweine! Sie könnten sonst eure Perlen zertrampeln und sich dann gegen euch selbst wenden und euch zerreißen.«

Bitten und Empfangen

Lk 11,9-13

7»Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet. 8Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird geöffnet. 9Oder würde jemand unter euch seinem Kind7,9 W Sohn. einen Stein geben, wenn es ihn um Brot bittet? 10Würde er ihm eine Schlange geben, wenn es ihn um einen Fisch bittet? 11Wenn also ihr, die ihr doch böse seid, das nötige Verständnis habt, um euren Kindern gute Dinge zu geben, wie viel mehr wird dann euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten.«

Eine goldene Regel für den Umgang mit Menschen

Lk 6,31

12»Behandelt eure Mitmenschen in allem so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt. Das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern.7,12 W Denn das ist das Gesetz und die Propheten.«

Der breite und der schmale Weg

Lk 13,24

13»Geht7,13 W Geht hinein. durch das enge Tor! Denn das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind auf diesem Weg7,13 Od und viele gehen durch dieses Tor.. 14Doch das enge Tor und der schmale Weg führen ins Leben, und nur wenige finden diesen Weg7,14 Od dieses Tor.

Warnung vor falschen Propheten

Lk 6,43-44

15»Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen im Schafskleid zu euch, in Wirklichkeit aber7,15 W innen aber. sind sie reißende Wölfe. 16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa Trauben von Dornbüschen oder Feigen von Disteln? 17So trägt jeder gute7,17 Od nützliche. Od gesunde. Entsprechend im nächsten Vers. Baum gute Früchte; ein schlechter7,17 Od kranker. Ebenso im nächsten Vers. Baum hingegen trägt schlechte7,17 Od schädliche. Entsprechend im nächsten Vers. Früchte. 18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen; ebenso wenig kann ein schlechter Baum gute Früchte tragen. 19Jeder Baum, der keine guten Früchte trägt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20Deshalb ´sage ich`: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.«

Warnung vor Selbsttäuschung

Lk 13,26-27

21»Nicht jeder, der zu mir sagt: ›Herr, Herr!‹, wird ins Himmelreich kommen, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut. 22Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ›Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen prophetisch geredet, in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunder getan?‹ 23Dann werde ich zu ihnen sagen: ›Ich habe euch nie gekannt. Geht weg von mir, ihr mit eurem gesetzlosen Treiben!‹«

Auf Fels oder auf Sand gebaut

Lk 6,47-49

24»Darum gleicht7,24 Od wird am Ende … gleichen. Ebenso in Vers 26. jeder, der meine7,24 W diese meine. Ebenso in Vers 26. Worte hört und danach handelt, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut. 25Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten7,25 Od und die Flüsse über die Ufer treten. Ebenso in Vers 27. und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es nicht ein; es ist auf felsigen Grund gebaut. 26Jeder aber, der meine Worte hört und nicht danach handelt, gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf sandigen Boden baut. 27Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es ein und wird völlig zerstört7,27 Od stürzt es ein. Was für ein schreckliches Ende! W stürzt es ein, und sein Fall ist groß.

Die Wirkung der Rede Jesu

28Als Jesus seine Rede beendet hatte, war die Menge von seiner Lehre tief beeindruckt, 29denn er lehrte sie nicht wie ihre Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.

8

Heilung eines Aussätzigen

Mk 1,40-45; Lk 5,12-16

81Als Jesus vom Berg herabstieg8,1 Od herabgestiegen war., folgte ihm eine große Menschenmenge. 2Da kam ein Aussätziger zu ihm und warf sich vor ihm nieder. »Herr«, sagte er, »wenn du willst, kannst du mich rein machen.« 3Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn. »Ich will es«, sagte er, »sei rein!« Im selben Augenblick war der Mann von seinem Aussatz geheilt8,3 W rein gemacht.. 4Jesus aber sagte zu ihm: »Hüte dich, mit jemand darüber zu sprechen! Geh stattdessen zum Priester, zeig dich ihm und bring die Opfergabe dar, die Mose vorgeschrieben hat. Das soll ein Zeichen8,4 W ein Zeugnis. für sie sein.«

Der Hauptmann von Kafarnaum

Lk 7,1-10; 13,28-29; Joh 4,46-53

5Als Jesus nach Kafarnaum kam, trat der Hauptmann ´einer dort stationierten Einheit` an ihn heran und bat ihn um Hilfe. 6»Herr«, sagte er, »mein Diener liegt gelähmt und mit furchtbaren Schmerzen bei mir zu Hause.« 7Jesus erwiderte: »Ich will kommen und ihn heilen.«8,7 Od Jesus fragte ihn: »Soll ich etwa kommen und ihn heilen?«8»Herr«, sagte daraufhin der Hauptmann, »ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; doch sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund. 9Ich unterstehe ja selbst dem Befehl eines anderen und habe meinerseits Soldaten unter mir. Wenn ich zu einem von ihnen sage: ›Geh!‹, dann geht er, und wenn ich zu einem sage: ›Komm!‹, dann kommt er; und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das und das!‹, dann tut er es.«

10Diese Antwort erstaunte Jesus, und er sagte zu denen, die ihm folgten: »Ich versichere euch: In ganz Israel habe ich bei keinem solch einen Glauben gefunden. 11Ja, ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch setzen. 12Aber die Bürger8,12 W die Söhne. des Reiches werden in die Finsternis8,12 Od in die tiefste Finsternis. W in die äußere/äußerste Finsternis. Ebenso in Kapitel 22,13 und 25,30. hinausgeworfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben8,12 W als das Weinen und das Knirschen/Klappern der Zähne. Ebenso in Kapitel 13,42.50; 22,13; 24,51; 25,30.

13Hierauf wandte sich Jesus zu dem Hauptmann und sagte: »Du kannst nach Hause gehen. Was du geglaubt hast, soll8,13 W soll dir. geschehen.« Und zur gleichen Zeit wurde der Diener gesund.

Jesu machtvolles Wirken in Kafarnaum

Mk 1,29-34; Lk 4,38-41

14Jesus ging in das Haus des Petrus. Dessen Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett. 15Jesus berührte ihre Hand; da verschwand das Fieber, und sie stand auf und sorgte für sein Wohl8,15 W und diente ihm..

16Als es Abend geworden war, brachte man viele Besessene zu Jesus. Er trieb die Geister durch sein Wort aus und heilte alle Kranken. 17So erfüllte sich, was durch den Propheten Jesaja vorausgesagt worden war:

»Er selbst hat unsere Leiden8,17 Od Schwachheiten. auf sich genommen,

er hat unsere Krankheiten getragen.«8,17 Jesaja 53,4.

Kosten der Nachfolge

Lk 9,57-62

18Die Menschenmenge, die sich um Jesus drängte, war so groß, dass er seinen Jüngern befahl, mit ihm8,18 W 18 Als Jesus die Menge um sich her sah, befahl er. auf die andere Seite des Sees hinüberzufahren. 19Da sprach ihn ein Schriftgelehrter an. »Meister«, sagte er, »ich will dir folgen, wohin du auch gehst.« 20Jesus erwiderte: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel8,20 W die Vögel des Himmels. ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen8,20 W wo er den Kopf hinlegen. kann.«

21Ein anderer, einer von8,21 Od ein anderer von. seinen Jüngern, sagte zu Jesus: »Herr, erlaube mir, zuerst noch ´nach Hause` zu gehen und mich um das Begräbnis meines Vaters zu kümmern8,21 W und meinen Vater zu begraben.22Doch Jesus erwiderte: »Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben!«

Der Sturm auf dem See

Mk 4,35-41; Lk 8,22-25

23Daraufhin stieg Jesus in das Boot; seine Jünger folgten ihm, ´und sie fuhren los`. 24Plötzlich brach auf dem See ein heftiger Sturm8,24 W eine große Erschütterung. los, sodass das Boot fast von den Wellen begraben wurde. Jesus aber schlief. 25Die Jünger stürzten zu ihm und weckten ihn. »Herr«, schrien sie, »rette uns, wir sind verloren!« 26Aber Jesus sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?« Dann stand er auf und wies den Wind und die Wellen in ihre Schranken. Da trat eine große Stille ein.

27Die Leute aber fragten voller Staunen: »Wer ist das, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?«

Heilung von zwei Besessenen

Mk 5,1-20; Lk 8,26-39

28Als Jesus in das Gebiet der Gadarener8,28 AL(1) Gerasener. am gegenüberliegenden Ufer kam, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte. 29»Was willst du von uns, Sohn Gottes?«, schrien sie. »Bist du gekommen, um uns schon vor der festgesetzten Zeit zu quälen?«

30In einiger Entfernung weidete eine große Herde Schweine. 31Die Dämonen baten ihn: »Wenn du uns austreibst, lass uns doch in die Schweineherde fahren!« – 32»Geht!«, sagte Jesus. Da verließen die Dämonen die beiden Männer und fuhren in die Schweine. Und augenblicklich stürzte sich die ganze Herde den Abhang hinunter in den See, und die Tiere ertranken in den Fluten. 33Die Schweinehirten rannten davon, liefen in die Stadt und berichteten alles, ´was geschehen war,` auch das mit den Besessenen. 34Da machte sich die ganze Stadt auf den Weg; alle gingen Jesus entgegen. Als sie sahen, ´was geschehen war,` drängten8,34 Od baten. sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.