Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
7

Der Hauptmann von Kafarnaum

Mt 8,5-13

71Das Volk hörte allem zu, was Jesus sagte. Als er seine Rede beendet hatte, ging er nach Kafarnaum. 2Der Hauptmann ´einer dort stationierten Einheit` hatte einen Diener, den er sehr schätzte; dieser war schwer krank und lag im Sterben. 3Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige Älteste der jüdischen Gemeinde7,3 W der Juden. zu ihm; sie sollten ihn bitten, zu kommen und seinem Diener das Leben zu retten7,3 Od und seinen Diener zu heilen.. 4Die Männer gingen zu Jesus und baten ihn inständig, mit ihnen zu kommen. »Er ist es wert, dass du ihm diese Bitte erfüllst«, sagten sie. 5»Er liebt unser Volk und hat uns sogar die Synagoge gebaut.«

6Jesus machte sich mit ihnen auf den Weg. Doch als er nicht mehr weit vom Haus des Hauptmanns entfernt war, schickte dieser ihm einige Freunde entgegen und ließ ihm ausrichten: »Herr, bemühe dich nicht! Ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. 7Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund. 8Ich bin ja selbst dem Befehl eines anderen unterstellt und habe meinerseits Soldaten unter mir. Wenn ich zu einem von ihnen sage: ›Geh!‹, dann geht er, und wenn ich zu einem sage: ›Komm!‹, dann kommt er; und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu das und das!‹, dann tut er es.«

9Jesus staunte über den Mann, als er das hörte. Er wandte sich um und sagte zu der Menge, die ihm folgte: »Ich versichere euch: Solch einen Glauben habe ich in ganz Israel nicht gefunden.«

10Als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, zu ihm zurückkamen, stellten sie fest, dass der Diener wieder gesund war.

Auferweckung eines Toten in Nain

11Bald darauf7,11 AL(1) Am nächsten Tag. zog Jesus in die Stadt Nain weiter, begleitet von seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge. 12Als er sich dem Stadttor näherte, kam ihm ein Trauerzug entgegen7,12 W wurde ein Toter herausgetragen.. Der Tote war der einzige Sohn einer Witwe gewesen. Zahlreiche Menschen aus dem Ort begleiteten die Mutter ´zum Grab`. 13Als der Herr die Frau sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl. »Weine nicht!«, sagte er zu ihr. 14Er trat näher und berührte die Bahre. Die Träger blieben stehen, und Jesus sagte zu dem Toten: »Junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!« 15Da richtete sich der Tote auf und fing an zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.

16Alle waren voller Ehrfurcht; sie priesen Gott und sagten: »Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten. Gott hat sich seines Volkes angenommen!« 17Die Nachricht von diesem Ereignis7,17 Od Diese Ansicht über Jesus. verbreitete sich im ganzen jüdischen Land7,17 Od in ganz Judäa.; sogar in allen umliegenden Gebieten sprach man von Jesus.

Ist Jesus der Messias? Die Frage des Johannes und die Antwort Jesu

Mt 11,2-6

18Durch seine Jünger erfuhr auch Johannes von all diesen Dingen. Er rief zwei von ihnen zu sich 19und gab ihnen den Auftrag, zum Herrn zu gehen und ihn zu fragen: »Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?« 20Die beiden kamen zu Jesus und sagten: »Johannes der Täufer hat uns zu dir geschickt und lässt dich fragen: ›Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?‹« 21Dabei wurden sie Zeugen, wie Jesus viele Kranke und Leidende und von bösen Geistern Geplagte heilte7,21 W 21 In jener Stunde heilte er viele von Krankheiten und Leiden und bösen Geistern. und vielen Blinden das Augenlicht schenkte.

22Er gab den Boten zur Antwort: »Geht zu Johannes und berichtet ihm, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden geheilt7,22 W werden rein gemacht., Taube hören, Tote werden auferweckt, und den Armen wird ´Gottes` gute Botschaft verkündet. 23Und glücklich zu preisen ist, wer nicht an mir Anstoß nimmt.«

Jesus und Johannes der Täufer

Mt 11,7-19

24Als die Boten des Johannes wieder gegangen waren, wandte sich Jesus an die Menge und fing an, zu ihnen über Johannes zu sprechen. »Was wolltet ihr euch eigentlich ansehen, als ihr zu ihm in die Wüste hinausgingt?«, fragte er sie. »Ein Schilfrohr, das sich im Wind hin- und herbewegt? 25Nein? Was wolltet ihr denn sonst dort draußen sehen? Einen Mann in feiner Kleidung? Ihr wisst doch: Leute, die vornehme Kleider tragen und im Überfluss leben, sind in den Königspalästen zu finden. 26Was wolltet ihr also sehen, als ihr hinausgingt? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt einen Propheten gesehen, und noch mehr als das. 27Johannes ist der, über den es in der Schrift heißt:

›Ich sende meinen Boten vor dir her;

er wird dir vorangehen und dein Wegbereiter sein.‹7,27 Maleachi 3,1.

28Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden,7,28 W Unter den von Frauen Geborenen. gibt es keinen Größeren als Johannes; und doch ist selbst der Geringste im Reich Gottes größer als er.

29Alle, die Johannes zuhörten – das ganze Volk und sogar die Zolleinnehmer –, gaben Gott ´in seinem Urteil` Recht; sie haben sich von Johannes taufen lassen. 30Nur die Pharisäer und die Gesetzeslehrer machten den Plan zunichte, den Gott für sie hatte; sie haben sich nicht von Johannes taufen lassen.7,30 Andere sehen in den Versen 29 und 30 nicht einen Teil der Rede Jesu, sondern einen Einschub des Berichterstatters und übersetzen: 29 Alle, die Jesus zuhörten …, gaben Gott darin Recht; sie hatten sich ja alle von Johannes taufen lassen. 30 … sie hatten sich ja auch nicht von Johannes taufen lassen.

31Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Welches Bild trifft auf sie zu? 32Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: ›Wir haben euch auf der Flöte ´lustige Lieder` gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder angestimmt, und ihr habt nicht geweint.‹ 33So ist es doch: Johannes der Täufer ist gekommen, hat gefastet7,33 W hat kein Brot gegessen. und keinen Wein getrunken, und schon habt ihr gesagt: ›Er ist von einem bösen Geist besessen.‹ 34Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt ´wie jedermann`, und da sagt ihr: ›Was für ein Schlemmer und Säufer, dieser Freund der Zolleinnehmer und Sünder!‹ 35Und doch hat die Weisheit Gottes Recht; das zeigt sich an all denen, die sie angenommen haben.7,35 W Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt (worden) durch alle ihre Kinder.«

Der Pharisäer und die Sünderin vor Jesus

36Ein Pharisäer hatte Jesus zu sich zum Essen eingeladen, und Jesus war gekommen und hatte am Tisch Platz genommen7,36 W und hatte sich zu Tisch gelegt.. 37In jener Stadt lebte eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war7,37 W die eine Sünderin war.. Als sie erfuhr, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. 38Sie trat von hinten an das Fußende des Polsters, auf dem Jesus Platz genommen hatte,7,38 W Sie trat von hinten an seine Füße heran. und brach in Weinen aus; dabei fielen ihre Tränen auf seine Füße. Da trocknete sie ihm die Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.

39Als der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte, das sah, dachte er: »Wenn dieser Mann wirklich ein Prophet wäre, würde er die Frau kennen, von der er sich da berühren lässt; er wüsste, was für eine sündige Person das ist.«

40Da wandte sich Jesus zu ihm. »Simon«, sagte er, »ich habe dir etwas zu sagen.« Simon erwiderte: »Meister, bitte sprich!« – 41»Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher«, begann Jesus. »Der eine schuldete ihm fünfhundert Denare, der andere fünfzig. 42Keiner der beiden konnte seine Schulden zurückzahlen. Da erließ er sie ihnen. Was meinst du: Welcher von den beiden wird ihm gegenüber wohl größere Dankbarkeit empfinden7,42 W wird ihn mehr lieben.43Simon antwortete: »Ich nehme an, der, dem er die größere Schuld erlassen hat.« – »Richtig7,43 W Du hast richtig geurteilt.«, erwiderte Jesus.

44Dann wies er auf die Frau7,44 W Dann wandte er sich zu der Frau. und sagte zu Simon: »Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gereicht; sie aber hat meine Füße mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. 45Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben; sie aber hat, seit ich hier bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. 46Du hast meinen Kopf nicht einmal mit gewöhnlichem Öl7,46 W mit Olivenöl. gesalbt, sie aber hat meine Füße mit kostbarem Salböl gesalbt. 47Ich kann dir sagen, woher das kommt. Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, darum hat sie mir viel Liebe erwiesen.7,47 W 47 Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben worden, denn sie hat viel geliebt. – denn gibt hier nicht an, warum der Frau vergeben wurde, sondern woran man erkennen kann, dass ihr vergeben wurde. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.« 48Und zu der Frau sagte Jesus: »Deine Sünden sind dir vergeben.«

49Die anderen Gäste fragten sich7,49 Od fragten einander.: »Wer ist dieser Mann, der sogar Sünden vergibt?« 50Jesus aber sagte zu der Frau: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden!«

8

Frauen im Kreis der Jünger Jesu

81In der nun folgenden Zeit zog Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Überall verkündete8,1 W predigte und verkündete. er die Botschaft vom Reich Gottes. Dabei begleiteten ihn die Zwölf 2sowie einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten ´geplagt gewesen waren und` durch ihn Heilung gefunden hatten: Maria aus Magdala8,2 W Maria, genannt die Magdalenerin., aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte, 3Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, sowie Susanna und viele andere. Alle diese Frauen dienten Jesus und seinen Jüngern mit dem, was sie besaßen.

Das Gleichnis von der Saat, die auf viererlei Boden fällt

Mt 13,1-9; Mk 4,1-9

4Die Menschen scharten sich in großer Zahl um Jesus, und von Ort zu Ort wurden es mehr, die mit ihm gingen8,4 Od und von allen Orten kamen sie zu ihm.. Da erzählte er ihnen folgendes Gleichnis:

5»Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg8,5 Od an den Wegrand. Ebenso in Vers 12., wo es zertreten und von den Vögeln8,5 W von den Vögeln des Himmels. aufgepickt wurde. 6Einiges fiel auf felsigen Boden. Die Saat ging zwar auf, verdorrte aber bald, weil die nötige Feuchtigkeit fehlte. 7Einiges fiel mitten ins Dornengestrüpp. Die Dornbüsche wuchsen mit der Saat in die Höhe und erstickten sie. 8Und einiges fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfache Frucht.«

Jesus schloss mit dem Ausruf: »Wer Ohren hat und hören kann, der höre!«

Erklärung des Gleichnisses von der Saat

Mt 13,10-23; Mk 4,10-20

9Die Jünger fragten Jesus, was dieses Gleichnis bedeute. 10Da sagte er: »Euch ist es von Gott gegeben, die Geheimnisse seines Reiches8,10 W Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes. zu verstehen; den Übrigen jedoch werden sie nur in Gleichnissen verkündet. Denn

›sie sollen sehen und doch nicht sehen,

sie sollen hören und doch nichts verstehen.‹8,10 Jesaja 6,9.

11Das Gleichnis bedeutet Folgendes:

Die Saat ist das Wort Gottes. 12Bei einigen, die es hören, ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Der Teufel kommt und nimmt das Wort wieder aus ihrem Herzen weg, sodass8,12 Od damit. sie nicht glauben und daher auch nicht gerettet werden. 13Bei anderen ist es wie mit der Saat, die auf felsigen Boden fällt. Wenn sie das Wort hören, nehmen sie es mit Freuden auf. Aber sie sind wie Pflanzen ohne Wurzeln; zunächst glauben sie, doch wenn eine Zeit der Prüfung8,13 Od Versuchung. kommt, wenden sie sich wieder ab. 14Wieder bei anderen ist es wie mit der Saat, die ins Dorngestrüpp fällt. Sie hören das Wort, doch im Lauf der Zeit wird es von den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden, die das Leben bietet, verdrängt8,14 W doch im Lauf der Zeit werden sie (od doch dann gehen sie davon und werden)von den Sorgen … erstickt., sodass keine Frucht reifen kann. 15Bei anderen jedoch ist es wie mit der Saat, die auf guten Boden fällt. Mit aufrichtigem und bereitwilligem Herzen8,15 W Mit gutem und edlem Herzen. hören sie das Wort; sie halten daran fest, lassen sich nicht entmutigen und bringen Frucht.«

Der Vergleich mit der Lampe

Mt 5,15-16; Mk 4,21-24

16»Niemand zündet eine Lampe an und verbirgt sie dann unter einem Gefäß oder stellt sie unter das Bett. Im Gegenteil: Man stellt sie auf einen Lampenständer, damit jeder, der hereinkommt, Licht hat und sehen kann8,16 W der hereinkommt, das Licht sieht.. 17So gibt es auch nichts Geheimes, was geheim bleibt; alles wird offenbar werden. Und es gibt nichts Verborgenes, was verborgen bleibt; alles soll öffentlich bekannt gemacht werden8,17 W soll bekannt gemacht werden und ans Licht kommen.. 18Achtet also darauf, wie ihr ´mit dem umgeht, was ihr` hört! Denn wer hat, dem wird gegeben; aber wer nicht hat, dem wird auch das genommen, was er zu haben meint.«

Die wahren Verwandten Jesu

Mt 12,46-50; Mk 3,31-35

19Einmal kamen Jesu Mutter und seine Brüder8,19 Od Geschwister. Ebenso in den Versen 20 und 21. und wollten ihn sprechen8,19 W seine Brüder zu ihm.. Doch wegen der Menschenmenge konnten sie nicht bis zu ihm durchkommen. 20Man teilte ihm mit: »Deine Mutter und deine Brüder stehen vor dem Haus und möchten dich sehen.« 21Doch Jesus erwiderte8,21 Od ließ ihnen ausrichten.: »Meine Mutter und meine Brüder sind alle, die das Wort Gottes hören und danach handeln.«

Der Sturm auf dem See

Mt 8,23-27; Mk 4,35-41

22Eines Tages stieg Jesus mit seinen Jüngern ins Boot und sagte zu ihnen: »Wir wollen über den See ans andere Ufer fahren!«8,22 W fahren!« Und sie fuhren ab. 23Während der Fahrt schlief Jesus ein. Plötzlich brach auf dem See ein schwerer Sturm los8,23 W Da kam ein Sturmwind auf den See herunter.; das Boot füllte sich mit Wasser, und sie waren in großer Gefahr. 24Die Jünger stürzten zu Jesus und weckten ihn. »Meister, Meister«, schrien sie, »wir sind verloren!« Jesus stand auf8,24 Od wachte auf. und wies den Wind und die Wellen in ihre Schranken. Da legte sich der Sturm, und es wurde ganz still. 25»Wo bleibt euer Glaube?«, fragte Jesus seine Jünger. Sie aber sagten voll Furcht und Staunen zueinander: »Wer ist nur dieser Mann? Er befiehlt sogar dem Wind und dem Wasser, und sie gehorchen ihm.«

Heilung eines Besessenen

Mt 8,28-34; Mk 5,1-20

26Sie legten im Gebiet der Gerasener8,26 AL(1) Gadarener. AL(1) Gergesener. an, auf der Seite des Sees, die Galiläa gegenüberliegt. 27Als Jesus aus dem Boot stieg und an Land ging, lief ihm ein Mann aus der ´nahegelegenen` Stadt entgegen, der von Dämonen besessen war. Er trug schon lange keine Kleider mehr und lebte abseits von den Häusern in den Grabhöhlen. 28Als er Jesus sah, schrie er auf und warf sich vor ihm auf den Boden. Er rief mit lauter Stimme: »Was willst du von mir, Jesus, Sohn Gottes, des Allerhöchsten8,28 Od Jesus, Sohn des höchsten Gottes.? Ich flehe dich an: Quäle mich nicht!«

29Denn Jesus war dem bösen Geist mit dem Befehl entgegengetreten8,29 Denn Jesus war im Begriff, dem bösen (w unreinen) Geist zu befehlen., den Mann zu verlassen. Der Besessene war schon seit langer Zeit in der Gewalt des Dämons8,29 Od war schon viele Male von dem Dämon überwältigt worden.; man hatte ihn zwar an Händen und Füßen gefesselt, um ihn in sicherem Gewahrsam halten zu können, doch er hatte die Ketten immer wieder zerrissen und war von dem Dämon an einsame Orte getrieben worden.

30Nun fragte ihn Jesus: »Wie heißt du?« – »Legion8,30 Legion: eigentlich die größte römische Heereseinheit (etwa 6000 Mann); hier im übertragenen Sinn die große Zahl der Dämonen.«, antwortete er; denn es waren viele Dämonen in ihn gefahren. 31Diese flehten Jesus an, sie nicht in den Abgrund zu schicken.

32Nicht weit von dort weidete am Berg eine große Herde Schweine. Die Dämonen baten Jesus, in die Schweine fahren zu dürfen. Er erlaubte es ihnen, 33und sie verließen den Mann und fuhren in die Schweine. Da stürzte sich die ganze Herde den Abhang hinunter in den See und ertrank.

34Als die Schweinehirten das sahen, liefen sie davon und berichteten alles in der Stadt und in den Dörfern8,34 Od und auf den Gehöften / auf den Feldern.. 35Die Leute machten sich auf den Weg, um mit eigenen Augen zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jesus und fanden den Mann, aus dem die Dämonen ausgefahren waren, zu seinen Füßen sitzen, bekleidet und bei klarem Verstand. Da bekamen sie es mit der Angst zu tun. 36Die Augenzeugen berichteten ihnen, wie der Besessene geheilt8,36 Od gerettet. worden war. 37Daraufhin forderte die ganze Bevölkerung von Gerasa und der Umgegend8,37 W die ganze Menge der Umgegend der Gerasener (aL(1) Gadarener; aL(1) Gergesener). Jesus auf, ihr Gebiet zu verlassen, so sehr hatte die Angst sie gepackt.

Als Jesus ins Boot stieg, um zurückzufahren, 38bat ihn der Mann, aus dem die Dämonen ausgefahren waren, bei ihm bleiben zu dürfen. Aber Jesus schickte ihn zurück. 39»Geh wieder zu deiner Familie8,39 W in dein Haus.«, sagte er, »und erzähle dort, was Gott für dich getan hat!« Da ging der Mann fort und verkündete in der ganzen Stadt, was Jesus für ihn getan hatte.

Heilung einer kranken Frau und Auferweckung eines Kindes

Mt 9,18-26; Mk 5,21-43

40Als Jesus ans andere Ufer zurückkam, empfing ihn eine große Menschenmenge; alle hatten auf ihn gewartet. 41Da kam ein Mann namens Jairus, der Vorsteher der Synagoge. Er warf sich Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu kommen, 42weil sein einziges Kind, ein Mädchen von etwa zwölf Jahren, im Sterben lag.

Auf dem Weg dorthin wurde Jesus von der Menge, die sich um ihn drängte, fast erdrückt. 43Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt. Alles, was sie besaß, hatte sie für die Ärzte ausgegeben8,43 AL(1) ohne Alles, was sie besaß, hatte sie für die Ärzte ausgegeben., doch niemand hatte sie heilen können. 44Diese Frau drängte sich von hinten an Jesus heran und berührte den Saum8,44 Od eine Quaste (siehe 4. Mose 15,37-41). seines Gewandes. Im selben Augenblick hörten die Blutungen auf. 45»Wer hat mich berührt?«, fragte Jesus. Alle beteuerten, sie seien es nicht gewesen, und Petrus meinte8,45 AL(2) und Petrus und die, die bei ihm waren, meinten.: »Meister, die Leute drängen sich ja von allen Seiten um dich herum!« 46Doch Jesus beharrte darauf: »Irgendjemand hat mich berührt; ich habe gespürt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist.« 47Der Frau war jetzt klar, dass sie nicht unbemerkt geblieben war8,47 Od dass es sich nicht verheimlichen ließ.. Zitternd trat sie vor und warf sich vor Jesus nieder. Dann erzählte sie vor allen Leuten, warum sie ihn berührt hatte und wie sie im selben Augenblick geheilt worden war. 48»Meine Tochter«, sagte Jesus zu ihr, »dein Glaube hat dich gerettet8,48 Od hat dich gesund gemacht.. Geh in Frieden!«

49Während Jesus noch mit ihr redete, kam jemand vom Haus des Synagogenvorstehers. »Deine Tochter ist gestorben«, sagte der Mann zu Jairus. »Bemühe den Meister nicht länger!« 50Jesus hörte das. »Du brauchst dich nicht zu fürchten!«, sagte er zu dem Synagogenvorsteher. »Glaube nur, und sie wird gerettet werden.« 51Er ging in das Haus, ließ aber niemand zu dem Mädchen mit hinein außer Petrus, Johannes und Jakobus sowie den Vater und die Mutter des Kindes. 52Das Haus war voller Menschen, die um das Mädchen weinten und trauerten.8,52 W 52 Alle weinten und schlugen sich ´an die Brust` um sie. »Hört auf zu weinen!«, sagte Jesus. »Sie ist nicht tot, sie schläft nur.« 53Da lachten sie ihn aus, denn sie wussten sehr wohl, dass sie gestorben war. 54Jesus aber ergriff sie bei der Hand und rief: »Kind, steh auf!« 55Da wurde sie wieder lebendig8,55 W Da kehrte ihr Geist zurück.; sie stand sofort auf, und Jesus ordnete an, ihr etwas zu essen zu geben. 56Die Eltern konnten kaum fassen, was geschehen war. Doch Jesus verbot ihnen, jemand etwas davon zu erzählen.

9

Die Aussendung der zwölf Jünger

Mt 10,1.5-14; Mk 6,6-13

91Jesus rief die zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben9,1 W Vollmacht über alle Dämonen. und die Kranken zu heilen. 2Er sandte sie aus mit dem Auftrag, die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. 3»Nehmt nichts mit auf den Weg«, sagte er zu ihnen, »keinen Wanderstab, keine Vorratstasche, kein Brot und kein Geld; auch soll keiner zwei Hemden bei sich haben. 4Wenn jemand euch in seinem Haus aufnimmt9,4 W Wenn ihr in ein Haus hineingeht., dann bleibt bei ihm, bis ihr die Ortschaft wieder verlasst. 5Wenn euch aber in einer Stadt die Leute nicht aufnehmen, dann verlasst den Ort und schüttelt den Staub von euren Füßen als Hinweis auf das Gericht, das sie erwartet9,5 W von euren Füßen zu einem Zeugnis gegen sie.

6Die Jünger machten sich auf den Weg und zogen von Dorf zu Dorf. Überall verkündeten sie die Botschaft ´vom Reich Gottes` und heilten die Kranken.

Herodes hört von Jesus

Mt 14,1-2; Mk 6,14-16

7Der Tetrarch Herodes9,7 Siehe die Anmerkung zu Kapitel 3,1. erfuhr von all diesen Dingen. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn die einen sagten, Johannes sei von den Toten auferstanden, 8andere waren der Ansicht, Elia sei auf die Erde zurückgekommen9,8 W sei erschienen., und wieder andere meinten, einer der alten Propheten sei auferstanden. 9»Johannes habe ich doch selbst enthaupten lassen«, überlegte Herodes. »Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erzählt?« Darum wollte er Jesus unbedingt sehen.

Jesus gibt einer großen Menschenmenge zu essen

Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Joh 6,1-13

10Als die Apostel zu Jesus zurückkamen, berichteten sie ihm alles, was sie getan hatten. Danach nahm Jesus sie mit sich und zog sich ´in die Nähe` der Stadt Betsaida zurück, um mit ihnen allein zu sein. 11Aber die Leute merkten es9,11 Od erkannten sie. Od erfuhren davon. und folgten ihm in großen Scharen. Jesus wies sie nicht ab, sondern9,11 W Jesus empfing sie freundlich und. sprach zu ihnen über das Reich Gottes; und alle, die Heilung nötig hatten, machte er gesund.

12Als es auf den Abend zuging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: »Schick die Leute fort, dann können sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen und dort übernachten und etwas zu essen bekommen. Hier sind wir ja an einem einsamen Ort.« 13Jesus erwiderte: »Gebt doch ihr ihnen zu essen!« – »Wir haben fünf Brote und zwei Fische, mehr nicht«, entgegneten sie. »Oder sollen wir uns etwa auf den Weg machen und für alle diese Leute Essen kaufen?« 14(Es waren etwa fünftausend Männer dabei.)

Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Sorgt dafür, dass sich die Leute in Gruppen von je etwa fünfzig lagern.« 15Die Jünger taten, was Jesus ihnen gesagt hatte. Als alle sich gesetzt hatten, 16nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann zerteilte er die Brote und die Fische und ließ sie durch die Jünger an die Menge verteilen. 17Und alle aßen und wurden satt. Am Schluss wurde aufgesammelt, was sie9,17 W was sie an Stücken. übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.

Das Bekenntnis des Petrus. Jesus kündigt zum ersten Mal sein Leiden und Sterben und seine Auferstehung an

Mt 16,13-20; Mk 8,27-30

18Als Jesus sich einmal zum Gebet zurückgezogen hatte und nur seine Jünger bei ihm waren, fragte er sie: »Für wen halten mich die Leute?« – 19»Die einen halten dich für Johannes den Täufer«, antworteten sie, »andere halten dich für Elia, und wieder andere sagen, einer der alten Propheten sei auferstanden.« – 20»Und ihr«, fragte er, »für wen haltet ihr mich?« Petrus antwortete: »Für den von Gott gesandten Messias.9,20 W Für den Messias/Christus Gottes.«

21Doch Jesus schärfte ihnen mit allem Nachdruck ein, niemand etwas davon zu sagen. 22»´Denn` der Menschensohn wird vieles erleiden müssen«, sagte er, »und wird von den Ältesten, den führenden Priestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden und drei Tage danach9,22 Bei dieser »inklusiven« Zählweise wird der Tag, an dem Jesus stirbt, mitgerechnet. Nach der bei uns üblichen Zählung handelt es sich um den zweiten Tag danach. Ebenso in Kapitel 18,33; 24,7.46. auferstehen.«

Anforderungen der Nachfolge

Mt 16,24-28; Mk 8,34–9,1

23Nun wandte sich Jesus an alle und sagte: »Wenn jemand mein Jünger sein9,23 W Wenn jemand hinter mir hergehen. will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen9,23 Od verleugnen und sein Kreuz täglich auf sich nehmen; dann wird er mein Nachfolger sein.. 24Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. 25Was9,25 W Denn was. nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, wenn er dabei sich selbst ins Verderben stürzt9,25 ins Verderben stürzen: im Griechischen dasselbe Wort wie verlieren (Vers 24). oder unheilbar Schaden nimmt9,25 Od oder zerstört.? 26Denn wer nicht zu mir und meinen Worten steht, zu dem wird auch der Menschensohn nicht stehen, wenn er in seiner Herrlichkeit und in der Herrlichkeit seines Vaters und der heiligen Engel kommt. 27Glaubt mir9,27 W Ich sage euch in Wahrheit.: Einige von denen, die hier stehen, werden nicht sterben9,27 W werden den Tod nicht schmecken., bis sie das Reich Gottes gesehen haben.«

Drei Jünger werden Zeugen der Herrlichkeit Jesu

Mt 17,1-8; Mk 9,2-9

28Etwa acht Tage, nachdem Jesus das gesagt hatte, nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. 29Während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichts, und seine Kleider wurden strahlend weiß. 30-31Auf einmal erschienen zwei Männer in himmlischem Glanz9,30-31 W in Herrlichkeit. und redeten mit Jesus; es waren Mose und Elia. Sie sprachen mit ihm über das Ende, das ihm in Jerusalem bevorstand, und wie sich damit sein Auftrag erfüllen würde9,30-31 W über seinen Lebensausgang, der sich bald in Jerusalem erfüllen würde..

32Der Schlaf hatte Petrus und seine Gefährten überwältigt. Als sie aufwachten, sahen sie9,32 Od 32 Petrus und seine Gefährten wurden vom Schlaf fast überwältigt; doch sie hielten sich wach und sahen. Jesus in seinem himmlischen Glanz9,32 W sahen sie seine Herrlichkeit. und die beiden Männer, die bei ihm standen. 33Als diese im Begriff waren, von ihm wegzugehen, sagte Petrus zu Jesus: »Meister, wie gut ist es, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen9,33 Od drei Zelte aufschlagen., eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.« Doch Petrus wusste selbst nicht, was er da sagte.

34Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Als die Wolke sie ganz einhüllte, fürchteten sich die Jünger. 35Und aus der Wolke sprach eine Stimme: »Dies ist mein Sohn, mein Auserwählter; auf ihn sollt ihr hören!« 36Als die Stimme aufgehört hatte zu reden, war nur noch Jesus da.

Die Jünger schwiegen über das, was sie erlebt9,36 W gesehen. hatten; sie erzählten in jener Zeit niemand etwas davon.

Heilung eines besessenen Jungen

Mt 17,14-18; Mk 9,14-27

37Als Jesus mit den drei Jüngern am nächsten Tag den Berg hinunterstieg, kam ihm eine große Menschenmenge entgegen. 38Ein Mann aus der Menge rief: »Meister, ich flehe dich an, hilf meinem Sohn; er ist mein einziges Kind! 39Immer wieder wird er von einem ´bösen` Geist gepackt. Dann schreit er plötzlich auf, wird von dem Geist hin und her gezerrt, und Schaum tritt ihm vor den Mund. Der Geist lässt fast nicht wieder von ihm ab9,39 Od lässt ihn kaum je einmal in Ruhe.; er richtet sein Leben noch völlig zugrunde. 40Ich habe deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, doch sie konnten es nicht.«

41»Was seid ihr nur für eine ungläubige und verkehrte Generation!«, erwiderte Jesus. »Wie lange soll ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!« 42Sowie der Junge in die Nähe Jesu kam, warf ihn der Dämon zu Boden und riss ihn hin und her. Aber Jesus trat dem bösen9,42 W unreinen. Geist mit Macht entgegen, heilte den Jungen und gab ihn seinem Vater zurück. 43Alle waren überwältigt von der Größe Gottes.

Jesus kündigt zum zweiten Mal sein Leiden an

Mt 17,22-23; Mk 9,30-32

Die Leute waren voller Staunen über alles, was Jesus tat. Er aber sagte zu seinen Jüngern: 44»Prägt euch gut ein, was ich euch jetzt sage: Der Menschensohn9,44 Prägt euch alle diese Dinge ein, denn der Menschensohn. wird in die Hände der Menschen gegeben werden.« 45Doch sie konnten mit dieser Aussage nichts anfangen. Was damit gemeint war, war ihnen verborgen; sie begriffen es nicht, wagten9,45 Od war ihnen verborgen, denn sie sollten es noch nicht begreifen; sie wagten. aber auch nicht, ihn danach zu fragen.

Die Frage nach der Rangordnung unter den Jüngern

Mt 18,1-5; Mk 9,33-37

46Unter den Jüngern kam die Frage auf, wer von ihnen wohl der Größte sei. 47Jesus wusste, was in ihren Herzen vorging. Er nahm ein Kind, stellte es neben sich 48und sagte: »Wer dieses Kind um meinetwillen9,48 W aufgrund von meinem Namen. aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wirklich groß ist der, der unter euch allen der Geringste ist.«

Wer nicht gegen euch ist, der ist für euch

Mk 9,38-40

49Johannes sagte9,49 Od sagte daraufhin. zu Jesus: »Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb. Wir haben versucht, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit uns zusammen dir nachfolgt.« 50Doch Jesus gab ihm zur Antwort: »Hindert ihn nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«

Ein samaritanisches Dorf verweigert Jesus die Gastfreundschaft

51Als die Zeit näher rückte, in der Jesus die Erde verlassen und in den Himmel zurückkehren sollte9,51 W Als die Tage sich erfüllten, in denen er hinaufgenommen werden sollte., machte er sich entschlossen auf den Weg nach Jerusalem.

52Er schickte Boten voraus; diese kamen in ein Dorf in Samarien und wollten dort eine Unterkunft für ihn besorgen. 53Aber weil er auf dem Weg nach Jerusalem war, wollte man ihn nicht aufnehmen. 54Als seine Jünger Jakobus und Johannes das hörten9,54 W sahen., sagten sie: »Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet9,54 AL(1) vernichtet, wie es auch Elia getan hat.55Da wandte sich Jesus zu ihnen um und wies sie streng zurecht.9,55 Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hier die Verse 55b und 56a an: Er sagte: »Ihr wisst nicht (od Wisst ihr nicht), welcher Geist euch bestimmt (od bestimmen soll). 56 Denn der Menschensohn ist nicht gekommen, um das Leben der Menschen zu vernichten, sondern um es zu retten.« 56Sie übernachteten dann in einem anderen Dorf.9,56 W Und sie gingen in ein anderes Dorf.

Kosten der Nachfolge

Mt 8,19-22

57Als sie weitergingen, wurde Jesus von einem Mann angesprochen. »Ich will dir folgen, wohin du auch gehst«, sagte er. 58Jesus erwiderte: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel9,58 W die Vögel des Himmels. ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen kann9,58 W wo er den Kopf hinlegen kann.

59Zu einem anderen sagte Jesus: »Folge mir nach!« Er aber antwortete: »Herr9,59 AL(1) ohne Herr., erlaube mir, zuerst noch ´nach Hause` zu gehen und mich um das Begräbnis meines Vaters zu kümmern9,59 W und meinen Vater zu begraben.60Jesus erwiderte: »Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh und verkünde die Botschaft vom Reich Gottes!«

61Wieder ein anderer sagte: »Ich will dir nachfolgen, Herr; doch erlaube mir, dass ich zuerst noch von meiner Familie Abschied nehme.« 62Jesus erwiderte: »Wer die Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht brauchbar für das Reich Gottes.«