Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
2

Die Geburt Jesu

21In jener Zeit erließ Kaiser Augustus den Befehl an alle Bewohner seines Weltreichs2,1 W an die ganze (bewohnte) Welt., sich ´in Steuerlisten` eintragen zu lassen. 2Es war das erste Mal, dass solch eine Erhebung durchgeführt wurde; damals war Quirinius Gouverneur von Syrien.2,2 Quirinius war von ca. 12 v. Chr. bis 9 n. Chr. maßgeblich an der römischen Politik im Nahen Osten beteiligt. Während seiner Amtszeit als Gouverneur von Syrien – einschließlich des Gebiets von Palästina – in den Jahren 6–9 n. Chr. fand die in Apostelgeschichte 5,37 erwähnte Volkszählung statt. Doch lassen außerbiblische Hinweise die Annahme zu, dass Quirinius schon früher, in den Jahren 6–4 v. Chr., mit der Verwaltung der Provinz Syrien betraut war. Die in Kapitel 2 des Lukas-Evangeliums berichteten Ereignisse fallen in diese erste Amtsperiode des Quirinius, über die allerdings nichts Genaues bekannt ist. 3So ging jeder in die Stadt, aus der er stammte, um sich dort eintragen zu lassen.

4Auch Josef machte sich auf den Weg. Er gehörte zum Haus und zur Nachkommenschaft Davids und begab sich deshalb von seinem Wohnort2,4 W von der Stadt. Nazaret in Galiläa hinauf nach Betlehem in Judäa, der Stadt Davids, 5um sich dort zusammen mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen2,5 Od um sich dort eintragen zu lassen. Maria, seine Verlobte (od seine ihm angetraute Frau), hatte er mitgenommen.. Maria war schwanger. 6Während sie nun in Betlehem waren, kam für Maria die Zeit der Entbindung. 7Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten keinen Platz2,7 Od keinen anderen Platz. in der Unterkunft bekommen.

Engel und Hirten verkünden die Geburt des Messias

8In der Umgebung von Betlehem waren Hirten, die ´mit ihrer Herde` draußen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren Tieren Wache hielten, 9stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, 10aber der Engel sagte zu ihnen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freude herrschen wird.2,10 W Ich verkünde euch als gute Nachricht eine große Freude, die für das ganze Volk sein wird. 11Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias2,11 Od Christus., der Herr. 12An folgendem Zeichen werdet ihr das Kind erkennen: Es ist2,12 W werdet ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden, das ist. in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.«

13Mit einem Mal waren bei dem Engel große Scharen des himmlischen Heeres; sie priesen Gott und riefen:

14»Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe,

und Frieden auf der Erde

für die Menschen2,14 Od unter den Menschen., auf denen sein Wohlgefallen ruht2,14 AL(2) auf der Erde, und bei den Menschen sein Wohlgefallen.

15Daraufhin kehrten die Engel in den Himmel zurück.

Da sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.« 16Sie machten sich auf den Weg, so schnell sie konnten, und fanden Maria und Josef und ´bei ihnen` das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie ´überall`2,17 Od Als sie es sahen, erzählten sie., was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18Und alle, mit denen die Hirten sprachen, staunten über das, was ihnen da berichtet wurde. 19Maria aber prägte sich alle diese Dinge ein2,19 W Maria aber bewahrte alle diese Dinge (od Worte) in ihrem Herzen. und dachte immer wieder darüber nach. 20Die Hirten kehrten zu ihrer Herde zurück. Sie rühmten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten; es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Beschneidung und Namengebung

21Acht Tage später, als die Zeit gekommen war, das Kind zu beschneiden, gab man ihm den Namen Jesus – den Namen, den der Engel genannt hatte, noch bevor Maria das Kind empfing.

Jesus wird im Tempel Gott geweiht

22Als dann die im Gesetz des Mose festgelegte Zeit der Reinigung2,22 Siehe 3. Mose 12. vorüber war, brachten Josef und Maria das Kind nach Jerusalem, um es dem Herrn zu weihen 23und so nach dem Gesetz des Herrn zu handeln, in dem es heißt2,23 W 23 wie es im Gesetz des Herrn geschrieben ist.: »Jede männliche Erstgeburt soll als heilig für den Herrn gelten.«2,23 2. Mose 13,2.12. 24Außerdem brachten sie das Reinigungsopfer dar, für das das Gesetz des Herrn ein Turteltaubenpaar oder zwei junge Tauben vorschrieb.2,24 3. Mose 12,8.

Die Begegnung mit Simeon

25Damals lebte in Jerusalem ein Mann namens Simeon; er war rechtschaffen, richtete sich nach Gottes Willen und wartete auf die Hilfe für Israel2,25 W er war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels.. Der Heilige Geist ruhte auf ihm, 26und durch den Heiligen Geist war ihm auch gezeigt worden, dass er nicht sterben werde2,26 W dass er den Tod nicht sehen werde., bevor er den vom Herrn gesandten Messias2,26 W den Messias/Christus des Herrn. gesehen habe. 27Vom Geist geleitet,2,27 W In dem / Durch den Geist. war er an jenem Tag in den Tempel gekommen. Als nun Jesu Eltern das Kind hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, 28nahm Simeon das Kind in seine Arme, pries Gott und sagte:

29»Herr, nun kann dein Diener in Frieden sterben2,29 W nun lässt du deinen Diener in Frieden gehen.,

denn du hast deine Zusage erfüllt.

30Mit eigenen Augen habe ich das Heil2,30 Od die Rettung. gesehen,

31das du für alle Völker2,31 W im Angesicht aller Völker. bereitet hast –

32ein Licht, das die Nationen erleuchtet,

und der Ruhm deines Volkes Israel2,32 Od und das der Ruhm deines Volkes Israel ist.

33Jesu Vater und Mutter waren erstaunt, als sie Simeon so über ihr Kind reden hörten. 34Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: »Er ist dazu bestimmt, dass viele in Israel an ihm zu Fall kommen und viele durch ihn aufgerichtet werden. Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird – 35so sehr, dass auch dir ein Schwert durch die Seele dringen wird. Aber dadurch wird bei vielen an den Tag kommen, was für Gedanken in ihren Herzen sind.«

Die Prophetin Hanna

36´In Jerusalem` lebte damals auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuels aus dem Stamm Ascher. Sie war schon sehr alt. Nach siebenjähriger Ehe war ihr Mann gestorben2,36 W Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt.; 37sie war Witwe geblieben und war nun vierundachtzig Jahre alt2,37 Od und das nun schon vierundachtzig Jahre lang.. Sie verbrachte ihre ganze Zeit im Tempel und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38Auch sie trat jetzt zu Josef und Maria. Voller Dank pries sie Gott, und zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten, sprach sie über dieses Kind.

Rückkehr nach Nazaret. Jesu Kindheit

39Als Josef und Maria alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn verlangte, kehrten sie nach Galiläa in ihre Heimatstadt Nazaret zurück. 40Jesus wuchs heran; er war ein kräftiges Kind, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jesu Eltern zogen jedes Jahr zum Passafest nach Jerusalem hinauf. 42Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie den Jungen mit und gingen wieder dorthin, wie es der Sitte2,42 W der Sitte des Festes. entsprach. 43Doch als sie sich nach den Festtagen auf den Heimweg machten, blieb Jesus2,43 W blieb der Junge Jesus. in Jerusalem, ohne dass seine Eltern etwas davon wussten. 44Sie dachten, er sei irgendwo in der Pilgerschar. Erst nachdem sie eine Tagereise zurückgelegt hatten, fingen sie an, unter Verwandten und Bekannten nach ihm zu suchen. 45Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück, um ihn dort zu suchen. 46Endlich, nach drei Tagen2,46 Od am dritten Tag., fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Gesetzeslehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. 47Alle, die dabei waren, staunten über die Klugheit seiner Antworten2,47 W staunten über seine Klugheit / sein Verständnis und seine Antworten..

48Seine Eltern waren völlig überrascht, ihn hier zu sehen. »Kind«, sagte seine Mutter zu ihm, »wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich verzweifelt2,48 W mit Schmerzen. gesucht.« 49Jesus erwiderte: »Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss2,49 dass ich in den Angelegenheiten meines Vaters tätig sein muss. W dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört.50Doch sie verstanden nicht, was er damit meinte.

51Jesus kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter behielt alle diese Dinge im Gedächtnis2,51 W behielt alle diese Dinge (od Worte) in ihrem Herzen..

Jesu Jugendzeit

52Jesus nahm weiter zu an Weisheit und wuchs zu einem jungen Mann heran. Gottes Gnade war mit ihm, und die Menschen hatten Freude an ihm.2,52 W Jesus nahm zu an Weisheit und Alter/Körpergröße und Gnade bei Gott und (den) Menschen.

3

Das Wirken Johannes’ des Täufers

Mt 3,1-12; Mk 1,1-8; Joh 1,6-8.19-28

31Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Gouverneur von Judäa, Herodes regierte als Tetrarch3,1 Gemeint ist Herodes Antipas. Siehe dazu und zu Tetrarch die Anmerkung zu Apostelgeschichte 13,1. in Galiläa, sein Bruder Philippus3,1 W Philippus regierte als Tetrarch. in Ituräa und Trachonitis, Lysanias3,1 W Lysanias regierte als Tetrarch. in Abilene; 2Hohepriester waren Hannas und Kajafas.

Da bekam Johannes, der Sohn des Zacharias, in der Wüste von Gott seinen Auftrag.3,2 W Da erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. 3Er durchzog die ganze Jordangegend und rief die Menschen dazu auf, umzukehren und sich taufen zu lassen, um Vergebung der Sünden zu empfangen3,3 W und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.. 4So erfüllte sich, was im Buch3,4 W im Buch der Worte. des Propheten Jesaja steht:

»Hört, eine Stimme ruft in der Wüste:

›Bereitet dem Herrn den Weg!

Ebnet seine Pfade!‹

5Jedes Tal soll aufgefüllt

und jeder Berg und jeder Hügel abgetragen werden.

Krumme Wege müssen begradigt

und holprige eben gemacht werden.

6Und die ganze Welt3,6 W Und alles Fleisch. soll das Heil3,6 Od die Rettung. sehen,

das von Gott kommt.«3,6 Jesaja 40,3-5 (nach der Septuaginta).

7Die Menschen kamen3,7 W gingen … hinaus. in großer Zahl zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Doch er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, ihr könntet dem kommenden Gericht3,7 W Zorn. entgehen? 8Bringt Früchte, die zeigen, dass es euch mit der Umkehr ernst ist3,8 W die der Umkehr angemessen sind., und denkt nicht im Stillen: ›Wir haben ja Abraham zum Vater!‹ Ich sage euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen hier Kinder erwecken. 9Die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gelegt, und jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.«

10Da fragten ihn die Leute: »Was sollen wir denn tun?« 11Johannes gab ihnen zur Antwort: »Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Und wer etwas zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat.«

12Auch Zolleinnehmer kamen, um sich taufen zu lassen; sie fragten ihn: »Meister, was sollen wir tun?« 13Johannes erwiderte: »Verlangt nicht mehr von den Leuten, als festgesetzt ist.«

14»Und wir«, fragten einige Soldaten, »was sollen wir denn tun?« Er antwortete: »Beraubt3,14 Od Misshandelt. und erpresst niemand, sondern gebt euch mit eurem Sold zufrieden!«

15Das Volk war voll Erwartung, und alle fragten sich, ob Johannes etwa der Messias3,15 Od Christus. sei. 16Doch Johannes erklärte vor allen: »Ich taufe euch mit Wasser. Aber es kommt einer, der stärker ist als ich; ich bin es nicht einmal wert, ihm die Riemen seiner Sandalen zu lösen. Er wird euch mit3,16 Od in. dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. 17Er hat die Worfschaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen3,17 W um seine Tenne gründlich zu reinigen.. Den Weizen wird er in die Scheune bringen, die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.«

18Mit diesen und noch vielen anderen ernsten3,18 W ermahnenden. Worten verkündete Johannes dem Volk die Botschaft ´Gottes`. 19Er wies auch den Tetrarchen Herodes zurecht, weil dieser dem eigenen Bruder dessen Frau Herodias weggenommen hatte3,19 W zurecht wegen Herodias, der Frau seines Bruders.. Johannes hielt ihm außerdem all das Böse vor, das er ´sonst noch` getan hatte. 20Da fügte Herodes allem begangenen Unrecht auch noch das hinzu, dass er Johannes ins Gefängnis werfen ließ.

Die Taufe Jesu

Mt 3,13-17; Mk 1,9-11; Joh 1,32-34

21Unter all den vielen, die sich taufen ließen, war auch Jesus.3,21 W Als das ganze Volk sich taufen ließ, ließ auch Jesus sich taufen. Als er nach seiner Taufe betete, öffnete sich der Himmel, 22und der Heilige Geist kam in sichtbarer3,22 W leiblicher. Gestalt wie eine Taube auf ihn herab. Und aus dem Himmel sprach eine Stimme: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Freude.3,22 AL(2) Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Psalm 2,7.«

Der Stammbaum Jesu

Mt 1,1-16

23Jesus war ungefähr dreißig Jahre alt, als er anfing, ´öffentlich zu wirken`. Man hielt ihn für den Sohn Josefs. Josef war der Sohn Elis, 24Eli der Sohn Mattats, Mattat der Sohn Levis, Levi der Sohn Melchis, Melchi der Sohn Jannais, Jannai der Sohn Josefs, 25Josef der Sohn Mattitjas, Mattitja der Sohn des Amos, Amos der Sohn Nahums, Nahum der Sohn Heslis, Hesli der Sohn Naggais, 26Naggai der Sohn Mahats, Mahat der Sohn Mattitjas, Mattitja der Sohn Schimis, Schimi der Sohn Josechs, Josech der Sohn Jodas, 27Joda der Sohn Johanans, Johanan der Sohn Resas, Resa der Sohn Serubbabels, Serubbabel der Sohn Schealtiels, Schealtiel der Sohn Neris, 28Neri der Sohn Melchis, Melchi der Sohn Addis, Addi der Sohn Kosams, Kosam der Sohn Elmadams, Elmadam der Sohn Ers, 29Er der Sohn Josuas, Josua der Sohn Eliesers, Elieser der Sohn Jorims, Jorim der Sohn Mattats, Mattat der Sohn Levis, 30Levi der Sohn Simeons, Simeon der Sohn Judas, Juda der Sohn Josefs, Josef der Sohn Jonams, Jonam der Sohn Eljakims, 31Eljakim der Sohn Meleas, Melea der Sohn Mennas, Menna der Sohn Mattatas, Mattata der Sohn Natans, Natan der Sohn Davids, 32David der Sohn Isais, Isai der Sohn Obeds, Obed der Sohn des Boas, Boas der Sohn Salmons3,32 Die griechische Schreibweise von Salmon lautet in den besten Handschriften wie die von Schelach (Verse 35 und 36), nämlich Sala., Salmon der Sohn Nachschons, 33Nachschon der Sohn Amminadabs, Amminadab der Sohn Admins, Admin der Sohn Arnis, Arni der Sohn Hezrons, Hezron der Sohn des Perez, Perez der Sohn Judas, 34Juda der Sohn Jakobs, Jakob der Sohn Isaaks, Isaak der Sohn Abrahams, Abraham der Sohn Terachs, Terach der Sohn Nahors, 35Nahor der Sohn Serugs, Serug der Sohn Regus, Regu der Sohn Pelegs, Peleg der Sohn Ebers, Eber der Sohn Schelachs, 36Schelach der Sohn Kenans, Kenan der Sohn Arpachschads, Arpachschad der Sohn Sems, Sem der Sohn Noahs, Noah der Sohn Lamechs, 37Lamech der Sohn Metusalems, Metusalem der Sohn Henochs, Henoch der Sohn Jereds, Jered der Sohn Mahalalels, Mahalalel der Sohn Kenans, 38Kenan der Sohn des Enosch, Enosch der Sohn Sets, Set der Sohn Adams; Adam war von Gott erschaffen3,38 W Adam war (der Sohn) Gottes..

4

Die Versuchung Jesu

Mt 4,1-11; Mk 1,12-13

41Erfüllt mit dem Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordangegend. Vierzig Tage war er, vom Geist geführt, in der Wüste 2und wurde4,2 Od Er war, vom Geist geführt, in der Wüste 2 und wurde vierzig Tage lang. vom Teufel versucht. Während jener ganzen Zeit aß er nichts, sodass er am Ende sehr hungrig war.

3Da sagte der Teufel zu ihm: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl diesem Stein hier, er soll zu Brot werden.« 4Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Es heißt in der Schrift: ›Der Mensch lebt4,4 W wird/soll … leben. nicht nur von Brot.‹4,4 5. Mose 8,3.«

5Der Teufel führte ihn an eine hochgelegene Stelle4,5 W führte ihn hinauf., zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde 6und sagte: »Alle diese Macht und Herrlichkeit will ich dir geben. Denn mir ist das alles übergeben, und ich gebe es, wem ich will. 7Du brauchst mich nur anzubeten, und alles gehört dir.« 8Aber Jesus entgegnete: »Es heißt in der Schrift: ›Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen.‹4,8 5. Mose 6,13.«

9Der Teufel führte ihn auch nach Jerusalem, stellte ihn auf einen Vorsprung des Tempeldaches4,9 auf den Rand der Tempelmauer. und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich von hier hinunter! 10Denn es heißt in der Schrift:

›Er wird seine Engel schicken4,10 W Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben.,

damit sie dich behüten.

11Sie werden dich auf ihren Händen tragen,

damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt.‹4,11 Psalm 91,11.12.«

12Jesus erwiderte: »Es heißt aber auch: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!‹4,12 5. Mose 6,16.«

13Nachdem der Teufel alles versucht hatte, um Jesus zu Fall zu bringen4,13 W Nachdem der Teufel jede Versuchung beendet hatte., ließ er ihn für einige Zeit4,13 Od bis zu einer günstigen Gelegenheit. in Ruhe.

Jesu erstes öffentliches Wirken in Galiläa

Mt 4,12-17; Mk 1,14-15

14Erfüllt mit der Kraft des Geistes, kehrte Jesus nach Galiläa zurück. Bald sprach man in der ganzen Gegend von ihm. 15Er lehrte in den4,15 W in ihren. Synagogen und wurde von allen hoch geachtet.

Jesus in seiner Heimatstadt Nazaret

Mt 13,54-58; Mk 6,1-6a

16So kam Jesus auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war. Am Sabbat ging er, wie er es gewohnt war, in die Synagoge. Er stand auf, um ´aus der Schrift` vorzulesen, 17und man reichte ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er rollte sie auf und las4,17 W fand. die Stelle, an der es heißt:

18»Der Geist des Herrn ruht auf mir,

denn der Herr hat mich gesalbt.

Er hat mich gesandt mit dem Auftrag,

den Armen gute Botschaft zu bringen4,18 Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hinzu: und die zu heilen, deren Herz zerbrochen ist.,

den Gefangenen zu verkünden, dass sie frei sein sollen,

und den Blinden, dass sie sehen werden,

den Unterdrückten die Freiheit zu bringen,

19und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen.«4,19 Jesaja 61,1.2; 58,6.

20Jesus rollte die Buchrolle zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn gespannt an. 21Er begann zu reden. »Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt«, sagte er zu ihnen. »Ihr seid Zeugen.«4,21 W erfüllt vor euren Ohren«, sagte er zu ihnen.

22Alle waren von ihm beeindruckt und staunten über seine Worte. Sie mussten zugeben, dass das, was er sagte, ihm von Gott geschenkt war.4,22 Od und staunten über die Botschaft von Gottes Gnade, die er ihnen verkündete. W 22 Alle legten Zeugnis für ihn ab (od stimmten ihm zu) und staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen. »Aber ist er denn nicht der Sohn Josefs?«, fragten sie.

23Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet mir sicher das Sprichwort vorhalten: ›Arzt, hilf dir selbst!‹ und werdet sagen: ›Wie wir gehört haben, hast du in Kafarnaum große Dinge getan. Nun, dann tu sie auch hier in deiner Vaterstadt!‹«

24»Ich sage euch«, fuhr Jesus fort, »kein Prophet gilt etwas in seiner Vaterstadt. 25Im Übrigen erinnere ich euch an Folgendes4,25 W 25 Wahrheitsgemäß sage ich euch / Wahrhaftig, ich sage euch.: Es gab in Israel viele Witwen, als es in den Tagen Elias drei Jahre und sechs Monate nicht regnete4,25 W als in den Tagen Elias der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war. und im ganzen Land eine große Hungersnot herrschte. 26Und doch wurde Elia zu keiner von ihnen geschickt, sondern zu einer Witwe in Sarepta im Gebiet von Sidon. 27Und zur Zeit des Propheten Elisa gab es in Israel viele Aussätzige. Aber nicht einer von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.«

28Als die Leute in der Synagoge das hörten, packte sie alle die Wut. 29Sie sprangen auf, zerrten Jesus zur Stadt hinaus und führten ihn an einen Abhang des Hügels, auf dem ihre Stadt erbaut war; dort wollten sie ihn hinunterstürzen. 30Jesus aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging fort.

Austreibung eines bösen Geistes in der Synagoge von Kafarnaum

Mk 1,21-28

31Jesus ging hinunter nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und sprach4,31 W lehrte. dort am Sabbat zu den Menschen. 32Sie waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er redete mit Vollmacht.

33In der Synagoge war auch ein Mann, der einen bösen Geist hatte, einen Dämon4,33 W der einen Geist, einen unreinen Dämon, hatte.. Er schrie mit lauter Stimme: 34»Was4,34 W »Ach (Lass uns in Ruhe)! Was. willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten?4,34 Du bist gekommen, um uns zugrunde zu richten! Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!« – 35»Schweig!«, befahl ihm Jesus. »Verlass diesen Mann!« Da warf der Dämon den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihm noch etwas antun zu können.

36Furcht und Staunen ergriff alle, und sie sagten zueinander: »Was für eine Vollmacht und Kraft hat sein Wort! Er befiehlt den bösen Geistern4,36 W Was ist das für ein Wort?! Denn mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern. auszufahren, und sie fahren aus.« 37Bald gab es in der ganzen Gegend keinen Ort mehr, an dem man nicht von Jesus sprach.

Weiteres Wirken Jesu in Kafarnaum

Mt 8,14-17; Mk 1,29-34

38Von der Synagoge aus ging Jesus4,38 Od Jesus verließ die Synagoge und ging. in das Haus Simons. Dessen Schwiegermutter hatte hohes Fieber, und man bat Jesus, ihr zu helfen. 39Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber, sie zu verlassen. Das Fieber verschwand, und sofort stand sie auf und sorgte für das Wohl Jesu und seiner Begleiter4,39 W stand sie auf und diente ihnen..

40Als die Sonne unterging, brachten alle Leute ihre Kranken zu Jesus – Menschen mit den verschiedensten Leiden. Er legte jedem Einzelnen von ihnen die Hände auf und heilte sie. 41Von vielen fuhren auch Dämonen aus; diese schrien: »Du bist der Sohn Gottes!« Aber Jesus trat ihnen mit Nachdruck entgegen und verbot ihnen zu reden; denn sie wussten, dass er der Messias4,41 Od Christus. war.

Jesu Botschaft soll alle erreichen

Mk 1,35-39

42Bei Tagesanbruch verließ Jesus ´das Haus4,42 Od die Stadt.` und ging an einen einsamen Ort. Doch die Leute suchten ihn, bis sie ihn gefunden hatten. Sie wollten ihn festhalten und verhindern, dass er von ihnen wegging. 43Aber er sagte zu ihnen: »Ich muss auch den anderen Städten die Botschaft vom Reich Gottes verkünden, denn dazu bin ich gesandt worden.« 44Von da an verkündete er die Botschaft vom Reich Gottes überall in den Synagogen des jüdischen Landes4,44 Od in den Synagogen von Judäa (aL(2) von Galiläa)..