Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Melchisedek – ein Priester wie Jesus Christus

71Was wissen wir denn von Melchisedek? Er war – ´wie es in der Schrift heißt` – König von Salem und Priester des höchsten Gottes. Als Abraham siegreich vom Kampf gegen die Könige zurückkehrte, ging – ´so wird uns berichtet` – Melchisedek ihm entgegen und segnete ihn, 2und Abraham gab ihm den zehnten Teil von allem, was er erbeutet hatte.7,2 1. Mose 14,17-20. Der Name Melchisedek bedeutet »König der Gerechtigkeit«, und König von Salem7,2 Eine kanaanäische Stadt, wahrscheinlich das spätere Jerusalem. bedeutet »König des Friedens«. 3´Ansonsten wird nichts über ihn mitgeteilt:` Kein Vater ´wird erwähnt`, keine Mutter, kein Stammbaum, kein Anfang und kein Ende seines Lebens. Er, der dem Sohn Gottes gleicht, bleibt ´sozusagen` Priester für immer und ewig.

Melchisedek und Abraham

4Wie bedeutend Melchisedek war, seht ihr daran, dass ´kein Geringerer als` Abraham, der Stammvater ´unseres Volkes`, ihm den besten Teil seiner Beute als Zehnten gab7,4 Od ihm von seiner Beute den Zehnten gab.. 5Nach den Bestimmungen des Gesetzes steht der Zehnte denen zu, denen das Priesteramt übertragen ist, den Nachkommen von Levi7,5 Od steht der Zehnte denjenigen unter den Nachkommen von Levi zu, denen das Priesteramt übertragen ist., und sie erheben ihn vom Volk, also von ihren Brüdern, die ´wie sie` von Abraham abstammen. 6Melchisedek jedoch war in keiner Weise mit den Leviten verwandt, und trotzdem nahm er von Abraham den Zehnten entgegen.

Außerdem hat er ihn gesegnet – ihn, der die Zusagen ´Gottes für unser Volk bekommen` hat; 7und niemand wird bestreiten, dass der, der segnet, über dem steht, der gesegnet wird.

8Dazu kommt noch etwas: Im Fall der Leviten sind es sterbliche Menschen, die den Zehnten erhalten; bei Melchisedek hingegen wird nichts von einem Ende seines Lebens berichtet7,8 W wird bezeugt, dass er lebt..

9Und im Grunde genommen hat durch Abraham auch Levi den Zehnten entrichtet – er, der ´normalerweise` den Zehnten erhebt. 10Denn weil er von Abraham abstammt, war er – so könnte man sagen – schon dabei7,10 W Denn er war noch in der Lende seines Vaters., als Abraham und Melchisedek sich begegneten.

Die Ablösung des levitischen Priestertums durch eine neue Ordnung

11Wenn nun das levitische Priestertum zur Vollkommenheit führen könnte – und das Gesetz, das unserem Volk gegeben wurde, kennt ja kein anderes Priestertum7,11 Od und das Gesetz wurde unserem Volk auf der Grundlage dieses Priestertums gegeben. –, wäre es dann nötig gewesen, einen Priester einzusetzen, der zu einer ganz anderen Ordnung gehört – einen Priester wie Melchisedek und nicht einen wie Aaron? 12Und wohlgemerkt: Eine Änderung der priesterlichen Ordnung bedeutet zwangsläufig eine Änderung des Gesetzes überhaupt!

13Dieser Priester, auf den die Schrift hinweist7,13 Od Der Priester, von dem hier die Rede ist., gehört in der Tat einem ganz anderen Stamm ´unseres Volkes` an, einem Stamm, von dem nie jemand den Dienst am Altar versehen hat. 14Denn wie wir alle wissen, kommt unser Herr aus Juda, und Mose hat nie etwas von Priestern aus diesem Stamm gesagt.

15Und noch viel deutlicher wird das Ganze, wenn wir uns klar machen, dass sich die Einsetzung dieses anderen Priesters – genau wie bei Melchisedek – 16nicht auf eine bestimmte vom Gesetz vorgeschriebene Abstammung7,16 W nicht auf ein fleischliches/leibliches Gebot, d. h. auf ein Gebot, das von der leiblich-irdischen Abstammung handelt. Andere verstehen darunter menschlich-vergängliche Bestimmungen. gründet, sondern auf die Kraft eines ´ewigen`, unzerstörbaren Lebens. 17Das wird von jener Stelle in der Schrift bestätigt, an der es heißt: »Du sollst für alle Zeiten Priester sein – ein Priester von derselben priesterlichen Ordnung wie Melchisedek.«7,17 Psalm 110,4.

18Damit ist also die Ordnung, die früher galt, außer Kraft gesetzt, weil sie sich als ohnmächtig erwies und ´letztlich` keinen Nutzen brachte; 19das Gesetz ist nicht imstande gewesen, zur Vollkommenheit zu führen. An die Stelle jener Ordnung ist etwas getreten, was uns eine Hoffnung gibt, die alles Frühere in den Schatten stellt, und was uns einen ungehinderten Zugang zu Gott möglich macht.7,19 W An ihre Stelle ist eine bessere Hoffnung getreten, durch die wir uns Gott nahen.

Jesus – der Garant eines besseren Bundes

20Wie groß der Unterschied zur alten Ordnung ist, zeigt sich auch daran, dass Jesus mit einem Eid in seinem Priesteramt bestätigt wurde. Bei den levitischen Priestern gab es keinen solchen Eid; 21aber als Jesus zum Priester eingesetzt wurde, machte Gott ihm eine Zusage, die er mit einem Eid bekräftigte. Es heißt in der Schrift: »Der Herr hat geschworen: ›Du sollst für immer Priester sein‹, und er wird seine Zusage nie zurücknehmen.«7,21 Psalm 110,4. 22Dieser Schwur macht unmissverständlich deutlich, dass Jesus der Garant eines besseren Bundes ist.

23Nach der alten Ordnung gab es eine lange Reihe von Priestern; ´einer folgte auf den anderen,` weil sie alle durch den Tod daran gehindert wurden, im Amt zu bleiben. 24Jesus aber lebt für immer, weshalb sein Priestertum unvergänglich7,24 unübertragbar. ist. 25Und das ist auch der Grund dafür, dass er alle vollkommen7,25 Od für immer. retten kann, die durch ihn zu Gott kommen. Er, der ewig lebt, wird nie aufhören, für sie einzutreten.

Die Vollkommenheit des neuen Hohenpriesters

26Ein solcher Hoherpriester war genau das, was wir nötig hatten: einer, der durch und durch heilig und ohne jede Schuld ist und an dem Gott nichts auszusetzen hat, einer, der sich grundlegend von uns sündigen Menschen unterscheidet und dessen Platz hoch über dem höchsten Himmel ist7,26 Manche sehen in der zweiten Vershälfte einen Bezug auf Jesu Himmelfahrt und übersetzen: einer, der von uns sündigen Menschen getrennt und hoch über den höchsten Himmel erhoben worden ist.. 27Im Gegensatz zu den levitischen Hohenpriestern muss er nicht Tag für Tag Opfer darbringen und muss auch nicht mit einem Opfer für eigene Sünden beginnen, ehe er für die Sünden des Volkes opfern kann. Nein, Jesus hat nur ein einziges Mal ein Opfer dargebracht, nämlich sich selbst, und dieses Opfer gilt für immer.

28Die vom Gesetz ernannten Hohenpriester sind schwache, mit Fehlern behaftete Menschen. Doch der, den Gott durch einen Eid zum Hohenpriester eingesetzt hat (und das tat er lange, nachdem er das Gesetz gegeben hatte!), ist sein eigener Sohn – ein für immer und ewig vollkommener7,28 W vollkommen gemachter. Hoherpriester.

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Jesus, der Hohepriester des himmlischen Heiligtums …

81Der entscheidende Punkt bei dem allem ist der: Wir haben einen Hohenpriester8,1 Od Wir haben tatsächlich einen solchen Hohenpriester, ´wie wir ihn nötig hatten / wie wir ihn eben beschrieben haben`., der den Platz an der rechten Seite der höchsten Majestät eingenommen hat, den Ehrenplatz auf dem Thron Gottes im Himmel, 2und der seinen Dienst im wahren Heiligtum versieht, in dem Zelt, das vom Herrn errichtet wurde und nicht von Menschen.

3Jeder Hohepriester ist ja dazu eingesetzt, Gaben und Opfer darzubringen. Daher muss auch der Hohepriester, von dem wir sprechen, etwas haben, was er Gott opfern kann. 4Nur könnte er hier auf der Erde gar nicht Priester sein8,4 Od hier auf der Erde nicht einmal ein gewöhnlicher Priester sein. Möglich ist auch die Wiedergabe der Verse 3b und 4a in der Vergangenheitsform: Daher musste auch … was er Gott opfern konnte. Nur hätte er hier auf der Erde gar nicht Priester sein können., denn hier werden die Opfer von denen dargebracht, die vom Gesetz dazu bestimmt sind8,4 Od denn hier sind diejenigen als Priester tätig, die die Opfer so darbringen, wie es vom Gesetz vorgeschrieben ist..

5Ihr Dienst vollzieht sich freilich in einem ´Heiligtum`, das nur ein Abbild und ein Schatten der himmlischen Wirklichkeit ist. Aus diesem Grund erhielt Mose, als er sich an den Bau des heiligen Zeltes machte, die Anweisung: »Achte darauf, dass du alles genau nach dem Vorbild ausführst, das dir auf dem Berg gezeigt wurde!«8,5 2. Mose 25,40. 6Der Dienst hingegen, der Jesus übertragen wurde, ist von unvergleichlich größerer Bedeutung.

… und der Vermittler eines neuen Bundes

Jesus ist ja auch der Vermittler eines viel besseren Bundes, der sich auf viel weiter reichende Zusagen stützt8,6 der sich auf festere Zusagen stützt. W der auf der Grundlage von besseren Zusagen geschlossen wurde.. 7Schließlich hätte Gott keinen Anlass gehabt, einen zweiten Bund zu schließen, wenn der erste nicht Mängel aufgewiesen hätte. 8Dass dieser tatsächlich unvollkommen war, macht die Schriftstelle klar, an der berichtet wird, wie Gott sein Volk tadelt8,8 Manche übersetzen aufgrund einer anderen Lesart (aL(2)): an der berichtet wird, was Gott – den alten Bund tadelnd – zu seinem Volk sagt.:

»Der Tag kommt, sagt der Herr,

an dem ich mit dem Volk von Israel

und mit dem Volk von Juda einen neuen Bund schließen werde.

9Er wird anders sein als der,

den ich mit ihren Vorfahren geschlossen hatte,

als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten führte.

An jenen8,9 W meinen. Bund haben sie sich nicht gehalten,

weshalb ich mich von ihnen abgewandt habe, sagt der Herr.

10Der zukünftige Bund jedoch, den ich mit Israel schließen werde, wird so aussehen:

Ich werde – sagt der Herr – meine Gesetze in ihr Innerstes legen

und werde sie in ihre Herzen schreiben.

Ich werde ihr Gott sein,

und sie werden mein Volk sein.

11Keiner muss seinen Mitbürger dann noch belehren,

keiner mehr zu seinem Bruder sagen:

›Komm und lerne den Herrn kennen!8,11 W Erkenne den Herrn!

Nein, vom Kleinsten bis zum Größten

werden alle mich kennen.

12Denn ich werde ihnen alles Unrecht vergeben

und werde nie mehr an ihre Sünden denken.«8,12 Jeremia 31,31-34.

13Indem Gott von einem neuen Bund spricht, erklärt er den ersten für veraltet. Was aber alt ist und ausgedient hat, wird bald ganz verschwinden.
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Das Heiligtum des ersten Bundes

91Nun gehörten ja bereits zum ersten Bund gottesdienstliche Vorschriften, und es gab schon damals ein Heiligtum – allerdings ein irdisches, 2ein Zelt9,2 2. Mose 26,1-30., das folgendermaßen aufgebaut und eingerichtet war: Es hatte einen vorderen Raum, in dem der Leuchter9,2 2. Mose 25,31-40., der Tisch9,2 2. Mose 25,23-30. und – darauf ausgelegt – die geweihten Brote waren. Dieser erste Raum des Zeltes, ´den man durch einen Vorhang betrat,` wurde das Heilige genannt. 3Dahinter befand sich, durch einen weiteren Vorhang abgetrennt, ein zweiter Raum, das so genannte Allerheiligste9,3 2. Mose 26,31-33., 4zu dem der goldene Räucheraltar9,4 2. Mose 30,1-10. und die ganz mit Gold überzogene Bundeslade9,4 2. Mose 25,10-22. gehörten. In dieser waren der goldene Krug mit dem Manna9,4 Die Nahrung, mit der Gott die Israeliten in der Zeit ihrer Wüstenwanderung versorgte (2. Mose 16)., der Stab Aarons, der Blüten getrieben hatte9,4 4. Mose 17,16-26., und die ´beiden` Steintafeln ´mit den Gesetzesbestimmungen` des Bundes9,4 2. Mose 25,16; 5. Mose 10,1-5.. 5Auf der Bundeslade standen – als Hinweis auf die Gegenwart der Herrlichkeit Gottes – zwei Kerube, die ihre Flügel über der Deckplatte der Lade, dem so genannten Sühnedeckel, ausbreiteten.9,5 Die Kerube waren geflügelte Figuren, vermutlich symbolische Darstellungen von Engeln. 2. Mose 25,18-22.

6So sahen also – ohne dass wir jetzt auf weitere Einzelheiten einzugehen brauchen – Aufbau und Einrichtung des Heiligtums aus. Jeden Tag nun betraten die Priester den vorderen Raum des Zeltes, um dort ihre gottesdienstlichen Pflichten zu erfüllen. 7Den hinteren Raum jedoch durfte nur der Hohepriester betreten, und zwar nur ein einziges Mal im Jahr und nur mit dem Blut ´von Opfertieren`. Dieses Blut brachte er als Opfer für seine eigenen Verfehlungen9,7 W für seine eigenen aus Unwissenheit begangenen Sünden. Zum ganzen Vers siehe 3. Mose 16,1-19. und für die des Volkes dar.9,7 3. Mose 16,1-19.

8Was lehrt uns der Heilige Geist durch das alles? Er macht deutlich, dass der Weg ins ´himmlische` Heiligtum nicht offen ist, solange die Bestimmungen des irdischen Zeltes in Kraft sind9,8 Od dass der Weg ins Allerheiligste nicht offen ist, solange der vordere Raum des Zeltes Bestand hat.. 9Dieses Zelt ist nämlich ein Sinnbild, dessen volle Bedeutung wir erst in der heutigen Zeit verstehen9,9 Od ein Sinnbild für die alte Ordnung, die wir ja bis in unsere Zeit vor Augen haben. W ein Sinnbild im Hinblick auf (od bis in; od für) die gegenwärtige Zeit.: Die Gaben und Opfer, die nach den Vorschriften des Gesetzes dargebracht werden, sind nicht imstande, den Opfernden wirklich von seiner Schuld zu befreien und sein Gewissen zur Ruhe zu bringen9,9 W den Opfernden seinem Gewissen nach vollkommen zu machen.. 10Bei allen diesen Vorschriften geht es um Äußerlichkeiten9,10 um den äußeren Menschen. – um Fragen des Essens und Trinkens und um eine Vielzahl9,10 Od geht es um Äußerlichkeiten – genauso wie bei den Bestimmungen über Essen und Trinken und über die Vielzahl. von rituellen Waschungen –, und sie gelten deshalb auch nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue und bessere Ordnung9,10 W eine richtige Ordnung. eingeführt wird.

Das Opfer des Hohenpriesters Christus

11´Jetzt aber ist diese Zeit angebrochen, denn jetzt` ist Christus gekommen, der Hohepriester, der uns die wahren Güter gebracht hat9,11 Manche übersetzen aufgrund einer anderen Lesart (aL(2)): der uns die wahren Güter bringen wird. Allerdings lässt sich diese Lesart auch so verstehen: der uns die angekündigten wahren Güter gebracht hat.. Er hat ein größeres und vollkommeneres Zelt durchschritten, ein Zelt, das nicht von Menschen gemacht wurde und nicht zu dieser Schöpfung gehört. 12Und was ihm den Weg ins Heiligtum9,12 Od ins Allerheiligste. öffnete9,12 Und das, womit er ins Heiligtum hineinging., war nicht das Blut von Böcken und Kälbern, sondern sein eigenes Blut. Ein einziges Mal ist er hineingegangen, und die Erlösung, die er bewirkt hat, gilt für immer und ewig9,12 Od hineingegangen, nachdem er eine Erlösung bewirkt hat, die für immer und ewig gilt..

13Nun reinigt9,13 W heiligt. zwar auch das Blut von Böcken und Stieren, aber dabei handelt es sich nur um eine äußerliche Reinheit. Und nicht anders ist es, wenn die, die unrein geworden sind, mit der ´in Wasser aufgelösten` Asche einer jungen Kuh besprengt werden.9,13 4. Mose 19,1-10.17-19. 14Das Blut Christi jedoch hat eine unvergleichlich größere Wirkung. Denn als Christus sich selbst, von Gottes ewigem Geist geleitet9,14 Od von seinem ewigen Geist geleitet. W durch (den) ewigen Geist., Gott dargebracht hat, war das ein Opfer, dem kein Makel anhaftete. Deshalb reinigt uns sein Blut bis in unser Innerstes; es befreit unser Gewissen von der Belastung durch Taten, die letztlich zum Tod führen9,14 Od von der Belastung durch nutzlose religiöse Riten. W Deshalb reinigt sein Blut unser (aL(1) euer) Gewissen von toten Werken., sodass es uns jetzt möglich ist, dem lebendigen Gott zu dienen.

15Christus ist also der Vermittler eines neuen Bundes. Mit seinem Tod hat er für die unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen bezahlt, sodass jetzt alle, die Gott berufen hat, losgekauft sind und das ihnen zugesagte unvergängliche Erbe in Besitz nehmen können.

16´Mit dem neuen Bund verhält es sich wie mit einem Testament.`9,16 Das Griechische benutzt für Testament dasselbe Wort wie für Bund. Um ein Testament vollstrecken zu können, muss man nachweisen, dass der, der es aufgesetzt hat, gestorben ist. 17Erst im Todesfall wird es gültig; solange der Betreffende lebt, ist es noch nicht rechtskräftig.

18Aus demselben Grund konnte auch der erste Bund nicht ohne Blut in Kraft treten. 19Nachdem Mose das Gesetz9,19 Nachdem Mose, wie es das Gesetz befahl. Zum ganzen Vers siehe 2. Mose 24,3.6-8. vor versammeltem Volk Gebot um Gebot verlesen hatte, nahm er das Blut von Kälbern und Böcken9,19 AL(1) ohne und Böcken. sowie Wasser, scharlachrote Wolle und ein Ysop-Büschel, besprengte mit dem Blut sowohl das Gesetzbuch als auch das ganze Volk 20und erklärte: »Das ist das Blut des Bundes, zu dessen Einhaltung Gott euch verpflichtet hat9,20 Od des Bundes, den Gott im Hinblick auf euch angeordnet (d. h. geschlossen) hat. 2. Mose 24,8.9,20 Zu den Versen 19 und 20 siehe 2. Mose 24,8. 21Ebenso9,21 Od In der gleichen Weise. besprengte Mose auch das heilige Zelt und alle für den Gottesdienst bestimmten Geräte mit Blut. 22Überhaupt ist nach dem Gesetz fast jedes Mal Blut nötig, wenn etwas gereinigt werden muss, und ohne das Blut eines Opfers gibt es keine Vergebung.9,22 3. Mose 17,11.

23Mit solchen Mitteln müssen also die Einrichtungen des alten Bundes gereinigt werden. Aber diese sind ja nur ein Abbild der himmlischen Wirklichkeit. Wo es um die himmlische Wirklichkeit selbst geht9,23 Od Wo es um die Reinigung der himmlischen Dinge selbst geht., sind bessere Opfer erforderlich.9,23 W 23 Hiermit müssen also die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber mit besseren Opfern als diesen. 24Christus ist schließlich nicht in eine von Menschenhand gemachte Nachbildung des wahren Heiligtums9,24 Od des wahren Allerheiligsten. hineingegangen, sondern in den Himmel selbst, wo er sich nun unmittelbar bei Gott für uns einsetzt.

25Der ´levitische` Hohepriester betritt das Heiligtum9,25 Od das Allerheiligste. viele Male ´im Lauf seines Lebens` – Jahr für Jahr von neuem –, und immer mit dem Blut eines Tieres, nicht mit seinem eigenen Blut9,25 W und immer mit fremdem Blut.. Christus hingegen brachte sich selbst als Opfer dar, und er brauchte das nur ein einziges Mal zu tun9,25 und er brauchte dazu nur ein einziges Mal ins Heiligtum / ins Allerheiligste hineinzugehen.. 26Andernfalls hätte er ja seit der Erschaffung der Welt schon viele Male leiden ´und sterben` müssen. Tatsache jedoch ist, dass er nur einmal in die Welt kam – jetzt, am Ende der Zeiten –, um uns durch das Opfer seines eigenen Leibes von der Sünde zu befreien.

27Sterben müssen alle Menschen; aber sie sterben nur einmal, und darauf folgt das Gericht. 28Genauso wurde auch Christus nur einmal als Opfer dargebracht – als Opfer, das die Sünden der ganzen Menschheit9,28 W die Sünden von vielen. auf sich nahm. Wenn er wiederkommt, kommt er nicht mehr wegen der Sünde, sondern um denen Rettung zu bringen, die auf ihn warten.