Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
12

Im Kampf des Glaubens auf Jesus blicken

121Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt12,1 W 1 Deshalb wollen auch wir, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, alles Beschwerliche und (od und zwar; od und vor allem) die leicht umschlingende Sünde ablegen und mit Ausdauer den uns auferlegten (od den vor uns liegenden) Kampf durchlaufen., 2und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Weil Jesus wusste, welche Freude auf ihn wartete, nahm er den Tod am Kreuz auf sich, und auch die Schande, die damit verbunden war, konnte ihn nicht abschrecken. Deshalb sitzt er jetzt auf dem Thron im Himmel an Gottes rechter Seite.12,2 W 2 und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter und Vollender des Glaubens, der wegen der vor ihm liegenden Freude (od anstelle der Freude, die er hätte haben können) das Kreuz erduldete, ohne die Schande zu beachten, und der sich auf die rechte Seite von Gottes Thron gesetzt hat.

3Wenn ihr also in der Gefahr steht, müde zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von sündigen Menschen angefeindet12,3 AL(1) Wie sehr haben sündige Menschen ihn – zu ihrem eigenen Verderben – angefeindet., und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren.

Gott erzieht uns wie ein Vater seine Kinder

4Bisher habt ihr in dem Kampf gegen die Sünde, ´den wir alle zu führen haben und` in dem auch ihr steht, noch nicht das Leben lassen müssen. 5Außerdem dürft ihr jenes ermutigende Wort in der Schrift nicht vergessen12,5 Od 4 Bisher habt ihr bei eurem Kampf gegen die Sünde noch nicht mit letzter Entschiedenheit Widerstand geleistet. 5 Außerdem habt ihr – ´so scheint mir` – jenes ermutigende Wort in der Schrift vergessen., das an euch als Gottes Kinder gerichtet ist.

»Mein Sohn«, heißt es dort,

»lehne dich nicht dagegen auf12,5 W verachte es nicht.,

wenn der Herr dich mit strenger Hand erzieht!

Lass dich nicht entmutigen,

wenn er dich zurechtweist!

6Denn wen der Herr liebt,

den erzieht er mit ´der nötigen` Strenge;

jeden, den er als seinen Sohn annimmt,

lässt er auch seine strafende Hand spüren.«12,6 Sprüche 3,11.12.

7Wenn ihr also Nöte durchmachen müsst, dann seht darin12,7 Od dann liegt das an. Gottes Absicht, euch zu erziehen.12,7 W 7 Erduldet ´die Nöte` / Ihr erduldet ´die Nöte` um der Erziehung willen. Er macht es mit euch wie ein Vater mit seinen Kindern. Oder gibt es einen Sohn, der von seinem Vater nicht mit strenger Hand erzogen wird? 8Mit allen seinen Kindern ist Gott auf diese Weise verfahren.12,8 Od Mit Kindern ist immer auf diese Weise verfahren worden. Wenn er euch nicht erziehen würde, würde das heißen, dass ihr gar nicht seine rechtmäßigen Kinder seid12,8 W dass ihr uneheliche ´Kinder` und nicht ´rechtmäßige` Kinder seid..

9Und überlegt euch auch Folgendes: Unsere leiblichen Väter haben uns mit ´der nötigen` Strenge erzogen, und wir hatten Respekt vor ihnen. Müssen wir uns da nicht noch viel mehr dem Vater unterordnen, der allen Wesen Geist und Leben gibt12,9 Od dem Vater unterordnen, dem wir unser neues/geistliches Leben verdanken. W dem Vater der Geister unterordnen.? Denn sich ihm unterzuordnen bedeutet wahres Leben. 10Unsere leiblichen Väter haben uns nur eine verhältnismäßig kurze Zeit erzogen, und zwar so, wie es ihren Vorstellungen entsprach. Gott aber ´weiß wirklich`, was zu unserem Besten dient; er erzieht uns so, dass wir an seiner Heiligkeit Anteil bekommen. 11Mit strenger Hand erzogen zu werden tut weh und scheint zunächst alles andere als ein Grund zur Freude zu sein. Später jedoch trägt eine solche Erziehung bei denen, die sich erziehen lassen, reiche Früchte: Ihr Leben wird von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sein.12,11 W Später jedoch gibt diese Erziehung denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.

Gemeinsames und entschlossenes Vorwärtsgehen

12Darum stärkt eure müden Hände und eure zitternden Knie12,12 Vergleiche Jesaja 35,3. 13und lenkt eure Schritte entschlossen in die richtige Richtung12,13 Vergleiche Sprüche 4,26.! Denn die lahm gewordenen Glieder dürfen sich nicht auch noch ausrenken12,13 dürfen nicht auch noch vom Weg abkommen., sondern sollen wieder heil werden.

14Bemüht euch mit ganzer Kraft um Frieden mit jedermann und richtet euch in allem nach Gottes Willen aus! Denn ohne ein geheiligtes Leben12,14 W um Frieden mit allen und um die Heiligung, denn ohne sie. wird niemand den Herrn sehen.

15Achtet darauf, dass niemand sich selbst von Gottes Gnade ausschließt! Lasst nicht zu, dass aus einer bitteren Wurzel eine Giftpflanze hervorwächst, die12,15 dass Bitterkeit unter euch Wurzeln schlägt und. Unheil anrichtet; sonst wird am Ende noch die ganze Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen12,15 W die Unheil anrichtet, und dass durch sie viele verunreinigt werden.. 16Achtet auch darauf, dass niemand ein unmoralisches Leben führt12,16 dass niemand sich treulos von Gott abwendet. oder mit heiligen Dingen so geringschätzig umgeht wie Esau, der sein Erstgeburtsrecht für eine einzige Mahlzeit verkaufte. 17Ihr wisst, wie es ihm später erging: Als er den Segen bekommen wollte, der ihm als dem Erstgeborenen zustand, musste er erfahren, dass Gott ihn verworfen hatte12,17 Od zustand, wurde er von seinem Vater abgewiesen. W Als er den Segen erben wollte, wurde er verworfen.. Er fand keine Möglichkeit mehr, ´das Geschehene` rückgängig zu machen12,17 Od Er fand keine Möglichkeit mehr zur Umkehr. Er fand keine Möglichkeit mehr, ´seinen Vater` umzustimmen., so sehr er sich auch unter Tränen darum12,17 Od um den Segen. bemühte.

Die Zugehörigkeit zum neuen Bund: Vorrecht und Verantwortung

18Nun habt ihr Gott ja auf ganz andere Weise kennen gelernt als die Israeliten damals am Sinai12,18 Siehe 2. Mose 19 und 20 und 5. Mose 4 und 5.. Der Berg, zu dem sie kamen, war ein irdischer Berg. Er stand in Flammen und war in dunkle Wolken gehüllt.12,18 W 18 Denn ihr seid nicht zu einem berührbaren und in Flammen stehenden ´Berg` (od zu einem berührbaren ´Berg` und zu einem lodernden Feuer) und zu einer Dunkelheit gekommen. Es herrschte Finsternis, ein Sturm tobte, 19Posaunenschall ertönte, und eine Stimme sprach zu ihnen, ´vor der sie sich so fürchteten, dass` sie inständig baten, kein weiteres Wort mehr hören zu müssen. 20Denn schon zuvor, als es hieß, alle müssten gesteinigt werden, die dem Berg zu nahe kämen – gleich, ob Menschen oder Tiere12,20 2. Mose 19,12.13. –, hatten Angst und Schrecken sie befallen. 21Das ganze Geschehen, das sich vor ihren Augen abspielte, war so Furcht erregend, dass selbst Mose bekannte, er zittere vor Angst.12,21 Vergleiche 5. Mose 9,19.

22Ihr hingegen seid zum Berg Zion gekommen, zur Stadt12,22 Od und zur Stadt. des lebendigen Gottes, zu dem Jerusalem, das im Himmel ist. Ihr seid zu der festlichen Versammlung einer unzählbar großen Schar von Engeln gekommen 23und zu der Gemeinde von Gottes Erstgeborenen12,23 Od Ihr seid zu einer unzählbar großen Schar von Engeln gekommen und zu der festlichen Versammlung 23 der Gemeinde von Gottes Erstgeborenen., deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr seid zu Gott selbst gekommen, dem Richter, vor dem sich alle verantworten müssen, und zu den Gerechten, die bereits vollendet sind und deren Geist bei Gott ist12,23 W und zu den Geistern der vollendeten Gerechten.. 24Und ihr seid zu dem Vermittler des neuen Bundes gekommen, zu Jesus, und seid mit seinem Blut besprengt worden – mit dem Blut, das noch viel nachdrücklicher redet als das Blut Abels12,24 Vergleiche 1. Mose 4,10..

25Hütet euch also davor, den abzuweisen, der zu euch spricht! Schon bei den Israeliten, ´die Gottes Stimme am Sinai gehört hatten,` kam keiner ungestraft davon, der sich seinen Anweisungen widersetzte12,25 Od der Gottes Warnungen in den Wind schlug., und damals war es ein Ort auf der Erde, von dem aus Gott zu ihnen sprach. Zu uns jedoch spricht er12,25 und damals sprach ein irdischer Bote (Mose) zu ihnen. Zu uns jedoch spricht Gott selbst. vom Himmel her. Wie viel schlimmer wird es uns daher gehen, wenn wir uns von ihm abwenden! 26Damals brachte seine Stimme die Erde zum Beben. Für unsere Zeit hingegen12,26 W Jetzt hingegen. hat Gott noch etwas ´viel Gewaltigeres` angekündigt12,26 W verheißen (der positive Inhalt der Ankündigung ist in dem unzerstörbaren Reich zu sehen, von dem Vers 28 spricht).. »Noch einmal«, sagt er, »werde ich ein Beben kommen lassen, aber dann wird nicht nur die Erde erschüttert werden, sondern auch der Himmel.«12,26 Haggai 2,6. 27»Noch einmal« – das bedeutet, dass bei dieser Erschütterung die ganze geschaffene Welt vergeht12,27 Od dass alles vergehen wird, was erschaffen ist und darum erschüttert werden kann. – Statt vergehen ist auch die Übersetzung möglich: eine grundlegende Umgestaltung erfahren.; bleiben wird nur das, was nicht erschüttert werden kann.

28Auf uns wartet also12,28 W Wir bekommen also. ein unzerstörbares Reich. Dafür wollen wir Gott danken, und aus Dankbarkeit wollen wir ihm mit Ehrfurcht und Ehrerbietung so dienen, dass er Freude daran hat. 29Denn eines dürfen wir nie vergessen: Unser Gott ist wie ein Feuer, das alles verzehrt.12,29 Vergleiche 5. Mose 4,24.