Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
6

Helft einander Lasten tragen!

61Geschwister, wenn sich jemand zu einem Fehltritt verleiten lässt6,1 Od wenn jemand bei einem Fehltritt ertappt wird., sollt ihr, die ihr euch von Gottes Geist führen lasst, ihm voll Nachsicht6,1 W ihm in einem Geist der Nachsicht (im Griechischen dasselbe Wort wie Rücksichtnahme in Kapitel 5,23). wieder zurechthelfen. Dabei muss aber jeder von euch auf sich selbst achtgeben, damit er nicht auch in Versuchung gerät.6,1 W Dabei gib aber auf dich selbst acht, damit nicht auch du in Versuchung gerätst. 2Helft einander, eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet6,2 AL(1) sollt. ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat6,2 Siehe z. B. Johannes 13,34; 15,12.17. Od nach dem Christus gelebt hat. Siehe z. B. Matthäus 9,36; 11,28. W das Gesetz Christi erfüllen..6,2 Siehe z. B. Johannes 13,34; 15,12.17. 3Wer sich jedoch einbildet, er sei etwas Besonderes – obwohl er in Wirklichkeit nichts ist –, der belügt sich selbst. 4Vielmehr soll jeder sein eigenes Tun überprüfen! Dann kann er sich mit dem rühmen, was er selbst tut, und muss sich nicht mit anderen vergleichen.6,4 Dann wird er seinen Ruhm für sich behalten und wird nicht vor anderen damit prahlen. W Dann wird er den Ruhm nur im Hinblick auf sich selbst haben und nicht im Hinblick auf den anderen. 5Jeder hat nämlich seine ganz persönliche Last zu tragen.6,5 Od Jeder hat nämlich genug daran zu tragen, dass er sich einmal ´vor Gott` für sein eigenes Tun verantworten muss.

6Wer in der Lehre des Evangeliums unterrichtet wird, soll mit allem, was er besitzt, zum Lebensunterhalt seines Lehrers beitragen.6,6 W Wer im Wort unterwiesen wird, soll dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil geben.

Wir ernten, was wir säen

7Macht euch nichts vor! Gott lässt keinen Spott mit sich treiben. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. 8Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes6,8 W 8 Wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten. Wer dagegen auf den Geist sät, wird vom Geist. das ewige Leben ernten. 9Lasst uns daher nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der ´von Gott` bestimmten Zeit die Ernte einbringen. 10Solange wir also noch Gelegenheit dazu haben6,10 Od Sooft wir also die Gelegenheit dazu haben., wollen wir allen Menschen Gutes tun, ganz besonders denen, die wie wir durch den Glauben zur Familie Gottes gehören6,10 W ganz besonders aber den Hausgenossen des Glaubens..

Eigenhändiger Briefschluss: Das Kreuz von Christus – Paulus’ ganzer und einziger Stolz

11Seht ihr, mit was für großen Buchstaben ich den Brief jetzt eigenhändig ´zu Ende` schreibe6,11 Od ich den Brief eigenhändig geschrieben habe. Die großen Buchstaben sind ein Hinweis auf die Wichtigkeit des Geschriebenen; nach anderer Auffassung sind sie ein auffallendes Merkmal von Paulus’ Handschrift.?6,11 Die großen Buchstaben sind ein Hinweis auf die Wichtigkeit des Geschriebenen; nach anderer Auffassung sind sie ein auffallendes Merkmal von Paulus’ Handschrift.

12Jene Leute, die versuchen, euch zur Beschneidung zu zwingen, tun das, um sich mit Hilfe dieser rein äußerlichen Sache Anerkennung zu verschaffen6,12 Od um nach außen hin einen guten Eindruck zu machen. W um im Fleisch / mit Hilfe des Fleisches gut dazustehen (wahrscheinlich eine Anspielung auf die Beschneidung).. Und eigentlich wollen sie damit nur der Verfolgung6,12 Wohl vonseiten der jüdischen Gegner des Evangeliums (vergleiche Kapitel 4,29; 5,11). ausweichen, die mit ´der Botschaft vom` Kreuz Christi verbunden ist. 13Es geht diesen Beschnittenen6,13 Od diesen Verfechtern der Beschneidung. ja auch gar nicht darum, das Gesetz zu befolgen6,13 Od 13 Sie selbst halten sich nämlich, obwohl sie beschnitten sind, keineswegs an das Gesetz.; in Wirklichkeit fordern sie euch nur deshalb zur Beschneidung auf, weil sie dann voll Stolz darauf verweisen können, dass ihr euch dieser äußerlichen Zeremonie unterzogen habt6,13 dass ihr euch (durch ihre Bemühen) äußerlich dem Judentum angeschlossen habt. W voll Stolz auf euer Fleisch verweisen können..

14Für mich jedoch ist es unmöglich, auf irgendetwas anderes stolz zu sein als auf das Kreuz von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn ist die Welt für mich gekreuzigt, und durch ihn6,14 Od Durch das Kreuz ist die Welt für mich gekreuzigt, und durch das Kreuz. bin ich für die Welt gekreuzigt. 15Worauf es nämlich ankommt, ist weder Beschnittensein noch Unbeschnittensein. Entscheidend ist nur eins: ein neues Geschöpf zu sein.6,15 Vergleiche 2. Korinther 5,17. 16Allen, die sich an diesen Grundsatz halten, schenke ´Gott` seinen Frieden und sein Erbarmen; sie sind das ´wahre` Israel Gottes6,16 Vergleiche z. B. Kapitel 3,28.29; 4,28 sowie Johannes 4,21-24; Römer 2,25-29; 9,6-8 und Philipper 3,3..

17In Zukunft soll mir niemand mehr6,17 Od Zum Schluss noch dies: Niemand soll mir noch. ´mit diesen Dingen` zur Last fallen! Denn die Narben, die ich an meinem Körper trage, zeigen, dass ich im Dienst von Jesus stehe6,17 Od dass ich das Eigentum von Jesus bin. und an seinem Leiden teilhabe.6,17 Vergleiche z. B. 2. Korinther 11,23-33.

18Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit jedem Einzelnen von euch6,18 W sei mit eurem Geist., liebe Geschwister! Amen.