Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Vertrauen auf Christus oder Vertrauen auf das Gesetz?

31Ach ihr unverständigen Galater! In wessen Bann seid ihr nur geraten? Jesus Christus, der Gekreuzigte, wurde euch doch mit aller Deutlichkeit vor Augen gestellt! 2Lasst mich nur das eine wissen: Habt ihr den Geist ´Gottes` bekommen, weil ihr die Vorschriften des Gesetzes befolgt habt, oder habt ihr ihn bekommen, weil ihr die Botschaft, die euch verkündet wurde, im Glauben angenommen habt3,2 Od weil ihr die Botschaft vom Glauben, die euch verkündet wurde, angenommen habt.? 3In der Kraft des Heiligen Geistes3,3 W Durch den Geist. habt ihr begonnen, und jetzt wollt ihr aus eigener Kraft3,3 W durch das Fleisch. Vielleicht gleichzeitig eine Anspielung auf die von den gesetzestreuen Juden/Judenchristen geforderte Beschneidung. das Ziel erreichen? Seid ihr wirklich so unverständig? 4Ihr habt so große Dinge erlebt3,4 Od so viel Schweres durchgemacht.! War das alles umsonst – wirklich und wahrhaftig umsonst? 5Überlegt doch einmal: Wieso gibt Gott euch seinen Geist? Wieso lässt er Wunder bei euch geschehen? Tut er das, weil ihr die Vorschriften des Gesetzes befolgt, oder tut er es, weil ihr der Botschaft glaubt, die euch verkündet wurde3,5 Od weil ihr die Botschaft vom Glauben, die euch verkündet wurde, angenommen habt.?

6Wie war es denn bei Abraham?3,6 Od War es bei Abraham nicht genauso ´wie bei uns`? Abraham, so heißt es in der Schrift, »glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«3,6 1. Mose 15,6.. 7Daran müsst ihr doch erkennen, wer Abrahams Söhne und Töchter sind: Es sind die Menschen, die ihr Vertrauen auf Gott setzen3,7 W die aus Glauben sind.. 8Von dieser guten Nachricht hat die Schrift schon lange im Voraus gesprochen; sie kündigte an, dass Gott Menschen aus allen Völkern3,8 Od aus den nichtjüdischen Völkern. auf der Grundlage des Glaubens für gerecht erklären würde. Abraham wurde nämlich die Zusage gemacht: »Durch dich werden alle Völker gesegnet werden.«3,8 1. Mose 12,3. 9Daraus folgt: Wer immer sein Vertrauen auf Gott setzt3,9 W Wer immer aus Glauben ist., wird zusammen mit Abraham, dem Mann des Glaubens, gesegnet werden.

10Diejenigen hingegen, die ihre Hoffnung auf das Einhalten von Gesetzesvorschriften setzen3,10 W die aus Gesetzeswerken sind., stehen unter einem Fluch. Denn es heißt in der Schrift: »Verflucht ist jeder, der sich nicht ständig an alles hält, was im Buch des Gesetzes steht, und der nicht alle seine Vorschriften befolgt.«3,10 5. Mose 27,26. 11Und an einer anderen Stelle heißt es: »Der Gerechte wird leben, weil er glaubt.3,11 Od Der, der aufgrund des Glaubens gerecht ist, wird leben. Habakuk 2,4.«3,11 Habakuk 2,4. Daraus geht klar hervor, dass niemand, der sich auf das Gesetz verlässt,3,11 W dass niemand durch das Gesetz. vor Gott gerecht dastehen kann. 12Denn beim Gesetz zählt nicht der Glaube3,12 W das Gesetz ist nicht aus Glauben.; hier geht es vielmehr nach dem Grundsatz: »Leben wird der, der die Vorschriften des Gesetzes befolgt.«3,12 3. Mose 18,5.

13Christus nun hat uns vom Fluch des Gesetzes losgekauft, indem er an unserer Stelle den Fluch getragen hat3,13 W indem er für uns ein Fluch geworden ist.. Denn – so sagt die Schrift – »verflucht ist jeder, der am Pfahl endet3,13 W der am Holz(pfahl) hängt (5. Mose 21,23) – eine Anspielung auf den Kreuzestod von Jesus Christus.«3,13 5. Mose 21,23 – eine Anspielung auf den Kreuzestod von Jesus Christus.. 14Durch Jesus Christus bekommen jetzt also Menschen aus allen Völkern Anteil an dem Segen, den Gott Abraham zugesagt hatte; aufgrund des Glaubens erhalten wir den Geist, den Gott versprochen hat.3,14 W 14 ´Er hat den Fluch getragen,` damit in/durch Christus Jesus der Segen Abrahams zu den (nichtjüdischen) Völkern kommt (und) damit wir die Zusage des Geistes erhalten durch den Glauben.

Das Gesetz und die Zusage Gottes an Abraham

15Liebe Geschwister, lasst mich ein Beispiel gebrauchen, das uns allen vertraut ist.3,15 W Geschwister, ich rede nach Menschenweise. Wenn jemand ein Testament3,15 Od eine Verfügung. aufgesetzt hat und es rechtskräftig geworden ist, kann keiner mehr es für ungültig erklären oder nachträglich etwas daran ändern. 16Genauso verhält es sich mit den Zusagen, die Abraham und seiner Nachkommenschaft gemacht wurden. Übrigens sagt Gott nicht: »… und deinen Nachkommen« – als würde es sich um eine große Zahl handeln. Vielmehr ist nur von einem Einzigen die Rede: »deinem Nachkommen«3,16 1. Mose 12,7; 13,15; 17,7.8; 24,7. »deine Nachkommen« heißt im Hebräischen wörtlich »dein Same« – ein Ausdruck, der immer in der Einzahl steht., und dieser Eine ist Christus.

17Was ich sagen will, ist folgendes: Gott hat ´mit Abraham` einen rechtskräftigen Bund3,17 Das Griechische gebraucht für Bund dasselbe Wort wie für Testament (Vers 15). geschlossen. Wenn dann 430 Jahre später das Gesetz erlassen wird, kann dieses Gesetz den Bund nicht außer Kraft setzen und damit Gottes Zusage aufheben. 18Genau das wäre nämlich der Fall, wenn der Empfang des Erbes davon abhinge, dass wir das Gesetz befolgen: Dann würden wir es nicht mehr aufgrund von Gottes Zusage erhalten.3,18 W 18 Wenn das Erbe nämlich aus dem Gesetz käme, käme es nicht mehr aus der Zusage. Das Erbe jedoch, das Gott Abraham in Aussicht stellte, ist ein Geschenk, das sich auf seine Zusage gründet.

19Welche Aufgabe hatte dann das Gesetz? Es wurde hinzugefügt, um ans Licht zu bringen, dass wir mit unserem Tun Gottes Gebote übertreten3,19 W Es wurde wegen der Übertretungen hinzugefügt., ´und sollte so lange in Kraft bleiben,` bis jener Nachkomme Abrahams da war, auf den sich Gottes Zusage bezog.

Im Übrigen wurde uns das Gesetz durch Engel3,19 Vergleiche 5. Mose 33,2; Apostelgeschichte 7,38.53; Hebräer 2,2. mit Hilfe eines Vermittlers3,19 Mose. überbracht. 20Ein Vermittler aber ist nicht nötig, wenn nur ein Einziger handelt, doch genau das war der Fall, als Gott, der eine und einzige Gott, Abraham das Erbe versprach.3,20 W Der Vermittler aber ist nicht ´Vermittler` von einem Einzigen, Gott aber ist ein Einziger. Die Übersetzung ist ein Versuch, den Sinn dieser schwierigen Aussage vom größeren Zusammenhang her zu erfassen.

Die befristete Aufgabe des Gesetzes

21Bedeutet das nun, dass das Gesetz im Widerspruch zu Gottes Zusagen steht? Ausgeschlossen! Wenn ein Gesetz erlassen worden wäre, das imstande ist, lebendig zu machen, dann könnte man tatsächlich mit Hilfe dieses Gesetzes vor Gott gerecht dastehen3,21 W dann käme die Gerechtigkeit tatsächlich aus dem Gesetz.. 22In Wirklichkeit jedoch – das zeigt die Schrift – ist die ganze Menschheit der Sünde unterworfen und wird von ihr gefangen gehalten. Denn Gottes Zusage soll sich ausschließlich auf der Grundlage des Glaubens an Jesus Christus erfüllen; was er versprochen hat, sollen die erhalten, die ihr Vertrauen auf Christus setzen.3,22 W 22 In Wirklichkeit jedoch hat die Schrift alles miteinander unter die Sünde eingeschlossen, damit die Zusage den Glaubenden aufgrund des Glaubens an (aufgrund der Treue von) Jesus Christus gegeben wird.

23Doch bevor ´die Zeit` des Glaubens begann, wurden wir alle zusammen unter ´der Aufsicht` des Gesetzes in Gewahrsam gehalten; unsere Gefangenschaft sollte erst ein Ende haben, wenn Gott uns den Weg des Glaubens eröffnen würde3,23 W in Gewahrsam gehalten, eingeschlossen im Hinblick auf den Glauben, der offenbart werden sollte.. 24Das Gesetz war also unser Aufseher, ´unter dessen strenge Hand Gott uns gestellt hatte,` bis Christus kam3,24 unser Erzieher, dessen Aufgabe es war, uns auf Christus vorzubereiten.; denn es war Gottes Plan, uns auf der Grundlage des Glaubens für gerecht zu erklären. 25Und jetzt, wo ´die Zeit` des Glaubens da ist, stehen wir nicht mehr unter ´der Kontrolle` jenes Aufsehers3,25 jenes Erziehers..

Nicht mehr Sklaven des Gesetzes, sondern Söhne und Töchter Gottes

26Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christus3,26 W an Christus Jesus. glaubt und mit ihm verbunden seid. 27Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt ein neues Gewand angezogen – Christus selbst. 28Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden.3,28 Vergleiche Epheser 2,15.16 und Kolosser 3,10.11. Die Gemeinde als die Gesamtheit der Christen wird im Neuen Testament mit einem Körper verglichen; sie ist der Leib von Christus, dem Haupt (Römer 12,4.5; 1. Korinther 12,12-27). 29Wenn ihr aber zu Christus gehört, seid ihr auch Nachkommen Abrahams und seid damit – entsprechend der Zusage, ´die Gott ihm gegeben hat` – Abrahams ´rechtmäßige` Erben.

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41Allerdings weise ich euch auf Folgendes hin: Solange der Erbe noch unmündig ist, unterscheidet ihn nichts von einem Sklaven, obwohl er doch der ´künftige` Herr des ganzen Besitzes ist. 2Er ist vielmehr Vormündern unterstellt, und sein Vermögen wird von Treuhändern verwaltet4,2 W er ist vielmehr Vormündern und Verwaltern unterstellt. bis zu dem Zeitpunkt, den sein Vater festgelegt hat.

3Genauso war es auch bei uns: Als wir noch unmündig waren, waren wir den Vorstellungen unterworfen, die in dieser Welt herrschen4,3 W den Grundsätzen (Elementen; Mächten) der Welt unterworfen., und waren ihre Sklaven. 4Doch als die Zeit dafür gekommen war4,4 Od Doch als die Zeit der Vorbereitung abgeschlossen war. W Doch als die Fülle/Erfüllung der Zeit kam., sandte Gott seinen Sohn. Er wurde ´als Mensch` von einer Frau geboren und war dem Gesetz unterstellt. 5Auf diese Weise wollte Gott4,5 Od Christus. W er. die freikaufen, die dem Gesetz unterstanden; wir sollten in alle Rechte von Söhnen und Töchtern Gottes eingesetzt werden4,5 Od wir sollten zu Söhnen und Töchtern Gottes gemacht werden. W wir sollten die Sohnschaft empfangen..

6Weil ihr nun also seine Söhne und Töchter seid, hat Gott4,6 Od Ja, ihr seid wirklich seine Söhne und Töchter, denn Gott hat. den Geist seines Sohnes in eure4,6 W unsere. Herzen gesandt, den Geist, der ´in uns betet und` »Abba4,6 Hebräisch-aramäisches Wort mit der Bedeutung (mein) Vater (Anrede des Vaters durch ein Kind)., Vater!« ruft. 7Daran zeigt sich4,7 Od So kommt es., dass du kein Sklave mehr bist, sondern ein Sohn. Wenn du aber ein Sohn bist, bist du auch ein Erbe; Gott selbst hat dich dazu bestimmt4,7 W ein Erbe durch Gott. AL(2) ein Erbe Gottes durch Christus..

Warnung vor einem Rückfall

8Früher, als ihr ´den wahren` Gott noch nicht kanntet, sah das ganz anders aus: Damals dientet ihr Göttern, die in Wirklichkeit gar keine Götter sind4,8 Od gar nicht existieren., und wart ihre Sklaven. 9Jetzt aber kennt ihr Gott – oder vielmehr: Gott kennt euch. Wie ist es da möglich, dass ihr wieder zu den kraftlosen und armseligen Vorstellungen4,9 W Grundsätzen (Elementen; Mächten). ´dieser Welt` zurückkehrt? Wollt ihr ihnen wirklich von neuem dienen und ihre Sklaven sein? 10Ihr seid ängstlich darauf bedacht, bestimmte Tage heilig zu halten und die monatlichen und jährlichen Feste zu feiern.4,10 Wahrscheinlich wird hier auf den jüdischen Festkalender Bezug genommen (z. B. Sabbat, Passa, Versöhnungstag, Neumond, Sabbatjahr, Erlassjahr). 11Ich bin in Sorge wegen euch! Sollte es etwa umsonst gewesen sein, dass ich mich euretwegen abgemüht habe?

Wo ist nur eure Freude geblieben?

12Richtet euch nach meinem Beispiel, liebe Geschwister, so wie ich mich nach euch gerichtet habe4,12 Vermutlich denkt Paulus daran, dass er sich seinerzeit ihnen gegenüber so verhielt, als würde er das Gesetz des Mose nicht kennen (vergleiche 1. Korinther 9,21); nun sollen die Galater es ihm nachmachen, statt sich in die Abhängigkeit vom Gesetz zu begeben.; ich bitte euch darum. Bisher4,12 Od In der Vergangenheit. habt ihr mir doch noch nie Kummer bereitet4,12 W Unrecht zugefügt.! 13Ihr wisst, unter welchen Umständen ich euch das erste Mal das Evangelium verkündete: Ich musste wegen einer Krankheit bei euch Halt machen.4,13 Od Ihr wisst, dass ich krank war, als ich euch das erste Mal das Evangelium verkündete. W Ihr wisst doch, dass ich euch wegen (Od in) einer Schwachheit des Fleisches das erste Mal das Evangelium verkündete. 14Und obwohl mein körperlicher Zustand für euch eine Zumutung gewesen sein muss, habt ihr nicht mit Verachtung oder gar Abscheu reagiert, im Gegenteil: Ihr habt mich wie einen Engel4,14 Boten. Gottes aufgenommen, wie Jesus Christus persönlich4,14 W wie Christus Jesus.. 15Ihr wart so glücklich damals! Was ist nur aus eurer Freude geworden? Wenn es euch möglich gewesen wäre, hättet ihr euch sogar die Augen ausgerissen und hättet sie mir gegeben; das kann ich bezeugen. 16Habe ich mich etwa zu eurem Feind gemacht, nur weil ich euch die Wahrheit sage4,16 nur weil ich euch ´das Evangelium` unverfälscht verkünde.?

17Jene Leute bemühen sich nicht in guter Absicht um euch, ganz im Gegenteil: Sie wollen einen Keil zwischen euch und mich treiben, damit ihr euch dann um sie bemüht. 18Es ist gut, sich um etwas Gutes zu bemühen. Aber tut es nicht nur, wenn ich bei euch bin; tut es immer!4,18 Od Es wäre gut, wenn immer jemand da wäre, der sich in guter Absicht ´um euch` bemüht – nicht nur dann, wenn ich bei euch bin. Od Es wäre gut, wenn ihr euch immer ´um mich` bemühen würdet, nicht nur, wenn ich bei euch bin.

19Meine Kinder, es ist, als müsste ich euch ein zweites Mal zur Welt bringen. Ich erleide4,19 W Meine Kinder, um euch erleide ich. noch einmal Geburtswehen, bis Christus in eurem Leben4,19 in eurer Mitte. Gestalt annimmt. 20Was würde ich darum geben, gerade jetzt bei euch zu sein und im Gespräch mit euch den richtigen Ton zu finden4,20 und den Brief gegen mein persönliches Reden mit euch einzutauschen. W und meine Stimme / meinen Ton zu ändern / zu tauschen.! Denn ich weiß mir keinen Rat mehr mit euch.

Hagar und Sara: Sinnbilder für den alten und den neuen Bund

21Ihr wollt euch also dem Gesetz ´des Mose` unterstellen! Ich frage euch: Hört ihr nicht, was eben dieses Gesetz sagt? 22In der Schrift wird doch berichtet, dass Abraham zwei Söhne hatte; die Mutter des einen war eine Sklavin, die Mutter des anderen war eine freie Frau.4,22 Siehe 1. Mose 16,15 (Ismael) und 21,2.3 (Isaak). 23Und zwar wurde der Sohn der Sklavin infolge von menschlich-eigenmächtigem Handeln4,23 W infolge von Fleisch. geboren, der Sohn der Freien hingegen aufgrund einer Zusage ´Gottes`.4,23 Siehe 1. Mose 16,1-4 (Ismael); 17,15-21; 18,10-14 (Isaak).

24Das Ganze kann sinnbildlich verstanden werden, nämlich so, dass es sich bei den beiden Frauen um zwei Bündnisse handelt. Der eine Bund, am Sinai geschlossen, bringt Sklaven hervor4,24 W gebiert zur Sklaverei.; er wird von Hagar repräsentiert. 25»Hagar« steht für den Berg Sinai in Arabien4,25 In Arabien lebten die Nachkommen von Ismael, dem Sohn der Hagar. und entspricht dem jetzigen Jerusalem; denn dieses Jerusalem lebt mit seinen Kindern in der Sklaverei. 26Das Jerusalem im Himmel4,26 W Das obere Jerusalem. dagegen ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter4,26 AL(2) ist die Mutter von uns allen. Vergleiche Psalm 87; Jesaja 54,1-13; 66,7-14; Offenbarung 21,2.9–22,5..4,26 Vergleiche Psalm 87; Jesaja 54,1-13; 66,7-14; Offenbarung 21,2.9–22,5. 27Von ihr heißt es in der Schrift:

»Freu dich, du Unfruchtbare, die du nie ein Kind zur Welt gebracht hast;

brich in Jubel aus und jauchze, die du nie Mutter geworden bist4,27 W die du nie Geburtswehen gehabt hast.!

Denn die Kinder der Einsamen werden zahlreicher sein

als die Kinder der Frau, die einen Mann hat.4,27 Od Denn die Kinder der Verlassenen/Verstoßenen werden zahlreicher sein als die Kinder der Frau, die ihren Mann bei sich hat. Jesaja 54,1.«4,27 Jesaja 54,1.

28Ihr nun, Geschwister, gehört – genau wie Isaak – zu den Kindern, die Gott versprochen hat; ihr verdankt euer Leben der Zusage Gottes.4,28 W Ihr nun, Geschwister, seid (aL(2) Wir nun, Geschwister, sind) wie Isaak Kinder der Zusage. 29Und genau wie damals der Sohn, der infolge von menschlich-eigenmächtigem Handeln4,29 W infolge von Fleisch. geboren wurde, den Sohn verfolgte4,29 Vielleicht von 1. Mose 21,9 abgeleitet (vergleiche 1. Mose 16,12)., der durch das Wirken von Gottes Geist4,29 W der infolge des Geistes. zur Welt kam, genauso ist es auch heute.4,29 Siehe z. B. Kapitel 5,11; 6,12. 30Doch was sagt die Schrift? »Schick die Sklavin und ihren Sohn weg! Denn der Sohn der Sklavin soll keinen Anteil an dem Erbe bekommen; der ganze Besitz gehört dem Sohn der Freien4,30 W soll nicht erben mit dem Sohn der Freien. 1. Mose 21,10.4,30 1. Mose 21,10.

31All das, liebe Geschwister, zeigt4,31 Od Das, liebe Geschwister, ist der Grund dafür., dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien.

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Freiheit durch Christus

51Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Bleibt daher standhaft und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei zwingen!

2Lasst es euch von mir, Paulus, gesagt sein: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch das, was Christus getan hat, nichts nützen5,2 W wird Christus euch nichts nützen.. 3Ich weise jeden, der sich beschneiden lassen will, noch einmal mit allem Nachdruck darauf hin: Mit seiner Beschneidung verpflichtet er sich, das ganze Gesetz zu befolgen. 4Wenn ihr versucht, mit Hilfe des Gesetzes vor Gott gerecht dazustehen, habt ihr euch aus der Verbindung mit Christus gelöst, und euer Leben steht nicht mehr unter der Gnade5,4 W und seid aus der Gnade gefallen..

5Wir hingegen warten auf die Gerechtigkeit, die Gott für uns bereithält5,5 Zur Gerechtigkeit als noch ausstehendem Hoffnungsgut vergleiche z. B. Matthäus 25,31-46; Römer 2,5-16; 2. Timotheus 4,8., und diese Hoffnung verdanken wir dem Geist Gottes; sie ist uns aufgrund des Glaubens geschenkt.5,5 W Wir nämlich warten durch den Geist aufgrund des Glaubens auf die Hoffnung der Gerechtigkeit. 6Denn wenn jemand mit Jesus Christus5,6 W mit Christus Jesus. verbunden ist, spielt es keine Rolle, ob er beschnitten oder unbeschnitten ist. Das einzige, was zählt, ist der Glaube – ein Glaube, der sich durch tatkräftige Liebe als echt erweist5,6 W ein durch die Liebe wirksamer Glaube..

7Ihr kamt so gut voran! Wer hat euch nur davon abgebracht, weiterhin der Wahrheit zu folgen? 8Die Argumente, mit denen man euch überredet, kommen5,8 W Die Überredung kommt. nicht von dem, der euch ´zum Glauben` ruft. 9´Denkt daran:` Die kleinste Menge Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern! 10Doch im Vertrauen auf den Herrn bin ich zuversichtlich, wenn ich an euch denke; ich bin überzeugt, dass ihr die Dinge genauso sehen werdet wie ich.5,10 W 10 Ich habe im Herrn das Vertrauen im Hinblick auf euch, dass ihr nicht anders denken werdet. Diejenigen allerdings, die euch verwirren ´und irreführen`, werden ihrer Strafe nicht entgehen, ganz gleich, wer sie sind.

11Mir, liebe Geschwister, wird unterstellt, ich würde immer noch verkünden, man müsse sich beschneiden lassen. Wenn das zutrifft, warum5,11 W 11 Ich aber, Geschwister, wenn ich noch die Beschneidung verkünde – warum. werde ich dann noch verfolgt? In diesem Fall wäre ja der Anstoß beseitigt, den die Botschaft vom Kreuz erregt5,11 W der Anstoß des Kreuzes beseitigt.. 12Sollen doch jene Leute, die euch aufhetzen, ´so konsequent sein und` sich ´nicht nur beschneiden, sondern` auch gleich noch kastrieren lassen5,12 die euch aufhetzen, ´aus der Gemeinde` herausgeschnitten werden / sich selbst ´aus der Gemeinde` herausschneiden. Vergleiche 5. Mose 23,2, wonach Selbstverstümmelung den Ausschluss aus dem Volk Gottes bedeutete.!5,12 Vergleiche 5. Mose 23,2, wonach Selbstverstümmelung den Ausschluss aus dem Volk Gottes bedeutete.

Freiheit, nicht Zügellosigkeit!

13Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen5,13 W nicht als Vorwand für das Fleisch., sondern dient einander in Liebe. 14Denn das ganze Gesetz ist in einem einzigen Wort zusammengefasst, in dem Gebot5,14 Od Denn das ganze Gesetz wird durch die Befolgung eines einzigen Gebotes erfüllt.: »Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst.«5,14 3. Mose 19,18. 15Wenn ihr jedoch ´wie wilde Tiere aufeinander losgeht,` einander beißt und zerfleischt, dann passt nur auf! Sonst werdet ihr am Ende noch einer vom anderen aufgefressen.

Die Auswirkungen der menschlichen Selbstsucht …

16Was will ich damit sagen? Lasst den Geist ´Gottes` euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur5,16 W der Begierde des Fleisches. nachgeben. 17Denn die menschliche Natur5,17 W das Fleisch. Ebenso im nächsten Satz. richtet sich mit ihrem Begehren gegen den Geist ´Gottes`, und der Geist ´Gottes` richtet sich mit seinem Begehren gegen die menschliche Natur. Die beiden liegen im Streit miteinander, und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die andere Seite euch drängt5,17 miteinander, und die Folge ist, dass ihr das Gute, das ihr eigentlich tun wollt, nicht tun könnt. miteinander, denn Gott will nicht, dass ihr das tut, was ihr aufgrund eurer selbstsüchtigen Natur eigentlich tun wollt. W miteinander, damit ihr nicht das tut, was ihr tun wollt (gemeint ist wohl: »was ihr tun wollt, wenn ihr euch von der jeweils anderen Seite bestimmen lasst«).. 18Wenn ihr euch jedoch vom Geist ´Gottes` führen lasst, steht ihr nicht mehr unter ´der Herrschaft` des Gesetzes.

19Im Übrigen ist klar ersichtlich, was die Auswirkungen sind, wenn man sich von der eigenen Natur beherrschen lässt5,19 W was die Werke des Fleisches sind.: sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit5,19 W Unreinheit., Ausschweifung, 20Götzendienst, okkulte Praktiken, Feindseligkeiten5,20 Od Feindschaften., Streit, Eifersucht5,20 Od Rivalität., Wutausbrüche, Rechthaberei5,20 Od Selbstsucht., Zerwürfnisse, Spaltungen, 21Neid5,21 AL(1) Neid, Bluttaten., Trunkenheit, Fressgier und noch vieles andere, was genauso ´verwerflich` ist. Ich kann euch diesbezüglich nur warnen, wie ich es schon früher getan habe: Wer so ´lebt und` handelt, wird keinen Anteil am Reich Gottes bekommen, dem Erbe, das Gott für uns bereithält5,21 W wird das Reich Gottes nicht erben..

… und die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt

22Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt,5,22 W Die Frucht des Geistes hingegen. besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue5,22 Od Glaube., 23Rücksichtnahme5,23 Od Nachsicht/Sanftmut. und Selbstbeherrschung. Gegen solches ´Verhalten` hat kein Gesetz etwas einzuwenden5,23 Od hat das Gesetz ´des Mose` nichts einzuwenden..

24Nun, wer zu Jesus Christus5,24 W zu Christus Jesus. gehört, hat seine eigene Natur mit ihren5,24 W hat das Fleisch mit seinen. Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 25Da wir also durch ´Gottes` Geist ein ´neues` Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen. 26Wir wollen nicht überheblich auftreten5,26 Od nicht auf nichtigen Ruhm aus sein., einander nicht provozieren und nicht neidisch aufeinander sein!