Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Paulus, Apostel für die nichtjüdischen Völker

31Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als vor Gott niederzuknien und ihn anzubeten`.3,1 Die zugefügten Worte sind Vers 14 entnommen, um die ansonsten unvollständige Aussage lesbar zu machen. Paulus bricht den in Vers 1 begonnenen Satz unvermittelt ab, um ihn erst nach einem langen Einschub (Verse 2-13) wieder aufzugreifen. Denn dass ich, Paulus, für mein Bekenntnis zu Jesus Christus im Gefängnis bin3,1 W Paulus, der Gefangene von/wegen/für Christus Jesus bin., kommt euch zugute, die ihr nicht zum jüdischen Volk gehört. 2Oder habt ihr etwa nicht von dem Plan gehört, den Gott im Hinblick auf euch gefasst und dessen Durchführung er mir in seiner Gnade anvertraut hat3,2 Od nicht gehört, dass Gott mir die Aufgabe anvertraut hat, euch die Botschaft von seiner Gnade zu verkünden. W nicht von dem Plan / der Verwaltung der Gnade Gottes gehört, die mir im Hinblick auf euch gegeben wurde.? 3Es handelt sich bei diesem Plan um ein Geheimnis, dessen Inhalt Gott mir durch eine Offenbarung enthüllt hat; ich habe weiter oben schon kurz davon geschrieben3,3 Kapitel 1,9-14; 2,11-22.. 4Beim Lesen dieses Briefes könnt ihr erkennen, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich vom Geheimnis Christi spreche. 5Den Menschen3,5 W Den Menschensöhnen/Menschenkindern. früherer Generationen hatte Gott keinen Einblick in dieses Geheimnis gegeben, doch jetzt hat er es den von ihm erwählten Aposteln und Propheten3,5 W seinen heiligen Aposteln und Propheten. durch seinen Geist offenbart. 6Die Nichtjuden – ´darin besteht dieses Geheimnis` – sind zusammen mit den Juden Erben, bilden zusammen mit ihnen einen Leib3,6 Nämlich die Gemeinde; siehe Kapitel 1,22.23. und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Gott seinem Volk zugesagt hat. Das alles ist durch Jesus Christus und mit Hilfe des Evangeliums Wirklichkeit geworden3,6 Od ist durch Jesus Christus Wirklichkeit geworden, und durch das Evangelium wird es öffentlich bekannt gemacht. Od und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Jesus Christus uns durch das Evangelium zugesagt hat. W und haben zusammen mit ihnen teil an der Zusage durch/in Christus Jesus durch das Evangelium..

7Dass ich ein Diener dieser Botschaft geworden bin, ist ein Geschenk der Gnade Gottes; ich verdanke es seiner Macht, die ´in meinem Leben` wirksam geworden ist. 8Mir, dem Allergeringsten von allen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, hat Gott in seiner Gnade den Auftrag gegeben3,8 W wurde diese Gnade gegeben., den nichtjüdischen Völkern zu verkünden, was für ein unermesslich großer Reichtum uns in der Person von Christus geschenkt ist3,8 Od was für einen unermesslich großen Reichtum Christus uns gebracht hat. W zu verkünden den unermesslich großen Reichtum von Christus.. 9Es ist mein Auftrag, allen Menschen die Augen dafür zu öffnen, wie der Plan verwirklicht wird3,9 AL(1) Es ist mein Auftrag, die Verwirklichung des Plans ans Licht zu bringen., den Gott, der Schöpfer des Universums, vor aller Zeit gefasst hatte. Bisher war dieser Plan ein in Gott selbst verborgenes Geheimnis3,9 W alle zu erleuchten, welches der Plan / die Verwaltung des Geheimnisses ist, das von den Ewigkeiten her in Gott, dem Schöpfer des Universums, verborgen war., 10doch jetzt sollen die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren3,10 W himmlischen. Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen3,10 W die vielfältige Weisheit Gottes zu erkennen bekommen.. 11Genauso hatte Gott es sich vor aller Zeit vorgenommen, und dieses Vorhaben hat er nun durch Jesus Christus, unseren Herrn, in die Tat umgesetzt3,11 Od vor aller Zeit im Hinblick auf Jesus Christus (W in/durch Christus Jesus), unseren Herrn, vorgenommen.. 12Durch ihn3,12 Od In ihm. haben wir alle, die wir an ihn glauben, freien Zutritt zu Gott und dürfen zuversichtlich und vertrauensvoll zu ihm kommen.

13Daher bitte ich euch: Lasst euch von den Nöten, die ich durchmache, nicht entmutigen! Ich erleide das alles ja für euch; es trägt dazu bei, dass ihr Anteil an Gottes Herrlichkeit bekommt3,13 Od für euch, sodass es eine Ehre für euch ist, dass ich das alles durchmache. W für euch; es dient zu eurer Herrlichkeit/Ehre..

Die Liebe von Christus in ihrem ganzen Umfang kennen lernen: ein Gebet

14´Noch einmal:`3,14 Paulus greift den in Vers 1 begonnenen Gedanken wieder auf. Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als anbetend` vor dem Vater niederzuknien. 15Er, dem jede Familie3,15 Od jedes Volk. jedes Geschöpf. Od die ganze Familie ´derer, die an Christus glauben`. im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt3,15 Im Griechischen ist der Begriff, der hier mit Familie wiedergegeben wird, von Vater abgeleitet. 16und der unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit, gebe euch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke3,16 W 16 gebe euch, entsprechend dem Reichtum seiner Herrlichkeit, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden im Hinblick auf den inneren Menschen.. 17´Es ist mein Gebet,` dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist3,17 W und dass ihr in der Liebe verwurzelt … seid.. 18Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi3,18 Im Griechischen wird der Gegenstand des Erkennens (die Liebe Christi) erst im nächsten Vers genannt. Manche Ausleger fügen daher in Vers 18 ein anderes Objekt ein, z. B. die Weisheit Gottes oder das Geheimnis Gottes. in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe. 19Ja, ´ich bete darum,` dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist3,19 W hinausreicht, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes..

20Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns3,20 Od unter uns. am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, 21ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde3,21 W ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde und in/durch Christus Jesus. von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.

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Was die Gemeinde zu einer Einheit macht

41Als einer, der für sein Bekenntnis zum Herrn im Gefängnis ist,4,1 W Als der Gefangene im Herrn. bitte ich euch nun: ´Denkt daran, dass` Gott euch ´zum Glauben` gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist! 2Keiner soll sich über den anderen erheben.4,2 W 2 ´Lebt` mit aller Demut. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich4,2 Od rücksichtsvoll. und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um4,2 W und ertragt einander in Liebe.. 3Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält4,3 W die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens..

4´Mit »Einheit« meine ich dies:` ein Leib, ein Geist und genauso auch eine Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; 5ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6ein Gott und Vater von uns allen4,6 Od von allen Menschen., der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.

Was die Gemeinde zusammenhält und wachsen lässt

7Jedem Einzelnen von uns hat Christus einen Anteil an den Gaben gegeben, die er in seiner Gnade schenkt; jedem hat er seine Gnade in einem bestimmten Maß zugeteilt4,7 Od jeden hat er so beschenkt, wie es seinem Reichtum / seiner Güte entspricht. W 7 Jedem Einzelnen von uns wurde die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe von Christus.. 8Darum heißt es in der Schrift4,8 W Darum sagt ´die Schrift / Gott`.:

»Als er im Triumphzug zur Höhe hinaufstieg,

hat er Gefangene4,8 Nämlich gottfeindliche Mächte. mit sich geführt

und Geschenke an die Menschen verteilt.«4,8 Psalm 68,19.

9Wenn hier steht: »Er ist hinaufgestiegen«, dann muss er doch ´zunächst einmal` hinuntergestiegen sein – hinunter bis in die tiefsten Tiefen der Erde4,9 Nämlich in das Totenreich; hier ist von Jesu Sterben die Rede.. 10Und er, der hinuntergestiegen ist, ist dann auch wieder hinaufgestiegen bis über den höchsten aller Himmel, um so das ganze Universum ´mit seiner Gegenwart` zu erfüllen.

11Er ist es nun auch, der ´der Gemeinde` Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer.4,11 Od Er hat einige zu Aposteln gemacht, einige zu Propheten, einige zu Evangelisten, einige zu Hirten und Lehrern. 12Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten4,12 Od 12 Auf diese Weise sollen diejenigen … für ihren Dienst ausgerüstet werden. Nach anderer Auffassung wird hier eine dreifache Aufgabe der 5 Personengruppen von Vers 11 beschrieben: Sie sollen diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, zur Vollkommenheit führen, sollen ihren Dienst ausüben und sollen ´die Gemeinde`, den Leib von Christus, aufbauen., damit ´die Gemeinde`, der Leib von Christus, aufgebaut wird. 13Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.4,13 W 13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis von Gottes Sohn gelangen, zum reifen/vollkommenen Mann, zum Maß der Größe (Od des Alters) der Fülle von Christus.

14Denn wir sollen keine unmündigen Kinder mehr sein; wir dürfen uns nicht mehr durch jede beliebige Lehre vom Kurs abbringen lassen wie ein Schiff, das von Wind und Wellen hin und her geworfen wird4,14 W keine unmündigen Kinder mehr sein, hin und her geworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre., und dürfen nicht mehr auf die Täuschungsmanöver betrügerischer Menschen hereinfallen, die uns mit ihrem falschen Spiel in die Irre führen wollen. 15Stattdessen sollen wir in einem Geist der Liebe an der Wahrheit festhalten, damit wir im Glauben wachsen und in jeder Hinsicht mehr und mehr dem ähnlich werden4,15 W damit wir in jeder Hinsicht zu dem hin wachsen., der das Haupt ist, Christus. 16Ihm verdankt der Leib sein gesamtes Wachstum.4,16 W Von ihm geht das Wachstum des ganzen Leibes aus. Mit Hilfe all der verschiedenen Gelenke ist er zusammengefügt, durch sie wird er zusammengehalten und gestützt4,16 Od versorgt., und jeder einzelne Körperteil leistet seinen Beitrag entsprechend der ihm zugewiesenen Aufgabe4,16 W entsprechend seinem Maß.. So wächst der Leib heran und wird durch die Liebe aufgebaut.

Der alte und der neue Mensch

17Aus all diesen Gründen fordere ich euch im ´Namen des` Herrn mit Nachdruck auf, nicht länger wie die Menschen zu leben, die Gott nicht kennen4,17 W nicht länger wie die (nichtjüdischen) Völker zu leben.. Ihre Gedanken sind auf nichtige Dinge gerichtet, 18ihr Verstand ist wie mit Blindheit geschlagen, und sie haben keinen Anteil an dem Leben, das Gott schenkt4,18 W und sie sind dem Leben Gottes fremd/entfremdet bzw. sind vom Leben Gottes ausgeschlossen.. Denn in ihrem tiefsten Inneren herrscht eine Unwissenheit, die daher kommt, dass sich ihr Herz ´gegenüber Gott` verschlossen hat. 19Das Gewissen dieser Menschen ist abgestumpft; sie haben sich der Ausschweifung hingegeben und beschäftigen sich voller Gier mit jedem erdenklichen Schmutz4,19 Od beschäftigen sich mit jedem nur erdenklichen Schmutz und sind voll (unersättlicher) Habgier..

20Ihr aber habt bei Christus etwas anderes gelernt! 21Oder habt ihr seine Botschaft etwa nicht gehört? Seid ihr etwa nicht in seiner Lehre4,21 W nicht in ihm. unterrichtet worden, in der Wahrheit, wie sie in Jesus ´zu uns gekommen` ist? 22Dann wurdet ihr aber auch gelehrt, nicht mehr so weiterzuleben, wie ihr bis dahin gelebt habt, sondern den alten Menschen abzulegen, der seinen trügerischen Begierden nachgibt und sich damit selbst ins Verderben stürzt. 23Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken4,23 euch durch Gottes Geist in eurem Denken. W euch in dem Geist / durch den Geist eures Denkens. erneuern zu lassen 24und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen4,24 Od und dessen Kennzeichen wahre Gerechtigkeit und Heiligkeit sind. W der nach Gott erschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit..

Das neue Leben konkret

25Darum legt alle Falschheit4,25 Od Lüge. ab und haltet euch an die Wahrheit, wenn ihr miteinander redet.4,25 Vergleiche Sacharja 8,16. Wir sind doch Glieder ein und desselben Leibes4,25 W Glieder voneinander.!

26Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht.4,26 Vergleiche Psalm 4,5. Legt euren Zorn ab4,26 Od Legt eure Erbitterung ab. 26 Seid zornig, aber versündigt euch dabei nicht. Räumt den Grund für euren Zorn aus., bevor die Sonne untergeht. 27Gebt dem Teufel keinen Raum ´in eurem Leben`!

28Wer bisher ein Dieb gewesen ist, soll aufhören zu stehlen und soll stattdessen einer nützlichen Beschäftigung nachgehen, bei der er seinen Lebensunterhalt mit Fleiß und Anstrengung durch eigene Arbeit verdient4,28 W und soll sich stattdessen abmühen und mit seinen eigenen Händen das Gute/Nützliche tun.; dann kann er sogar noch denen etwas abgeben, die in Not sind.

29Kein böses4,29 Od unnützes. W faules. Wort darf über eure Lippen kommen. Vielmehr soll das, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein4,29 W gut sein zur Hilfe/Auferbauung, wo es nötig ist.; dann werden eure Worte denen, an die sie gerichtet sind, wohl tun4,29 Od denen, an die sie gerichtet sind (W die sie hören), ´Gottes` Gnade vermitteln..

30Und tut nichts, was Gottes heiligen Geist traurig macht4,30 Od beleidigt.! Denn der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, ´um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid`.

31Bitterkeit, Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei und verleumderisches4,31 Od beleidigendes. Od gotteslästerliches. Reden haben bei euch nichts verloren, genauso wenig wie irgendeine andere Form von Bosheit. 32Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander, so wie auch Gott euch durch4,32 Od in. Christus vergeben hat.

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Nehmt euch Gott zum Vorbild!

51Nehmt euch daher Gott selbst zum Vorbild; ihr seid doch seine geliebten Kinder! 2Konkret heißt das: Alles, was ihr tut, soll von der Liebe bestimmt sein. Denn auch Christus hat uns seine Liebe erwiesen und hat sein Leben für uns hingegeben wie eine Opfergabe, deren Duft vom Altar zu Gott aufsteigt und an der er Freude hat5,2 W hingegeben als Gabe und Opfer für Gott zu einem angenehmen Geruch..

3Auf sexuelle Unmoral und Schamlosigkeit jeder Art, aber auch auf Habgier5,3 Od jeder Art und auf (unersättliche sexuelle) Begierde. Entsprechend in Vers 5. sollt ihr euch nicht einmal mit Worten einlassen, denn es gehört sich nicht für Gottes heiliges Volk, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen5,3 W einlassen, wie es sich für Heilige gehört.. 4Genauso wenig haben Obszönitäten, gottloses Geschwätz und anzügliche Witze etwas bei euch zu suchen. Bringt vielmehr bei allem, was ihr sagt, eure Dankbarkeit gegenüber Gott zum Ausdruck.5,4 W zu suchen, sondern vielmehr Dankbarkeit/Danksagung. 5Denn über eins müsst ihr euch im Klaren sein5,5 Od Denn über eins seid ihr euch doch im Klaren.: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, sich schamlos verhält oder von Habgier getrieben ist (wer habgierig ist, ist ein Götzenanbeter!)5,5 Od (das alles ist Götzendienst!)., hat ein Erbe im Reich von Christus und von Gott zu erwarten.

Wer zum Licht gehört, ist verpflichtet, im Licht zu leben

6Lasst euch von niemand mit leeren Behauptungen täuschen! Denn gerade wegen der eben genannten Dinge bricht Gottes Zorn über die herein, die nicht bereit sind, ihm zu gehorchen5,6 W kommt Gottes Zorn über die Söhne des Ungehorsams.. 7Darum hütet euch, mit solchen Leuten gemeinsame Sache zu machen!

8Früher gehörtet ihr selbst zur Finsternis, doch jetzt gehört ihr zum Licht, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid. Verhaltet euch so, wie Menschen des Lichts sich verhalten.5,8 W 8 Früher nämlich wart ihr Finsternis, doch jetzt seid ihr Licht im Herrn / durch den Herrn. Verhaltet euch wie/als Kinder des Lichts. 9Ihr wisst doch: Die Frucht, die vom Licht hervorgebracht wird, besteht in allem, was gut5,9 Od gütig., gerecht5,9 Od richtig. und wahr ist. 10Deshalb überlegt5,10 W prüft. ´bei dem, was ihr tut,` ob es dem Herrn gefällt. 11Und beteiligt euch unter keinen Umständen an irgendeinem Tun, das der Finsternis entstammt und daher keine guten Früchte hervorbringt. Deckt solches Tun vielmehr auf! 12Denn was manche im Verborgenen treiben, ist so abscheulich, dass man sich schämt, es auch nur zu erwähnen5,12 W ist sogar auszusprechen schändlich.. 13Doch alles, was aufgedeckt wird, ist dann im Licht5,13 Od Doch alles, was vom Licht aufgedeckt wird, ist dann. ´als das` sichtbar, ´was es wirklich ist`. 14Mehr noch: Alles, was sichtbar geworden ist, gehört damit zum Licht.5,14 Vergleiche Johannes 3,20.21; Kolosser 1,13. Deshalb heißt es auch:

»Wach auf, du Schläfer,

und steh auf von den Toten!

Dann wird Christus sein Licht über dir leuchten lassen.«5,14 Woher diese Zeilen stammen, ist nicht klar. Möglicherweise stellt Paulus verschiedene alttestamentliche Aussagen zusammen (vergleiche Psalm 27,1; Jesaja 9,1; 26,19; 51,17; 52,1; 60,1.2; Maleachi 3,20). Manche vermuten, dass er einen christlichen Hymnus zitiert (vielleicht ein Tauflied), noch andere, dass er auf ein nicht in den Evangelien überliefertes Jesuswort zurückgreift.

Leben in der Kraft des Heiligen Geistes

15Gebt also sorgfältig darauf Acht, wie ihr lebt! Verhaltet euch nicht wie unverständige Leute, sondern verhaltet euch klug. 16Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit5,16 Od Wenn sich euch eine Gelegenheit bietet, ´euren Glauben zu bezeugen,` dann macht davon Gebrauch (siehe Kolosser 4,5b; im Griechischen derselbe Wortlaut)., gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben. 17Lasst es daher nicht an der nötigen Einsicht fehlen, sondern lernt zu verstehen, was der Herr von euch möchte5,17 W was der Wille des Herrn ist.. 18Und trinkt euch keinen Rausch an, denn übermäßiger Weingenuss führt zu zügellosem Verhalten. Lasst euch vielmehr vom5,18 Od durch den. Geist ´Gottes` erfüllen. 19Ermutigt einander5,19 Im Griechischen sind die Verse 19 bis 21 auf eine Weise mit 18b verknüpft, die nahe legt, dass sie das Mittel (indem ihr einander ermutigt …) bzw. das Resultat (sodass ihr einander ermutigt …) der Geisterfüllung beschreiben. mit Psalmen, Lobgesängen und von Gottes Geist eingegebenen Liedern5,19 Od und geistlichen Liedern.; singt und jubelt aus tiefstem Herzen zur Ehre des Herrn 20und dankt Gott, dem Vater, immer und für alles im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn.

Von Gottes Geist geprägte Beziehungen: in der Ehe …

21Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus!

22Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet.5,22 Od ordnet euch euren Männern unter, wie ihr euch dem Herrn unterordnet. W ordnet euch euren Männern unter wie/als dem Herrn. 23Denn der Mann ist das Haupt der5,23 Od seiner. Frau, genauso wie Christus das Haupt der Gemeinde ist – er, der sie errettet und zu seinem Leib gemacht hat5,23 W er, der Retter des Leibes.. 24Und wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern in allem unterordnen.

25Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben, 26um sie zu seinem heiligen Volk zu machen. Durch sein Wort hat er den Schmutz ihrer Verfehlungen wie in einem reinigenden Bad von ihr abgewaschen5,26 W 26 um sie zu heiligen, indem/nachdem er sie durch das Wasserbad im Wort / durch das Wort gereinigt hat. Manche Ausleger denken bei Wasserbad an die Taufe; noch andere sehen darin eine Anspielung auf das Reinigungsbad einer jüdischen Braut vor ihrer Hochzeit.. 27Denn er möchte sie ´zu einer Braut` von makelloser Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann.

28Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun5,28 ihre Frauen zu lieben, weil sie damit ihren eigenen Körper lieben (denn – so wird bei dieser Auffassung argumentiert – die Ehefrau ist der Körper des Ehemannes, wie die Gemeinde der Leib von Christus ist, siehe die Verse 29 und 30). Entsprechend in Vers 33. W ihre Frauen zu lieben wie/als ihre eigenen Körper.. Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes5,28 W der seine Frau liebt, liebt sich selbst.. 29Schließlich hat noch nie jemand seinen eigenen Körper gehasst; vielmehr versorgen wir unseren Körper mit Nahrung und pflegen ihn, genau wie Christus es mit der Gemeinde macht – 30mit seinem Leib, dessen Glieder wir sind.

31»Deshalb«, ´so heißt es in der Schrift,` »wird ein Mann5,31 Od Deshalb ´heißt es in der Schrift`: »Ein Mann wird. Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein.«5,31 1. Mose 2,24. 32Hinter diesen Worten verbirgt sich ein tiefes Geheimnis. Ich bin überzeugt, dass hier von Christus und der Gemeinde die Rede ist.5,32 Od Ich beziehe die Aussage auf Christus und die Gemeinde. 33Doch ´die Aussage betrifft` auch jeden von euch ganz persönlich: Jeder soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Frau soll ihrem Mann mit Ehrerbietung begegnen.