Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Vom Tod zum Leben

21Auch euch hat Gott zusammen mit Christus lebendig gemacht.2,1 Im Griechischen bricht der Satz nach Auch euch ab; der Gedankengang wird erst nach dem Einschub der Verse 1b bis 4 weitergeführt. Die Ergänzung (hat Gott zusammen mit Christus lebendig gemacht) ist dem Anfang von Vers 5 entnommen und zum besseren Verständnis bereits hier eingefügt. Ihr wart nämlich tot – tot aufgrund der Verfehlungen und Sünden, 2die euer früheres Leben bestimmten. Ihr hattet euch nach den Maßstäben dieser Welt gerichtet und wart dem gefolgt, der über die Mächte der unsichtbaren Welt zwischen Himmel und Erde herrscht, jenem Geist, der bis heute in denen am Werk ist, die nicht bereit sind, Gott zu gehorchen.2,2 W 2 in denen ihr früher lebtet entsprechend dem Zeitlauf dieser Welt, entsprechend dem Herrscher der Macht der Luft, ´dem Herrscher` des Geistes (wahrscheinlich ist der Herrscher mit dem Geist gleichzusetzen), der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams am Werk ist. 3Wir alle haben früher so gelebt; wir ließen uns von den Begierden unserer eigenen Natur leiten und taten, wozu unsere selbstsüchtigen Gedanken uns drängten. So, wie wir unserem Wesen nach waren, hatten wir – genau wie alle anderen – nichts verdient als Gottes Zorn.2,3 W haben früher so gelebt in den Begierden unseres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Gedanken und waren von Natur Kinder des Zorns wie auch die übrigen.

4-5Doch Gottes Erbarmen ist unbegreiflich groß! Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. Ja, es ist nichts als Gnade, dass ihr gerettet seid! 6Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind2,6 Od gegeben; durch Jesus Christus hat er das alles getan. W gegeben in/durch Christus Jesus.. 7Bis in alle Ewigkeit2,7 W In den kommenden Äonen. will er damit zeigen, wie überwältigend groß seine Gnade ist, seine Güte, die er uns durch Jesus Christus2,7 W durch/in Christus Jesus. erwiesen hat.

8Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk.2,8 Od und zwar aufgrund des Glaubens. Und auch der Glaube hat seinen Ursprung nicht in euch selbst, sondern ist Gottes Geschenk. 9Sie gründet sich nicht auf ´menschliche` Leistungen, sodass niemand ´vor Gott` mit irgendetwas großtun kann. 10Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus2,10 W durch/in Christus Jesus. dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen2,10 W vorbereitet, damit wir darin unser Leben führen..

Juden und Nichtjuden: durch Christus zu einer Einheit gemacht

11Denkt doch einmal zurück! ´Ihr wisst ja,` dass ihr wegen eurer nichtjüdischen Herkunft2,11 W dass ihr als die Nichtjuden im Fleisch / dem Fleisch nach. die »Unbeschnittenen« genannt werdet, und zwar von denen, die sich selbst als die »Beschnittenen« bezeichnen (dabei ist ihre Beschneidung etwas rein Äußerliches, ein menschlicher Eingriff an ihrem Körper2,11 W dabei wird die Beschneidung mit Händen am Fleisch vollzogen.). Wie stand es denn früher um euch? 12Früher hattet ihr keinerlei Beziehung zu Christus2,12 W wart ihr ohne Christus.. Ihr hattet keinen Zugang zum israelitischen Bürgerrecht und wart ausgeschlossen von den Bündnissen, die Gott mit seinem Volk eingegangen war; seine Zusagen galten ihnen und nicht euch2,12 Od eingegangen war und die sich auf seine Zusage an Abraham gründeten. W von den Bündnissen der Zusage.. Euer Leben in dieser Welt war ein Leben ohne Hoffnung2,12 Od ohne Hoffnung ´auf den Messias`., ein Leben ohne Gott.

13Doch das alles ist durch Jesus Christus Vergangenheit.2,13 Od Doch das alles ist Vergangenheit, seit ihr mit Jesus Christus verbunden seid. Weil Christus sein Blut für euch vergossen hat, seid ihr jetzt nicht mehr fern von Gott, sondern habt das Vorrecht, in seiner Nähe zu sein.2,13 W 13 Jetzt aber, durch/in Christus Jesus, seid ihr, die ihr früher fern wart, nahe geworden durch das Blut von Christus. 14Ja, Christus selbst ist unser Frieden. Er hat die Zweiteilung überwunden und hat aus Juden und Nichtjuden2,14 W Er hat aus den beiden. eine Einheit gemacht. Er hat die Mauer niedergerissen, die zwischen ihnen stand, und hat ihre Feindschaft beendet. Denn durch die Hingabe seines eigenen Lebens2,14 W durch sein Fleisch / in seinem Fleisch. Nach anderer Auffassung beziehen sich diese Worte auf das Vorangehende, sodass zu übersetzen wäre: Durch die Hingabe seines eigenen Lebens hat er die Mauer niedergerissen, die zwischen ihnen stand, und hat ihre Feindschaft beendet. 15 Denn er hat das Gesetz … 15hat er das Gesetz mit seinen zahlreichen Geboten und Anordnungen außer Kraft gesetzt. Sein Ziel war es, Juden und Nichtjuden durch die Verbindung mit ihm selbst2,15 W Sein Ziel war es, die zwei durch ihn / in ihm. zu einem neuen Menschen zu machen und auf diese Weise Frieden zu schaffen. 16Dadurch, dass er am Kreuz starb, hat er sowohl Juden als auch Nichtjuden mit Gott versöhnt und zu einem einzigen Leib, der Gemeinde, zusammengefügt; durch seinen eigenen Tod hat er die Feindschaft getötet.2,16 W 16 Durch das Kreuz hat er die beiden in einem Leib mit Gott versöhnt, wobei er die Feindschaft in ihm (dem Kreuz) / in sich (in eigener Person / durch sich selbst) getötet hat. Einige Ausleger beziehen in einem Leib nicht auf die Gemeinde (so der NGÜ-Text), sondern auf den Körper Christi, der am Kreuz geopfert wurde. 17Er ist ´in diese Welt` gekommen und hat Frieden verkündet2,17 Bei dieser Deutung fasst Vers 17 die Verse 14-16 zusammen. Nach anderer Auffassung spricht Vers 17 von dem, was nach 14-16 geschah, also vom Kommen Jesu im Heiligen Geist und von der Verkündigung des Evangeliums durch die Apostel, sodass zu übersetzen wäre: Und dann ist er gekommen und hat Frieden verkündet. – Frieden für euch, die ihr fern von Gott wart, und Frieden für die, die das Vorrecht hatten, in seiner Nähe zu sein2,17 W und hat Frieden verkündet für euch, die Fernen, und Frieden für die Nahen. Od und hat Frieden verkündet – euch, die ihr fern von Gott wart, und ebenso denen, die das Vorrecht hatten, in seiner Nähe zu sein. Nach Jesaja 52,7; 57,19; Sacharja 9,10..2,17 Nach Jesaja 52,7; 57,19; Sacharja 9,10. 18Denn dank Jesus Christus haben wir alle – Juden wie Nichtjuden – durch ein und denselben Geist2,18 W Denn durch ihn haben wir beide in einem Geist / durch einen Geist. freien Zutritt zum Vater.

19Ihr seid jetzt also nicht länger Fremde ohne Bürgerrecht, sondern seid – zusammen mit allen anderen, die zu seinem heiligen Volk gehören – Bürger des Himmels2,19 W sondern seid Mitbürger der Heiligen.; ihr gehört zu Gottes Haus, zu Gottes Familie. 20Das Fundament des Hauses, in das ihr eingefügt seid, sind die Apostel und Propheten2,20 Od haben die Apostel und Propheten gelegt., und der Eckstein2,20 Od Schlussstein. dieses Gebäudes ist Jesus Christus2,20 W ist Christus Jesus. selbst. 21Er hält2,21 Od fügt. den ganzen Bau zusammen; durch ihn2,21 Od in ihm. wächst er und wird ein heiliger, dem Herrn geweihter Tempel2,21 W ein heiliger Tempel im Herrn.. 22Durch Christus2,22 Od In Christus. Od Durch eure Verbindung mit Christus. seid auch ihr in dieses Bauwerk eingefügt, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.2,22 W Durch ihn / In ihm (Christus) werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Wohnung Gottes durch den Geist / im Geist.

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Paulus, Apostel für die nichtjüdischen Völker

31Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als vor Gott niederzuknien und ihn anzubeten`.3,1 Die zugefügten Worte sind Vers 14 entnommen, um die ansonsten unvollständige Aussage lesbar zu machen. Paulus bricht den in Vers 1 begonnenen Satz unvermittelt ab, um ihn erst nach einem langen Einschub (Verse 2-13) wieder aufzugreifen. Denn dass ich, Paulus, für mein Bekenntnis zu Jesus Christus im Gefängnis bin3,1 W Paulus, der Gefangene von/wegen/für Christus Jesus bin., kommt euch zugute, die ihr nicht zum jüdischen Volk gehört. 2Oder habt ihr etwa nicht von dem Plan gehört, den Gott im Hinblick auf euch gefasst und dessen Durchführung er mir in seiner Gnade anvertraut hat3,2 Od nicht gehört, dass Gott mir die Aufgabe anvertraut hat, euch die Botschaft von seiner Gnade zu verkünden. W nicht von dem Plan / der Verwaltung der Gnade Gottes gehört, die mir im Hinblick auf euch gegeben wurde.? 3Es handelt sich bei diesem Plan um ein Geheimnis, dessen Inhalt Gott mir durch eine Offenbarung enthüllt hat; ich habe weiter oben schon kurz davon geschrieben3,3 Kapitel 1,9-14; 2,11-22.. 4Beim Lesen dieses Briefes könnt ihr erkennen, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich vom Geheimnis Christi spreche. 5Den Menschen3,5 W Den Menschensöhnen/Menschenkindern. früherer Generationen hatte Gott keinen Einblick in dieses Geheimnis gegeben, doch jetzt hat er es den von ihm erwählten Aposteln und Propheten3,5 W seinen heiligen Aposteln und Propheten. durch seinen Geist offenbart. 6Die Nichtjuden – ´darin besteht dieses Geheimnis` – sind zusammen mit den Juden Erben, bilden zusammen mit ihnen einen Leib3,6 Nämlich die Gemeinde; siehe Kapitel 1,22.23. und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Gott seinem Volk zugesagt hat. Das alles ist durch Jesus Christus und mit Hilfe des Evangeliums Wirklichkeit geworden3,6 Od ist durch Jesus Christus Wirklichkeit geworden, und durch das Evangelium wird es öffentlich bekannt gemacht. Od und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Jesus Christus uns durch das Evangelium zugesagt hat. W und haben zusammen mit ihnen teil an der Zusage durch/in Christus Jesus durch das Evangelium..

7Dass ich ein Diener dieser Botschaft geworden bin, ist ein Geschenk der Gnade Gottes; ich verdanke es seiner Macht, die ´in meinem Leben` wirksam geworden ist. 8Mir, dem Allergeringsten von allen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, hat Gott in seiner Gnade den Auftrag gegeben3,8 W wurde diese Gnade gegeben., den nichtjüdischen Völkern zu verkünden, was für ein unermesslich großer Reichtum uns in der Person von Christus geschenkt ist3,8 Od was für einen unermesslich großen Reichtum Christus uns gebracht hat. W zu verkünden den unermesslich großen Reichtum von Christus.. 9Es ist mein Auftrag, allen Menschen die Augen dafür zu öffnen, wie der Plan verwirklicht wird3,9 AL(1) Es ist mein Auftrag, die Verwirklichung des Plans ans Licht zu bringen., den Gott, der Schöpfer des Universums, vor aller Zeit gefasst hatte. Bisher war dieser Plan ein in Gott selbst verborgenes Geheimnis3,9 W alle zu erleuchten, welches der Plan / die Verwaltung des Geheimnisses ist, das von den Ewigkeiten her in Gott, dem Schöpfer des Universums, verborgen war., 10doch jetzt sollen die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren3,10 W himmlischen. Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen3,10 W die vielfältige Weisheit Gottes zu erkennen bekommen.. 11Genauso hatte Gott es sich vor aller Zeit vorgenommen, und dieses Vorhaben hat er nun durch Jesus Christus, unseren Herrn, in die Tat umgesetzt3,11 Od vor aller Zeit im Hinblick auf Jesus Christus (W in/durch Christus Jesus), unseren Herrn, vorgenommen.. 12Durch ihn3,12 Od In ihm. haben wir alle, die wir an ihn glauben, freien Zutritt zu Gott und dürfen zuversichtlich und vertrauensvoll zu ihm kommen.

13Daher bitte ich euch: Lasst euch von den Nöten, die ich durchmache, nicht entmutigen! Ich erleide das alles ja für euch; es trägt dazu bei, dass ihr Anteil an Gottes Herrlichkeit bekommt3,13 Od für euch, sodass es eine Ehre für euch ist, dass ich das alles durchmache. W für euch; es dient zu eurer Herrlichkeit/Ehre..

Die Liebe von Christus in ihrem ganzen Umfang kennen lernen: ein Gebet

14´Noch einmal:`3,14 Paulus greift den in Vers 1 begonnenen Gedanken wieder auf. Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als anbetend` vor dem Vater niederzuknien. 15Er, dem jede Familie3,15 Od jedes Volk. jedes Geschöpf. Od die ganze Familie ´derer, die an Christus glauben`. im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt3,15 Im Griechischen ist der Begriff, der hier mit Familie wiedergegeben wird, von Vater abgeleitet. 16und der unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit, gebe euch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke3,16 W 16 gebe euch, entsprechend dem Reichtum seiner Herrlichkeit, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden im Hinblick auf den inneren Menschen.. 17´Es ist mein Gebet,` dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist3,17 W und dass ihr in der Liebe verwurzelt … seid.. 18Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi3,18 Im Griechischen wird der Gegenstand des Erkennens (die Liebe Christi) erst im nächsten Vers genannt. Manche Ausleger fügen daher in Vers 18 ein anderes Objekt ein, z. B. die Weisheit Gottes oder das Geheimnis Gottes. in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe. 19Ja, ´ich bete darum,` dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist3,19 W hinausreicht, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes..

20Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns3,20 Od unter uns. am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, 21ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde3,21 W ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde und in/durch Christus Jesus. von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.

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Was die Gemeinde zu einer Einheit macht

41Als einer, der für sein Bekenntnis zum Herrn im Gefängnis ist,4,1 W Als der Gefangene im Herrn. bitte ich euch nun: ´Denkt daran, dass` Gott euch ´zum Glauben` gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist! 2Keiner soll sich über den anderen erheben.4,2 W 2 ´Lebt` mit aller Demut. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich4,2 Od rücksichtsvoll. und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um4,2 W und ertragt einander in Liebe.. 3Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält4,3 W die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens..

4´Mit »Einheit« meine ich dies:` ein Leib, ein Geist und genauso auch eine Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; 5ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6ein Gott und Vater von uns allen4,6 Od von allen Menschen., der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.

Was die Gemeinde zusammenhält und wachsen lässt

7Jedem Einzelnen von uns hat Christus einen Anteil an den Gaben gegeben, die er in seiner Gnade schenkt; jedem hat er seine Gnade in einem bestimmten Maß zugeteilt4,7 Od jeden hat er so beschenkt, wie es seinem Reichtum / seiner Güte entspricht. W 7 Jedem Einzelnen von uns wurde die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe von Christus.. 8Darum heißt es in der Schrift4,8 W Darum sagt ´die Schrift / Gott`.:

»Als er im Triumphzug zur Höhe hinaufstieg,

hat er Gefangene4,8 Nämlich gottfeindliche Mächte. mit sich geführt

und Geschenke an die Menschen verteilt.«4,8 Psalm 68,19.

9Wenn hier steht: »Er ist hinaufgestiegen«, dann muss er doch ´zunächst einmal` hinuntergestiegen sein – hinunter bis in die tiefsten Tiefen der Erde4,9 Nämlich in das Totenreich; hier ist von Jesu Sterben die Rede.. 10Und er, der hinuntergestiegen ist, ist dann auch wieder hinaufgestiegen bis über den höchsten aller Himmel, um so das ganze Universum ´mit seiner Gegenwart` zu erfüllen.

11Er ist es nun auch, der ´der Gemeinde` Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer.4,11 Od Er hat einige zu Aposteln gemacht, einige zu Propheten, einige zu Evangelisten, einige zu Hirten und Lehrern. 12Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten4,12 Od 12 Auf diese Weise sollen diejenigen … für ihren Dienst ausgerüstet werden. Nach anderer Auffassung wird hier eine dreifache Aufgabe der 5 Personengruppen von Vers 11 beschrieben: Sie sollen diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, zur Vollkommenheit führen, sollen ihren Dienst ausüben und sollen ´die Gemeinde`, den Leib von Christus, aufbauen., damit ´die Gemeinde`, der Leib von Christus, aufgebaut wird. 13Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.4,13 W 13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis von Gottes Sohn gelangen, zum reifen/vollkommenen Mann, zum Maß der Größe (Od des Alters) der Fülle von Christus.

14Denn wir sollen keine unmündigen Kinder mehr sein; wir dürfen uns nicht mehr durch jede beliebige Lehre vom Kurs abbringen lassen wie ein Schiff, das von Wind und Wellen hin und her geworfen wird4,14 W keine unmündigen Kinder mehr sein, hin und her geworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre., und dürfen nicht mehr auf die Täuschungsmanöver betrügerischer Menschen hereinfallen, die uns mit ihrem falschen Spiel in die Irre führen wollen. 15Stattdessen sollen wir in einem Geist der Liebe an der Wahrheit festhalten, damit wir im Glauben wachsen und in jeder Hinsicht mehr und mehr dem ähnlich werden4,15 W damit wir in jeder Hinsicht zu dem hin wachsen., der das Haupt ist, Christus. 16Ihm verdankt der Leib sein gesamtes Wachstum.4,16 W Von ihm geht das Wachstum des ganzen Leibes aus. Mit Hilfe all der verschiedenen Gelenke ist er zusammengefügt, durch sie wird er zusammengehalten und gestützt4,16 Od versorgt., und jeder einzelne Körperteil leistet seinen Beitrag entsprechend der ihm zugewiesenen Aufgabe4,16 W entsprechend seinem Maß.. So wächst der Leib heran und wird durch die Liebe aufgebaut.

Der alte und der neue Mensch

17Aus all diesen Gründen fordere ich euch im ´Namen des` Herrn mit Nachdruck auf, nicht länger wie die Menschen zu leben, die Gott nicht kennen4,17 W nicht länger wie die (nichtjüdischen) Völker zu leben.. Ihre Gedanken sind auf nichtige Dinge gerichtet, 18ihr Verstand ist wie mit Blindheit geschlagen, und sie haben keinen Anteil an dem Leben, das Gott schenkt4,18 W und sie sind dem Leben Gottes fremd/entfremdet bzw. sind vom Leben Gottes ausgeschlossen.. Denn in ihrem tiefsten Inneren herrscht eine Unwissenheit, die daher kommt, dass sich ihr Herz ´gegenüber Gott` verschlossen hat. 19Das Gewissen dieser Menschen ist abgestumpft; sie haben sich der Ausschweifung hingegeben und beschäftigen sich voller Gier mit jedem erdenklichen Schmutz4,19 Od beschäftigen sich mit jedem nur erdenklichen Schmutz und sind voll (unersättlicher) Habgier..

20Ihr aber habt bei Christus etwas anderes gelernt! 21Oder habt ihr seine Botschaft etwa nicht gehört? Seid ihr etwa nicht in seiner Lehre4,21 W nicht in ihm. unterrichtet worden, in der Wahrheit, wie sie in Jesus ´zu uns gekommen` ist? 22Dann wurdet ihr aber auch gelehrt, nicht mehr so weiterzuleben, wie ihr bis dahin gelebt habt, sondern den alten Menschen abzulegen, der seinen trügerischen Begierden nachgibt und sich damit selbst ins Verderben stürzt. 23Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken4,23 euch durch Gottes Geist in eurem Denken. W euch in dem Geist / durch den Geist eures Denkens. erneuern zu lassen 24und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen4,24 Od und dessen Kennzeichen wahre Gerechtigkeit und Heiligkeit sind. W der nach Gott erschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit..

Das neue Leben konkret

25Darum legt alle Falschheit4,25 Od Lüge. ab und haltet euch an die Wahrheit, wenn ihr miteinander redet.4,25 Vergleiche Sacharja 8,16. Wir sind doch Glieder ein und desselben Leibes4,25 W Glieder voneinander.!

26Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht.4,26 Vergleiche Psalm 4,5. Legt euren Zorn ab4,26 Od Legt eure Erbitterung ab. 26 Seid zornig, aber versündigt euch dabei nicht. Räumt den Grund für euren Zorn aus., bevor die Sonne untergeht. 27Gebt dem Teufel keinen Raum ´in eurem Leben`!

28Wer bisher ein Dieb gewesen ist, soll aufhören zu stehlen und soll stattdessen einer nützlichen Beschäftigung nachgehen, bei der er seinen Lebensunterhalt mit Fleiß und Anstrengung durch eigene Arbeit verdient4,28 W und soll sich stattdessen abmühen und mit seinen eigenen Händen das Gute/Nützliche tun.; dann kann er sogar noch denen etwas abgeben, die in Not sind.

29Kein böses4,29 Od unnützes. W faules. Wort darf über eure Lippen kommen. Vielmehr soll das, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein4,29 W gut sein zur Hilfe/Auferbauung, wo es nötig ist.; dann werden eure Worte denen, an die sie gerichtet sind, wohl tun4,29 Od denen, an die sie gerichtet sind (W die sie hören), ´Gottes` Gnade vermitteln..

30Und tut nichts, was Gottes heiligen Geist traurig macht4,30 Od beleidigt.! Denn der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, ´um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid`.

31Bitterkeit, Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei und verleumderisches4,31 Od beleidigendes. Od gotteslästerliches. Reden haben bei euch nichts verloren, genauso wenig wie irgendeine andere Form von Bosheit. 32Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander, so wie auch Gott euch durch4,32 Od in. Christus vergeben hat.