Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

11Paulus, Apostel Jesu Christi nach Gottes Plan und Willen, an die, die in Ephesus leben und zu Gottes heiligem Volk gehören. Euch allen, die ihr aufgrund des Glaubens mit Jesus Christus verbunden seid1,1 die ihr an Jesus Christus glaubt. W Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, an die in Ephesus befindlichen Heiligen und Gläubigen in/durch Christus Jesus. AL(1) ohne in Ephesus. In diesem Fall wäre der Brief ein Rundschreiben (wobei der Platz für den Ortsnamen bewusst freigelassen wurde), oder es wäre zu übersetzen: … an die, die zu Gottes heiligem Volk gehören und – verbunden mit Jesus Christus – auch treu sind. Euch allen., 2´wünsche ich` Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

Reich gemacht durch Jesus Christus

3Gepriesen sei Gott, der Vater1,3 Od Gepriesen sei der Gott und Vater. unseres Herrn Jesus Christus! Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens, an der wir in der himmlischen Welt durch Christus1,3 Od in Christus. Od weil wir mit Christus verbunden sind. Anteil bekommen haben. 4Denn in Christus hat er uns schon vor der Erschaffung der Welt erwählt mit dem Ziel, dass wir ein geheiligtes und untadeliges Leben führen, ein Leben in seiner Gegenwart und erfüllt von seiner Liebe1,4 Od dass wir einmal heilig und untadelig und erfüllt von seiner Liebe vor ihn treten können. W erwählt, damit wir heilig und untadelig vor ihm sind in Liebe. – »in Liebe« wird von manchen auf erwählen bezogen (Denn in seiner Liebe hat er uns in Christus schon vor der Erschaffung der Welt erwählt); nach anderen gehört es zum nächsten Vers (In seiner Liebe hat er von allem Anfang an beschlossen).. 5Von allem Anfang an hat er uns dazu bestimmt, durch Jesus Christus seine Söhne und Töchter zu werden. Das war sein Plan; so hatte er es beschlossen.1,5 W 5 Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich nach dem Wohlgefallen seines Willens. 6Und das alles soll zum Ruhm seiner wunderbaren Gnade beitragen, die er uns durch seinen1,6 Od in seinem. geliebten ´Sohn` erwiesen hat.

7Durch ihn, der sein Blut für uns vergossen hat, sind wir erlöst; durch ihn sind uns unsere Verfehlungen vergeben.1,7 W 7 Durch ihn / In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Verfehlungen. Daran wird sichtbar, wie groß Gottes Gnade ist; 8er hat sie uns in ihrer ganzen Fülle erfahren lassen. In seiner Gnade hat er uns auch alle ´nötige` Weisheit und Einsicht geschenkt. 9Er hat uns1,9 erfahren lassen. In seiner umfassenden Weisheit und Einsicht 9 hat er uns. seinen Plan wissen lassen, der bis dahin ein Geheimnis gewesen war und den er – so hatte er es sich vorgenommen, und so hatte er beschlossen – durch1,9 Od in. Christus 10verwirklichen wollte, sobald die Zeit dafür gekommen war1,10 Od verwirklichen will, sobald die Zeit dafür gekommen ist. W 9 Er hat uns das Geheimnis seines Willens wissen lassen nach seinem Wohlgefallen, das er sich in ihm / durch ihn vorgenommen hatte 10 für die Verwaltung der Fülle der Zeiten.: Unter ihm, Christus, dem Oberhaupt des ganzen Universums,1,10 W In Christus als dem Haupt / Durch Christus als das Haupt. soll alles vereint werden – das, was im Himmel, und das, was auf der Erde ist.

11Außerdem hat Gott uns – seinem Plan entsprechend – durch1,11 Od in. Christus zu seinen Erben gemacht1,11 Od durch/in Christus zu seinem Eigentum gemacht. Od durch/in Christus erwählt.. Er, der alles nach seinem Willen und in Übereinstimmung mit seinem Plan ausführt, hatte uns von Anfang dazu bestimmt1,11 W 11 Durch ihn / In ihm sind wir auch ausgelost worden (d. h. entweder: »Uns wurde ein Besitzanteil zugelost«, mit anderen Worten: Wir sind Erben geworden, oder: »Wir wurden Gott als sein Besitz zugelost«, mit anderen Worten: Wir sind sein Eigentum geworden, oder: »Wir sind erwählt worden«), die wir vorherbestimmt worden waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Ratschluss seines Willens wirkt. 12mit dem Ziel, dass wir zum Ruhm seiner ´Macht und` Herrlichkeit beitragen – wir alle, die wir unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben1,12 Bei dieser Wiedergabe bezieht sich wir auf alle Christen. Möglicherweise klingt hier aber bereits das Thema von Kapitel 2,11-22 an (»Juden und Nichtjuden: von Christus zu einer Einheit gemacht«). Dann würde sich wir entweder auf die Judenchristen beziehen (wir, die wir als Erste unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben – nämlich seit Pfingsten) oder auf das jüdische Volk als Ganzes (wir, die wir unsere Hoffnung bereits früher auf den Messias gesetzt haben – nämlich schon in alttestamentlicher Zeit)..

13Auch ihr gehört jetzt zu Christus.1,13 W Auch ihr ´seid jetzt` in ihm. Ihr habt die Botschaft der Wahrheit gehört, das Evangelium, das euch Rettung bringt. Und weil ihr diese Botschaft im Glauben angenommen habt, hat Gott euch – wie er es versprochen hat – durch1,13 Od in. Christus den Heiligen Geist gegeben1,13 hat Gott euch durch/in Christus den Heiligen Geist gegeben, der die Zusage künftiger Herrlichkeit mit sich bringt.. Damit hat er euch sein Siegel aufgedrückt1,13 W angenommen habt, seid ihr in ihm / durch ihn auch versiegelt worden mit dem heiligen Geist der Verheißung., ´die Bestätigung dafür, dass auch ihr jetzt sein Eigentum seid`. 14Der Heilige Geist ist gewissermaßen eine Anzahlung, die Gott uns macht, der erste Teil unseres himmlischen Erbes; Gott verbürgt sich damit für die vollständige Erlösung derer, die sein Eigentum sind1,14 Od für unsere vollständige Erlösung, bei der wir dann unser Erbe in Besitz nehmen werden. W 14 Er ist eine Anzahlung (Od ein Unterpfand) unseres Erbes im Hinblick auf die Erlösung des Eigentums.. Und auch das soll zum Ruhm seiner ´Macht und` Herrlichkeit beitragen.

Gebet um Einblick in Gottes Größe und Macht

15Hinzu kommt, dass ich gehört habe, wie ´beständig` euer Glaube an den Herrn Jesus ist und was für eine Liebe ihr allen entgegenbringt, die zu Gottes heiligem Volk gehören. Wegen all dem 16kann ich nicht anders, als Gott immer wieder1,16 W 16 höre ich nicht auf. für euch zu danken. Jedes Mal, wenn ich bete, denke ich auch an euch. 17´Ich bete darum,` dass Gott – der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater, dem alle ´Macht und` Herrlichkeit gehört – euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung gibt1,17 euch in eurem Geist Weisheit und Einsicht gibt. W euch einen/den Geist der Weisheit und Offenbarung gibt., damit ihr ihn immer besser kennen lernt. 18Er öffne1,18 W erleuchte. euch die Augen des Herzens, damit ihr erkennt, was für eine Hoffnung Gott euch gegeben hat, als er euch berief1,18 W was die Hoffnung eurer Berufung ist., was für ein reiches und wunderbares Erbe er für die bereithält1,18 berief, wie groß und wunderbar Gottes Eigentum ist, das aus denen besteht., die zu seinem heiligen Volk gehören, 19und mit was für einer überwältigend großen Kraft er unter uns, den Glaubenden, am Werk ist.

Es ist dieselbe gewaltige Stärke, 20mit der er am Werk war, als er Christus1,20 W mit der er in/an Christus wirkte, als er ihn. von den Toten auferweckte und ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab. 21Damit steht Christus jetzt hoch über allen Mächten und Gewalten, hoch über allem, was Autorität besitzt und Einfluss ausübt; er herrscht über alles, was Rang und Namen hat1,21 W hoch über jeder Macht und Gewalt und Kraft und Herrschaft und jedem Namen, der genannt wird. – nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. 22Ja, Gott hat ihm alles unter die Füße gelegt, und er hat ihn, den Herrscher über das ganze Universum, zum Haupt der Gemeinde gemacht1,22 Od und er hat ihm diese Oberhoheit über das ganze Universum gegeben, damit er sie zum Besten der Gemeinde gebraucht. W und er hat ihn, das Haupt über alles, der Gemeinde gegeben bzw. und er hat ihn für die Gemeinde zum Haupt über alles gemacht.. 23Sie ist sein Leib, und er lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle1,23 und er wird von ihr vervollständigt (so, wie der Kopf den Körper braucht). und in ihm (Christus) lebt Gott mit seiner ganzen Fülle. – er, der alles und alle ´mit seiner Gegenwart` erfüllt1,23 er, der vollständig ´von Gott` erfüllt ist..

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Vom Tod zum Leben

21Auch euch hat Gott zusammen mit Christus lebendig gemacht.2,1 Im Griechischen bricht der Satz nach Auch euch ab; der Gedankengang wird erst nach dem Einschub der Verse 1b bis 4 weitergeführt. Die Ergänzung (hat Gott zusammen mit Christus lebendig gemacht) ist dem Anfang von Vers 5 entnommen und zum besseren Verständnis bereits hier eingefügt. Ihr wart nämlich tot – tot aufgrund der Verfehlungen und Sünden, 2die euer früheres Leben bestimmten. Ihr hattet euch nach den Maßstäben dieser Welt gerichtet und wart dem gefolgt, der über die Mächte der unsichtbaren Welt zwischen Himmel und Erde herrscht, jenem Geist, der bis heute in denen am Werk ist, die nicht bereit sind, Gott zu gehorchen.2,2 W 2 in denen ihr früher lebtet entsprechend dem Zeitlauf dieser Welt, entsprechend dem Herrscher der Macht der Luft, ´dem Herrscher` des Geistes (wahrscheinlich ist der Herrscher mit dem Geist gleichzusetzen), der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams am Werk ist. 3Wir alle haben früher so gelebt; wir ließen uns von den Begierden unserer eigenen Natur leiten und taten, wozu unsere selbstsüchtigen Gedanken uns drängten. So, wie wir unserem Wesen nach waren, hatten wir – genau wie alle anderen – nichts verdient als Gottes Zorn.2,3 W haben früher so gelebt in den Begierden unseres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Gedanken und waren von Natur Kinder des Zorns wie auch die übrigen.

4-5Doch Gottes Erbarmen ist unbegreiflich groß! Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. Ja, es ist nichts als Gnade, dass ihr gerettet seid! 6Zusammen mit Jesus Christus hat er uns vom Tod auferweckt, und zusammen mit ihm hat er uns schon jetzt einen Platz in der himmlischen Welt gegeben, weil wir mit Jesus Christus verbunden sind2,6 Od gegeben; durch Jesus Christus hat er das alles getan. W gegeben in/durch Christus Jesus.. 7Bis in alle Ewigkeit2,7 W In den kommenden Äonen. will er damit zeigen, wie überwältigend groß seine Gnade ist, seine Güte, die er uns durch Jesus Christus2,7 W durch/in Christus Jesus. erwiesen hat.

8Noch einmal: Durch ´Gottes` Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk.2,8 Od und zwar aufgrund des Glaubens. Und auch der Glaube hat seinen Ursprung nicht in euch selbst, sondern ist Gottes Geschenk. 9Sie gründet sich nicht auf ´menschliche` Leistungen, sodass niemand ´vor Gott` mit irgendetwas großtun kann. 10Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus2,10 W durch/in Christus Jesus. dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen2,10 W vorbereitet, damit wir darin unser Leben führen..

Juden und Nichtjuden: durch Christus zu einer Einheit gemacht

11Denkt doch einmal zurück! ´Ihr wisst ja,` dass ihr wegen eurer nichtjüdischen Herkunft2,11 W dass ihr als die Nichtjuden im Fleisch / dem Fleisch nach. die »Unbeschnittenen« genannt werdet, und zwar von denen, die sich selbst als die »Beschnittenen« bezeichnen (dabei ist ihre Beschneidung etwas rein Äußerliches, ein menschlicher Eingriff an ihrem Körper2,11 W dabei wird die Beschneidung mit Händen am Fleisch vollzogen.). Wie stand es denn früher um euch? 12Früher hattet ihr keinerlei Beziehung zu Christus2,12 W wart ihr ohne Christus.. Ihr hattet keinen Zugang zum israelitischen Bürgerrecht und wart ausgeschlossen von den Bündnissen, die Gott mit seinem Volk eingegangen war; seine Zusagen galten ihnen und nicht euch2,12 Od eingegangen war und die sich auf seine Zusage an Abraham gründeten. W von den Bündnissen der Zusage.. Euer Leben in dieser Welt war ein Leben ohne Hoffnung2,12 Od ohne Hoffnung ´auf den Messias`., ein Leben ohne Gott.

13Doch das alles ist durch Jesus Christus Vergangenheit.2,13 Od Doch das alles ist Vergangenheit, seit ihr mit Jesus Christus verbunden seid. Weil Christus sein Blut für euch vergossen hat, seid ihr jetzt nicht mehr fern von Gott, sondern habt das Vorrecht, in seiner Nähe zu sein.2,13 W 13 Jetzt aber, durch/in Christus Jesus, seid ihr, die ihr früher fern wart, nahe geworden durch das Blut von Christus. 14Ja, Christus selbst ist unser Frieden. Er hat die Zweiteilung überwunden und hat aus Juden und Nichtjuden2,14 W Er hat aus den beiden. eine Einheit gemacht. Er hat die Mauer niedergerissen, die zwischen ihnen stand, und hat ihre Feindschaft beendet. Denn durch die Hingabe seines eigenen Lebens2,14 W durch sein Fleisch / in seinem Fleisch. Nach anderer Auffassung beziehen sich diese Worte auf das Vorangehende, sodass zu übersetzen wäre: Durch die Hingabe seines eigenen Lebens hat er die Mauer niedergerissen, die zwischen ihnen stand, und hat ihre Feindschaft beendet. 15 Denn er hat das Gesetz … 15hat er das Gesetz mit seinen zahlreichen Geboten und Anordnungen außer Kraft gesetzt. Sein Ziel war es, Juden und Nichtjuden durch die Verbindung mit ihm selbst2,15 W Sein Ziel war es, die zwei durch ihn / in ihm. zu einem neuen Menschen zu machen und auf diese Weise Frieden zu schaffen. 16Dadurch, dass er am Kreuz starb, hat er sowohl Juden als auch Nichtjuden mit Gott versöhnt und zu einem einzigen Leib, der Gemeinde, zusammengefügt; durch seinen eigenen Tod hat er die Feindschaft getötet.2,16 W 16 Durch das Kreuz hat er die beiden in einem Leib mit Gott versöhnt, wobei er die Feindschaft in ihm (dem Kreuz) / in sich (in eigener Person / durch sich selbst) getötet hat. Einige Ausleger beziehen in einem Leib nicht auf die Gemeinde (so der NGÜ-Text), sondern auf den Körper Christi, der am Kreuz geopfert wurde. 17Er ist ´in diese Welt` gekommen und hat Frieden verkündet2,17 Bei dieser Deutung fasst Vers 17 die Verse 14-16 zusammen. Nach anderer Auffassung spricht Vers 17 von dem, was nach 14-16 geschah, also vom Kommen Jesu im Heiligen Geist und von der Verkündigung des Evangeliums durch die Apostel, sodass zu übersetzen wäre: Und dann ist er gekommen und hat Frieden verkündet. – Frieden für euch, die ihr fern von Gott wart, und Frieden für die, die das Vorrecht hatten, in seiner Nähe zu sein2,17 W und hat Frieden verkündet für euch, die Fernen, und Frieden für die Nahen. Od und hat Frieden verkündet – euch, die ihr fern von Gott wart, und ebenso denen, die das Vorrecht hatten, in seiner Nähe zu sein. Nach Jesaja 52,7; 57,19; Sacharja 9,10..2,17 Nach Jesaja 52,7; 57,19; Sacharja 9,10. 18Denn dank Jesus Christus haben wir alle – Juden wie Nichtjuden – durch ein und denselben Geist2,18 W Denn durch ihn haben wir beide in einem Geist / durch einen Geist. freien Zutritt zum Vater.

19Ihr seid jetzt also nicht länger Fremde ohne Bürgerrecht, sondern seid – zusammen mit allen anderen, die zu seinem heiligen Volk gehören – Bürger des Himmels2,19 W sondern seid Mitbürger der Heiligen.; ihr gehört zu Gottes Haus, zu Gottes Familie. 20Das Fundament des Hauses, in das ihr eingefügt seid, sind die Apostel und Propheten2,20 Od haben die Apostel und Propheten gelegt., und der Eckstein2,20 Od Schlussstein. dieses Gebäudes ist Jesus Christus2,20 W ist Christus Jesus. selbst. 21Er hält2,21 Od fügt. den ganzen Bau zusammen; durch ihn2,21 Od in ihm. wächst er und wird ein heiliger, dem Herrn geweihter Tempel2,21 W ein heiliger Tempel im Herrn.. 22Durch Christus2,22 Od In Christus. Od Durch eure Verbindung mit Christus. seid auch ihr in dieses Bauwerk eingefügt, in dem Gott durch seinen Geist wohnt.2,22 W Durch ihn / In ihm (Christus) werdet auch ihr mit aufgebaut zu einer Wohnung Gottes durch den Geist / im Geist.

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Paulus, Apostel für die nichtjüdischen Völker

31Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als vor Gott niederzuknien und ihn anzubeten`.3,1 Die zugefügten Worte sind Vers 14 entnommen, um die ansonsten unvollständige Aussage lesbar zu machen. Paulus bricht den in Vers 1 begonnenen Satz unvermittelt ab, um ihn erst nach einem langen Einschub (Verse 2-13) wieder aufzugreifen. Denn dass ich, Paulus, für mein Bekenntnis zu Jesus Christus im Gefängnis bin3,1 W Paulus, der Gefangene von/wegen/für Christus Jesus bin., kommt euch zugute, die ihr nicht zum jüdischen Volk gehört. 2Oder habt ihr etwa nicht von dem Plan gehört, den Gott im Hinblick auf euch gefasst und dessen Durchführung er mir in seiner Gnade anvertraut hat3,2 Od nicht gehört, dass Gott mir die Aufgabe anvertraut hat, euch die Botschaft von seiner Gnade zu verkünden. W nicht von dem Plan / der Verwaltung der Gnade Gottes gehört, die mir im Hinblick auf euch gegeben wurde.? 3Es handelt sich bei diesem Plan um ein Geheimnis, dessen Inhalt Gott mir durch eine Offenbarung enthüllt hat; ich habe weiter oben schon kurz davon geschrieben3,3 Kapitel 1,9-14; 2,11-22.. 4Beim Lesen dieses Briefes könnt ihr erkennen, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich vom Geheimnis Christi spreche. 5Den Menschen3,5 W Den Menschensöhnen/Menschenkindern. früherer Generationen hatte Gott keinen Einblick in dieses Geheimnis gegeben, doch jetzt hat er es den von ihm erwählten Aposteln und Propheten3,5 W seinen heiligen Aposteln und Propheten. durch seinen Geist offenbart. 6Die Nichtjuden – ´darin besteht dieses Geheimnis` – sind zusammen mit den Juden Erben, bilden zusammen mit ihnen einen Leib3,6 Nämlich die Gemeinde; siehe Kapitel 1,22.23. und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Gott seinem Volk zugesagt hat. Das alles ist durch Jesus Christus und mit Hilfe des Evangeliums Wirklichkeit geworden3,6 Od ist durch Jesus Christus Wirklichkeit geworden, und durch das Evangelium wird es öffentlich bekannt gemacht. Od und haben zusammen mit ihnen teil an dem, was Jesus Christus uns durch das Evangelium zugesagt hat. W und haben zusammen mit ihnen teil an der Zusage durch/in Christus Jesus durch das Evangelium..

7Dass ich ein Diener dieser Botschaft geworden bin, ist ein Geschenk der Gnade Gottes; ich verdanke es seiner Macht, die ´in meinem Leben` wirksam geworden ist. 8Mir, dem Allergeringsten von allen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, hat Gott in seiner Gnade den Auftrag gegeben3,8 W wurde diese Gnade gegeben., den nichtjüdischen Völkern zu verkünden, was für ein unermesslich großer Reichtum uns in der Person von Christus geschenkt ist3,8 Od was für einen unermesslich großen Reichtum Christus uns gebracht hat. W zu verkünden den unermesslich großen Reichtum von Christus.. 9Es ist mein Auftrag, allen Menschen die Augen dafür zu öffnen, wie der Plan verwirklicht wird3,9 AL(1) Es ist mein Auftrag, die Verwirklichung des Plans ans Licht zu bringen., den Gott, der Schöpfer des Universums, vor aller Zeit gefasst hatte. Bisher war dieser Plan ein in Gott selbst verborgenes Geheimnis3,9 W alle zu erleuchten, welches der Plan / die Verwaltung des Geheimnisses ist, das von den Ewigkeiten her in Gott, dem Schöpfer des Universums, verborgen war., 10doch jetzt sollen die Mächte und Gewalten in der unsichtbaren3,10 W himmlischen. Welt durch die Gemeinde die ganze Tiefe und Weite von Gottes Weisheit erkennen3,10 W die vielfältige Weisheit Gottes zu erkennen bekommen.. 11Genauso hatte Gott es sich vor aller Zeit vorgenommen, und dieses Vorhaben hat er nun durch Jesus Christus, unseren Herrn, in die Tat umgesetzt3,11 Od vor aller Zeit im Hinblick auf Jesus Christus (W in/durch Christus Jesus), unseren Herrn, vorgenommen.. 12Durch ihn3,12 Od In ihm. haben wir alle, die wir an ihn glauben, freien Zutritt zu Gott und dürfen zuversichtlich und vertrauensvoll zu ihm kommen.

13Daher bitte ich euch: Lasst euch von den Nöten, die ich durchmache, nicht entmutigen! Ich erleide das alles ja für euch; es trägt dazu bei, dass ihr Anteil an Gottes Herrlichkeit bekommt3,13 Od für euch, sodass es eine Ehre für euch ist, dass ich das alles durchmache. W für euch; es dient zu eurer Herrlichkeit/Ehre..

Die Liebe von Christus in ihrem ganzen Umfang kennen lernen: ein Gebet

14´Noch einmal:`3,14 Paulus greift den in Vers 1 begonnenen Gedanken wieder auf. Wenn ich mir das alles vor Augen halte, ´kann ich nicht anders, als anbetend` vor dem Vater niederzuknien. 15Er, dem jede Familie3,15 Od jedes Volk. jedes Geschöpf. Od die ganze Familie ´derer, die an Christus glauben`. im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt3,15 Im Griechischen ist der Begriff, der hier mit Familie wiedergegeben wird, von Vater abgeleitet. 16und der unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit, gebe euch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke3,16 W 16 gebe euch, entsprechend dem Reichtum seiner Herrlichkeit, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden im Hinblick auf den inneren Menschen.. 17´Es ist mein Gebet,` dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist3,17 W und dass ihr in der Liebe verwurzelt … seid.. 18Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi3,18 Im Griechischen wird der Gegenstand des Erkennens (die Liebe Christi) erst im nächsten Vers genannt. Manche Ausleger fügen daher in Vers 18 ein anderes Objekt ein, z. B. die Weisheit Gottes oder das Geheimnis Gottes. in allen ihren Dimensionen zu erfassen – in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe. 19Ja, ´ich bete darum,` dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles Verstehen hinausreicht, und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist3,19 W hinausreicht, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes..

20Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns3,20 Od unter uns. am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, 21ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde3,21 W ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde und in/durch Christus Jesus. von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.