Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Erfolgreiche Tätigkeit in Korinth

181Bald darauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth. 2Dort lernte er Aquila kennen, einen Juden18,2 Wahrscheinlich waren Aquila und Priszilla bereits Christen, als sie Paulus kennen lernten., der aus ´der Provinz` Pontus stammte. Aquila und seine Frau Priszilla waren erst kurz zuvor aus Italien gekommen, weil ´Kaiser` Klaudius ein Edikt erlassen hatte, wonach alle Juden Rom verlassen mussten.18,2 Dieser Erlass, der auch in außerbiblischen Quellen erwähnt wird, ist wahrscheinlich auf das Jahr 49 n. Chr. zu datieren. Die beiden luden Paulus zu sich ein18,2 W Er ging zu ihnen., 3und weil er dasselbe Handwerk ausübte wie sie – sie waren18,3 Od wie Aquila – beide waren. Zeltmacher18,3 Sattler (Hersteller von Lederwaren). –, blieb er bei ihnen und arbeitete ´in ihrem Geschäft mit`.

4Jeden Sabbat sprach Paulus in der Synagoge18,4 Od redete Paulus in der Synagoge mit denen, die dort versammelt waren. und versuchte, sowohl Juden als auch Griechen18,4 W Hellenen. Siehe die Anmerkung zu Kapitel 11,20. ´von der Wahrheit des Evangeliums` zu überzeugen18,4 Od und überzeugte sowohl Juden als auch Griechen ´von der Wahrheit des Evangeliums`..

5Als dann Silas und Timotheus, von Mazedonien kommend, in Korinth eintrafen, konnte Paulus seine ganze Zeit für die Verkündigung von Gottes Botschaft einsetzen18,5 W widmete Paulus sich ganz der Botschaft. Vielleicht überbrachten Silas und Timotheus eine Geldspende der Gemeinde von Philippi (einer bedeutenden mazedonischen Stadt), sodass Paulus nicht mehr selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen musste (siehe 2. Korinther 11,8.9 und Philipper 4,15.16)..18,5 Vielleicht überbrachten Silas und Timotheus eine Geldspende der Gemeinde von Philippi (einer bedeutenden mazedonischen Stadt), sodass Paulus nicht mehr selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen musste (siehe 2. Korinther 11,8.9 und Philipper 4,15.16). Mit allem Nachdruck bezeugte er den Juden, dass Jesus der Messias18,5 Od Christus. ist. 6Doch alles, was er dafür erntete, waren Anfeindungen und Beschimpfungen. Da schüttelte er18,6 W Doch als sie sich widersetzten und ihn beschimpften (od und ´Christus` verhöhnten), schüttelte er. den Staub von seinen Kleidern18,6 Zu dieser symbolischen Handlung vergleiche Kapitel 13,51 und siehe Lukas 9,5; 10,10-12. und erklärte: »Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben, wenn das Gericht Gottes über euch hereinbricht!18,6 W »Euer Blut auf euren Kopf! Vergleiche 3. Mose 20,9; 2. Samuel 1,16; Hesekiel (Ezechiel) 33,5 und Matthäus 27,25. Mich trifft keine Schuld. Von jetzt ab wende ich mich an die Nichtjuden.« 7Er verließ die Synagoge und verkündete das Evangelium von da an bei18,7 W und ging in das Haus von. Titius Justus, ´einem Nichtjuden,` der an den Gott Israels glaubte18,7 W der Gott verehrte. und dessen Haus unmittelbar neben der Synagoge stand.

8In der Folge kam ´kein Geringerer als` Krispus, der Vorsteher der Synagoge, zum Glauben an den Herrn – er und alle, die in seinem Haus lebten. Auch viele andere Korinther, die ´Gottes Botschaft` hörten, glaubten18,8 Od Viele Korinther, die davon hörten, kamen ebenfalls zum Glauben. und ließen sich taufen.

9In einer nächtlichen Vision sagte der Herr zu Paulus: »Du brauchst dich nicht zu fürchten! Verkünde ´das Evangelium`, und lass dich durch nichts zum Schweigen bringen! 10Ich selbst bin bei dir, und niemand, der dich angreift, kann dir etwas anhaben. Denn mir gehört ein großes Volk in dieser Stadt.« 11So kam es, dass Paulus eineinhalb Jahre18,11 Od noch weitere eineinhalb Jahre. ´in Korinth` blieb, und in dieser ganzen Zeit unterrichtete er die Menschen in der Botschaft Gottes.

Ein wirkungsloser Angriff gegen Paulus

12Nachdem Gallio Prokonsul der Provinz Achaia geworden war18,12 Gallio, ein Bruder des Philosophen Seneca, verwaltete im Auftrag des römischen Senats von 51 bis 52 n. Chr. die Provinz Achaia; Regierungssitz war Korinth., verabredeten sich die Juden zu einer gemeinsamen Aktion gegen Paulus. Sie schleppten ihn vor den Richterstuhl ´auf dem Gerichtsplatz` 13und erklärten: »Dieser Mann verführt die Leute dazu, Gott auf eine Weise zu verehren, die gegen das Gesetz verstößt!«

14Paulus wollte gerade zu einer Entgegnung ansetzen, als Gallio zu den Anklägern18,14 W zu den Juden. sagte: »Werte Juden! Wenn es sich hier um ein Verbrechen oder ein böswilliges Vergehen handeln würde, wäre es meine Pflicht18,14 Od wäre es für mich selbstverständlich., auf eure Klage einzugehen. 15Da es aber lediglich um Begriffe und Namen geht und die Streitfragen alle mit eurem eigenen Gesetz zu tun haben18,15 W Da es aber Streitfragen sind über Worte (Begriffe, Formulierungen, Lehren) und Namen (Personen) und euer eigenes Gesetz., müsst ihr selbst sehen, ´wie ihr damit fertig werdet`. Ich jedenfalls bin nicht gewillt, in solchen Dingen ein Urteil zu fällen.« 16Damit ließ er sie vom Richterstuhl wegführen.

17Sie waren noch auf dem Gerichtsplatz, da fiel die Volksmenge, die dabeigestanden hatte,18,17 Od da fielen die Juden in ihrer Enttäuschung. W 17 Vor dem Richterstuhl fielen alle. über den Synagogenvorsteher Sosthenes her und verprügelte ihn. Aber Gallio kümmerte sich nicht im Geringsten darum.

Kurze Besuche in Ephesus und Jerusalem. Rückkehr nach Antiochia

18Paulus blieb danach noch einige Zeit ´in Korinth`. Schließlich nahm er Abschied von den Geschwistern und trat zusammen mit Priszilla und Aquila die Seereise nach Syrien an. Bevor sie in Kenchreä an Bord gingen, ließ er sich das Haar wieder schneiden, das er wegen eines Gelübdes hatte wachsen lassen.18,18 Wahrscheinlich handelte es sich um das so genannte Nasiräatsgelübde (4. Mose 6,1-21; vergleiche Apostelgeschichte 21,23.24). Möglicherweise hatte Paulus das Gelübde im Zusammenhang mit einer Bitte um Gottes Schutz für die Zeit in Korinth abgelegt. Mit dem Abschneiden der Haare beendete er nun die Weihezeit und brachte damit gleichzeitig seinen Dank für die erfahrene Bewahrung zum Ausdruck.

19Die Reise führte über Ephesus, wo Paulus Priszilla und Aquila zurückließ. Er selbst suchte ´vor der Weiterfahrt` die Synagoge der Stadt auf und sprach dort zu18,19 Od mit. den Juden. 20Sie baten ihn, länger zu bleiben, aber er ging nicht darauf ein, 21sondern verabschiedete sich von ihnen. »Wenn es Gottes Wille ist«, sagte er, »werde ich zu euch zurückkommen.« Dann brach er wieder auf.

22Das Schiff brachte ihn nach Cäsarea, wo er an Land ging. Er machte sich auf den Weg hinauf ´nach Jerusalem` und stattete der Gemeinde dort einen kurzen Besuch ab.18,22 Od Er suchte die ´dortige` Gemeinde auf und stattete ihr einen kurzen Besuch ab (w und grüßte sie). Schließlich kehrte er nach Antiochia zurück18,22 W ging er nach Antiochia hinunter..

Die dritte Missionsreise des Apostels Paulus (Kapitel 18,23 bis 21,16)

23Nachdem Paulus einige Zeit dort verbracht hatte, machte er sich erneut auf die Reise. Er zog zunächst durch das Gebiet von Galatien18,23 Vermutlich die Provinz Galatien (in deren Südteil die Städte Ikonion, Lystra, Derbe und das pisidische Antiochia lagen); nach anderer Auffassung: die Landschaft Galatien (im Norden der Provinz). und anschließend durch Phrygien, und überall stärkte er die Jünger18,23 Od Er zog durch das Gebiet von Galatien und von Phrygien (od durch den phrygischen Teil der Provinz Galatien), besuchte eine Gemeinde nach der anderen und stärkte alle Jünger. ´in ihrem Glauben`.

Apollos in Ephesus und in Korinth

24Um diese Zeit kam ein Jude namens Apollos nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war ein glänzender Redner18,24 Od ein gelehrter Mann. und besaß eine umfassende Kenntnis der Heiligen Schrift18,24 Od und legte die Heilige Schrift mit großer Überzeugungskraft aus.. 25Darüber hinaus war er auch in der Lehre18,25 W im Weg. des Herrn unterwiesen worden. Überall sprach er mit glühender Begeisterung18,25 Od von Gottes Geist durchdrungen. W im Geist brennend. von Jesus und unterrichtete seine Zuhörer gewissenhaft und genau über das, was Jesus getan und gelehrt hatte18,25 W was Jesus betraf.. Allerdings kannte er keine andere Taufe als die von Johannes ´dem Täufer`.

26Dieser Apollos nun begann, in der Synagoge ´von Ephesus` frei und offen ´von Jesus` zu sprechen. Auch Priszilla und Aquila hörten ihn. Da luden sie ihn zu sich ein und erklärten ihm die Lehre18,26 W den Weg. Gottes noch genauer. 27Als Apollos dann in die Provinz Achaia reisen wollte, ermutigten ihn die Christen18,27 Od die leitenden Brüder der Gemeinde. W die Geschwister/Brüder. ´von Ephesus` zu diesem Schritt und gaben ihm einen Empfehlungsbrief mit, in dem sie die Jünger ´in Achaia` baten18,27 Od reisen wollte, gaben ihm die Christen ´von Ephesus` einen Empfehlungsbrief an die Jünger ´in Achaia` mit, in dem sie diese dazu ermutigten., ihn freundlich aufzunehmen. Und tatsächlich erwies sich Apollos dort mit seiner besonderen Gabe als eine große Hilfe für die Gläubigen18,27 Od dort durch Gottes Gnade als eine große Hilfe für die Gläubigen. Od dort als eine große Hilfe für die, die durch Gottes Gnade zum Glauben gekommen waren.. 28Denn er führte öffentliche Diskussionen mit den Juden, in denen er ihre Einwände mit überzeugenden Argumenten widerlegte und anhand der Schrift nachwies, dass Jesus der Messias18,28 Od Christus. ist.