Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
15

Der Streit um die Gültigkeit des mosaischen Gesetzes: Das »Apostelkonzil« in Jerusalem (Kapitel 15,1-35)

Müssen nichtjüdische Christen sich beschneiden lassen?

151Doch dann kamen einige Leute aus Judäa ´nach Antiochia` und forderten die Männer der Gemeinde auf, sich beschneiden zu lassen, wie es im Gesetz des Mose vorgeschrieben ist.15,1 3. Mose 12,3; vergleiche 1. Mose 17,10-14. »Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst«, lehrten sie, »könnt ihr nicht gerettet werden.« 2Damit stießen sie bei Paulus und Barnabas auf entschiedenen Widerstand, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung.15,2 Od 2 Das führte zu beträchtlicher Unruhe ´in der Gemeinde`, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen diesen Leuten und Paulus und Barnabas. Schließlich wurden Paulus und Barnabas zusammen mit einigen ´Christen` aus Antiochia beauftragt, nach Jerusalem zu reisen und den Aposteln und den Ältesten der dortigen Gemeinde diesen Streitfall vorzulegen.

3Von der Gemeinde in Antiochia feierlich verabschiedet, machten sich Paulus und Barnabas auf den Weg. Sie zogen durch Phönizien und Samarien, und überall erzählten sie von der Hinwendung der Nichtjuden ´zu Gott` – eine Nachricht, mit der sie allen Geschwistern große Freude bereiteten. 4Als sie in Jerusalem ankamen, wurden sie von den Aposteln und den Ältesten und von der ganzen Gemeinde herzlich empfangen, und sie gaben einen Bericht von dem, was Gott durch sie als seine Mitarbeiter alles getan hatte. 5Doch einige, die zur Partei der Pharisäer gehörten und zum Glauben ´an Jesus` gekommen waren, standen auf und erklärten: »Man muss die Nichtjuden beschneiden und dazu auffordern, das Gesetz des Mose zu befolgen!«

Die Stellungnahme von Petrus: Gott hat die Frage längst entschieden!

6Daraufhin trafen sich die Apostel und die Ältesten, um über diese Sache zu beraten. 7Nachdem man lange und intensiv miteinander diskutiert hatte, erhob sich Petrus und sagte zu den Versammelten: »Liebe Brüder, wie ihr alle wisst, hat Gott euch seine Entscheidung schon vor langer Zeit klar gemacht – damals, als er mir den Auftrag gab, den Nichtjuden die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, und als sie durch mich die Botschaft hörten und zum Glauben kamen15,7 Od hat Gott mich schon vor langer Zeit aus eurem Kreis dazu ausgewählt, dass die Nichtjuden durch meine Verkündigung die Botschaft des Evangeliums hören und zum Glauben kommen. Die Ereignisse im Haus des römischen Hauptmanns Kornelius (Kapitel 10), auf die Petrus hier anspielt, liegen etwa zehn Jahre zurück..15,7 Die Ereignisse im Haus des römischen Hauptmanns Kornelius (Kapitel 10), auf die Petrus hier anspielt, liegen etwa zehn Jahre zurück. 8Gott kennt uns Menschen ja durch und durch, und er hat die Echtheit ihres Glaubens bestätigt15,8 W 8 Und Gott, der Herzenskenner, stellte ihnen ein (gutes) Zeugnis aus., indem er ihnen genau15,8 auf dieselbe Weise. wie uns den Heiligen Geist gegeben hat. 9Er machte keinerlei Unterschied zwischen ihnen und uns, sondern hat auch ihr Innerstes aufgrund ihres Glaubens ´von aller Schuld` gereinigt. 10Warum wollt ihr Gott jetzt herausfordern und diesen Jüngern ein Joch auf den Nacken legen, das weder unsere Vorfahren noch wir selbst zu tragen vermochten? 11Wir sind doch ganz im Gegenteil davon überzeugt15,11 W Vielmehr glauben wir., dass wir – genau wie sie – einzig und allein durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden.15,11 11 Es ist doch ganz im Gegenteil so, dass wir einzig und allein deshalb gerettet werden, weil wir unser Vertrauen auf die Gnade des Herrn Jesus setzen – wir genauso wie sie.«

Der Rat des Jakobus: Keine unnötigen Lasten für unsere nichtjüdischen Geschwister!

12Was Petrus sagte, brachte die Versammelten zur Ruhe, und die ganze Gemeinde hörte15,12 W 12 Die ganze Menge wurde ruhig, und sie hörten. aufmerksam zu, wie Barnabas und Paulus nun von all den Wundern und außergewöhnlichen Dingen berichteten, die Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte.

13Als die beiden geendet hatten, ergriff Jakobus das Wort. »Liebe Geschwister«, sagte er, »hört mir zu! 14Simeon15,14 Simeon (eine Variante von Simon): der ursprüngliche Name des Petrus (siehe Kapitel 10,5.18). hat gezeigt, dass Gott selbst sich der Nichtjuden angenommen und damit begonnen hat, unter ihnen15,14 Od dass es von Anfang an Gottes Ziel war, unter den Nichtjuden. ein Volk zu sammeln, das ihm gehört15,14 das seinen Namen ehrt. W für seinen Namen. Vergleiche Sacharja 2,15 und 1. Petrus 2,9.10 sowie 2. Mose 19,5 und 5. Mose 14,2..15,14 Vergleiche Sacharja 2,15 und 1. Petrus 2,9.10 sowie 2. Mose 19,5 und 5. Mose 14,2. 15Das stimmt mit den Worten der Propheten überein; es heißt nämlich in der Schrift:

16›Der Tag kommt, ´sagt der Herr,`

an dem ich mich ´meinem Volk` wieder zuwenden15,16 Od an dem ich mich wieder daranmachen.

und die verfallene Hütte15,16 W Zelt. Davids wieder aufbauen werde;

ich werde sie aus ihren Trümmern von neuem erbauen

und werde sie wieder errichten.

17Dann werden auch die übrigen Menschen nach mir15,17 W nach dem Herrn. fragen,

die Menschen aller Völker15,17 17 Dann werden die übrig gebliebenen Menschen ´aus meinem Volk` wieder nach mir fragen und ebenso die Menschen aller anderen Völker., die doch alle mein Eigentum sind15,17 W aller Völker, über denen mein Name angerufen worden ist..

Das sagt der Herr, der damit ausführt,

18was er von jeher angekündigt hat15,18 W was von jeher bekannt ist. Amos 9,11.12 und Jesaja 45,21; vergleiche Jeremia 12,15.16 und Sacharja 8,20-23. AL(2) Das sagt der Herr, der diese Dinge ausführt. 18 Dem Herrn ist sein Werk / sind seine Werke von Ewigkeit her bekannt..‹15,18 Amos 9,11.12 und Jesaja 45,21; vergleiche Jeremia 12,15.16 und Sacharja 8,20-23.«

19»Deshalb steht für mich die Entscheidung fest«, ´fuhr Jakobus fort.` »Wir dürfen es den Nichtjuden, die zu Gott umkehren, nicht unnötig schwer machen. 20Allerdings sollten wir sie in einem Brief dazu auffordern, folgende Dinge zu unterlassen: jede Verunreinigung durch Götzenverehrung15,20 Od durch Speisen, die den Götzen geopfert wurden. W durch Götzen. und ´jede Form von` Unmoral15,20 Od Blutschande (siehe die in 3. Mose 18,6-18 verbotenen sexuellen Beziehungen mit Angehörigen). Entsprechend in Vers 29 und in Kapitel 21,25. sowie den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleisch.15,20 Einen möglichen Hintergrund für dieses vierfache Verbot bilden die Opfermahlzeiten in den Götzentempeln, bei denen alle hier untersagten Dinge praktiziert wurden. Denkbar ist auch, den Beschluss vor dem Hintergrund von 3. Mose 17 und 18 zu verstehen. Dort finden sich Parallelen zu allen hier aufgestellten Forderungen (zur Götzenverehrung und zum Götzenopferfleisch vergleiche 3. Mose 17,7-9, zum Blut 3. Mose 17,10-12, zum nicht ausgebluteten Fleisch 3. Mose 17,13-16, zur sexuellen Unmoral 3. Mose 18,6-23), und die Anweisungen gelten ausdrücklich auch für Ausländer, die in Israel leben (siehe 3. Mose 17,8.10.12.13.15; 18,26). 21Im Übrigen finden sich alle diese Forderungen im Gesetz des Mose, das seit vielen Generationen in allen Städten verkündet und Sabbat für Sabbat in allen Synagogen vorgelesen wird.15,21 W 21 Mose hat nämlich seit alten Zeiten in allen Städten solche, die ihn verkünden, da er ja in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.«

Beschluss und Brief der Versammlung

22Daraufhin fassten die Apostel und die Ältesten im Einvernehmen mit der ganzen ´Jerusalemer` Gemeinde den Beschluss, einige Delegierte zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken. Die Wahl fiel auf Judas, der auch Barsabbas genannt wurde, und Silas, zwei führende Männer der Gemeinde15,22 W führende (od angesehene) Männer unter den Geschwistern.. 23Der Brief, den sie ihnen mitgaben15,23 den diese beiden in ihrem Auftrag aufsetzten., lautete folgendermaßen:

»Die Apostel und die Ältesten ´der Gemeinde von Jerusalem` an die nichtjüdischen Geschwister in Antiochia und in ganz Syrien und Zilizien: Wir, eure Brüder, grüßen euch herzlich! 24Wie wir erfahren haben, sind einige Leute aus unserer Gemeinde15,24 Od aus unseren Reihen. ohne unseren Auftrag zu euch gereist und haben Dinge behauptet, die euch verwirrt und zutiefst beunruhigt haben. 25Wir haben daher über die Sache beraten und haben dann einmütig15,25 W Wir haben daher, nachdem wir einmütig geworden sind. beschlossen, eine Delegation ´unserer Gemeinde` zu euch zu schicken als Begleitung unserer lieben Freunde Barnabas und Paulus, 26die ihr ganzes Leben in den Dienst von Jesus Christus, unserem Herrn, gestellt haben15,26 Od die ihr Leben für Jesus Christus, unseren Herrn, aufs Spiel gesetzt haben. W die ihr Leben für den Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, hingegeben haben.. 27Diejenigen, die wir ausgewählt und zu euch geschickt haben, sind Judas und Silas; sie werden euch auch noch mündlich mitteilen, worum es geht. 28Der Heilige Geist selbst und ´unter seiner Führung` auch wir haben nämlich beschlossen15,28 Od für gut befunden., euch nur die folgenden unbedingt nötigen Anweisungen zu geben und euch darüber hinaus keine weitere Last aufzuerlegen: 29Esst kein ´Fleisch`, das den Götzen geopfert wurde, unterlasst den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleisch und haltet euch fern von jeder Unmoral!15,29 Zu diesen Anordnungen siehe Vers 20. Wenn ihr euch vor diesen Dingen in Acht nehmt, verhaltet ihr euch richtig15,29 Od wird es euch gut gehen.. Und nun lebt wohl!«

30Paulus und Barnabas sowie die Delegierten wurden offiziell verabschiedet und machten sich auf den Weg nach Antiochia. Dort angekommen, beriefen sie eine Versammlung der ganzen Gemeinde15,30 W der Menge. ein und übergaben den Brief. 31Er wurde vorgelesen, und alle freuten sich über seinen ermutigenden Inhalt. 32Judas und Silas waren Propheten, und sie nahmen sich viel Zeit, den Geschwistern Mut zu machen und sie im Glauben zu stärken.15,32 W 32 Und Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, machten den Geschwistern mit vielen Worten Mut und stärkten sie. 33Nachdem sie eine längere Zeit dort verbracht hatten, wurden sie von den Geschwistern mit dem Friedensgruß15,33 Od in allem Frieden. verabschiedet und kehrten zu denen zurück, die sie geschickt hatten.15,33 Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hier Vers 34 an: Silas allerdings beschloss, in Antiochia zu bleiben. Manche Handschriften fügen außerdem hinzu: Nur Judas kehrte (nach Jerusalem) zurück. 35Paulus und Barnabas hingegen blieben zunächst in Antiochia. Zusammen mit vielen anderen unterrichteten sie die Menschen in der Botschaft des Herrn und verkündeten das Evangelium in der ganzen Stadt15,35 W unterrichteten/lehrten und verkündeten sie als Evangelium das Wort des Herrn..

Die zweite Missionsreise des Apostels Paulus (Kapitel 15,36 bis 18,22)

Trennung von Barnabas; Silas als neuer Begleiter

36Nach einiger Zeit sagte Paulus zu Barnabas: »Lass uns wieder aufbrechen und die Geschwister in all den Städten besuchen, in denen wir die Botschaft des Herrn verkündet haben. Wir müssen doch sehen, wie es ihnen geht!« 37Barnabas ´war damit einverstanden,` nur wollte er auch Johannes mitnehmen – Johannes mit dem Beinamen Markus. 38Doch Paulus hielt es nicht für angebracht, jemand mitzunehmen, der sie ´auf ihrer vorherigen Reise` in Pamphylien im Stich gelassen hatte, statt mit ihnen weiterzuziehen und den Auftrag zu erfüllen, ´den Gott ihnen gegeben hatte`.15,38 Siehe Kapitel 13,13 und vergleiche 13,2.5. 39Darüber kam es zu einer so heftigen Auseinandersetzung, dass sich die beiden trennten. Barnabas nahm Markus mit sich und bestieg ein Schiff, das nach Zypern fuhr. 40Paulus seinerseits wählte sich Silas zum Begleiter, und nachdem ihn die Christen von Antiochia dem Herrn und seiner Gnade anvertraut hatten15,40 W nachdem er von den Geschwistern der Gnade des Herrn anvertraut worden war., machte er sich auf die Reise. 41Er zog durch Syrien und Zilizien, und überall stärkte er die Gemeinden ´im Glauben`.

16

Timotheus wird Mitarbeiter von Paulus

161Paulus kam auch wieder nach Derbe und nach Lystra. In Lystra lebte ein Jünger ´Jesu` namens Timotheus. Seine Mutter, die ebenfalls ´an Jesus` glaubte, war jüdischer Herkunft, während sein Vater Grieche16,1 W Hellene (hier gleichbedeutend mit Nichtjude). Siehe die Anmerkung zu Kapitel 11,20. war. 2Diesen Timotheus, über den die Christen von Lystra und Ikonion nur Gutes zu berichten wussten16,2 Od dem die Christen (w Geschwister) von Lystra und Ikonion ein gutes Zeugnis ausstellten., 3wollte Paulus auf die weitere Reise mitnehmen. Deshalb holte er ihn zu sich und ließ ihn aus Rücksicht auf die Juden jener Gegend beschneiden16,3 Od und beschnitt ihn aus Rücksicht auf die Juden jener Gegend (od jener Orte).; denn sie wussten alle, dass er einen griechischen Vater hatte16,3 Od gehabt hatte. W dass sein Vater ein Hellene (gewesen) war (zu Hellene siehe die Anmerkung zu Vers 1)..

Bekanntmachung der Jerusalemer Beschlüsse

4In allen Städten, durch die sie kamen, teilten Paulus und seine Begleiter den Christen16,4 W teilten sie ihnen. die Beschlüsse mit, die die Apostel und die Ältesten von Jerusalem gefasst hatten, und forderten sie auf, diese Anordnungen zu befolgen. 5Das führte dazu, dass die Gemeinden im Glauben gefestigt wurden und dass die Zahl der Christen täglich zunahm16,5 W und dass sie täglich an Zahl zunahmen..

Paulus hat eine Vision: Ein Mazedonier bittet ihn, in sein Land zu kommen

6Paulus und seine Begleiter zogen nun durch den Teil Phrygiens, der zur Provinz Galatien gehört16,6 Od zogen nun durch Phrygien und das Gebiet von Galatien.. Eigentlich hatten sie vorgehabt, die Botschaft ´Gottes` in der Provinz Asien16,6 Gedacht ist wahrscheinlich an die großen Städte im Westen der Provinz, vor allem an Ephesus. zu verkünden, aber der Heilige Geist hatte sie daran gehindert. 7Als sie sich dann Mysien näherten, versuchten sie, nach Bithynien weiterzureisen, aber auch das ließ der Geist Jesu nicht zu. 8Da zogen sie, ohne sich aufzuhalten, durch Mysien16,8 Od Da zogen sie an Mysien vorbei., bis sie in die Hafenstadt Troas kamen16,8 W bis sie nach Troas hinunterkamen..

9Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Er sah einen Mazedonier ´vor sich` stehen, der ihn bat: »Komm nach Mazedonien herüber und hilf uns!« 10Daraufhin suchten wir16,10 Hier beginnt der erste der drei so genannten »Wir-Berichte« (Kapitel 16,10-17; 20,5–21,18; 27,1–28,16). Durch die Einbeziehung seiner Person informiert der Autor der Apostelgeschichte den Leser darüber, dass er Paulus auf den betreffenden Reiseabschnitten begleitet hatte. unverzüglich nach einer Gelegenheit zur Überfahrt nach Mazedonien; denn wir waren überzeugt16,10 W denn wir schlossen daraus., dass Gott selbst uns ´durch diese Vision` dazu aufgerufen hatte, den Menschen dort das Evangelium zu bringen.

In Philippi: Bekehrung der Geschäftsfrau Lydia

11Nachdem unser Schiff von Troas ausgelaufen war, fuhren wir auf direktem Weg zur Insel Samothrake. Am folgenden Tag kamen wir nach Neapolis, 12und von dort ging die Reise ´landeinwärts` nach Philippi. Philippi, eine ´römische` Kolonie16,12 Die Bewohner einer römischen Kolonie (in erster Linie ausgediente Soldaten) besaßen das römische Bürgerrecht, das ihnen zahlreiche Privilegien verlieh und sie vor der Willkür der Provinzbehörden schützte (vergleiche die Verse 37 bis 39)., war die bedeutendste Stadt in diesem Teil16,12 Andere lesen mit Hinzufügung eines Buchstabens: war eine Stadt im ersten Bezirk. Die Provinz Mazedonien war in vier voneinander unabhängige Verwaltungsbezirke unterteilt. der Provinz Mazedonien.

Hier blieben wir einige Tage 13´und warteten, bis es Sabbat war`. Am Sabbat16,13 Od Hier verbrachten wir eine längere Zeit. 13 Am ´ersten` Sabbat ´unseres Aufenthalts`. gingen wir vor das Stadttor an den Fluss, wo wir eine jüdische Gebetsstätte vermuteten und dann auch tatsächlich einige Frauen antrafen, die sich dort versammelt hatten. Wir setzten uns zu ihnen und begannen mit ihnen zu reden.16,13 W wo wir eine Gebetsstätte vermuteten, und wir setzten uns und redeten mit/zu den Frauen, die zusammengekommen waren. 14Eine dieser Frauen – sie hieß Lydia – war eine Purpurhändlerin aus Thyatira16,14 Thyatira, in Lydien in der Provinz Asien gelegen und ursprünglich eine mazedonische Kolonie, war ein Handelszentrum für Purpurstoffe., die an den Gott Israels glaubte16,14 W die Gott verehrte.. Während sie uns zuhörte, öffnete ihr der Herr das Herz, so dass sie das, was Paulus sagte, bereitwillig aufnahm. 15Nachdem sie sich dann mit allen, die in ihrem Haus lebten, hatte taufen lassen, lud sie uns zu sich ein. »Wenn ihr überzeugt seid, dass ich ´jetzt eine Christin bin und` an den Herrn glaube16,15 dass ich dem Herrn treu bin.«, sagte sie, »dann kommt in mein Haus und seid meine Gäste!« Sie drängte uns ´so, dass wir einwilligten`.

Paulus treibt einen Wahrsagegeist aus …

16Eines Tages – wir waren gerade auf dem Weg zur Gebetsstätte – begegnete uns eine Frau, die von einem Wahrsagegeist besessen war; sie war eine Sklavin und brachte ihren Besitzern mit ihrer Wahrsagerei viel Geld ein. 17Die Frau lief hinter Paulus und uns anderen her und schrie in einem fort: »Diese Leute sind Diener des höchsten Gottes! Sie sagen euch, wie ihr gerettet werden könnt!16,17 W Sie verkünden euch den Weg der Rettung / zur Rettung!« 18So ging das viele Tage, bis Paulus es schließlich nicht mehr ertragen konnte. Er drehte sich um und sagte zu dem Wahrsagegeist: »Im Namen von Jesus Christus gebiete ich dir: Verlass diese Frau!« Im selben Augenblick verließ der Geist die Frau.

… und muss dafür zusammen mit Silas ins Gefängnis

19Als die Besitzer der Sklavin begriffen, dass mit dem Wahrsagegeist auch ihre Aussicht auf Gewinn verschwunden war16,19 W dass ihre Hoffnung auf Gewinn ausgefahren war., packten sie Paulus und Silas und schleppten sie zum Marktplatz, wo die Stadtbehörde ihren Sitz hatte. 20Sie führten sie den ´beiden` Prätoren vor, ´den höchsten Justizbeamten von Philippi,` und sagten: »Unsere ganze Stadt ist in Aufruhr wegen dieser Leute hier! Juden sind sie, 21und sie propagieren Sitten, die wir als römische Bürger nicht gutheißen können und die wir auf keinen Fall übernehmen dürfen.« 22Als dann auch noch die Volksmenge in diese Anschuldigungen einstimmte16,22 W die Volksmenge gegen sie auftrat., ließen die Prätoren Paulus und Silas die Kleider vom Leib reißen und ordneten an, sie mit der Rute16,22 Od mit dem Stock. Od mit der Peitsche. zu schlagen. 23Nachdem man ihnen eine große Zahl von Schlägen gegeben hatte, ließen die Prätoren sie ins Gefängnis werfen und wiesen den Gefängnisaufseher an, sie scharf zu bewachen. 24Das tat dieser dann auch: Er sperrte die beiden in die hinterste Zelle des Gefängnisses16,24 W 24 Dieser sperrte sie, als er einen solchen Befehl empfangen hatte, in das innere Gefängnis. und schloss ihre Füße in den Block16,24 Mit Löchern versehener hölzerner Block; ein Folterinstrument, das zugleich der Fluchtverhinderung diente..

Bekehrung des Gefängnisaufsehers

25Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas; sie priesen Gott mit Lobliedern, und die Mitgefangenen hörten ihnen zu. 26Plötzlich bebte die Erde so heftig, dass das Gebäude bis in seine Grundmauern erschüttert wurde. Im selben Augenblick sprangen sämtliche Türen auf, und die Ketten aller Gefangenen fielen zu Boden. 27Der Aufseher fuhr aus dem Schlaf hoch, und als er die Türen des Gefängnisses offen stehen sah, zog er sein Schwert und wollte sich töten, denn er dachte, die Gefangenen seien geflohen.16,27 Siehe die Anmerkung zu Kapitel 12,19. 28Doch Paulus rief, so laut er konnte: »Tu dir nichts an! Wir sind alle noch hier!« 29Da ließ der Aufseher Fackeln16,29 Od Lampen. bringen, stürzte in das Gefängnis und warf sich zitternd vor Paulus und Silas zu Boden. 30Während er sie dann nach draußen führte, fragte er sie: »Ihr Herren, was muss ich tun, damit ich gerettet werde?« 31Sie antworteten: »Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und alle, die in deinem Haus leben!« 32Und sie verkündeten ihm und allen, die bei ihm im Haus wohnten, die Botschaft des Herrn.

33Der Gefängnisaufseher kümmerte sich noch in derselben Stunde, mitten in der Nacht, um Paulus und Silas und wusch ihnen das Blut von den Striemen ab. Dann ließen sich er und alle, die zu ihm gehörten, ohne zu zögern taufen. 34Anschließend führte er die beiden in sein Haus16,34 Od in das Obergeschoss seines Hauses. hinauf und ließ eine Mahlzeit für sie zubereiten. Er war überglücklich, dass er mit seinem ganzen Haus zum Glauben an Gott gefunden hatte.

Paulus und Silas werden rehabilitiert

35Am nächsten Morgen kamen die Gerichtsdiener im Auftrag der Prätoren ´zum Gefängnisaufseher` mit der Anweisung: »Lass diese Männer frei!« 36Der Aufseher berichtete Paulus davon. »Die Prätoren haben mir durch ihre Diener befohlen, euch freizulassen«, erklärte er. »Verlasst nun also das Gefängnis und zieht im Frieden ´Gottes` weiter16,36 Od das Gefängnis; ihr könnt ungehindert weiterziehen.37Da wandte sich Paulus an die Gerichtsdiener und sagte16,37 Od Doch Paulus ließ den Gerichtsdienern ausrichten.: »Erst haben sie uns ohne jedes Gerichtsverfahren16,37 Od ohne dass man uns eine Schuld nachgewiesen hätte. öffentlich schlagen lassen, obwohl wir das römische Bürgerrecht besitzen, dann haben sie uns ins Gefängnis geworfen, und jetzt wollen sie uns still und heimlich abschieben? Das kommt nicht in Frage! Sie sollen selbst hier erscheinen und uns persönlich aus dem Gefängnis herausführen!« 38Die Gerichtsdiener erstatteten den Prätoren Meldung und berichteten ihnen, was Paulus gesagt hatte. Als die Prätoren hörten, dass es sich bei diesen Männern um römische Bürger handelte, bekamen sie es mit der Angst zu tun. 39Sie begaben sich persönlich zu ihnen und entschuldigten sich16,39 Od und baten um Nachsicht. ´für das, was geschehen war`. Daraufhin führten sie die beiden aus dem Gefängnis und baten sie, die Stadt zu verlassen. 40Wieder in Freiheit, gingen Paulus und Silas zu Lydia, wo sie sich mit den Geschwistern16,40 mit den anderen Mitarbeitern (Timotheus und Lukas). trafen und ihnen Mut machten. Danach verließen sie die Stadt.

17

In Thessalonich: Erfolge und Anfeindungen

171Über Amphipolis und Apollonia kamen Paulus und Silas nach Thessalonich. Dort gab es eine jüdische Gemeinde17,1 W eine Synagoge.. 2Wie es seine Gewohnheit war, ging Paulus als Erstes in ihre Synagoge17,2 W ging Paulus zu ihnen hinein., wo er an drei aufeinanderfolgenden Sabbaten17,2 wo er während drei Wochen. zu17,2 Od mit. den Versammelten sprach. 3Er öffnete ihnen das Verständnis für die Aussagen der Schrift, die vom Leiden und Sterben des Messias17,3 Od Christus. Ebenso in der zweiten Vershälfte. und von seiner Auferstehung von den Toten sprechen, und zeigte ihnen, dass das alles ´nach Gottes Plan` so kommen musste.17,3 Siehe z. B. Psalm 16,8-11; 110; 118,22 und Jesaja 52,13–53,12. »Und ´deshalb`«, so sagte er, »ist der Jesus, den ich euch verkünde, niemand anders als der Messias, ´von dem die Schrift spricht`.«17,3 Od »Und dieser Messias, ´von dem die Schrift spricht`«, so sagte er, »ist niemand anders als der Jesus, den ich euch verkünde.«

4Einige der jüdischen Zuhörer ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an. Außerdem ´kamen` zahlreiche Griechen17,4 W Hellenen. Siehe die Anmerkung zu Kapitel 11,20. ´zum Glauben`, die sich zur Synagogengemeinde hielten17,4 W die Gott verehrten., sowie17,4 Od darunter. eine ganze Reihe von Frauen aus der oberen Gesellschaftsschicht.

5Dieser Erfolg erregte den Neid derjenigen Juden, ´die vom Evangelium nichts wissen wollten`. Sie warben einige skrupellose Männer an, die sich auf dem Marktplatz herumtrieben, und wiegelten mit ihrer Hilfe die Volksmenge auf, sodass die ganze Stadt in Unruhe geriet. Dann zogen sie vor das Haus von Jason, ´bei dem Paulus und Silas zu Gast waren,` um die beiden von dort herauszuholen und vor die Bürgerversammlung zu stellen17,5 und der Volksmenge auszuliefern..

6Doch als sie Paulus und Silas nicht fanden, schleppten sie statt dessen Jason selbst und einige andere Christen17,6 W Geschwister. vor die Politarchen, ´die höchsten Beamten der Stadt,` und schrien: »Die Leute, die in der ganzen Welt für Aufruhr sorgen, sind jetzt auch hierher gekommen; 7Jason hat sie bei sich aufgenommen! Sie setzen sich alle über die Verordnungen des Kaisers hinweg, indem17,7 Od weil. sie behaupten, ein anderer sei der ´wahre` Herrscher, nämlich Jesus.«

8Die Stadtbevölkerung und die Politarchen waren tief beunruhigt, als sie das hörten, 9und erst nachdem Jason und die anderen ´Christen` eine Kaution hinterlegt hatten, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.17,9 Wahrscheinlich sollte die Zahlung einer Kaution sicherstellen, dass die »Unruhestifter« die Stadt sofort und für immer verließen. Nach damaliger römischer Rechtspraxis verfiel eine Kaution bei Wiederholung des Vergehens.

In Beröa: Große Aufgeschlossenheit für das Evangelium

10Noch in derselben Nacht17,10 Od Sobald die Nacht hereinbrach. ließen die Christen17,10 Od die leitenden Brüder der Gemeinde. W die Geschwister/Brüder. Ebenso in Vers 14. ´von Thessalonich` Paulus und Silas nach Beröa weiterziehen. Auch dort suchten die beiden ´zunächst einmal` die jüdische Synagoge auf. 11Die Juden in Beröa waren nicht so voreingenommen wie die in Thessalonich. Mit großer Bereitwilligkeit gingen sie auf das Evangelium von Jesus Christus17,11 W auf die Botschaft. ein, und sie studierten täglich die Heilige Schrift, um zu prüfen, ob das, was Paulus lehrte, mit den Aussagen der Schrift übereinstimmte17,11 W ob das sich so verhielt.. 12Die Folge war, dass viele von ihnen zum Glauben kamen, außerdem eine beträchtliche Zahl einflussreicher griechischer Frauen und eine ganze Reihe griechischer Männer17,12 Od einflussreicher (w vornehmer) griechischer Frauen und Männer..

13Als jedoch die Juden von Thessalonich erfuhren, dass Paulus jetzt in Beröa die Botschaft Gottes verkündete, reisten sie ihm nach und begannen auch dort, Unruhe zu stiften und die Volksmenge gegen ihn aufzuhetzen. 14Die Christen von Beröa reagierten sofort und schickten Paulus weiter, hinunter zur Küste. Silas und Timotheus hingegen blieben in Beröa. 15Einige ´Brüder` reisten mit Paulus und begleiteten ihn bis nach Athen. Er trug ihnen auf, Silas und Timotheus auszurichten, sie sollten so bald wie möglich nachkommen; dann kehrten sie nach Beröa zurück.

Paulus in Athen: Begegnung mit griechischen Philosophen

16Während Paulus nun in Athen auf die beiden wartete, sah er sich in der Stadt um. Empört und erschüttert stellte er fest, dass ihre Straßen von zahllosen Götterstatuen gesäumt waren17,16 W dass sie voller Götterbilder war., 17und er begann, ´mit den Leuten Gespräche zu führen`. In der Synagoge redete er mit den Juden und mit denen17,17 Od zu den Juden und zu denen., die sich zur jüdischen Gemeinde hielten17,17 W die Gott verehrten., und auf dem Marktplatz unterhielt er sich Tag für Tag mit denen, die er dort antraf.

18Dabei kam es auch zu Diskussionen mit epikureischen und stoischen Philosophen17,18 Anhänger von zwei bedeutenden Philosophenschulen, die in Athen beheimatet waren.. Einige von ihnen spotteten: »Was will eigentlich dieser sonderbare Vogel mit seinen aufgepickten Weisheiten? Glaubt er, er könne uns etwas beibringen?«17,18 W »Was will eigentlich dieser Samenaufpicker sagen?« Andere meinten: »Es scheint, als wolle er Propaganda für irgendwelche fremden17,18 Od ausländischen. Götter machen!« ´Zu diesem Schluss kamen sie,` weil sie Paulus, als er das Evangelium verkündete, von Jesus und von der Auferstehung reden hörten.17,18 Möglicherweise hielten die Zuhörer »Anástasis« (das griechische Wort für Auferstehung) für den Namen einer weiblichen Gottheit, die zusammen mit Jesus ein Götterpaar bildete.

19Schließlich nahmen sie Paulus in ihre Mitte und führten ihn vor den Areopag, ´den Stadtrat von Athen`.17,19 Der Areopag war ursprünglich die Regierung des selbstständigen Athener Stadtstaates und hatte seinen Sitz auf dem mitten in der Stadt gelegenen Hügel gleichen Namens. Unter römischer Oberherrschaft hatte der Areopag nur noch eingeschränkte Befugnisse. Er tagte jetzt in einem Gebäude am Athener Marktplatz und war unter anderem für Religionsangelegenheiten zuständig. – Nach anderer Auffassung ist hier vom Areopag-Hügel selbst die Rede, sodass zu übersetzen wäre: … und führten ihn auf den Areopag (und in Vers 22: Da stellte sich Paulus auf den höchsten Punkt des Areopags). »Dürften wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du da vertrittst?«, sagten sie. 20»Du redest über Dinge, die uns bisher noch nie zu Ohren gekommen sind, und es würde uns interessieren, worum es dabei eigentlich geht.« (21´Man muss dazu wissen, dass` sich sämtliche Einwohner Athens und sogar die Fremden, die sich nur vorübergehend in dieser Stadt aufhalten17,21 Od sämtliche Einwohner Athens, sogar die Fremden, die sich in dieser Stadt niedergelassen haben., ihre Zeit am liebsten damit vertreiben, stets das Allerneuste in Erfahrung zu bringen und es weiterzuerzählen.)

Aufruf an die Bürger von Athen, zum wahren Gott umzukehren

22Da trat Paulus vor die Ratsmitglieder und alle anderen, die zusammengekommen waren,17,22 W Da trat Paulus in die Mitte des Areopags. und begann: »Bürger von Athen! Ich habe mich mit eigenen Augen davon überzeugen können, dass ihr außergewöhnlich religiöse Leute seid.17,22 W Ich sehe, dass ihr in jeder Beziehung sehr religiös seid / Nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr religiös. 23Als ich nämlich durch die Straßen eurer Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, stieß ich auf einen Altar mit der Inschrift: ›Für einen unbekannten Gott‹. Ihr verehrt also ´ein göttliches Wesen`, ohne es zu kennen. Nun, gerade diese ´euch unbekannte Gottheit` verkünde ich euch.

24´Meine Botschaft handelt von` dem Gott, der die ganze Welt mit allem, was darin ist, geschaffen hat. Er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschen17,24 W von Händen. erbaut wurden. 25Er ist auch nicht darauf angewiesen, dass wir Menschen17,25 W dass Menschenhände. ihm dienen. Nicht er ist von uns abhängig, ´sondern wir von ihm`. Er ist es, der uns allen das Leben und die Luft zum Atmen gibt und uns mit allem versorgt, ´was wir zum Leben brauchen`. 26Aus einem einzigen ´Menschen` hat er alle Völker17,26 Od die ganze Menschheit. hervorgehen lassen. Er hat bestimmt, dass sich die Menschen über die ganze Erde ausbreiten, und hat festgelegt, wie lange jedes Volk bestehen und in welchem Gebiet es leben soll17,26 Od ausbreiten. Er hat den Ablauf der Jahreszeiten festgelegt und hat den Menschen / den Völkern bewohnbare Gebiete zugewiesen. W Er hat festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihres Wohngebiets bestimmt..

27´Mit allem, was er tat,` wollte er die Menschen dazu bringen, nach ihm zu fragen; er wollte, dass sie – wenn irgend möglich – in Kontakt mit ihm kommen17,27 W ihn ertasten. und ihn finden. Er ist ja für keinen von uns in ´unerreichbarer` Ferne. 28Denn in ihm17,28 Od durch ihn., ´dessen Gegenwart alles durchdringt,` leben wir, bestehen wir17,28 W bewegen wir uns. und sind wir.17,28 Vers 28a enthält Anklänge an einen Ausspruch, der dem kretischen, zeitweise in Athen wirkenden Dichter Epimenides (6. Jahrhundert v. Chr.) zugeschrieben wird. Oder, wie es einige eurer eigenen Dichter ausgedrückt haben: ›Er ist es, von dem wir abstammen.‹17,28 Zitat aus den Werken der beiden kleinasiatischen Dichter Aratus und Kleanthes, die im 4./3. Jahrhundert v. Chr. lebten und beide den griechischen Stoikern nahestanden.

29Wenn wir nun aber von Gott abstammen, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit gleiche ´jenen Statuen aus` Gold, Silber oder Stein, die das Produkt menschlicher Erfindungskraft und Kunstfertigkeit sind. 30In der Vergangenheit hat Gott gnädig über die Verfehlungen hinweggesehen, die die Menschen in ihrer Unwissenheit begangen haben.17,30 W 30 Die Zeiten der Unwissenheit hat Gott übersehen. Doch jetzt fordert er alle Menschen an allen Orten zur Umkehr auf. 31Er hat nämlich einen Tag festgesetzt, an dem er durch einen von ihm bestimmten Mann über die ganze Menschheit Gericht halten und über alle ein gerechtes Urteil sprechen wird. Diesen Mann hat er vor aller Welt ´als den künftigen Richter` bestätigt17,31 ein gerechtes Urteil sprechen wird. Zugleich hat er allen die Möglichkeit des Glaubens angeboten (w hat er allen den Beweis / den Glauben gewährt)., indem er ihn von den Toten auferweckt hat.«

Unterschiedliche Reaktionen

32Als Paulus von der Auferstehung der Toten sprach, brach ein Teil der Zuhörer in Gelächter aus, und andere sagten: »Über dieses Thema wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt mehr von dir erfahren.« 33Damit endete die Anhörung, und Paulus verließ die Ratsversammlung.17,33 W 33 So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.

34Doch einige Leute schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben, so zum Beispiel Dionysios, ein Mitglied des Stadtrats17,34 W Dionysios, der Areopagite., und eine Frau namens Damaris; und es gab noch andere, die zusammen mit diesen beiden ´an Jesus glaubten`.