Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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In Ikonion: Erfolgreiche Tätigkeit, Anfeindungen und Flucht

141In Ikonion gingen Paulus und Barnabas genau wie ´in Antiochia` zunächst in die jüdische Synagoge. Sie verkündeten das Evangelium mit solcher Vollmacht14,1 W Sie redeten so., dass zahlreiche ´Gottesdienstbesucher` – Juden wie Nichtjuden – zum Glauben kamen.14,1 Od in die jüdische Synagoge, und wieder kamen durch ihre Verkündigung zahlreiche ´Gottesdienstbesucher` zum Glauben, Juden wie Nichtjuden (w Hellenen; siehe die Anmerkung zu Kapitel 11,20). 2Doch diejenigen Juden, die nichts ´vom Evangelium` wissen wollten, hetzten die nichtjüdische Bevölkerung der Stadt gegen die Christen14,2 gegen die beiden. W gegen die Geschwister/Brüder. auf und schürten Hass und Aggressionen gegen sie. 3Trotzdem14,3 Od Gerade deshalb. blieben Paulus und Barnabas noch eine längere Zeit in Ikonion. Unerschrocken verkündeten sie die Botschaft von der Gnade des Herrn. Sie vertrauten auf seine Hilfe, und der Herr bestätigte ihre Verkündigung14,3 Od Unerschrocken traten sie für den Herrn ein, und der Herr bestätigte die Botschaft von seiner Gnade., indem er Wunder und außergewöhnliche Dinge durch sie14,3 W durch ihre Hände. geschehen ließ. 4Die Einwohnerschaft der Stadt spaltete sich in zwei Lager; die einen hielten zu den Juden, die anderen zu den Aposteln. 5Schließlich bereitete ´die gegnerische Seite` – Nichtjuden ebenso wie Juden samt den führenden Männern der Stadt und der Synagoge – einen Anschlag gegen Paulus und Barnabas vor. Sie wollten die beiden in ihre Gewalt bringen14,5 Od die beiden misshandeln. und steinigen. 6Als Paulus und Barnabas davon erfuhren, flohen sie nach Lykaonien. Sie gingen in die Städte Lystra und Derbe und in das umliegende Gebiet 7und verkündeten nun dort das Evangelium.

In Lystra: Heilung eines Gelähmten …

8In Lystra lebte ein Mann14,8 Od saß ein Mann da., der verkrüppelte Füße hatte14,8 Od der keine Kraft in den Füßen hatte.; er war von Geburt an gelähmt und hatte noch nie auch nur einen Schritt getan. 9Dieser Mann war unter den Zuhörern, als Paulus ´das Evangelium` verkündete. Paulus blickte ihn aufmerksam an, und als er merkte, dass der Gelähmte Vertrauen ´zu Jesus` gefasst hatte und dass er überzeugt war, er könne geheilt werden14,9 und geheilt werden konnte., 10sagte er mit lauter Stimme zu ihm: »Steh auf! Stell dich auf deine Füße und richte dich auf!« Da sprang der Mann auf und begann umherzugehen.

… Aufruf zur Umkehr

11Als die Volksmenge sah, was durch Paulus geschehen war, brach ein Tumult los, und die Leute riefen auf Lykaonisch14,11 W erhoben die Leute ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch. Wie der Fortgang der Ereignisse zeigt, verstanden Paulus und Barnabas diese Sprache nicht. Sie selbst gebrauchten bei ihrer Verkündigung die damalige Weltsprache Griechisch.: »Die Götter haben Menschengestalt angenommen und sind zu uns herabgekommen!« 12Sie nannten Barnabas Zeus, und Paulus nannten sie Hermes, weil er der Wortführer war.14,12 Zeus stand an der Spitze der griechischen Götterwelt und war zugleich Lokalgott von Lystra. Hermes war der Bote der Götter und damit ihr Sprecher. Eine alte griechische Sage berichtet von einer Erscheinung der beiden Götter in Menschengestalt in dieser Gegend; offenbar dachten die Einwohner nun an eine zweite Erscheinung.

13Der Priester des vor der Stadt gelegenen Zeustempels14,13 Od Der Priester von Zeus, dem Schutzgott der Stadt. brachte Stiere und Kränze14,13 Od brachte mit Kränzen geschmückte Stiere. zum Stadttor14,13 Od zum Tempeltor. und wollte – zusammen mit der Bevölkerung – Barnabas und Paulus Opfer darbringen. 14Als den beiden Aposteln erklärt wurde, was die Leute vorhatten, zerrissen sie entsetzt ihre Kleider, stürzten sich in die Menge und riefen: 15»Liebe Leute, was macht ihr da? Wir sind doch auch nur Menschen – Menschen wie ihr! Und mit der guten Nachricht, die wir euch bringen, fordern wir euch ja gerade dazu auf, euch von all diesen Göttern abzuwenden, die gar keine sind14,15 Od dazu auf, Schluss zu machen mit dieser sinnlosen Götterverehrung.. Wendet euch dem lebendigen Gott zu, dem Gott, der den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen hat, ´das ganze Universum` mit allem, was darin ist! 16Zwar ließ er in der Vergangenheit alle Völker ihre eigenen Wege gehen. 17Doch er gab sich ihnen schon immer zu erkennen14,17 W Doch er ließ sich nicht unbezeugt., indem er ihnen Gutes tat. Er ist es, der euch vom Himmel her Regen schickt und euch zu den von ihm bestimmten Zeiten reiche Ernten schenkt; er gibt euch Nahrung im Überfluss und erfüllt euer Herz mit Freude.«

18Mit diesen Worten konnten Paulus und Barnabas, wenn auch nur mit größter Mühe, die Volksmenge davon abhalten, ihnen Opfer darzubringen.

… Rettung aus tödlicher Gefahr

19Aber dann kamen Juden aus Antiochia und Ikonion und redeten so lange auf die Bevölkerung von Lystra ein, bis sie sie auf ihre Seite gezogen hatten14,19 W und überredeten die Bevölkerung.. Daraufhin steinigten sie Paulus, und als sie ihn für tot hielten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus. 20Doch als ihn dann die Jünger umringten, ´kam er wieder zu sich`. Er stand auf und ging in die Stadt zurück. Am nächsten Tag machte er sich zusammen mit Barnabas auf den Weg nach Derbe.

Missionstätigkeit in Derbe. Besuch der neugegründeten Gemeinden und Beendigung der Missionsreise

21Auch in Derbe verkündeten Paulus und Barnabas das Evangelium, und zahlreiche Einwohner wurden durch sie zu Jüngern ´des Herrn`.

Danach machten sie sich auf den Rückweg. Sie reisten wieder über Lystra, Ikonion und Antiochia, 22und in allen drei Städten stärkten sie die Jünger ´in ihrem Vertrauen auf Jesus` und ermutigten sie dazu, unbeirrt am Glauben festzuhalten. »´Nach Gottes Plan`«, so sagten sie zu ihnen, »müssen wir viel Schweres durchmachen, ehe wir in sein Reich kommen.«14,22 Vergleiche 1. Thessalonicher 3,3; 2. Thessalonicher 1,4-7; 2. Timotheus 3,12. 23In jeder Gemeinde setzten sie Gemeindeälteste ein14,23 W wählten/bestimmten sie ihnen Älteste. und vertrauten sie und alle anderen Geschwister14,23 Od und vertrauten diese. mit Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie jetzt glaubten.

24Die Weiterreise führte Paulus und Barnabas zunächst durch Pisidien und dann nach Pamphylien. 25Und nachdem sie in der Stadt Perge die Botschaft ´des Herrn` verkündet hatten, gingen sie an die Küste hinunter nach Attalia, 26wo sie ein Schiff nach Antiochia ´in Syrien` nahmen. Antiochia war der Ausgangspunkt ihrer Reise gewesen; dort hatte man sie Gott und seiner Gnade14,26 W hatte man sie der Gnade Gottes. anvertraut für die Aufgabe, die sie nun erfüllt hatten. 27In Antiochia angekommen, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten ihr, was Gott durch sie als seine Mitarbeiter alles getan hatte. »´Wir können bestätigen`«, sagten sie, »dass Gott den Nichtjuden die Tür zur Rettung durch den Glauben14,27 W die Tür des Glaubens / zum Glauben. geöffnet hat.«

28Paulus und Barnabas blieben nun für längere Zeit bei den Jüngern ´in Antiochia`.