Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Die erste Missionsreise des Apostels Paulus (Kapitel 13,1 bis 14,28)

Aussendung von Barnabas und Saulus durch die Gemeinde in Antiochia

131In der Gemeinde von Antiochia gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern: Barnabas13,1 Od und Lehrern, darunter Barnabas., Simeon, genannt »der Schwarze«13,1 Od Simeon mit dem Beinamen Niger (lateinisch für »schwarz«). Simeon war vielleicht von dunkler Hautfarbe., Luzius aus Zyrene, Manaën, der zusammen mit dem Fürsten Herodes13,1 Herodes Antipas, Sohn von Herodes dem Großen und Onkel von Herodes Agrippa I. (siehe die Anmerkung zu Kapitel 12,1), herrschte von 4 v. Chr. bis 39 n. Chr. über Galiläa und Peräa. Seine Bezeichnung als Fürst (griechisch Tetrarch – eigentlich »Viertelsfürst«, d. h. Herrscher über den vierten Teil eines Gebiets) weist auf seinen weniger bedeutenden Rang hin. aufgewachsen war13,1 Od Manaën, einen Jugendgefährten (od einen vertrauten Freund) des Fürsten Herodes., und Saulus. 2Eines Tages, während die Gemeinde dem Herrn mit Gebet und Fasten diente13,2 Od während diese Männer dem Herrn mit Gebet und Fasten dienten. W während sie dem Herrn dienten und fasteten., sagte der Heilige Geist: »Stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe!« 3Da legte man13,3 Od Da legten die Propheten und Lehrer. den beiden nach weiterem Fasten und Beten die Hände auf und ließ sie ziehen13,3 Od und schickten sie los..

Auf Zypern: Zusammenstoß mit einem jüdischen Magier, Erfolg bei dem Prokonsul der Insel

4Auf diese Weise vom Heiligen Geist ausgesandt, gingen Barnabas und Saulus nach Seleuzia hinunter und nahmen dort ein Schiff, das nach Zypern fuhr; 5als Helfer hatten sie Johannes13,5 Der in Kapitel 12,12.25 erwähnte Johannes mit dem Beinamen Markus. dabei. In Salamis angekommen, verkündeten sie die Botschaft Gottes in den jüdischen Synagogen der Stadt. 6Anschließend durchzogen sie die ganze Insel, bis sie nach Paphos kamen. Dort begegneten sie einem Juden, der ein Magier und ein falscher Prophet war. Er hieß Barjesus 7und gehörte zum Gefolge von Sergius Paulus, dem Prokonsul13,7 Prokonsul: Statthalter, der eine Provinz im Auftrag des römischen Senats verwaltete. der Insel, einem klugen und vernünftigen Mann. Dieser hatte Barnabas und Saulus zu sich eingeladen, weil er sehr daran interessiert war, die Botschaft Gottes zu hören. 8Doch Barjesus (oder Elymas, wie der Magier auch genannt wurde13,8 Od wie der Magier sich auch nannte. – Elymas bedeutet »Zauberer«) griff die beiden heftig an und versuchte mit allen Mitteln, den Prokonsul vom Glauben abzuhalten. 9Da blickte ihn Saulus – sein römischer Name ist Paulus13,9 Neben seinem jüdischen Namen Saul/Saulus (hebräisch-aramäisch) trug der Apostel auch einen römischen (Paulus; lateinisch). In der Apostelgeschichte wird von dieser Stelle an nur noch der zweite Name verwendet – ein Hinweis darauf, dass Paulus jetzt die führende Rolle in der Missionierung der nichtjüdischen Welt übernimmt. – durchdringend an. Vom Heiligen Geist erfüllt, 10sagte er zu ihm: »Du Sohn des Teufels13,10 Vielleicht eine Anspielung darauf, dass Barjesus, der aramäische Name des Magiers, »Sohn von Jesus« bedeutet., hinterhältig und durchtrieben bist du, ein Feind von allem, was gut und richtig ist! Wann hörst du endlich auf, dich dem Herrn in den Weg zu stellen, um seine guten Pläne zu durchkreuzen13,10 W auf, die geraden Wege des Herrn krumm zu machen.? 11Doch jetzt bekommst du die ´mächtige` Hand des Herrn zu spüren: Du wirst eine Zeitlang13,11 Od für eine von Gott bestimmte Zeit. blind sein und die Sonne nicht sehen können!« Im selben Augenblick fand sich der Magier in tiefste Dunkelheit gehüllt; er tappte hilflos umher und suchte jemand, der bereit war, ihn an der Hand zu führen. 12Als der Prokonsul das sah, kam er zum Glauben, tief beeindruckt von der Lehre des Herrn13,12 Od von der Lehre über den Herrn., ´die solche Dinge bewirkte`.

Im pisidischen Antiochia: Paulus predigt in der Synagoge

13Paulus und seine Begleiter brachen wieder auf; sie bestiegen ein Schiff und fuhren von Paphos nach Perge in Pamphylien. Dort trennte sich Johannes von Paulus und Barnabas. Während Johannes nach Jerusalem zurückkehrte, 14zogen die beiden anderen von Perge aus landeinwärts, bis sie in das an der Grenze zu Pisidien gelegene Antiochia13,14 W in das pisidische Antiochia. kamen. Am Sabbat gingen sie in die dortige Synagoge und setzten sich ´zu den Gottesdienstbesuchern`. 15Nach der Lesung aus dem Gesetz des Mose und aus den Schriften der Propheten schickten die Synagogenvorsteher ´den Synagogendiener` zu Paulus und Barnabas und ließen ihnen mitteilen13,15 Od Nach der Lesung … wandten sich die Synagogenvorsteher an Paulus und Barnabas und sagten.: »Liebe Brüder, wenn ihr ein Wort der Ermutigung13,15 Od Ermahnung. mitgebracht habt, das ihr an die Gemeinde13,15 W an das Volk (Gottes). weitergeben wollt, dann ist jetzt Gelegenheit dazu!«

16Da stand Paulus auf, bat mit einer Handbewegung um Aufmerksamkeit und begann: »Ihr Israeliten und ihr anderen, die ihr an den Gott Israels glaubt13,16 W die ihr Ehrfurcht vor Gott habt., hört mich an! 17Der Gott unseres israelitischen Volkes hat unsere Väter erwählt. Er ließ unsere Vorfahren zu einem großen Volk werden13,17 W Er erhöhte das Volk., als sie in der Fremde waren, in Ägypten, und bewies dann seine Macht, indem er sie von dort wegführte13,17 W und führte sie mit erhobenem Arm von dort weg.. 18Mit großer Geduld ertrug er sie13,18 AL(1) sorgte er für sie. während der ganzen Zeit, die sie in der Wüste zubrachten, etwa vierzig Jahre lang. 19Danach unterwarf er die Einwohner Kanaans – ´nicht weniger als` sieben Völker – und gab ihr Land unseren Vorfahren zum Besitz. 20Das geschah etwa vierhundertfünfzig Jahre ´nach der Übersiedlung unserer Vorfahren nach Ägypten`. In der nun folgenden Zeit13,20 AL(1) 20 In der nun folgenden Zeit, während etwa vierhundertfünfzig Jahren. gab Gott ihnen Richter; der letzte Richter war der Prophet Samuel13,20 W gab Gott ihnen Richter bis zum Propheten Samuel. Zur Kennzeichnung Samuels als Richter und als Prophet siehe 1. Samuel 7,15 und 3,20.. 21Dann forderten sie von Gott einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin. Doch nachdem Saul vierzig Jahre regiert hatte, 22verstieß ihn Gott und erhob David auf den Thron. Ihm stellte er folgendes Zeugnis aus: ›In David, dem Sohn Isais, habe ich einen Mann gefunden13,22 W Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann., wie ich ihn mir wünsche; er wird alle meine Pläne ausführen13,22 W er wird meinen ganzen Willen tun. Nach Psalm 89,21; 1. Samuel 13,14; Jesaja 44,28..‹13,22 Nach Psalm 89,21; 1. Samuel 13,14; Jesaja 44,28.

23Einen von Davids Nachkommen hat Gott nun dem israelitischen Volk als Retter gesandt, wie er es zugesagt hatte13,23 Siehe z. B. 2. Samuel 7,12.13; Psalm 132,11.17; Jesaja 11,1., und das ist Jesus. 24Vorbereitet wurde sein Kommen von Johannes, der ganz Israel dazu aufrief, umzukehren und sich taufen zu lassen13,24 W der dem ganzen Volk Israel die Taufe der Umkehr verkündete.. 25Als Johannes am Ende seines Wirkens stand, sagte er zu den Leuten: ›Für wen haltet ihr mich? Ich bin nicht der, ´auf den ihr wartet13,25 Od für den ihr mich haltet.`. Aber der, der nach mir kommt, der ist es, und ich bin nicht einmal würdig, ihm die Riemen seiner Sandalen zu öffnen.‹13,25 Lukas 3,16; Johannes 1,20-27.

26Liebe Geschwister, ihr Nachkommen Abrahams und auch ihr anderen hier, die ihr an den Gott Israels glaubt13,26 W die ihr Ehrfurcht vor Gott habt. – uns allen hat Gott diese rettende Botschaft gesandt13,26 uns ´Aposteln` hat Gott diese rettende Botschaft anvertraut.. 27Die Einwohner von Jerusalem und ihre führenden Männer erkannten nämlich nicht, wer dieser Jesus ist13,27 Od verstanden diese Botschaft nämlich nicht.. Sie verstanden auch die Voraussagen der Propheten nicht, deren Schriften doch Sabbat für Sabbat ´in der Synagoge` vorgelesen werden. So kam es, dass sie ihm den Prozess machten, und gerade auf diese Weise haben sie die prophetischen Ankündigungen erfüllt! 28Obwohl sie nichts an ihm fanden, was den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus, ihn hinrichten zu lassen. 29Durch das, was sie taten, ging alles in Erfüllung, was in der Schrift über sein Leiden und Sterben vorausgesagt war. Zuletzt nahmen sie ihn vom Kreuz herunter13,29 W 29 Als sie aber alles erfüllt hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz(pfahl) herunter. Zu Holz(pfahl) siehe die Anmerkung zu Kapitel 5,30. und legten ihn in ein Grab. 30Aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt, 31und als der Auferstandene hat er sich über viele Tage hin denen gezeigt, die ihn auf seinem Weg von Galiläa nach Jerusalem begleitet hatten und die heute als seine Zeugen vor dem israelitischen Volk stehen.

32Und nun sind Barnabas und ich hier, um euch diese gute Nachricht zu überbringen: Was Gott unseren Vorfahren zugesagt hatte, 33das hat er jetzt eingelöst, sodass es uns, den Nachkommen, zugute kommt. Er hat seine Zusage erfüllt, indem er Jesus auferweckte13,33 Od indem er Jesus ´als Retter` sandte.. Damit ist eingetreten, was im zweiten13,33 AL(2) ersten. Neben der bis heute üblichen Psalmenaufteilung gab es damals auch eine Zählung, bei der Psalm 1 und 2 zusammen den ersten Psalm bildeten. Psalm steht, ´wo Gott sagt`:

›Du bist mein Sohn;

heute habe ich dich gezeugt13,33 Od heute habe ich dich in deine Sohnesrechte eingesetzt. Psalm 2,7..‹13,33 Psalm 2,7.

34Dass er ihn von den Toten auferweckt und damit für immer der Verwesung entrissen hat, hat er mit folgenden Worten angekündigt:

›Ich werde euch die heiligen und unvergänglichen Gaben schenken,

die ich David versprochen habe13,34 W werde euch die heiligen, zuverlässigen Dinge Davids geben. Jesaja 55,3..‹13,34 Jesaja 55,3.

35Deshalb heißt es13,35 Od Deshalb sagt David. auch an einer anderen Stelle13,35 Od in einem anderen Psalm.:

›Du wirst deinen heiligen ´Diener` nicht der Verwesung preisgeben.‹13,35 Psalm 16,10.

36Wie war es denn bei David, ´von dem diese Aussage stammt`? Nachdem er den Menschen seiner Zeit so gedient hatte, wie Gott es wollte, starb er13,36 Od Nachdem er, wie es Gottes Plan entsprach, den Menschen seiner Zeit gedient hatte, starb er. Od Nachdem er in seiner Zeit Gott gedient und Gottes Willen getan hatte, starb er. Od Nachdem er den Menschen seiner Zeit gedient hatte, starb er, wie Gott es für jeden Menschen bestimmt hat. und wurde bei seinen Vorfahren begraben13,36 Od starb er wie alle seine Vorfahren., und sein Körper verweste. 37Der jedoch, den Gott auferweckt hat, verweste nicht.

38Ihr sollt daher wissen, Geschwister, dass es durch Jesus Vergebung der Sünden gibt; das ist die Botschaft, die Gott euch verkünden lässt. Wozu das Gesetz des Mose nie imstande war, 39das hat Jesus möglich gemacht: Jeder, der an ihn glaubt, wird von aller Schuld freigesprochen.13,39 Während das Gesetz des Mose euch von vielen Sünden nicht freisprechen konnte, 39 wird durch Jesus jeder, der an ihn glaubt, von aller Schuld freigesprochen. W Von allem, wovon ihr durch das Gesetz des Mose nicht freigesprochen werden konntet, 39 wird durch diesen jeder, der glaubt, freigesprochen.

40Jetzt liegt es also an euch zu verhindern, dass ´das Unheil über euch` hereinbricht, von dem im Zwölfprophetenbuch13,40 Od in den Schriften der Propheten. W bei den Propheten. Siehe die Anmerkung zu Kapitel 7,42. zu lesen ist. ´Dort sagt Gott:`

41›Seht her, ihr, die ihr meine Weisungen missachtet13,41 W ihr Verächter.,

staunt, ´erschreckt` und geht zugrunde!

Denn schon bald werde ich etwas ganz Außergewöhnliches tun;

wenn euch jemand davon berichten würde,

würdet ihr ihm nicht glauben.‹13,41 Habakuk 1,5 (nach der Septuaginta).«

42Als Paulus und Barnabas die Synagoge verließen, wurden sie gebeten13,42 Od Als die Gottesdienstbesucher die Synagoge verließen, baten sie Paulus und Barnabas., am nächsten Sabbat ´wiederzukommen und noch mehr` über diese Dinge zu sagen. 43Viele, die am Gottesdienst teilgenommen hatten, schlossen sich13,43 W 43 Als die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, schlossen sich viele. den beiden an – sowohl Juden als auch fromme13,43 W Gott verehrende. Nichtjuden, die zum Judentum übergetreten waren. Paulus und Barnabas sprachen lange mit ihnen und forderten sie eindringlich auf, sich ganz auf Gottes Gnade zu verlassen und auf dem jetzt eingeschlagenen Weg zu bleiben13,43 W eindringlich auf, beharrlich bei der Gnade Gottes zu bleiben..

Auseinandersetzung mit den Juden, Hinwendung zu den Nichtjuden

44Am folgenden Sabbat kam fast die ganze Stadt zusammen, um die Botschaft des Herrn zu hören. 45Als diejenigen Juden, ´die vom Evangelium nichts wissen wollten,` die Menschenmassen sahen, packte sie der Neid, und sie beschimpften Paulus und widersprachen ihm13,45 Od sie verhöhnten Jesus und widersprachen Paulus. bei allem, was er sagte. 46Schließlich erklärten Paulus und Barnabas frei und offen: »Zuerst musste die Botschaft Gottes euch verkündet werden. Doch ihr weist sie zurück und zeigt damit13,46 Od und fällt damit über euch selbst das Urteil., dass ihr nicht würdig seid, das ewige Leben zu bekommen. Deshalb wenden wir uns jetzt an die Nichtjuden. 47Wir erfüllen damit den Auftrag, den der Herr uns gegeben hat. Er hat gesagt:

›Ich habe dich zu einem Licht für alle Völker13,47 Od für die nichtjüdischen Völker. gemacht;

du sollst das Heil bis in die entferntesten Gegenden der Erde bringen13,47 W sein. Jesaja 49,6..‹13,47 Jesaja 49,6.«

48Als die Nichtjuden das hörten, brachen sie in Jubel aus13,48 W freuten sie sich. und priesen den Herrn für diese Botschaft. Alle, die dazu bestimmt waren, das ewige Leben zu erhalten, kamen zum Glauben, 49und die Botschaft des Herrn verbreitete sich in der ganzen Gegend.

50Aber die Juden ´von Antiochia` hetzten die einflussreichen griechischen Frauen, die sich zur Synagogengemeinde hielten13,50 W hetzten die vornehmen Frauen, die Gott verehrten., sowie die Magistratsbeamten der Stadt gegen Paulus und Barnabas auf; sie zettelten eine Verfolgung der beiden an und sorgten dafür, dass sie aus der Stadt13,50 W aus ihrem Gebiet. ausgewiesen wurden. 51Da schüttelten Paulus und Barnabas den Staub von ihren Füßen als Zeichen der Warnung für die Juden von Antiochia13,51 W von ihren Füßen gegen sie. Eine symbolische Handlung, mit der die Apostel sich von der Jesus ablehnenden Haltung jener Juden distanzierten und sie vor den möglichen Folgen warnten. Vergleiche Lukas 9,5; 10,10-12. und machten sich auf den Weg nach Ikonion. 52Die Jünger ´in Antiochia` aber waren ´trotz dieser Vorkommnisse` voller Freude und wurden ´immer mehr` mit dem Heiligen Geist erfüllt.

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In Ikonion: Erfolgreiche Tätigkeit, Anfeindungen und Flucht

141In Ikonion gingen Paulus und Barnabas genau wie ´in Antiochia` zunächst in die jüdische Synagoge. Sie verkündeten das Evangelium mit solcher Vollmacht14,1 W Sie redeten so., dass zahlreiche ´Gottesdienstbesucher` – Juden wie Nichtjuden – zum Glauben kamen.14,1 Od in die jüdische Synagoge, und wieder kamen durch ihre Verkündigung zahlreiche ´Gottesdienstbesucher` zum Glauben, Juden wie Nichtjuden (w Hellenen; siehe die Anmerkung zu Kapitel 11,20). 2Doch diejenigen Juden, die nichts ´vom Evangelium` wissen wollten, hetzten die nichtjüdische Bevölkerung der Stadt gegen die Christen14,2 gegen die beiden. W gegen die Geschwister/Brüder. auf und schürten Hass und Aggressionen gegen sie. 3Trotzdem14,3 Od Gerade deshalb. blieben Paulus und Barnabas noch eine längere Zeit in Ikonion. Unerschrocken verkündeten sie die Botschaft von der Gnade des Herrn. Sie vertrauten auf seine Hilfe, und der Herr bestätigte ihre Verkündigung14,3 Od Unerschrocken traten sie für den Herrn ein, und der Herr bestätigte die Botschaft von seiner Gnade., indem er Wunder und außergewöhnliche Dinge durch sie14,3 W durch ihre Hände. geschehen ließ. 4Die Einwohnerschaft der Stadt spaltete sich in zwei Lager; die einen hielten zu den Juden, die anderen zu den Aposteln. 5Schließlich bereitete ´die gegnerische Seite` – Nichtjuden ebenso wie Juden samt den führenden Männern der Stadt und der Synagoge – einen Anschlag gegen Paulus und Barnabas vor. Sie wollten die beiden in ihre Gewalt bringen14,5 Od die beiden misshandeln. und steinigen. 6Als Paulus und Barnabas davon erfuhren, flohen sie nach Lykaonien. Sie gingen in die Städte Lystra und Derbe und in das umliegende Gebiet 7und verkündeten nun dort das Evangelium.

In Lystra: Heilung eines Gelähmten …

8In Lystra lebte ein Mann14,8 Od saß ein Mann da., der verkrüppelte Füße hatte14,8 Od der keine Kraft in den Füßen hatte.; er war von Geburt an gelähmt und hatte noch nie auch nur einen Schritt getan. 9Dieser Mann war unter den Zuhörern, als Paulus ´das Evangelium` verkündete. Paulus blickte ihn aufmerksam an, und als er merkte, dass der Gelähmte Vertrauen ´zu Jesus` gefasst hatte und dass er überzeugt war, er könne geheilt werden14,9 und geheilt werden konnte., 10sagte er mit lauter Stimme zu ihm: »Steh auf! Stell dich auf deine Füße und richte dich auf!« Da sprang der Mann auf und begann umherzugehen.

… Aufruf zur Umkehr

11Als die Volksmenge sah, was durch Paulus geschehen war, brach ein Tumult los, und die Leute riefen auf Lykaonisch14,11 W erhoben die Leute ihre Stimme und riefen auf Lykaonisch. Wie der Fortgang der Ereignisse zeigt, verstanden Paulus und Barnabas diese Sprache nicht. Sie selbst gebrauchten bei ihrer Verkündigung die damalige Weltsprache Griechisch.: »Die Götter haben Menschengestalt angenommen und sind zu uns herabgekommen!« 12Sie nannten Barnabas Zeus, und Paulus nannten sie Hermes, weil er der Wortführer war.14,12 Zeus stand an der Spitze der griechischen Götterwelt und war zugleich Lokalgott von Lystra. Hermes war der Bote der Götter und damit ihr Sprecher. Eine alte griechische Sage berichtet von einer Erscheinung der beiden Götter in Menschengestalt in dieser Gegend; offenbar dachten die Einwohner nun an eine zweite Erscheinung.

13Der Priester des vor der Stadt gelegenen Zeustempels14,13 Od Der Priester von Zeus, dem Schutzgott der Stadt. brachte Stiere und Kränze14,13 Od brachte mit Kränzen geschmückte Stiere. zum Stadttor14,13 Od zum Tempeltor. und wollte – zusammen mit der Bevölkerung – Barnabas und Paulus Opfer darbringen. 14Als den beiden Aposteln erklärt wurde, was die Leute vorhatten, zerrissen sie entsetzt ihre Kleider, stürzten sich in die Menge und riefen: 15»Liebe Leute, was macht ihr da? Wir sind doch auch nur Menschen – Menschen wie ihr! Und mit der guten Nachricht, die wir euch bringen, fordern wir euch ja gerade dazu auf, euch von all diesen Göttern abzuwenden, die gar keine sind14,15 Od dazu auf, Schluss zu machen mit dieser sinnlosen Götterverehrung.. Wendet euch dem lebendigen Gott zu, dem Gott, der den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen hat, ´das ganze Universum` mit allem, was darin ist! 16Zwar ließ er in der Vergangenheit alle Völker ihre eigenen Wege gehen. 17Doch er gab sich ihnen schon immer zu erkennen14,17 W Doch er ließ sich nicht unbezeugt., indem er ihnen Gutes tat. Er ist es, der euch vom Himmel her Regen schickt und euch zu den von ihm bestimmten Zeiten reiche Ernten schenkt; er gibt euch Nahrung im Überfluss und erfüllt euer Herz mit Freude.«

18Mit diesen Worten konnten Paulus und Barnabas, wenn auch nur mit größter Mühe, die Volksmenge davon abhalten, ihnen Opfer darzubringen.

… Rettung aus tödlicher Gefahr

19Aber dann kamen Juden aus Antiochia und Ikonion und redeten so lange auf die Bevölkerung von Lystra ein, bis sie sie auf ihre Seite gezogen hatten14,19 W und überredeten die Bevölkerung.. Daraufhin steinigten sie Paulus, und als sie ihn für tot hielten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus. 20Doch als ihn dann die Jünger umringten, ´kam er wieder zu sich`. Er stand auf und ging in die Stadt zurück. Am nächsten Tag machte er sich zusammen mit Barnabas auf den Weg nach Derbe.

Missionstätigkeit in Derbe. Besuch der neugegründeten Gemeinden und Beendigung der Missionsreise

21Auch in Derbe verkündeten Paulus und Barnabas das Evangelium, und zahlreiche Einwohner wurden durch sie zu Jüngern ´des Herrn`.

Danach machten sie sich auf den Rückweg. Sie reisten wieder über Lystra, Ikonion und Antiochia, 22und in allen drei Städten stärkten sie die Jünger ´in ihrem Vertrauen auf Jesus` und ermutigten sie dazu, unbeirrt am Glauben festzuhalten. »´Nach Gottes Plan`«, so sagten sie zu ihnen, »müssen wir viel Schweres durchmachen, ehe wir in sein Reich kommen.«14,22 Vergleiche 1. Thessalonicher 3,3; 2. Thessalonicher 1,4-7; 2. Timotheus 3,12. 23In jeder Gemeinde setzten sie Gemeindeälteste ein14,23 W wählten/bestimmten sie ihnen Älteste. und vertrauten sie und alle anderen Geschwister14,23 Od und vertrauten diese. mit Gebet und Fasten dem Herrn an, an den sie jetzt glaubten.

24Die Weiterreise führte Paulus und Barnabas zunächst durch Pisidien und dann nach Pamphylien. 25Und nachdem sie in der Stadt Perge die Botschaft ´des Herrn` verkündet hatten, gingen sie an die Küste hinunter nach Attalia, 26wo sie ein Schiff nach Antiochia ´in Syrien` nahmen. Antiochia war der Ausgangspunkt ihrer Reise gewesen; dort hatte man sie Gott und seiner Gnade14,26 W hatte man sie der Gnade Gottes. anvertraut für die Aufgabe, die sie nun erfüllt hatten. 27In Antiochia angekommen, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten ihr, was Gott durch sie als seine Mitarbeiter alles getan hatte. »´Wir können bestätigen`«, sagten sie, »dass Gott den Nichtjuden die Tür zur Rettung durch den Glauben14,27 W die Tür des Glaubens / zum Glauben. geöffnet hat.«

28Paulus und Barnabas blieben nun für längere Zeit bei den Jüngern ´in Antiochia`.

15

Der Streit um die Gültigkeit des mosaischen Gesetzes: Das »Apostelkonzil« in Jerusalem (Kapitel 15,1-35)

Müssen nichtjüdische Christen sich beschneiden lassen?

151Doch dann kamen einige Leute aus Judäa ´nach Antiochia` und forderten die Männer der Gemeinde auf, sich beschneiden zu lassen, wie es im Gesetz des Mose vorgeschrieben ist.15,1 3. Mose 12,3; vergleiche 1. Mose 17,10-14. »Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst«, lehrten sie, »könnt ihr nicht gerettet werden.« 2Damit stießen sie bei Paulus und Barnabas auf entschiedenen Widerstand, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung.15,2 Od 2 Das führte zu beträchtlicher Unruhe ´in der Gemeinde`, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen diesen Leuten und Paulus und Barnabas. Schließlich wurden Paulus und Barnabas zusammen mit einigen ´Christen` aus Antiochia beauftragt, nach Jerusalem zu reisen und den Aposteln und den Ältesten der dortigen Gemeinde diesen Streitfall vorzulegen.

3Von der Gemeinde in Antiochia feierlich verabschiedet, machten sich Paulus und Barnabas auf den Weg. Sie zogen durch Phönizien und Samarien, und überall erzählten sie von der Hinwendung der Nichtjuden ´zu Gott` – eine Nachricht, mit der sie allen Geschwistern große Freude bereiteten. 4Als sie in Jerusalem ankamen, wurden sie von den Aposteln und den Ältesten und von der ganzen Gemeinde herzlich empfangen, und sie gaben einen Bericht von dem, was Gott durch sie als seine Mitarbeiter alles getan hatte. 5Doch einige, die zur Partei der Pharisäer gehörten und zum Glauben ´an Jesus` gekommen waren, standen auf und erklärten: »Man muss die Nichtjuden beschneiden und dazu auffordern, das Gesetz des Mose zu befolgen!«

Die Stellungnahme von Petrus: Gott hat die Frage längst entschieden!

6Daraufhin trafen sich die Apostel und die Ältesten, um über diese Sache zu beraten. 7Nachdem man lange und intensiv miteinander diskutiert hatte, erhob sich Petrus und sagte zu den Versammelten: »Liebe Brüder, wie ihr alle wisst, hat Gott euch seine Entscheidung schon vor langer Zeit klar gemacht – damals, als er mir den Auftrag gab, den Nichtjuden die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, und als sie durch mich die Botschaft hörten und zum Glauben kamen15,7 Od hat Gott mich schon vor langer Zeit aus eurem Kreis dazu ausgewählt, dass die Nichtjuden durch meine Verkündigung die Botschaft des Evangeliums hören und zum Glauben kommen. Die Ereignisse im Haus des römischen Hauptmanns Kornelius (Kapitel 10), auf die Petrus hier anspielt, liegen etwa zehn Jahre zurück..15,7 Die Ereignisse im Haus des römischen Hauptmanns Kornelius (Kapitel 10), auf die Petrus hier anspielt, liegen etwa zehn Jahre zurück. 8Gott kennt uns Menschen ja durch und durch, und er hat die Echtheit ihres Glaubens bestätigt15,8 W 8 Und Gott, der Herzenskenner, stellte ihnen ein (gutes) Zeugnis aus., indem er ihnen genau15,8 auf dieselbe Weise. wie uns den Heiligen Geist gegeben hat. 9Er machte keinerlei Unterschied zwischen ihnen und uns, sondern hat auch ihr Innerstes aufgrund ihres Glaubens ´von aller Schuld` gereinigt. 10Warum wollt ihr Gott jetzt herausfordern und diesen Jüngern ein Joch auf den Nacken legen, das weder unsere Vorfahren noch wir selbst zu tragen vermochten? 11Wir sind doch ganz im Gegenteil davon überzeugt15,11 W Vielmehr glauben wir., dass wir – genau wie sie – einzig und allein durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden.15,11 11 Es ist doch ganz im Gegenteil so, dass wir einzig und allein deshalb gerettet werden, weil wir unser Vertrauen auf die Gnade des Herrn Jesus setzen – wir genauso wie sie.«

Der Rat des Jakobus: Keine unnötigen Lasten für unsere nichtjüdischen Geschwister!

12Was Petrus sagte, brachte die Versammelten zur Ruhe, und die ganze Gemeinde hörte15,12 W 12 Die ganze Menge wurde ruhig, und sie hörten. aufmerksam zu, wie Barnabas und Paulus nun von all den Wundern und außergewöhnlichen Dingen berichteten, die Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte.

13Als die beiden geendet hatten, ergriff Jakobus das Wort. »Liebe Geschwister«, sagte er, »hört mir zu! 14Simeon15,14 Simeon (eine Variante von Simon): der ursprüngliche Name des Petrus (siehe Kapitel 10,5.18). hat gezeigt, dass Gott selbst sich der Nichtjuden angenommen und damit begonnen hat, unter ihnen15,14 Od dass es von Anfang an Gottes Ziel war, unter den Nichtjuden. ein Volk zu sammeln, das ihm gehört15,14 das seinen Namen ehrt. W für seinen Namen. Vergleiche Sacharja 2,15 und 1. Petrus 2,9.10 sowie 2. Mose 19,5 und 5. Mose 14,2..15,14 Vergleiche Sacharja 2,15 und 1. Petrus 2,9.10 sowie 2. Mose 19,5 und 5. Mose 14,2. 15Das stimmt mit den Worten der Propheten überein; es heißt nämlich in der Schrift:

16›Der Tag kommt, ´sagt der Herr,`

an dem ich mich ´meinem Volk` wieder zuwenden15,16 Od an dem ich mich wieder daranmachen.

und die verfallene Hütte15,16 W Zelt. Davids wieder aufbauen werde;

ich werde sie aus ihren Trümmern von neuem erbauen

und werde sie wieder errichten.

17Dann werden auch die übrigen Menschen nach mir15,17 W nach dem Herrn. fragen,

die Menschen aller Völker15,17 17 Dann werden die übrig gebliebenen Menschen ´aus meinem Volk` wieder nach mir fragen und ebenso die Menschen aller anderen Völker., die doch alle mein Eigentum sind15,17 W aller Völker, über denen mein Name angerufen worden ist..

Das sagt der Herr, der damit ausführt,

18was er von jeher angekündigt hat15,18 W was von jeher bekannt ist. Amos 9,11.12 und Jesaja 45,21; vergleiche Jeremia 12,15.16 und Sacharja 8,20-23. AL(2) Das sagt der Herr, der diese Dinge ausführt. 18 Dem Herrn ist sein Werk / sind seine Werke von Ewigkeit her bekannt..‹15,18 Amos 9,11.12 und Jesaja 45,21; vergleiche Jeremia 12,15.16 und Sacharja 8,20-23.«

19»Deshalb steht für mich die Entscheidung fest«, ´fuhr Jakobus fort.` »Wir dürfen es den Nichtjuden, die zu Gott umkehren, nicht unnötig schwer machen. 20Allerdings sollten wir sie in einem Brief dazu auffordern, folgende Dinge zu unterlassen: jede Verunreinigung durch Götzenverehrung15,20 Od durch Speisen, die den Götzen geopfert wurden. W durch Götzen. und ´jede Form von` Unmoral15,20 Od Blutschande (siehe die in 3. Mose 18,6-18 verbotenen sexuellen Beziehungen mit Angehörigen). Entsprechend in Vers 29 und in Kapitel 21,25. sowie den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleisch.15,20 Einen möglichen Hintergrund für dieses vierfache Verbot bilden die Opfermahlzeiten in den Götzentempeln, bei denen alle hier untersagten Dinge praktiziert wurden. Denkbar ist auch, den Beschluss vor dem Hintergrund von 3. Mose 17 und 18 zu verstehen. Dort finden sich Parallelen zu allen hier aufgestellten Forderungen (zur Götzenverehrung und zum Götzenopferfleisch vergleiche 3. Mose 17,7-9, zum Blut 3. Mose 17,10-12, zum nicht ausgebluteten Fleisch 3. Mose 17,13-16, zur sexuellen Unmoral 3. Mose 18,6-23), und die Anweisungen gelten ausdrücklich auch für Ausländer, die in Israel leben (siehe 3. Mose 17,8.10.12.13.15; 18,26). 21Im Übrigen finden sich alle diese Forderungen im Gesetz des Mose, das seit vielen Generationen in allen Städten verkündet und Sabbat für Sabbat in allen Synagogen vorgelesen wird.15,21 W 21 Mose hat nämlich seit alten Zeiten in allen Städten solche, die ihn verkünden, da er ja in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.«

Beschluss und Brief der Versammlung

22Daraufhin fassten die Apostel und die Ältesten im Einvernehmen mit der ganzen ´Jerusalemer` Gemeinde den Beschluss, einige Delegierte zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken. Die Wahl fiel auf Judas, der auch Barsabbas genannt wurde, und Silas, zwei führende Männer der Gemeinde15,22 W führende (od angesehene) Männer unter den Geschwistern.. 23Der Brief, den sie ihnen mitgaben15,23 den diese beiden in ihrem Auftrag aufsetzten., lautete folgendermaßen:

»Die Apostel und die Ältesten ´der Gemeinde von Jerusalem` an die nichtjüdischen Geschwister in Antiochia und in ganz Syrien und Zilizien: Wir, eure Brüder, grüßen euch herzlich! 24Wie wir erfahren haben, sind einige Leute aus unserer Gemeinde15,24 Od aus unseren Reihen. ohne unseren Auftrag zu euch gereist und haben Dinge behauptet, die euch verwirrt und zutiefst beunruhigt haben. 25Wir haben daher über die Sache beraten und haben dann einmütig15,25 W Wir haben daher, nachdem wir einmütig geworden sind. beschlossen, eine Delegation ´unserer Gemeinde` zu euch zu schicken als Begleitung unserer lieben Freunde Barnabas und Paulus, 26die ihr ganzes Leben in den Dienst von Jesus Christus, unserem Herrn, gestellt haben15,26 Od die ihr Leben für Jesus Christus, unseren Herrn, aufs Spiel gesetzt haben. W die ihr Leben für den Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, hingegeben haben.. 27Diejenigen, die wir ausgewählt und zu euch geschickt haben, sind Judas und Silas; sie werden euch auch noch mündlich mitteilen, worum es geht. 28Der Heilige Geist selbst und ´unter seiner Führung` auch wir haben nämlich beschlossen15,28 Od für gut befunden., euch nur die folgenden unbedingt nötigen Anweisungen zu geben und euch darüber hinaus keine weitere Last aufzuerlegen: 29Esst kein ´Fleisch`, das den Götzen geopfert wurde, unterlasst den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleisch und haltet euch fern von jeder Unmoral!15,29 Zu diesen Anordnungen siehe Vers 20. Wenn ihr euch vor diesen Dingen in Acht nehmt, verhaltet ihr euch richtig15,29 Od wird es euch gut gehen.. Und nun lebt wohl!«

30Paulus und Barnabas sowie die Delegierten wurden offiziell verabschiedet und machten sich auf den Weg nach Antiochia. Dort angekommen, beriefen sie eine Versammlung der ganzen Gemeinde15,30 W der Menge. ein und übergaben den Brief. 31Er wurde vorgelesen, und alle freuten sich über seinen ermutigenden Inhalt. 32Judas und Silas waren Propheten, und sie nahmen sich viel Zeit, den Geschwistern Mut zu machen und sie im Glauben zu stärken.15,32 W 32 Und Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, machten den Geschwistern mit vielen Worten Mut und stärkten sie. 33Nachdem sie eine längere Zeit dort verbracht hatten, wurden sie von den Geschwistern mit dem Friedensgruß15,33 Od in allem Frieden. verabschiedet und kehrten zu denen zurück, die sie geschickt hatten.15,33 Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hier Vers 34 an: Silas allerdings beschloss, in Antiochia zu bleiben. Manche Handschriften fügen außerdem hinzu: Nur Judas kehrte (nach Jerusalem) zurück. 35Paulus und Barnabas hingegen blieben zunächst in Antiochia. Zusammen mit vielen anderen unterrichteten sie die Menschen in der Botschaft des Herrn und verkündeten das Evangelium in der ganzen Stadt15,35 W unterrichteten/lehrten und verkündeten sie als Evangelium das Wort des Herrn..

Die zweite Missionsreise des Apostels Paulus (Kapitel 15,36 bis 18,22)

Trennung von Barnabas; Silas als neuer Begleiter

36Nach einiger Zeit sagte Paulus zu Barnabas: »Lass uns wieder aufbrechen und die Geschwister in all den Städten besuchen, in denen wir die Botschaft des Herrn verkündet haben. Wir müssen doch sehen, wie es ihnen geht!« 37Barnabas ´war damit einverstanden,` nur wollte er auch Johannes mitnehmen – Johannes mit dem Beinamen Markus. 38Doch Paulus hielt es nicht für angebracht, jemand mitzunehmen, der sie ´auf ihrer vorherigen Reise` in Pamphylien im Stich gelassen hatte, statt mit ihnen weiterzuziehen und den Auftrag zu erfüllen, ´den Gott ihnen gegeben hatte`.15,38 Siehe Kapitel 13,13 und vergleiche 13,2.5. 39Darüber kam es zu einer so heftigen Auseinandersetzung, dass sich die beiden trennten. Barnabas nahm Markus mit sich und bestieg ein Schiff, das nach Zypern fuhr. 40Paulus seinerseits wählte sich Silas zum Begleiter, und nachdem ihn die Christen von Antiochia dem Herrn und seiner Gnade anvertraut hatten15,40 W nachdem er von den Geschwistern der Gnade des Herrn anvertraut worden war., machte er sich auf die Reise. 41Er zog durch Syrien und Zilizien, und überall stärkte er die Gemeinden ´im Glauben`.