Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Eine Geldsammlung für die verarmten Christen in Jerusalem (Kapitel 8 und 9)

Das Vorbild der Gemeinden von Mazedonien

81Wir möchten euch nun, liebe Geschwister, von der ´besonderen` Gnade berichten, die Gott den Gemeinden in Mazedonien8,1 Dazu gehörten unter anderem die Gemeinden in den Städten Philippi (Apostelgeschichte 16,12-40), Thessalonich (Apostelgeschichte 17,1-9) und Beröa (Apostelgeschichte 17,10-15). geschenkt hat8,1 Od von dem berichten, was Gottes Gnade in den Gemeinden in Mazedonien bewirkt hat. – Zu den mazedonischen Gemeinden gehörten unter anderem die Gemeinden in den Städten Philippi (Apostelgeschichte 16,12-40), Thessalonich (Apostelgeschichte 17,1-9) und Beröa (Apostelgeschichte 17,10-15).. 2Die Nöte, die sie durchmachten, bedeuteten eine große Bewährungsprobe für sie, und trotzdem waren die Gläubigen von einer unbeschreiblichen Freude erfüllt. Ihre Freude war so groß, dass daraus trotz bitterster Armut eine überaus reiche Freigebigkeit entstand. 3Die mazedonischen Geschwister gingen – das kann ich bezeugen – bis an die Grenze dessen, was ihnen möglich war, ja sogar noch darüber hinaus, und sie taten es freiwillig und aus eigenem Antrieb. 4Eindringlich und inständig baten sie uns um das Vorrecht, sich8,4 Od baten sie uns, in das Werk der Gnade Gottes mit einbezogen zu werden und sich. an dem Dienst der Hilfeleistung für die Gläubigen in Jerusalem beteiligen zu dürfen als Zeichen ihrer Verbundenheit mit ihnen8,4 W baten sie uns um das Vorrecht (Od die Gnade – im Griechischen dasselbe Wort wie in den Versen 1, 6 und 7) und um die Beteiligung am Dienst für die Heiligen. Das hier mit Beteiligung wiedergegebene griechische Wort bedeutet auch Gemeinschaft (bzw. ein Zeichen der Gemeinschaft / des Zusammenhalts); daher am Versende die Zufügung als Zeichen ihrer Verbundenheit mit ihnen.. 5Und noch in anderer Hinsicht übertrafen sie unsere Erwartungen, denn vor allem anderen stellten sie sich selbst – in Übereinstimmung mit Gottes Willen – zunächst8,5 Od denn sie stellten sich selbst – in Übereinstimmung mit Gottes Willen – zuerst. dem Herrn und dann auch uns zur Verfügung.

Aufforderung zu bereitwilligem und großzügigem Geben

6Ihr Verhalten hat uns ermutigt, Titus zu bitten, dass er sich bei euch erneut um die Geldsammlung kümmert, die er ja schon früher einmal in Angriff genommen hatte, und dass er nach allem, was er sonst schon für euch getan hat, jetzt auch dieses Werk der Gnade Gottes zu einem entsprechenden Abschluss bringt.8,6 W 6 Deshalb haben wir Titus gebeten, er möge bei euch auch diese Gnade so vollenden, wie er sie früher begonnen hatte. 7Ihr zeichnet euch ja in jeder Hinsicht aus: durch Glauben, durch Worte, ´die der Heilige Geist euch eingibt,` durch ´geistliche` Erkenntnis, durch hingebungsvollen Einsatz und durch die Liebe, die wir euch vorgelebt und in euch geweckt haben8,7 und dadurch, dass unsere Liebe zu euch unter euch wirksam ist. W und durch die von uns ausgehende Liebe bei euch. AL(1) und durch eure Liebe zu uns.. Genauso sollt ihr euch jetzt auch bei diesem Werk der Gnade Gottes8,7 W bei dieser Gnade. auszeichnen.

8Ich sage das nicht, um euch einen Befehl zu erteilen. Wenn ich darauf hinweise, mit welchem Eifer andere sich einsetzen, dann nur, um auch euch Gelegenheit zu geben, die Echtheit eurer Liebe unter Beweis zu stellen.8,8 W zu erteilen, sondern weil ich mit Hilfe des Eifers von anderen die Echtheit (auch) eurer Liebe erproben will. 9Ihr wisst ja, woran sich die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn, gezeigt hat: Er, der reich war, wurde arm8,9 W wurde euretwegen arm., damit ihr durch seine Armut reich werdet.

10Ich will euch also in dieser Sache ´lediglich` einen Rat geben, und das in eurem eigenen Interesse8,10 Od einen Rat geben; das ist in eurem Fall das angemessene Vorgehen. Od einen Rat geben: Die ´Beteiligung an dieser Sammlung` ist in eurem eigenen Interesse.. Schließlich wart ihr im vorigen Jahr nicht nur die ersten, die Geld zusammenlegten; ihr wart sogar die ersten, die den Wunsch hatten, sich an der Sammlung zu beteiligen.8,10 Od Schließlich habt ihr schon früher, im vorigen Jahr, nicht nur Geld zusammengelegt, sondern hattet auch den Wunsch, euch an der Sammlung zu beteiligen. W Schließlich habt ihr im vorigen Jahr nicht nur mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen (als erste) begonnen. 11Bringt dieses Unternehmen nun auch zum Abschluss; sorgt dafür, dass die Durchführung nicht hinter der ursprünglichen Bereitwilligkeit8,11 W nicht hinter der Bereitschaft des Wollens. zurückbleibt. Gebt entsprechend dem, was ihr habt! 12Denn eine bereitwillig gegebene Gabe ist Gott8,12 Od dem Empfänger. willkommen, und ihr Wert bemisst sich nach dem8,12 W Denn wenn die Bereitschaft vorhanden ist, ist ´die Gabe` willkommen entsprechend dem., was der Geber besitzt, nicht nach dem, was er nicht besitzt. 13Schließlich soll es nicht dahin kommen, dass ihr anderen aus ihrer Not helft und dadurch selbst in Not geratet. Es geht vielmehr darum, einen Ausgleich zu schaffen. 14Zum jetzigen Zeitpunkt hilft euer Überfluss ihrem Mangel ab, damit dann ein anderes Mal ihr Überfluss8,14 damit dann auch umgekehrt das, worin sie Überfluss haben. Vergleiche Römer 15,27. eurem Mangel abhilft, und auf diese Weise kommt es zu einem Ausgleich. 15Es heißt ja in der Schrift:

»Wer viel ´gesammelt` hatte, hatte nicht zu viel,

und wer wenig ´gesammelt` hatte, hatte nicht zu wenig.«8,15 2. Mose 16,18.

Titus und seine Begleiter: eine Empfehlung

16Gott aber sei Dank! Er hat Titus einen ebenso großen Eifer für euch ins Herz gelegt ´wie uns`, 17sodass er unserer Bitte, euch zu besuchen, bereitwillig nachkommt8,17 Im Griechischen steht dieses Verb in der Vergangenheit (nachgekommen ist), ebenso schicken in den Versen 18 und 22 (haben wir geschickt). Es handelt sich dabei um eine Besonderheit des Briefstils: Der Schreiber versetzt sich in die Zeit, in der sein Brief von den Empfängern gelesen wird.. Eigentlich wäre diese Bitte gar nicht nötig gewesen; ihr liegt Titus so sehr am Herzen8,17 W 17 sodass er zwar unsere Bitte angenommen hat, aber noch so viel eifriger ist., dass er auch aus eigenem Antrieb zu euch gereist wäre.

18Zusammen mit Titus schicken wir noch einen Bruder – einen8,18 Od den., der wegen ´seiner Mitarbeit am` Evangelium bei allen Gemeinden in hohem Ansehen steht. 19Und nicht nur das: Er ist von den Gemeinden dazu bestimmt worden, uns nach Jerusalem zu begleiten, wenn wir das Geld übergeben und damit dieses Werk der Gnade Gottes zum Abschluss bringen, diesen Dienst, den wir zur Ehre des Herrn und als Zeichen unserer Hilfsbereitschaft tun8,19 W uns zu begleiten mit/bei dieser Gnade, die von uns als ein Dienst ausgeübt wird zur Ehre des Herrn selbst und als ´Zeichen` unserer Bereitschaft.. 20´Mit der Entscheidung, nicht allein zu reisen,` wollen wir jedem Verdacht zuvorkommen; immerhin sind wir im Rahmen dieses Dienstes mit einer beträchtlichen Summe unterwegs8,20 W zuvorkommen wegen dieser beträchtlichen Summe, die durch unseren Dienst übermittelt wird.. 21Ja, wir sind darauf bedacht, dass alles korrekt zugeht – nicht nur in den Augen des Herrn, sondern auch nach dem Urteil der Menschen.8,21 Nach Sprüche 3,4 (Septuaginta).

22Zusammen mit diesen beiden schicken wir noch einen weiteren Bruder zu euch, einen Mitarbeiter von uns8,22 W schicken wir unseren Bruder/Mitarbeiter.. Seine Einsatzbereitschaft konnten wir viele Male und in vielen Situationen erproben, und jetzt ist er noch viel eifriger als sonst, weil er volles Vertrauen zu euch hat.

23Wenn Fragen zu Titus gestellt werden8,23 W Was Titus betrifft.: Er ist mein Gefährte und mein Mitarbeiter, der sich für euch einsetzt8,23 Od mein Mitarbeiter bei euch.. Und was unsere ´beiden anderen` Brüder betrifft: Sie sind Abgesandte8,23 W Apostel. der Gemeinden, Menschen, in deren Leben die Herrlichkeit von Christus sichtbar wird8,23 Od die Christus Ehre machen. W die die Herrlichkeit/Ehre von Christus sind.. 24Nun ist es an euch, ihnen eure Liebe zu beweisen und damit ihnen selbst und den Gemeinden zu zeigen, dass wir euch zu Recht gelobt haben.

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Dem Vorhaben muss die Ausführung folgen

91Eigentlich ist es gar nicht nötig, euch überhaupt noch etwas zu dem Dienst an den Gläubigen in Jerusalem9,1 W an den Heiligen. zu schreiben. 2Ich kenne ja eure Hilfsbereitschaft und hebe sie den mazedonischen ´Geschwistern` gegenüber immer wieder lobend hervor. »In ´der Provinz` Achaia«, so habe ich ihnen berichtet, »sind sie schon seit vorigem Jahr bereit9,2 Od haben sie schon im vorigen Jahr begonnen., ´sich an der Sammlung zu beteiligen`!« Und tatsächlich hat sich die große Mehrheit von ihnen von eurem Eifer anstecken lassen. 3Wenn ich jetzt trotzdem die Brüder schicke9,3 W geschickt habe. Siehe die Anmerkung zu Kapitel 8,17., dann tue ich es nur, um sicherzustellen, dass wir euch in Sachen Geldsammlung9,3 W dann nur, damit wir euch in dieser Sache. nicht voreilig gelobt haben, sondern dass ihr, ´wenn ich komme,` auch wirklich so vorbereitet seid, wie ich es angekündigt habe. 4Es ist gut möglich, dass einige Mazedonier mit mir kommen. Stellt euch vor, sie müssten feststellen, dass ihr gar nicht vorbereitet seid! Wie beschämt würden dann wir – um nicht zu sagen: ihr – in dieser Sache9,4 Od angesichts unserer zuversichtlichen Erwartung. dastehen! 5Ich hielt es daher für angebracht, die Brüder zu bitten, dass sie zu euch vorausreisen und dafür sorgen, dass das Geld für eure seit langem zugesagte Spende noch vor meiner Ankunft zusammengelegt wird. Auf diese Weise wird es dann auch wirklich eine reiche und gesegnete Spende sein und nicht etwa ein kümmerlicher Betrag, der den Eindruck erweckt, als ob ihr geizig wärt.9,5 W vorausreisen und eure schon früher zugesagte Segensgabe im voraus fertig stellen, damit diese dann bereitliegt, ´und zwar` so wie eine Segensgabe und nicht wie eine Geizesgabe.

Vom Segen der Freigebigkeit

6Denkt daran: Wer wenig sät, wird auch wenig ernten. Und wer reichlich sät, wird reichlich ernten.9,6 Vergleiche Sprüche 11,24.25; 22,9. 7Jeder soll für sich selbst entscheiden, wie viel er geben möchte, und soll den Betrag dann ohne Bedauern und ohne Widerstreben spenden9,7 Od ohne Bedauern spenden; er darf auch nicht zum Spenden gezwungen werden.. Gott liebt den, der fröhlich gibt.9,7 Vergleiche Sprüche 22,8a in der Septuaginta (nicht im hebräischen Text) und 1. Chronik 29,17. 8Er hat die Macht, euch mit all seiner Gnade9,8 Od mit jeder Art von Gnade. zu überschütten, damit ihr in jeder Hinsicht und zu jeder Zeit alles habt, was ihr zum Leben braucht, und damit ihr sogar noch auf die verschiedenste Weise Gutes tun könnt. 9In der Schrift heißt es ja ´von dem, der in Ehrfurcht vor Gott lebt`:

»Er teilt mit vollen Händen aus und beschenkt die Bedürftigen9,9 Od Großzügig beschenkt er die Bedürftigen. Od Er streut ´die Saat` mit vollen Händen aus und gibt den Bedürftigen ´vom Ertrag der Ernte`.;

das Gute, das er tut, hat für immer Bestand9,9 Od seine Wohltaten werden nie vergessen werden. Od nie wird er aufhören, Gutes zu tun. W seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. Psalm 112,9.9,9 Psalm 112,9.

10Derselbe ´Gott`, der dafür sorgt, dass es dem Bauern nicht an Saat zum Aussäen fehlt und dass es Brot zu essen gibt9,10 Vergleiche Jesaja 55,10., der wird auch euch mit Samen für die Aussaat versehen und dafür sorgen, dass sich die ausgestreute Saat vermehrt und dass das Gute, das ihr tut, Früchte trägt9,10 Vergleiche Hosea 10,12.. 11Er wird euch in jeder Hinsicht so reich beschenken, dass ihr jederzeit großzügig und uneigennützig geben könnt. Und wenn wir dann eure Spende überbringen, werden die, die sie empfangen, Gott danken.9,11 W 11 Ihr werdet in jeder Hinsicht reich (gemacht) werden zu aller (uneigennützigen) Freigebigkeit, die durch uns Dank an Gott bewirkt.

12Ihr seht also: Dieser Dienst, der zur Ehre Gottes getan wird, trägt nicht nur dazu bei, die Nöte der Gläubigen in Jerusalem zu lindern9,12 W 12 Denn der Dienst (Od die Ausübung) dieses gottesdienstlichen Handelns hilft nicht nur den Mängeln der Heiligen ab., sondern bewirkt noch weit mehr, indem er zu vielfachem Dank gegenüber Gott führt. 13Euer Einsatz bei diesem Projekt zeigt, dass ihr in eurem Glauben bewährt seid, und dafür werden die, denen ihr dient, Gott preisen. Sie werden ihn dafür preisen, dass ihr euer Bekenntnis zum Evangelium von Christus ernst nehmt und eure Verbundenheit mit ihnen und allen anderen auf eine so großzügige und uneigennützige Weise zum Ausdruck bringt.9,13 W 13 (Denn) aufgrund der (d. h. eurer) Bewährung in diesem Dienst preisen sie Gott für den (d. h. euren) Gehorsam, was euer Bekenntnis zum Evangelium von Christus betrifft, und für die (d. h. eure) uneigennützige Freigebigkeit (Od Aufrichtigkeit), was die Gemeinschaft mit ihnen und mit allen betrifft. – Zu Gemeinschaft vergleiche die letzte Anmerkung zu Kapitel 8,4. 14Und wenn sie für euch beten, werden sie das voll Sehnsucht nach euch tun, weil Gott seine Gnade in so reichem Maß über euch ausgeschüttet hat.

15Dank9,15 Für Dank steht hier im Griechischen dasselbe Wort wie für Gnade (Vers 14). sei Gott für das unbeschreiblich große Geschenk, das er uns gemacht hat!9,15 Mit diesem Geschenk ist wahrscheinlich Jesus Christus selbst gemeint, der uns Rettung und ewiges Leben gebracht hat. Vergleiche Römer 8,32.

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Paulus verteidigt sich gegen Angriffe auf seine Person und seinen Auftrag

101Was nun mich selbst, Paulus, betrifft, möchte ich euch eindringlich um etwas bitten; ich will es mit der Güte und Freundlichkeit tun, die Christus uns erwiesen hat.10,1 W 1 Ich selbst aber, Paulus, bitte/mahne euch mit (Od angesichts) der Güte und Freundlichkeit von Christus. ´Angeblich` verhalte ich mich unterwürfig, solange ich persönlich bei euch bin, doch aus der Ferne gebe ich mich stark und selbstbewusst. 2Daher bitte ich ´euch`: Zwingt mich nicht10,2 Daher bitte ich ´Gott`, dass ich nicht gezwungen sein werde., tatsächlich Stärke zu beweisen, wenn ich zu euch komme. Denn ich bin fest entschlossen und traue es mir sehr wohl zu, energisch gegen gewisse Leute vorzugehen, die uns unterstellen, wir würden nach weltlichen Maßstäben10,2 W nach dem Fleisch. handeln. 3Wir leben zwar in dieser Welt10,3 Od Wir sind zwar schwache Menschen. W Wir führen unser Leben zwar im Fleisch., aber das heißt noch lange nicht, dass wir so kämpfen, wie die Welt kämpft10,3 W dass wir nach dem Fleisch kämpfen.. 4Die Waffen, mit denen wir unseren Kampf führen, sind nicht die Waffen dieser Welt10,4 W sind nicht fleischlich.. Es sind Waffen von durchschlagender Kraft, die dazu dienen, im Einsatz für Gott10,4 die von Gott kommen und dazu dienen. ´feindliche` Festungen zu zerstören.10,4 Vergleiche Sprüche 21,22. Mit diesen Waffen bringen wir ´eigenmächtige` Gedankengebäude zum Einsturz 5und reißen allen ´menschlichen` Hochmut nieder, der sich gegen die ´wahre` Gotteserkenntnis auflehnt10,5 Od und reißen jedes noch so hohe Hindernis ein, das sich der ´wahren` Gotteserkenntnis in den Weg stellt.. Das ganze ´selbstherrliche` Denken10,5 Od Jeden ´selbstherrlichen` Gedanken. nehmen wir gefangen, damit es Christus gehorsam wird. 6Und sobald sich zeigt, dass ihr ´als Gemeinde Gott` völlig gehorsam seid10,6 Od sobald ihr ´als Gemeinde unseren Anweisungen` völlig gehorcht., werden wir allen ´dann noch verbleibenden` Ungehorsam10,6 Od werden wir jeden, der ´dann noch` ungehorsam ist. bestrafen; dazu sind wir entschlossen und bereit.

7Seht doch auf das, was offensichtlich ist!10,7 Od Ihr urteilt nur nach dem Augenschein! Wenn jemand überzeugt ist, zu Christus zu gehören10,7 Od von Christus beauftragt zu sein. Entsprechend in der zweiten Vershälfte., dann soll er sich auch klar machen, dass nicht nur er zu Christus gehört, sondern genauso auch wir. 8Ja, ich könnte noch einen Schritt weiter gehen und auf die Vollmacht hinweisen, die der Herr uns verliehen hat – die Vollmacht, euch ´als Gemeinde` aufzubauen, und nicht etwa, euch zugrunde zu richten. Wenn ich mich damit rühmen würde, ´wären das keine leeren Worte; ich weiß, dass` ich am Ende nicht beschämt dastehen werde.

9´Das mit dem Aufbauen sage ich,` um dem Eindruck entgegenzuwirken, ich wolle euch mit meinen Briefen einschüchtern. 10Ich weiß ja, was über mich gesagt wird: »Seine Briefe sind gewichtig und eindrucksvoll, aber wenn er in eigener Person vor einem steht, ist er ein Schwächling, und über seine rhetorischen Fähigkeiten10,10 Od über das, was er sagt. kann man nur den Kopf schütteln.« 11Wer so redet, muss sich über Folgendes im Klaren sein: Genauso, wie wir es aus der Ferne in unseren Briefen ankündigen, werden wir auch handeln, wenn wir bei euch sind.10,11 W Genauso, wie wir abwesend mit dem Wort durch Briefe sind, genauso auch anwesend mit der Tat.

Grenzen des Selbstruhms

12Eines freilich trauen wir uns nicht zu: uns zu denen10,12 Od zu gewissen Leuten von denen. Od zu einigen von denen. Entsprechend nachher. zu zählen oder uns mit denen auf eine Stufe zu stellen, die sich selbst empfehlen. Wozu sollte das auch gut sein? Diese Leute10,12 W die sich selbst empfehlen. Allerdings: Diese Leute. sind Menschen ohne Verstand, die nur sich selbst als Maßstab kennen und sich nur mit sich selbst10,12 Od mit Ihresgleichen. vergleichen. 13Wir hingegen werden10,13 AL(2) die sich selbst empfehlen. Nein, wir messen uns nur an uns selbst und vergleichen uns nur mit uns selbst. 13 Wir werden. uns nicht auf unangemessene Weise10,13 Od auf maßlose Weise. Entsprechend in Vers 15. rühmen. Unser Maßstab ist der Wirkungskreis, den Gott uns zugemessen hat, und dieser Wirkungskreis schließt auch euch mit ein10,13 W den Gott uns als Maß zugemessen hat (nach anderer Auffassung: den der Gott des Maßes [= der Gott, der die Grenzen setzt?] uns zugemessen hat), nämlich auch bis zu euch zu kommen.. 14Wenn wir nicht bis zu euch gekommen wären, dann allerdings würden wir ´mit unserer Selbsteinschätzung` zu weit gehen. Tatsache jedoch ist, dass wir auch euch mit dem Evangelium von Christus erreicht haben10,14 Od dass wir auch euch mit dem Evangelium von Christus erreicht haben und damit sogar die ersten waren.. 15Wir rühmen uns also nicht auf unangemessene Weise und nicht mit Leistungen, die andere erbracht haben. Andererseits haben wir die Hoffnung, dass euer Glaube immer stärker wird10,15 W dass euer Glaube stetig wächst. und wir dann unsere Arbeit – in den Grenzen des uns zugeteilten Wirkungskreises – mit eurer Hilfe noch sehr viel weiter ausdehnen können10,15 Od und wir dann unsere Arbeit … bei euch noch sehr viel weiter ausdehnen können. Od und wir dann … bei euch noch sehr viel mehr Anerkennung erfahren als bisher. W und wir dann durch euch / bei euch … übermäßig groß gemacht werden.. 16Ja, es ist unser Ziel, das Evangelium noch weit über euer Gebiet hinaus zu verkünden. Dabei werden wir jedoch auf keinen Fall in Gegenden eindringen, die Gott anderen zugewiesen hat, um uns dann mit dem Ergebnis ihrer Arbeit zu rühmen.10,16 W zu verkünden, aber nicht, uns in einem fremden Wirkungskreis mit dem zu rühmen, was bereits fertig gestellt ist.

17´Letztlich gibt es nur einen Grund, sich zu rühmen:` »Wenn jemand auf etwas stolz sein will, soll er auf den Herrn stolz sein.«10,17 Jeremia 9,23. 18Denn wenn sich jemand selbst empfiehlt, heißt das noch lange nicht, dass er sich bewährt hat. Bewährt ist der, den der Herr empfiehlt.