Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Absender und Empfänger des Briefes. Segenswunsch

11Paulus, Apostel Jesu Christi nach Gottes Plan und Willen1,1 W Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen., und der Bruder Timotheus an die Gemeinde Gottes in Korinth und darüber hinaus an alle in der ganzen Provinz Achaia, die zu Gottes heiligem Volk gehören1,1 W in Korinth mit allen Heiligen in der ganzen Achaia.. 2´Wir wünschen` euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

Trost und Ermutigung auch in größten Schwierigkeiten

3Gepriesen sei Gott, der Vater1,3 Od Gepriesen sei der Gott und Vater. unseres Herrn Jesus Christus! Denn er ist ein Vater, der sich erbarmt, und ein Gott, der auf jede erdenkliche Weise tröstet und ermutigt. 4In allen unseren Nöten kommt er uns mit Trost und Ermutigung zu Hilfe, und deshalb können wir1,4 Die Mehrzahl (»wir«) bezieht sich hier und im Folgenden wohl auf Paulus und Timotheus. Manche denken an einen »schriftstellerischen Plural« (vor allem in Kapitel 10,11-16), sodass zu übersetzen wäre: In allen meinen Nöten kommt er mir … zu Hilfe, und deshalb kann ich. dann auch anderen Mut machen, die sich ebenfalls in irgendeiner Not befinden: Wir geben ihnen den Trost und die Ermutigung weiter, die wir selbst von Gott bekommen. 5Genauso nämlich, wie wir in ganz besonderem Maß an den Leiden von Christus teilhaben1,5 Od wie wir wegen/für Christus Leiden in ganz besonderem Maß durchmachen. W wie die Leiden von Christus in ganz besonderem Maß zu uns kommen., erleben wir durch Christus auch Trost und Ermutigung in ganz besonderem Maß1,5 können wir durch Christus auch Trost und Ermutigung in ganz besonderem Maß weitergeben.. 6Wenn wir also Nöte durchmachen, geschieht das, damit ihr die mutmachende und rettende Kraft Gottes erlebt1,6 W geschieht das zu eurer Ermutigung und Rettung.. Und wenn wir getröstet und ermutigt werden, bedeutet das auch für euch Trost und Ermutigung; es hilft euch, standhaft die gleichen Leiden zu ertragen1,6 Trost und Ermutigung, die ihr erlebt, wenn ihr standhaft die gleichen Leiden ertragt. wie wir. 7Deshalb sind wir voll Hoffnung und Zuversicht, wenn wir an euch denken1,7 W 7 Und unsere Hoffnung für euch ist fest., denn wir wissen: Genauso, wie ihr an den Nöten teilhabt, habt ihr auch an dem Trost und der Ermutigung teil.

8Ihr müsst nämlich wissen, Geschwister, dass das, was wir in der Provinz Asien durchmachten, so überaus schwer auf uns lastete und unsere Kräfte so sehr überstieg, dass wir schließlich nicht einmal mehr damit rechneten, mit dem Leben davonzukommen. 9Wir kamen uns vor, als wäre das Todesurteil über uns gesprochen worden. Aber das alles geschah, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten1,9 Od Aber durch das alles lernten wir, nicht auf uns selbst zu vertrauen. W 9 Aber wir selbst hatten in uns selbst das Todesurteil empfangen, damit/sodass wir nicht auf uns selbst vertrauten., sondern auf Gott, der die Toten zu neuem Leben erweckt. 10Er hat uns vor dem sicheren Tod1,10 W aus einem so großen Tod (d. h. aus so großer Todesgefahr). gerettet und wird uns auch weiterhin retten. Ja, wir haben unsere Hoffnung auf ihn gesetzt ´und sind überzeugt`, dass er uns auch in Zukunft retten wird. 11Auch ihr könnt dabei mithelfen, indem ihr für uns betet. Wenn viele das tun, werden dann auch viele Gott für die Gnade danken, die er uns erfahren lässt.1,11 Od für uns betet. Dann werden viele (W viele Personen / viele Akteure ´in diesem Drama` / viele Münder) Gott für die Gnade (W [Gnaden-]Gabe) danken, die er uns durch ´die Fürbitte` vieler erfahren lässt.

Warum Paulus die Korinther nicht wie angekündigt besucht hat

12Nun, wenn wir1,12 Od 12 Denn wenn wir. an unser Verhalten in dieser Welt und besonders euch gegenüber denken, gibt es etwas, womit wir uns rühmen können: Unser Gewissen bezeugt uns, dass wir immer aufrichtig und uneigennützig gewesen sind, wie es dem Willen1,12 Od Wesen. Gottes entspricht1,12 W dass wir in der Aufrichtigkeit (aL(1) Heiligkeit) und Lauterkeit Gottes ´gelebt haben`.. Wir ließen uns nicht von berechnender1,12 W fleischlicher. Klugheit leiten, sondern von Gottes Gnade. 13-14Auch unsere Briefe an euch enthalten nichts, was nicht so zu verstehen wäre, wie es dasteht.1,13-14 W 13-14 Wir schreiben euch nämlich nichts anderes als das, was ihr lest und auch versteht / verstehen könnt. Ein Stück weit habt ihr uns1,13-14 Einige von euch haben uns. ja bereits verstanden, und deshalb habe ich die feste Hoffnung, dass ihr uns einmal in vollem Umfang versteht und dass ihr erkennt1,13-14 W dass ihr in vollem Umfang (bis ans Ende) verstehen/erkennen werdet.: An dem Tag, an dem Jesus, unser Herr, in seiner Herrlichkeit sichtbar wird1,13-14 W An dem Tag von Jesus, unserem Herrn., werdet ihr genauso stolz auf uns sein wie wir auf euch.

15Erfüllt von dieser Zuversicht, hatte ich mir vorgenommen, schon zu Beginn meiner Reise1,15 W schon früher. zu euch zu kommen, um euch auf diese Weise gleich zweimal etwas von der Gnade weitergeben zu können, die Gott mir geschenkt hat1,15 Od um euch auf diese Weise gleich zweimal ein Zeichen meiner Zuneigung zu schenken. W damit ihr eine zweite Gnade (aL(1) Freude) habt.: 16Ich wollte euch sowohl auf meinem Weg nach Mazedonien als auch auf dem Rückweg besuchen, um dann mit eurer Unterstützung1,16 Od von euch begleitet. nach Judäa weiterzureisen.1,16 Vergleiche die Reisepläne von 1. Korinther 16,5-9.

17War ich denn nun leichtfertig, als ich mir das vornahm?1,17 Od Bin ich denn nun mit diesem Vorhaben leichtfertig umgegangen? Fasse ich meine Beschlüsse etwa nach rein menschlichen Gesichtspunkten1,17 Od etwa aus selbstsüchtigen Motiven. W etwa nach dem Fleisch. ´und ohne nach Gott zu fragen`? Ist mein Ja womöglich ein Nein und mein Nein ein Ja?1,17 W Ist bei mir das Ja-Ja und ´gleichzeitig` das Nein-Nein? 18´So wahr` Gott treu ist: Was wir euch sagen, ist nicht Ja und ´gleichzeitig` Nein. 19Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, den wir in eurer Mitte verkündet haben – ich selbst und Silvanus und Timotheus –, hat nicht Ja und Nein zugleich verkörpert1,19 W ist nicht Ja und Nein geworden/gewesen.; in ihm ist vielmehr das Ja Wirklichkeit geworden. 20Was immer Gott an Zusagen gemacht hat – in seiner Person finden sie alle ihre Erfüllung. Er ist das Ja, und deshalb sprechen wir auch unter Berufung auf ihn zur Ehre Gottes das Amen1,20 Od und durch ihn kommt es deshalb auch mithilfe von unserer Verkündigung zum Amen (d. h. es kommt dazu, dass Nichtjuden an Christus glauben und damit Gottes Zusage verwirklicht wird). W 20 Denn so viele Zusagen Gottes es gibt – in ihm ist das Ja, und deshalb auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre durch uns..

21Gott selbst ist es, der uns zusammen mit euch ´im Glauben` an Christus, ´seinen Gesalbten,` festigt. Er hat uns alle gesalbt1,21 gesalbt spielt darauf an, dass Christus (griechisch für das hebräisch-aramäische Messias) »Gesalbter« bedeutet. ´und damit in seinen Dienst gestellt`1,21 Od ´sodass wir für unseren Dienst ausgerüstet sind`.; 22er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt ´als Bestätigung dafür, dass wir jetzt sein Eigentum sind`, und hat uns seinen Geist ins Herz gegeben als Unterpfand und Anzahlung ´für das, was er uns noch schenken will`.

23Zurück zu meinem Plan, euch zu besuchen.1,23 Siehe die Verse 15-17. Gott weiß, dass ich nur deshalb nicht wieder nach Korinth gekommen bin, weil ich euch schonen wollte.1,23 Paulus wollte ihnen eine ernste Zurechtweisung ersparen. Ich rufe ihn als Zeugen dafür an; mein Leben soll verwirkt sein, wenn ich nicht die Wahrheit sage.1,23 W 23 Ich aber rufe Gott als Zeugen gegen meine Seele / mein Leben an, dass ich, um euch zu schonen, nicht mehr nach Korinth gekommen bin. 24Wenn ich von Schonung spreche, soll das nicht den Anschein erwecken, als wären wir eben doch Herren über euren Glauben.1,24 Od 24 Schließlich sind wir nicht Herren über euren Glauben. W ´Ich sage (damit)` nicht, dass wir über euren Glauben herrschen. Wir sind nur Mitarbeiter, und unser Ziel ist es, zu eurer Freude beizutragen1,24 W Mitarbeiter an eurer Freude.. Was den Glauben betrifft, steht ihr ja1,24 Od Durch den Glauben steht ihr ja. auf festem Grund.

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Ein Brief statt eines Besuchs

21Ich hatte mich also entschlossen, nicht noch einmal einen Besuch bei euch zu machen, der nur Schmerz und Traurigkeit zurücklässt2,1 Od zu machen, solange ich traurig bin. W nicht noch einmal in Schmerz/Traurigkeit zu euch zu kommen.. 2Denn wenn ich euch traurig mache, wer bleibt mir dann, um mich wieder froh zu machen? Doch nur diejenigen, die ich traurig mache! 3Genau darum ging es mir mit meinem Brief2,3 Vermutlich ein verloren gegangener Brief.: Ich wollte nicht kommen und erleben müssen, dass die mich traurig machen, die mir eigentlich Freude bereiten sollten. (Und weil ich euch allen vertraue, bin ich der festen Überzeugung: Wenn ich mich freue, freut ihr euch alle mit.)

4Im Übrigen schrieb ich euch voller Ängste und unter vielen Tränen, und es war mir dabei schwer ums Herz. Aber ich hatte nicht die Absicht, euch weh zu tun, im Gegenteil: Ich wollte, dass ihr erkennt, wie überaus groß meine Liebe gerade euch gegenüber ist.

Vergebung für den, der Böses getan hat

5Der, dessen Verhalten so viel Schmerz verursacht hat, hat nicht ´so sehr` mir weh getan als vielmehr euch allen (wenn auch – um nicht zu viel zu sagen – nicht allen im gleichen Ausmaß)2,5 (beziehungsweise – um nicht zu viel zu sagen – einem großen Teil von euch). W als vielmehr zum Teil – um nicht zu viel zu sagen – euch allen.. 6Trotzdem ist die Strafe schwer genug, die die große Mehrheit von euch über den Betreffenden verhängt hat. 7Lasst es dabei bewenden! Vergebt ihm2,7 W 7 Im Gegenteil, vergebt ihm. jetzt vielmehr und macht ihm wieder Mut. Sonst könnten Schmerz und Trauer ihn am Ende noch völlig überwältigen. 8Ich bitte euch also eindringlich, ihm ganz bewusst wieder eure Liebe zu erweisen2,8 W ihm gegenüber Liebe zu beschließen.. 9Es gab nämlich noch einen Grund, warum ich euch geschrieben habe: Ich wollte herausfinden, ob ihr euch bewähren und in allen Belangen gehorsam2,9 gehorsam: dem Willen Gottes bzw. den Anweisungen von Paulus. sein würdet. 10Wenn ihr dem Betreffenden jetzt also vergebt, vergebe auch ich ihm. Ja, ich für meine Person kann sagen: Weil ich mich Christus gegenüber verantwortlich weiß,2,10 W Im Angesicht / In der Gegenwart von Christus. habe ich ihm um euretwillen bereits vergeben – soweit von meiner Seite überhaupt etwas zu vergeben war. 11Denn wir wollen dem Satan nicht in die Falle gehen. Schließlich wissen wir genau, was seine Absichten sind!

Paulus’ Unruhe, solange er keine Nachrichten aus Korinth erhielt: ein Beweis für seine Liebe zu dieser Gemeinde

12Ich war nach Troas2,12 in das Gebiet von Troas. gegangen, um das Evangelium von Christus zu verkünden, und der Herr hatte mir eine Tür für seine Botschaft geöffnet2,12 W gegangen für das Evangelium von Christus, und eine Tür war mir geöffnet im Herrn / durch den Herrn.. 13Trotzdem fand ich innerlich2,13 W in meinem Geist. keine Ruhe, weil ich meinen Bruder ´und Mitarbeiter` Titus nicht antraf, ´der mir Nachricht von euch bringen sollte`. Daher verabschiedete ich mich von den Geschwistern und reiste nach Mazedonien weiter ´in der Hoffnung, ihn dort zu finden`.2,13 Über die Fortsetzung dieser Reise wird erst wieder von Kapitel 7,5 an berichtet.

Auftrag und Dienst eines Apostels

14Gott aber sei Dank! Weil wir mit Christus verbunden sind, lässt er uns immer in seinem Triumphzug mitziehen2,14 Nach gewonnener Schlacht zogen römische Heerführer mit ihren Soldaten und den Gefangenen in einem Triumphzug durch Rom. Dabei wurde wohlriechendes Räucherwerk verbrannt (vergleiche die Verse 14b-16). und macht durch uns an jedem Ort bekannt, wer er2,14 Od Christus. ist, sodass sich diese Erkenntnis wie ein wohlriechender Duft überallhin ausbreitet.2,14 W Gott aber sei Dank, der uns in Christus immer im Triumphzug mitführt und durch uns den Wohlgeruch seiner Erkenntnis an jedem Ort bekannt macht. 15Ja, weil Christus in uns lebt, sind wir zur Ehre Gottes ein Wohlgeruch2,15 Od sind wir wie der Wohlgeruch eines Rauchopfers, der zu Gott aufsteigt. W 15 Ja, wir sind ein Wohlgeruch von Christus für Gott., der sowohl zu denen dringt, die gerettet werden, als auch zu denen, die verloren gehen. 16Für diese ist es ein Geruch, der auf den Tod hinweist und zum Tod führt; für jene ist es ein Geruch, der auf das Leben hinweist und zum Leben führt2,16 W ein Geruch vom Tod zum Tod … ein Geruch vom Leben zum Leben..

Gibt es ´angesichts einer solchen Verantwortung` irgend jemand, der der Aufgabe ´der Verkündigung` gewachsen ist? 17So vielen2,17 Od Den meisten. geht es nur um ihren Gewinn, wenn sie die Botschaft Gottes verkünden; dafür sind sie sogar bereit, die Wahrheit zu verfälschen.2,17 W Die vielen machen (betrügerische) Geschäfte mit dem Wort Gottes. Wir hingegen handeln aus uneigennützigen Beweggründen, und was wir sagen, sagen wir im Auftrag Gottes; wir sagen es in der Verantwortung vor Gott und in der Abhängigkeit von Christus2,17 Od und als Menschen, die mit Christus verbunden sind. W Wir hingegen ´handeln/reden` aus Lauterkeit; wie/als aus Gott reden wir vor Gott in Christus..

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Die Gemeinde von Korinth: Gottes Empfehlungsbrief für Paulus

31Fangen wir jetzt wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder haben wir es – wie so manche andere – nötig, euch Empfehlungsbriefe vorzulegen oder uns Empfehlungsbriefe von euch ausstellen zu lassen? 2Ihr selbst seid unser Empfehlungsbrief, geschrieben in unsere3,2 AL(1) eure. Herzen, ein Brief, der allen Menschen zugänglich3,2 W erkennbar. ist und den alle lesen können. 3Ja, es ist offensichtlich, dass ihr ein Brief seid, den Christus selbst verfasst hat3,3 dass ihr ein Brief über Christus seid. und der durch unseren Dienst zustande gekommen ist. Er ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, und die Tafeln, auf denen er steht, sind nicht aus Stein, sondern aus Fleisch und Blut; es sind die Herzen von Menschen3,3 W sondern sind fleischerne Herzenstafeln. Zu Steintafeln siehe 2. Mose 24,12; 31,18; 34,1.28.29; 5. Mose 9,10.11; zu Herzenstafeln siehe Jeremia 31,33; Hesekiel (Ezechiel) 11,19; 36,26..3,3 Zu »Steintafeln« siehe 2. Mose 24,12; 31,18; 34,1.28.29; 5. Mose 9,10.11; zu »Herzenstafeln« siehe Jeremia 31,33; Hesekiel (Ezechiel) 11,19; 36,26.

Die Apostel von Jesus Christus: Diener eines neuen Bundes

4Wenn wir mit solchem Selbstbewusstsein von unserem Dienst sprechen, gründet sich das auf Christus und geschieht im Vertrauen auf Gott3,4 Od im Bewusstsein von Gottes Gegenwart. W 4 Solches Vertrauen / Solche Zuversicht haben wir durch Christus vor Gott.. 5Aus eigener Kraft sind wir dieser Aufgabe nicht gewachsen; es gibt nichts, was wir uns als Verdienst anrechnen könnten3,5 Od was wir aus uns selbst heraus planen könnten. W 5 Nicht, dass wir von uns selbst aus fähig sind, uns etwas anzurechnen/auszudenken, als käme es aus uns selbst.. Nein, unsere Befähigung verdanken wir Gott. 6Er hat uns fähig gemacht, Diener des neuen Bundes zu sein3,6 Der neue Bund wird in Jeremia 31,31-34 angekündigt; vergleiche auch Jeremia 32,40 und Hesekiel (Ezechiel) 37,26. – eines Bundes, der sich nicht mehr auf das schriftlich niedergelegte Gesetz gründet, sondern auf das Wirken von Gottes Geist. Denn das Gesetz bringt den Tod3,6 Vergleiche z. B. Römer 7,10.11; Galater 3,10., aber der Geist ´Gottes` macht lebendig.

Die Überlegenheit des neuen Bundes gegenüber dem alten

7Nun wurde Gottes Herrlichkeit ja schon bei dem Dienst sichtbar, dessen Gesetzestext in Stein gemeißelt war und der zum Tod führte. Die Israeliten konnten Mose nicht direkt anschauen, so sehr blendete sie die Herrlichkeit, die von seinem Gesicht ausstrahlte3,7 W 7 Nun geschah ja schon der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine gemeißelt, in Herrlichkeit, sodass die Söhne/Kinder Israels nicht (unverwandt) auf das Gesicht des Mose schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Gesichts. – und dabei war das doch ein Glanz, der wieder verging!3,7 Siehe dazu 2. Mose 34,29-35. 8Muss sich dann bei dem Dienst, der vom Geist Gottes bestimmt ist,3,8 W bei dem Dienst des Geistes. ´Gottes` Herrlichkeit nicht in noch viel größerem Maß zeigen? 9Wenn schon der Dienst, der zur Verurteilung führte, von Herrlichkeit erfüllt war, dann ist der Dienst, der zum Freispruch führt,3,9 W der Dienst der Gerechtigkeit. Wohl ein Hinweis darauf, dass Gott den, der an Jesus glaubt, von seiner Schuld freispricht und für gerecht erklärt; siehe z. B. Römer 1,16.17; 3,21-26; 4,1-12; 5,16-19. noch unvergleichlich viel herrlicher. 10Ja, verglichen damit ist die Herrlichkeit ´jener alten Ordnung` gar keine Herrlichkeit gewesen – so überwältigend ist die Herrlichkeit ´der neuen Ordnung`. 11Wenn ´Gottes` Herrlichkeit schon bei der ´Ordnung` sichtbar wurde, die zum Vergehen bestimmt war, wie viel mehr wird sie dann von der ´Ordnung` ausstrahlen, die ´für immer` bleibt!

Freiheit – das Kennzeichen des neuen Bundes

12Weil wir nun also eine so große Hoffnung haben, treten wir frei und unerschrocken auf. 13Wir machen es nicht wie Mose, der sein Gesicht mit einem Tuch bedeckte, weil er nicht wollte, dass die Israeliten sich von dem Glanz auf seinem Gesicht fesseln ließen – einem Glanz, der doch3,13 Od dass die Israeliten sahen, wie der Glanz auf seinem Gesicht. am Ende wieder verschwand. 14Aber sie waren verhärtet und wie mit Blindheit geschlagen.3,14 W Aber ihre Gedanken waren verhärtet worden. Bis zum heutigen Tag liegt, wenn aus ´den Schriften` des alten Bundes vorgelesen wird3,14 Od wenn sie in ´den Schriften` des alten Bundes lesen., diese Decke ´über ihrem Verständnis`3,14 Od liegt diese Decke auf ´den Schriften` des alten Bundes, wenn daraus vorgelesen wird. Decke: im Griechischen dasselbe Wort wie Tuch (Vers 13). und wird nicht weggenommen. Beseitigt wird sie nur dort, wo jemand sich Christus anschließt3,14 W nur in/durch Christus. … ´über ihrem Verständnis.` Es wird ihnen nicht enthüllt, dass ´dieser Bund` durch Christus aufgehoben ist.. 15Jedes Mal, wenn aus ´dem Gesetz` des Mose vorgelesen wird3,15 Od wenn sie im ´Gesetz` des Mose lesen., liegt also eine Decke auf ihren Herzen; daran hat sich bis heute nichts geändert. 16Doch jedes Mal, wenn jemand3,16 Od Doch dann, wenn Israel. sich dem Herrn zuwendet, wird die Decke entfernt.3,16 Nach anderer Auffassung zitiert Paulus hier 2. Mose 34,34 in leicht abgewandelter Form: »Doch als er sich zum Herrn wandte, wurde das Tuch weggenommen.« Mose wäre in diesem Fall ein Typus für den jüdischen Christen in neutestamentlicher Zeit.

17Dieser Herr aber ist der Geist, ´von dem wir gesprochen haben`.3,17 Siehe die Verse 3, 6 und 8. Und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.3,18 W 18 Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel anschauen (Od wie ein Spiegel reflektieren), werden in dieses selbe Bild verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, (Od vom Geist des Herrn; vom Herrn des Geistes) ´gewirkt wird`.