Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Regeln für die Seelsorge

51Wenn du einen älteren Mann ermahnen musst, dann fahre ihn nicht heftig an, sondern rede so mit ihm, als wäre er dein Vater. Jüngere Männer ermahne wie Brüder, 2ältere Frauen wie deine Mutter und jüngere Frauen wie Schwestern, mit aller gebotenen Zurückhaltung5,2 W mit aller Reinheit..

Die Versorgung der Witwen

3Erweise den Witwen, die auf sich selbst gestellt sind5,3 W die wirklich Witwen sind., Ehre, indem du dafür sorgst, dass sie ´von der Gemeinde` die nötige Hilfe bekommen. 4Wenn eine Witwe jedoch Kinder oder Enkel hat, sind zunächst einmal diese für sie verantwortlich. Sie sollen ihre Ehrfurcht vor Gott dadurch zeigen, dass sie ihre familiären Pflichten erfüllen5,4 Od Kinder oder Enkel hat, sind diese dazu aufgefordert, ihre Ehrfurcht vor Gott zunächst einmal dadurch zu zeigen, dass sie ihre familiären Pflichten erfüllen. W Kinder oder Enkel hat, sollen diese zuerst lernen, dem eigenen Haus gegenüber gottesfürchtig zu sein. und sich ihrer Mutter und Großmutter gegenüber5,4 W ihren Vorfahren gegenüber. dankbar erweisen für alles, was sie von ihr bekommen haben, denn das gefällt Gott. 5´Die Gemeinde soll nur für die Witwen sorgen,` die wirklich einsam5,5 W die wirklich Witwen sind. und auf sich allein gestellt sind. Außerdem müssen es Witwen sein, die ihre ganze Hoffnung auf Gott gesetzt haben und sich nicht davon abbringen lassen, Tag und Nacht zu ihm zu beten und ihn um Hilfe zu bitten. 6Eine Witwe hingegen, die nur für ihr Vergnügen lebt, ist bei lebendigem Leibe tot.

7Schärfe ´den Gläubigen5,7 Od den Kindern und Enkeln. Od den Witwen.` diese Dinge ein, damit an ihrem Verhalten nichts auszusetzen ist. 8Denn wenn sich jemand nicht um seine Angehörigen kümmert, vor allem um die, die unter einem Dach mit ihm leben, verleugnet er den Glauben und ist schlimmer als jemand, der nicht ´an Christus` glaubt.

9Eine Witwe darf erst dann in das Witwenverzeichnis aufgenommen werden5,9 Vermutlich war diese Eintragung, die den Witwen die Versorgung durch die Gemeinde zusicherte, mit einer Verpflichtung zur Mitarbeit in der Gemeinde verbunden (vergleiche die Verse 11 und 12)., wenn sie mindestens sechzig Jahre alt ist. Außerdem muss sie ihrem Mann treu gewesen sein5,9 Od Außerdem darf sie nicht mehr als einmal verheiratet gewesen sein. 10und dafür bekannt sein, dass sie Gutes getan hat – zum Beispiel, dass sie Kinder aufgezogen hat5,10 Od dass sie gut für ihre Kinder gesorgt hat., gastfreundlich gewesen ist, den Gläubigen5,10 W den Heiligen. die Füße gewaschen hat5,10 Einem Besucher die staubig gewordenen Füße zu waschen war ein Zeichen der Gastfreundschaft (vergleiche Lukas 7,44; Johannes 13,4.5). und Menschen, die in Not waren, geholfen hat. Mit einem Wort: Sie muss sich in jeder Hinsicht bemüht haben, Gutes zu tun.

11Jüngere Witwen nimm nicht in das Verzeichnis auf. Denn wenn das Verlangen nach einem Mann bei ihnen die Oberhand gewinnt, vergessen sie, dass sie durch die Aufnahme in das Verzeichnis eine Verpflichtung gegenüber Christus eingegangen sind, und wollen wieder heiraten5,11 bei ihnen die Oberhand gewinnt, sind sie sogar bereit, jemand zu heiraten, der nicht an Christus glaubt. W bei ihnen unter Missachtung von (´ihrer Hingabe an`) Christus die Oberhand gewinnt, wollen sie heiraten.. 12Damit lastet dann auf ihnen der Vorwurf5,12 W das Urteil., ihrem zuvor gegebenen Versprechen untreu geworden zu sein. 13Außerdem gewöhnen sie sich ans Nichtstun und verbringen ihre Zeit bald in diesem Haus und bald in jenem. Und damit nicht genug – sie werden geschwätzig5,13 sie verbreiten falsche Lehren., mischen sich in fremde Angelegenheiten5,13 üben okkulte Praktiken aus. und reden über Dinge, die sie nichts angehen5,13 Od und sagen Dinge, die sich nicht gehören.. 14Deshalb möchte ich, dass die jüngeren Witwen wieder heiraten, Kinder zur Welt bringen und sich um ihren Haushalt kümmern. So werden sie keinem, der sich gegen ´das Evangelium` stellt, einen Anlass geben5,14 Od So werden sie dem Widersacher (d. h. dem Satan) keinen Anlass geben., übles Gerede über uns5,14 Od über sie. zu verbreiten. 15Einige haben nämlich den richtigen Weg bereits verlassen und folgen jetzt dem Satan.

16´Um diesen Punkt zusammenzufassen:` Wenn eine gläubige Frau5,16 AL(2) Wenn ein gläubiger Mann oder eine gläubige Frau. Witwen ´in ihrer Familie` hat5,16 16 Wenn eine gläubige Frau die Mittel hat, Witwen zu versorgen., soll sie ihnen zur Seite stehen. Dadurch ist die Gemeinde entlastet und kann den Witwen helfen, die wirklich hilfsbedürftig sind5,16 W die wirklich Witwen sind..

Das Ältestenamt: Vorrecht und Verantwortung

17Älteste, die ihre Verantwortung für die Gemeinde so wahrnehmen, wie es sein soll, haben5,17 Od Weil die Ältesten eine besondere Verantwortung für die Gemeinde tragen, haben sie. nicht nur Anerkennung verdient, sondern auch einen entsprechenden Lohn5,17 Od haben einen doppelten Lohn verdient. haben doppelte Anerkennung verdient. W haben doppelte Ehrung verdient (d. h. wohl: Ehrung in doppelter Weise – Anerkennung und Entlohnung)., besonders dann, wenn sie eine Verkündigungs- und Lehrtätigkeit ausüben. 18Es heißt ja in der Schrift: »Binde einem Ochsen beim Dreschen keinen Maulkorb um!«5,18 5. Mose 25,4. Und es heißt: »Wer arbeitet, hat Anrecht auf einen Lohn.«5,18 Lukas 10,7; vergleiche Matthäus 10,10.

19Weise jede Anschuldigung gegen einen Ältesten zurück, es sei denn, zwei oder drei Zeugen bestätigen die Richtigkeit der Anklage5,19 Vergleiche 5. Mose 19,15; Matthäus 18,16.. 20Doch wenn sich ein Ältester tatsächlich etwas zuschulden kommen lässt5,20 Od Doch wenn ein Ältester tatsächlich ein sündiges Leben führt. Od Und wenn ein Ältester an einer Sünde festhält. Doch wenn sich ein Gläubiger etwas zuschulden kommen lässt., dann weise ihn vor der ganzen Gemeinde zurecht, damit alle ein warnendes Beispiel vor Augen haben5,20 Od dann weise ihn vor allen anderen Ältesten zurecht, damit diese ein warnendes Beispiel vor Augen haben. W dann weise ihn vor allen zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben.. 21Ich ermahne dich eindringlich vor Gott, vor Jesus Christus und vor den auserwählten Engeln: Befolge diese Anweisungen unvoreingenommen und ohne jemand zu begünstigen!

22Lege niemand, ´dem eine Aufgabe in der Gemeinde übertragen werden soll`5,22 Lege niemand, ´der gesündigt hat und wieder in die Gemeinde aufgenommen werden soll`., vorschnell die Hände auf; sonst machst du dich mitschuldig, wenn er sich versündigt5,22 Od wenn ´sich danach herausstellt, dass` er ein sündiges Leben führte. vorschnell die Hände auf, und lass dich nicht in die Sünden von anderen hineinziehen.. Halte dich selbst rein ´von jeder Verfehlung`!

23Übrigens sollst du nicht immer nur Wasser trinken.5,23 Od Allerdings brauchst du deswegen nicht immer nur Wasser zu trinken. Nimm ab und zu auch etwas Wein wegen deines Magens und weil du dich häufig so schwach fühlst5,23 Od und weil du so oft krank bist. Od wegen deines Magens; du fühlst dich ja häufig so schwach / du bist ja so oft krank..

24Bei manchen Menschen liegt es offen zutage, dass sie sündigen; ihre Verfehlungen laufen ihnen gewissermaßen voraus und sind schon vor dem Tag bekannt, an dem Gott Gericht hält. Bei anderen kommen sie erst durch das Gericht ans Licht.5,24 Od laufen ihnen gewissermaßen voraus und sind bekannt, noch ehe ihr Leben einer Prüfung unterzogen wird. Bei anderen kommen sie erst durch die Prüfung (od erst später) ans Licht. W laufen ihnen voraus zum Gericht / zur Prüfung. Bei anderen aber gehen sie hinterher. 25Dasselbe trifft auch auf die guten Taten zu: ´Manche` sind schon jetzt für alle sichtbar, und auch die, bei denen es sich anders verhält, können nicht für immer verborgen bleiben.

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Als Sklave Christ sein

61Wer Sklave ist, soll trotz des schweren Jochs, das er zu tragen hat6,1 Od soll auch dann, wenn er ein schweres Joch zu tragen hat., seinem Herrn uneingeschränkte Achtung entgegenbringen, damit der Name Gottes und die Lehre ´des Evangeliums` nicht in Verruf geraten. 2Und wer einen gläubigen Herrn hat, soll sich ihm gegenüber nicht weniger respektvoll verhalten, nur weil er sein Bruder ist, sondern gerade deshalb6,2 Od soll sich ihm gegenüber nicht weniger respektvoll verhalten, sondern daran denken, dass sie Brüder sind, und soll gerade deshalb. umso bereitwilliger seine Pflichten erfüllen; denn sein Dienst kommt jemand zugute, der wie er ´an Christus` glaubt und ´von Gott` geliebt ist6,2 Od denn dieser Herr bemüht sich als gläubiger und ´von Gott` (od ´von den Mitchristen`) geliebter Mensch ja auch, ihn gut zu behandeln..

Konsequenzen falscher Lehre. Warnung vor Geldgier

Das6,2 Folgendes. sind die Dinge, die du lehren und zu deren Einhaltung du ´die Gemeinde` auffordern sollst. 3Wenn jemand von der gesunden Botschaft unseres Herrn Jesus Christus nichts wissen will und sich nicht an die Lehre hält, auf die sich unser Glaube gründet6,3 W und sich nicht an die Lehre hält, die der Ehrfurcht vor Gott entspricht., sondern Dinge lehrt, die im Widerspruch dazu stehen, 4dann ist er von Hochmut verblendet und weiß in Wirklichkeit überhaupt nichts. Solche Menschen haben eine krankhafte Vorliebe für Streitfragen6,4 Od Streitgespräche. und Wortgefechte, und das führt zu Neid und Zank, zu Verleumdungen, bösen Verdächtigungen 5und endlosen6,5 Od fortwährenden. Auseinandersetzungen. Das Denken dieser Menschen ist durch und durch verdorben; sie haben sich so weit von der Wahrheit entfernt, dass sie meinen, Frömmigkeit sei ein Mittel, sich zu bereichern.

6Nun, ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott6,6 Im Griechischen steht für Frömmigkeit (Vers 5) und für ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott (Vers 6) das gleiche Wort. bringt tatsächlich großen Gewinn, vorausgesetzt, man kann sich – ´was den irdischen Besitz betrifft` – mit wenigem zufrieden geben. 7Oder haben wir etwas mitgebracht, als wir in diese Welt kamen? Nicht das Geringste! Und wir werden auch nichts mitnehmen können, wenn wir sie wieder verlassen. 8Wenn wir also Nahrung und Kleidung6,8 Od Nahrung, Kleidung und ein Zuhause. haben, soll uns das genügen. 9Wer jedoch darauf aus ist, reich zu werden, verfängt sich in einem Netz von Versuchungen6,9 W gerät in Versuchung und Fallstrick/Verstrickung. und erliegt allen möglichen unvernünftigen und schädlichen Begierden, die dem Menschen Unheil bringen und ihn ins Verderben stürzen. 10Denn die Liebe zum Geld ist eine Wurzel, aus der alles nur erdenkliche Böse hervorwächst. Schon manche sind vom Glauben abgeirrt, weil sie der Geldgier verfallen sind, und haben dadurch bitteres Leid über sich gebracht6,10 Od und haben sich dadurch quälende Gewissensbisse bereitet. W und haben sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt..

Glauben heißt kämpfen

11Du aber gehörst Gott und stehst in seinem Dienst. Halte dich daher6,11 W Du aber, Mensch Gottes, halte dich. Der Titel Mann Gottes bzw. Mensch Gottes wurde in alttestamentlicher Zeit für führende Persönlichkeiten von Gottes Volk gebraucht; im späteren jüdischen Schrifttum bezeichnet er darüber hinaus alle, die dem wahren Gott dienen. von all diesen Dingen fern! Dein Ziel soll etwas anderes sein: ´ein Leben, das erfüllt ist von` Gerechtigkeit, Ehrfurcht vor Gott, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Freundlichkeit. 12Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört6,12 W den guten Kampf des Glaubens., und gewinne ´den Siegespreis` – das ewige Leben, zu dem Gott dich berufen hat. Erinnere dich immer wieder daran, dass du dich vor vielen Zeugen klar und offen zu deinem Glauben bekannt hast.6,12 Od zu dem Gott dich berufen hat, als du dich vor vielen Zeugen klar und offen zu deinem Glauben bekannt hast. W zu dem du berufen worden bist und vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast. 13In der Gegenwart Gottes, von dem alles Leben kommt6,13 Od der alles Leben bewahrt/erhält., und in der Gegenwart Jesu Christi, der als Zeuge für die Wahrheit vor Pontius Pilatus ein klares Bekenntnis abgelegt hat6,13 der unter Pontius Pilatus sein klares Bekenntnis mit dem Tod besiegelt hat. W der vor (zur Zeit von)Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat., fordere ich dich auf: 14Erfülle deinen Auftrag vorbildlich und untadelig6,14 Od Bewahre die Lehre ´des Evangeliums` rein und unverfälscht., bis Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt. 15Das wird Gott zu der von ihm bestimmten Zeit geschehen lassen –

er, der vollkommene6,15 W glückselige/hochgepriesene. und alleinige Herrscher,

der König über alle Könige und der Herr über alle Herren,

16er, der als einziger Unsterblichkeit besitzt

und der in einem unzugänglichen Licht wohnt,

er, den kein Mensch je gesehen hat

und den kein Mensch je sehen kann.

Ihm gebühren Ehre und Macht für immer und ewig6,16 Od Ehre und ewige Macht.! Amen.

Richtiger Umgang mit Reichtum

17Schärfe denen, die es in dieser Welt zu Reichtum gebracht haben6,17 Od die nach den Maßstäben dieser Welt reich sind., ein, nicht überheblich zu sein und ihre Hoffnung nicht auf etwas so Unbeständiges wie den Reichtum zu setzen, sondern auf Gott; denn Gott gibt uns alles, ´was wir brauchen,` in reichem Maß und möchte, dass wir Freude daran haben. 18Ermahne sie, Gutes zu tun, freigebig zu sein und ihren Besitz mit anderen zu teilen. Wenn ihr Reichtum in solchen Taten besteht, 19ist das im Hinblick auf ihre Zukunft eine sichere Kapitalanlage, und sie werden das wahre Leben gewinnen.

Keine Verfälschung des Evangeliums!

20Lieber Timotheus, bewahre das kostbare Gut, das dir anvertraut worden ist, mit aller Sorgfalt! Wende dich entschlossen gegen alles unheilige, leere Geschwätz ´der Irrlehrer`, denn sie stellen Behauptungen auf, die ´dem Evangelium` widersprechen, und geben diese zu Unrecht als die wahre Erkenntnis6,20 Zu Erkenntnis (griechisch gnósis) siehe die Sacherklärungen. aus. 21Schon manche, die sich auf diese Lehre eingelassen haben, sind vom Weg des Glaubens abgekommen.

Gottes Gnade6,21 Od Die Gnade Christi. W Die Gnade. sei mit euch allen!