Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Jesus Christus – Eckstein eines Tempels aus lebendigen Steinen

21Darum legt alle Bosheit und allen Betrug ab, alle Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung! 2Genauso, wie ein neugeborenes Kind ´auf Muttermilch begierig ist`, sollt ihr2,2 Od Als neugeborene Kinder sollt ihr. auf Gottes Wort begierig sein, auf diese unverfälschte Milch2,2 Od sollt ihr auf die geistige, unverfälschte Milch begierig sein. Der griechische Ausdruck logikos (»vernünftig, geistig«) leitet sich von logos (»Wort«) ab und ist hier möglicherweise gewählt, um die unverfälschte Milch mit dem Wort Gottes gleichzusetzen, von dem in Kapitel 1,23-25 die Rede war; so die Wiedergabe im NGÜ-Text., durch die ihr heranwachst, bis das Ziel, eure ´endgültige` Rettung, erreicht ist. 3Ihr habt von dieser Milch ja schon getrunken und habt erlebt, wie gütig der Herr ist.2,3 Vergleiche Psalm 34,9.

4Kommt zu ihm! Er ist jener lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar erklärten, aber den Gott selbst ausgewählt hat und der in seinen Augen von unschätzbarem Wert ist.2,4 Siehe die alttestamentlichen Zitate in den Versen 6 und 7. 5Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen2,5 Od 4 Dadurch, dass ihr zu ihm kommt, jenem lebendigen Stein ..., 5 werdet auch ihr als lebendige Steine in das Haus eingefügt., das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist2,5 W als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen. geistlich kann bedeuten »von Gottes Geist gewirkt/erfüllt« (so der NGÜ-Text) oder »bildlich gesprochen« oder »immateriell / (für das menschliche Auge) unsichtbar«.. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen2,5 W damit ihr geistliche Opfer darbringen könnt (zu geistlich siehe die vorangehende Anmerkung), an denen er Freude hat durch Jesus Christus..

6Gott sagt2,6 W Es heißt. ja in der Schrift:

»Seht, ich verwende für das Fundament auf dem Zionsberg

einen Grundstein2,6 Od Eckstein. von unschätzbarem Wert,

den ich selbst ausgewählt habe.

Wer ihm vertraut2,6 Od Wer an ihn glaubt., wird vor dem Verderben bewahrt werden2,6 W wird nicht zuschanden werden. Jesaja 28,16.2,6 Jesaja 28,16.

7Euch also, die ihr glaubt, kommt der Wert ´dieses Steins` zugute.2,7 Od Euch also … bringt ´dieser Stein` Anerkennung ´bei Gott`. Doch was ist mit denen, die an ihrem Unglauben festhalten? ´Es heißt in der Schrift:`

»Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten,

ist zum Eckstein geworden.«2,7 Psalm 118,22.

8Und ´an einer anderen Stelle heißt es:`

»Es ist ein Stein, an dem sich die Menschen stoßen,

ein Fels, an dem sie zu Fall kommen.2,8 W Es ist ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses. Jesaja 8,14.«2,8 Jesaja 8,14.

Sie stoßen sich ´an diesem Stein`, wie es allen bestimmt ist, die nicht bereit sind, Gottes Botschaft Glauben zu schenken2,8 W die dem Wort nicht gehorchen..

9Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk2,9 W Geschlecht.; ihr seid eine königliche Priesterschaft2,9 Vergleiche 2. Mose 19,6 und zum ganzen Vers auch 2. Mose 19,5 und Jesaja 43,21., eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat2,9 W und ihr habt den Auftrag., seine großen Taten zu verkünden – die Taten2,9 Od seinen Ruhm zu verkünden – den Ruhm. dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. 10Früher wart ihr nicht ´Gottes` Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen.2,10 Vergleiche Hosea 1,6.9; 2,1.3.25.

Befreit, um Gutes zu tun

11Liebe Freunde, ihr seid nur Gäste und Fremde ´in dieser Welt`. Deshalb ermahne ich euch, den selbstsüchtigen Wünschen der menschlichen Natur2,11 W den fleischlichen Begierden. nicht nachzugeben, denn sie führen einen Krieg gegen eure Seele2,11 Od gegen euer Leben ´mit Gott`.. 12Ihr lebt unter Menschen, die Gott nicht kennen2,12 W unter den Nationen/Heiden.. Führt darum ein vorbildliches Leben! Sie mögen euch zwar verleumden und als Übeltäter hinstellen, doch wenn sie all das Gute sehen, das ihr tut, lassen sie sich vielleicht eines Besseren belehren und werden das dann zur Ehre Gottes auch anerkennen, wenn er am Tag des Gerichts Rechenschaft von ihnen fordert2,12 Od doch wenn sie all das Gute sehen, das ihr tut, kommen sie vielleicht zur Einsicht und werden dann Gott am Tag des Gerichts für ihre Rettung preisen. W doch wenn sie aufgrund der guten Werke zur Einsicht kommen, werden sie Gott die Ehre geben am Tag der Heimsuchung..

Christ und Staat

13Ordnet euch um des Herrn willen allen Institutionen unter, die in dieser Welt Macht ausüben2,13 W um des Herrn willen jeder menschlichen Institution/Instanz/Ordnung unter. – sowohl dem Kaiser2,13 Od König. Ebenso in Vers 17., der das höchste Amt bekleidet, 14als auch den Gouverneuren, die von ihm eingesetzt sind und deren Auftrag es ist, die Übeltäter2,14 W den Gouverneuren, die von ihm gesandt sind, um die Übeltäter. zur Rechenschaft zu ziehen und denen die Anerkennung auszusprechen, die tun, was gut und richtig ist. 15Denn Gott will, dass ihr durch ein vorbildliches Verhalten das törichte Gerede derer zum Verstummen bringt, die euch aus Unwissenheit verleumden2,15 W dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der törichten (hier vielleicht im Sinn von: gottlosen) Menschen zum Verstummen bringt.. 16Ihr seid freie Menschen. Doch missbraucht eure Freiheit nicht als Deckmantel für Böses, sondern zeigt ´durch die Art und Weise, wie ihr mit eurer Freiheit umgeht,` dass ihr Diener Gottes seid. 17Begegnet allen Menschen mit Achtung, liebt eure Glaubensgeschwister2,17W liebt die Bruderschaft., habt Ehrfurcht vor Gott, achtet den Kaiser!

Ein Wort an die Sklaven. Das Beispiel Jesu

18Ihr Sklaven, ordnet euch euren Herren unter und erweist ihnen uneingeschränkten Respekt2,18 unter aus tiefer Ehrfurcht ´vor Gott`. – nicht nur den guten und freundlichen, sondern auch denen, die sich niederträchtig2,18 Od unberechenbar. verhalten. 19Es verdient nämlich Anerkennung2,19 Od Es ist nämlich eine Gnade., wenn jemand, der zu Unrecht leidet, sein Leiden geduldig erträgt, weil er entschlossen ist, Gott treu zu bleiben2,19 W weil sein Gewissen an Gott gebunden ist.. 20Oder hättet ihr irgendeinen Grund, stolz zu sein, wenn ihr wegen einer Verfehlung bestraft werdet und die Schläge standhaft ertragt? Aber wenn ihr leiden müsst, obwohl ihr Gutes tut, und dann standhaft bleibt – das findet Gottes Anerkennung2,20 Od das ist eine Gnade vonseiten Gottes., 21denn dazu hat er euch berufen.

Auch Christus hat ja für euch gelitten und hat euch damit ein Beispiel hinterlassen. Tretet in seine Fußstapfen und folgt ihm auf dem Weg, den er euch vorangegangen ist –

22er, der keine Sünde beging

und über dessen Lippen nie ein unwahres Wort kam2,22 Vergleiche Jesaja 53,9.;

23er, der nicht mit Beschimpfungen reagierte, als er beschimpft wurde,

und nicht ´mit Vergeltung` drohte, als er leiden musste,

sondern seine Sache dem übergab, der ein gerechter Richter ist;

24er, der unsere Sünden an seinem eigenen Leib ans Kreuz2,24 W ans Holz / an den Holzpfahl. Wahrscheinlich eine Anspielung auf 5. Mose 21,22.23; vergleiche Galater 3,13. Siehe auch Jesaja 53,5.11.12. hinaufgetragen hat2,24 Vergleiche Jesaja 53,5.11.12.,

sodass wir jetzt den Sünden gegenüber gestorben sind2,24 Od von den Sünden befreit sind.

und für das leben können, was vor Gott richtig ist2,24 W und für die Gerechtigkeit leben können..

Ja, durch seine Wunden seid ihr geheilt. 25Ihr wart umhergeirrt wie Schafe, ´die sich verlaufen haben`2,25 Zu den Versen 24 und 25a vergleiche Jesaja 53,4-6.; doch jetzt seid ihr zu dem zurückgekehrt, der als euer Hirte und Beschützer über euch2,25 W über eure Seelen / über euer Leben. wacht.
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Ehefrauen und Ehemänner

31Nun zu euch Frauen3,1 W Ebenso/Entsprechend ihr Frauen.: Ordnet euch euren Männern unter; tut es auch dann, wenn sie nicht bereit sind, auf ´Gottes` Wort zu hören. Denn vielleicht werden gerade sie durch euer Verhalten auch ohne Worte ´für Christus` gewonnen, 2wenn sie sehen, dass euer Leben von der Ehrfurcht vor Gott bestimmt wird und seine Heiligkeit widerspiegelt3,2 dass ihr ihnen Achtung entgegenbringt und dass euer Leben Gottes Heiligkeit widerspiegelt. W wenn sie euer in Ehrfurcht/Achtung reines/heiliges Verhalten beobachten.. 3Eure Schönheit soll nicht darin bestehen, dass ihr euer Haar aufwändig frisiert3,3 W flechtet., Goldschmuck anlegt und kostspielige Kleider tragt. Das sind alles nur äußere Dinge. 4Sie soll vielmehr von innen kommen und ein Ausdruck eures Lebens mit Christus sein, das den Blicken der Menschen verborgen ist. Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist etwas Unvergängliches und ist die Art von Schmuck, die3,4 W 4 Sie soll vielmehr der verborgene Mensch des Herzens sein mit dem unvergänglichen ´Wesen/Schmuck` des freundlichen und ruhigen Geistes, der. in Gottes Augen einen unvergleichlichen Wert hat.

5Auch die Frauen aus früherer Zeit, die ein geheiligtes Leben führten und ihre Hoffnung auf Gott setzten, schmückten sich auf diese Weise, und dazu gehörte für sie, dass sie sich ihren Männern unterordneten. 6Sara zum Beispiel nannte Abraham, ihren Mann, »Herr« und brachte damit ihre Bereitschaft zum Ausdruck, ihm zu gehorchen.3,6 Vergleiche 1. Mose 18,12. Ihr erweist euch als Saras Töchter, wenn ihr tut, was gut und richtig ist,3,6 Od wenn ihr Gutes tut. und euch durch keinerlei Drohung Angst machen lasst.

7Entsprechend gilt für euch Männer: Zeigt euch im Zusammenleben mit euren Frauen verständnisvoll und nehmt auf ihre von Natur aus schwächere Konstitution3,7 W auf sie als das schwächere Gefäß. Rücksicht. Sie sind ja durch Gottes Gnade Erben des ewigen Lebens genau wie ihr.3,7 W Sie sind ja Miterben der Gnade des Lebens. Respektiert und achtet sie also, damit der Erhörung eurer Gebete nichts im Weg steht3,7 Od damit nichts euch am gemeinsamen Gebet hindert..

»Vergeltet Böses nicht mit Bösem!«

8Euch alle schließlich ´fordere ich dazu auf`, euch ganz auf das gemeinsame Ziel auszurichten3,8 Od in ganzer Übereinstimmung zusammenzuhalten. W gleichgesinnt zu sein.. Seid voller Mitgefühl, liebt einander als Glaubensgeschwister, geht barmherzig und zuvorkommend3,8 W bescheiden/demütig. miteinander um! 9Vergeltet Böses nicht mit Bösem und Beschimpfungen nicht mit Beschimpfungen! Im Gegenteil: Segnet! Denn dazu hat Gott euch berufen, damit ihr dann seinen Segen erbt.3,9 Od Denn Gott hat euch dazu berufen, seinen Segen zu erben. 10Denkt daran, dass es in der Schrift heißt:3,10 W 10 Denn:

»Wer sich am Leben freuen

und glückliche Tage sehen will,

der gebe Acht auf seine Zunge, damit sie nichts Böses redet,

und auf seine Lippen, damit kein unwahres3,10 Od betrügerisches. Wort über sie kommt.

11Er wende sich vom Bösen ab und tue, was gut ist3,11 Od tue Gutes.;

er sei auf Frieden aus und setze sich mit ganzer Kraft dafür ein.

12Denn der Herr wendet sich denen zu, die seinen Willen befolgen3,12 W Denn die Augen des Herrn sind auf die Gerechten gerichtet.,

und hat ein offenes Ohr für ihre Bitten;

doch wo jemand Böses tut, wendet er sich gegen ihn.«3,12 Psalm 34,13-17.

Leiden für das Gute

13Wenn ihr also mit unermüdlichem Eifer das tut, was gut und richtig ist, kann euch dann überhaupt jemand etwas Böses antun? 14Und solltet ihr trotzdem leiden müssen – gerade weil ihr euch nach Gottes Willen richtet3,14 W leiden müssen wegen der Gerechtigkeit. –, dann seid ihr glücklich zu preisen. Habt keine Angst vor denen, ´die sich gegen euch stellen,`3,14 vor denen, die euch Angst machen wollen. vor dem, was den anderen Angst macht. und lasst euch nicht einschüchtern3,14 Od verwirren.! 15Ehrt vielmehr Christus, den Herrn, indem ihr ihm von ganzem Herzen vertraut.3,15 Zu den Versen 14b und 15a vergleiche Jesaja 8,12.13. Und seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt. 16Aber tut es freundlich und mit dem gebotenen Respekt3,16 Od und mit Ehrfurcht ´vor Gott`., ´immer darauf bedacht,` ein gutes Gewissen zu haben. Denn wenn ihr ein vorbildliches Leben führt, wie es eurer Zugehörigkeit zu Christus entspricht, werden die, die euch verleumden, beschämt dastehen, weil ihre Anschuldigungen sich als haltlos erweisen.3,16 W Denn dann werden die, die euer gutes Verhalten in Christus schmähen, beschämt dastehen im Blick auf die Dinge, mit denen euch Schlechtes nachgeredet wird. 17Und sollte es Gottes Wille sein, dass jemand leiden muss, weil er Gutes tut, dann ist das auf jeden Fall besser, als wenn er leiden muss, weil er Böses tut.

Christus, der Grund unserer Hoffnung

18Christus selbst hat ja ebenfalls gelitten, als er, der Gerechte, für die Schuldigen starb. Er hat mit seinem Tod ein für allemal die Sünden der Menschen gesühnt und hat damit auch euch den Zugang zu Gott eröffnet. Ja, er wurde getötet, aber das betraf nur sein irdisches Leben, denn er wurde wieder lebendig gemacht zu einem Leben im Geist.3,18 W 18 Denn auch Christus hat ein für allemal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, um euch (aL(1) uns) zu Gott zu führen, getötet zwar in Bezug auf das Fleisch, aber lebendig gemacht in Bezug auf den Geist (od durch ´Gottes` Geist). 19-20Und so, zu neuem Leben erweckt, ging er zu den Geistern in der unsichtbaren Welt, die sich zu Noahs Zeit gegen Gott aufgelehnt hatten und die jetzt bis zu ihrer endgültigen Verurteilung gefangen gehalten werden, und verkündete ihnen seinen Sieg.3,19-20 W 19-20 In ihm (d. h. In diesem Leben im Geist; od In der Kraft von ´Gottes` Geist; od In der Folge / Während dieser Zeit) ging er auch hin und predigte den Geistern im Gefängnis, nachdem/weil/als sie einst ungehorsam waren. Die Deutung der beiden Verse ist umstritten. Nach dem Verständnis, das dem NGÜ-Text zugrunde liegt, handelt es sich bei den Geistern um Engel, die gegen Gott rebelliert und Noahs Zeitgenossen zum Ungehorsam angestiftet hatten (vergleiche 2. Petrus 2,4; Judas 1,6 und als möglichen alttestamentlichen Hintergrund 1. Mose 6,1-4). Andere sehen in den Geistern die verstorbenen Zeitgenossen Noahs. Noch andere ordnen diese Verkündigung in alttestamentlicher Zeit ein: Der präexistente Christus predigte durch Noah zu denen, die dann durch die Flut umkamen und die jetzt im Gefängnis der Totenwelt sind. Damals, in den Tagen Noahs, hatte Gott in seiner Geduld ´mit dem Gericht` gewartet, bis die Arche gebaut war. ´Doch als dann die Flut kam,` wurden nur wenige – nicht mehr als acht Personen – in der Arche durch das Wasser hindurchgetragen und gerettet.3,19-20 Die Deutung der Verse 19 und 20 ist umstritten.

21Das Wasser von damals war das Gegenstück zum Wasser3,21 Od war ein bildhafter Hinweis auf das Wasser. der Taufe, und dieses Wasser rettet jetzt euch. Denn bei der Taufe geht es nicht um etwas Äußeres, das Abwaschen von körperlichem Schmutz. Sich taufen zu lassen bedeutet vielmehr, Gott um ein reines Gewissen zu bitten3,21 Od bedeutet vielmehr das Versprechen gegenüber Gott, sich ein gutes Gewissen zu bewahren. Od bedeutet vielmehr eine aufrichtige Verpflichtung gegenüber Gott. W 21 Dieses ´Wasser` rettet als Gegenbild nun auch euch, ´nämlich` die Taufe – nicht das Ablegen des Schmutzes am Körper, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen (od sondern das Gott gegebene Versprechen eines guten Gewissens).. ´Und dass die Taufe uns rettet,` verdanken wir der Auferstehung von Jesus Christus, 22der jetzt – nachdem er in den Himmel gegangen ist – ´auf dem Ehrenplatz` an der rechten Seite Gottes sitzt und dem die Engel und alle Mächte und Gewalten unterstellt sind.

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Neues Leben – verändertes Verhalten

41Christus hat also am eigenen Leib erfahren, was Leiden heißt. Macht euch daher seine Einstellung zu eigen, damit ihr für alle Herausforderungen gewappnet seid. Denn wer seinetwegen körperliche Schmerzen auf sich nimmt, der hat mit der Sünde gebrochen4,1 W Weil nun Christus in Bezug auf das Fleisch gelitten hat, wappnet auch ihr euch mit derselben Einstellung; denn wer im Fleisch leidet / gelitten hat, hat mit der Sünde nichts mehr zu tun. 2und ist entschlossen, sich in der Zeit, die ihm hier auf der Erde noch bleibt4,2 W die ihm im Fleisch noch bleibt., nicht mehr von menschlich-selbstsüchtigen Wünschen bestimmen zu lassen, sondern vom Willen Gottes.

3Ihr habt ja in der Vergangenheit lange genug das getan, wonach Menschen der Sinn steht, die Gott nicht kennen4,3 das getan, was die Menschen von euch wollten, die Gott nicht kennen. W den Willen der Nationen/Heiden getan.. Ausschweifungen gehörten dazu, das Ausleben eurer Begierden, Alkoholexzesse, Schlemmen und Saufen und abstoßender4,3 Od verwerflicher. Götzendienst. 4Deshalb wundern sich die Leute, dass ihr bei ihrem zügellosen Treiben nicht mehr mitmacht, und sie reden abfällig über euch. 5Doch sie werden sich vor dem verantworten müssen, der schon bald ´über alle Menschen` Gericht halten wird, über die Lebenden und über die Toten.

6Deswegen war es nämlich auch nicht umsonst, dass denen von uns, die inzwischen gestorben sind, das Evangelium verkündet wurde. Es wurde ihnen verkündet, damit sie jetzt nach Gottes Plan4,6 Od damit sie jetzt so, wie Gott selbst lebt. ein Leben im Geist führen können, auch wenn sie – was ihr irdisches Leben betrifft – nach Gottes Urteil sterben mussten, wie das bei allen Menschen der Fall ist.4,6 Die Deutung dieses Verses ist umstritten.

Richtiger Gebrauch von Gottes Gaben

7Die Zeit, in der alles zu seinem Ziel4,7 Od Ende. kommt, steht nahe bevor. Seid daher wachsam und besonnen und lasst euch durch nichts vom Beten abhalten4,7 W besonnen für die Gebete.. 8Vor allem aber bringt einander eine tiefe und herzliche Liebe4,8 Od eine beständige Liebe. entgegen, denn »die Liebe«, ´so sagt uns die Schrift,` »deckt viele Sünden zu«4,8 Sprüche 10,12.. 9Seid gastfreundlich gegenüber euren Geschwistern; nehmt sie gern und ohne zu murren auf.4,9 W Seid gastfreundlich untereinander ohne Murren.

10Jeder soll den anderen mit der Gabe dienen, die er ´von Gott` bekommen hat. ´Wenn ihr das tut, erweist ihr euch` als gute Verwalter der Gnade, die Gott uns in so vielfältiger Weise schenkt4,10 W der vielfältigen Gnade Gottes.. 11Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt.4,11 W Redet jemand, dann als Worte Gottes. Übt jemand einen praktischen Dienst4,11 Od ein diakonisches Amt. aus, soll er die Kraft in Anspruch nehmen, die Gott ihm dafür gibt. Jede einzelne Gabe soll mit der Hilfe von Jesus Christus so eingesetzt werden, dass Gott geehrt wird.4,11 Od die Gott ihm dafür gibt. Was immer ihr tut – tut es mit der Hilfe von Jesus Christus so, dass Gott geehrt wird. W die Gott gibt, damit in allem Gott durch Jesus Christus geehrt wird. Ihm4,11 Od Christus. gehören der Ruhm4,11 Od die Herrlichkeit. und die Macht für immer und ewig. Amen.

Bewährungsproben

12Liebe Freunde, wundert euch nicht über die Nöte, die wie ein Feuersturm über euch hereingebrochen sind und durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird4,12 W über die Feuersglut, der ihr ausgesetzt seid, um auf die Probe gestellt zu werden.; denkt nicht, dass euch damit etwas Ungewöhnliches zustößt. 13Freut euch vielmehr, dass ihr auf diese Weise an den Leiden teilhabt, die Christus durchmachen musste4,13 W an den Leiden von Christus teilhabt.; denn dann werdet ihr, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint, erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein. 14Ja, wenn ihr beschimpft werdet, weil ihr zu Christus gehört und nach seinem Namen genannt seid4,14 W wenn ihr mit dem Namen von Christus / wegen des Namens von Christus beschimpft werdet., seid ihr glücklich zu preisen; denn gerade dann ruht der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, auf euch.

15Etwas anderes wäre es, wenn jemand von euch ´eine Strafe` erleidet, weil er ein Mörder, ein Dieb oder sonst ein Verbrecher ist oder weil er die Rechte anderer missachtet4,15 Od weil er sich unbefugt in fremde Angelegenheiten einmischt. Od weil er etwas veruntreut hat. Od weil er ein Hehler/Denunziant/Aufrührer ist.. Dazu darf es natürlich nicht kommen! 16Doch wenn jemand Schweres durchmacht, weil er ein Christ ist, braucht er sich deswegen nicht zu schämen. Vielmehr soll er Gott ehren, indem er ohne Scheu dazu steht, dass er nach dem Namen von Christus genannt ist.4,16 W Vielmehr soll er Gott mit diesem Namen / wegen dieses Namens ehren.

17Denn die Zeit ist angebrochen, in der Gott Gericht hält, und er beginnt damit bei seinem eigenen Haus. Wenn aber das Gericht an uns nur der Anfang ist, wie wird dann erst das Ende aussehen – das Gericht an denen, die nicht bereit sind, Gottes rettender Botschaft Glauben zu schenken4,17 W wie wird dann das Ende derer aussehen, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen.? 18Oder, ´um es mit den Worten der Schrift zu sagen`:

»Wenn schon der, der sich nach Gottes Willen richtet,4,18 W Wenn schon der Gerechte. nur mit knapper Not gerettet wird,

wie wird es dann dem gottlosen und sündigen Mensch ergehen?«4,18 Sprüche 11,31 (nach der Septuaginta).

19Darum sollen die, die nach dem Willen Gottes zu leiden haben, ihr Leben ihm anvertrauen, dem treuen Schöpfer, und sich nicht davon abbringen lassen, das zu tun, was gut und richtig ist4,19 Od und zwar dadurch, dass sie tun, was gut und richtig ist. W ´und zwar` mit/durch Gutestun..