Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
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Rechtsstreitigkeiten unter Christen

61Bei euch bringt es doch tatsächlich jemand fertig, seinen Streit6,1 Od Bei euch bringen es doch tatsächlich einige fertig, ihren Streit. mit einem anderen ´Gemeindeglied` vor einem weltlichen Gericht6,1 Od vor Richtern, die nichts von Gottes Gerechtigkeit wissen. Od vor ungerechten Richtern. W vor den Ungerechten. auszutragen, statt die Sache von denen entscheiden zu lassen, die zu Gottes heiligem Volk gehören6,1 W statt vor den Heiligen.! 2Wisst ihr denn nicht, dass die, die zu Gottes Volk gehören,6,2 W dass die Heiligen. einmal die Welt richten werden? Die ganze Welt muss im Gericht vor euch erscheinen! Und da gebt ihr solch ein unwürdiges Bild ab und seid nicht einmal imstande, über die kleinsten Kleinigkeiten zu urteilen? 3Wisst ihr nicht, dass wir sogar Engel richten werden? Da müssen wir doch auch in der Lage sein, Streitfälle des täglichen Lebens zu entscheiden!6,3 dass wir sogar Engel richten werden, von den Streitfällen des täglichen Lebens gar nicht zu sprechen? 4Aber was macht ihr, wenn ihr solche Streitfälle habt? Ihr wählt ausgerechnet die als Richter, die nicht zur Gemeinde gehören und auf deren Urteil die Gemeinde sonst nichts gibt6,4 W die, die in der Gemeinde nichts gelten. Od 4 Wenn ihr also solche Streitfälle habt, dann wählt zur Schlichtung diejenigen aus der Gemeinde, die am geringsten geachtet sind!!

5Zu eurer Schande muss ich das sagen. Gibt es6,5 Od 5 Lasst mich euch eine Frage stellen, die euch die Schamröte ins Gesicht treiben wird: Gibt es. denn wirklich keinen Einzigen unter euch, der die Weisheit besitzt, einen Streit zwischen zwei Brüdern zu schlichten? 6Aber nein – ein Bruder prozessiert gegen den anderen, und das Schlimmste daran ist: Ihr verklagt einander vor Menschen, die nicht an Gott glauben!

7Dass ihr überhaupt gegeneinander vor Gericht zieht, ist schon eine Niederlage für euch alle6,7 Od ein Fehler von euch allen.. Warum seid ihr nicht bereit, euch Unrecht zufügen zu lassen? Warum könnt ihr es nicht ertragen, wenn jemand sich auf eure Kosten bereichert6,7 Od wenn jemand euch beraubt/betrügt.? 8Stattdessen tut ihr selbst Unrecht und verschafft euch Vorteile auf Kosten von anderen6,8 Od und beraubt/betrügt andere. – und diese anderen sind eure Geschwister!

9Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes bekommen werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen eingeht6,9 Od homosexuelle Beziehungen mit Minderjährigen eingeht. Im Griechischen stehen hier zwei Ausdrücke; der eine bezeichnet wahrscheinlich den passiven, der andere den aktiven Partner in einer homosexuellen Beziehung., 10stiehlt, geldgierig ist, trinkt, Verleumdungen verbreitet oder andere beraubt6,10 Od betrügt/ausbeutet., wird an Gottes Reich teilhaben.

11Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Der Schmutz eurer Verfehlungen ist von euch abgewaschen6,11 Od Ihr habt den Schmutz eurer Verfehlungen von euch abwaschen lassen., ihr gehört jetzt zu Gottes heiligem Volk, ihr seid von aller Schuld freigesprochen6,11 W einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden / habt euch reinwaschen lassen, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid für gerecht erklärt worden., und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.

Christliche Freiheit: kein Freibrief für sexuelle Unmoral

12»Alles ist mir erlaubt!« ´Wer so redet, dem antworte ich:` Aber nicht alles, ´was mir erlaubt ist,` ist auch gut ´für mich und für andere`. – »Alles ist mir erlaubt!« Aber es darf nicht dahin kommen, dass ich mich von irgendetwas beherrschen lasse.

13´Ihr sagt:` »Das Essen ist für den Magen da und der Magen für das Essen, und dem einen wie dem anderen wird Gott ein Ende bereiten.« ´Einverstanden,` aber ´das heißt noch lange nicht, dass wir mit unserem Körper machen können, was wir wollen`. Der Körper ist nicht für die Unmoral da, sondern für den Herrn, und der Herr ist für den Körper da ´und hat das Recht, über ihn zu verfügen`6,13 Od ´und sorgt für ihn`.. 14Und genauso, wie Gott den Herrn von den Toten auferweckt hat, wird er durch seine Macht auch uns vom Tod auferwecken ´und unseren Körper wieder lebendig machen`.

15Wisst ihr nicht, dass ihr zum Leib Christi gehört und dass damit auch euer Körper ein Teil seines Leibes ist? Soll ich denn nun, indem ich mich mit einer Prostituierten einlasse, Christus das wegnehmen, was einen Teil seines Leibes ausmacht, und es zu einem Teil ihres Leibes machen?6,15 W Wisst ihr nicht, dass eure Körper Glieder Christi sind? Soll ich nun die Glieder Christi wegnehmen und zu Gliedern einer Prostituierten machen? Niemals! 16Überlegt doch einmal: Wer sich mit einer Prostituierten einlässt, wird mit ihr eins; sein Körper verbindet sich mit ihrem Körper.6,16 W Wer sich mit einer Prostituierten verbindet, ist ein Körper. Es heißt ja in der Schrift: »Die zwei werden ein Leib sein.«6,16 1. Mose 2,24. 17Wer sich hingegen mit dem Herrn verbindet, wird eins mit ihm; sein Geist verbindet sich mit dem Geist des Herrn.6,17 W Wer sich hingegen mit dem Herrn verbindet, ist ein Geist.

18Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – bei keiner Sünde versündigt er sich so unmittelbar an seinem eigenen Körper wie bei sexueller Unmoral.6,18 18 Lasst euch unter keinen Umständen zu sexueller Unmoral verleiten! Ihr sagt: »Was immer ein Mensch für Sünden begehen mag – keine hat es mit dem Körper zu tun.« Ich sage: »Wer sich auf sexuelle Unmoral einlässt, versündigt sich an seinem eigenen Körper.« W 18 Flieht die sexuelle Unmoral! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Körpers, aber wer sich auf sexuelle Unmoral einlässt, versündigt sich an seinem eigenen Körper. 19Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein6,19 Od der. Tempel des Heiligen Geistes ist? Der Geist, den Gott euch gegeben hat, wohnt in euch6,19 Od dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt? Ihr habt euren Körper von Gott bekommen., und ihr gehört nicht mehr euch selbst. 20Gott6,20 Od Christus. hat euch als sein Eigentum erworben6,20 Od hat euch freigekauft.; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat!6,20 W 20 Ihr seid nämlich um einen Preis gekauft/freigekauft worden. Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht!

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Sexuelle Enthaltsamkeit in der Ehe?

71Kommen wir nun zu dem, was ihr mir geschrieben habt. ´Ihr sagt:` »Es ist das Beste, wenn7,1 Od ´Ihr fragt:` »Ist es das Beste, wenn …?« Nach anderer Auffassung zitiert Paulus hier nicht eine Behauptung oder eine Frage der Korinther, sondern äußert seine eigene Überzeugung (… was ihr mir geschrieben habt. ´Ich meine,` es ist das Beste, wenn ein Mann überhaupt keinen Geschlechtsverkehr mit einer Frau hat. 2 Doch wegen der Gefahr …). ein Mann überhaupt keinen Geschlechtsverkehr mit einer7,1 Od seiner. Frau hat7,1 Od wenn ein Mann überhaupt nicht heiratet. W Es ist gut für einen Menschen, eine Frau nicht zu berühren.2´Meine Antwort darauf lautet:` Wegen der Gefahr sexueller Unmoral soll ein Mann die eheliche Beziehung mit seiner Frau pflegen, und eine Frau soll die eheliche Beziehung mit ihrem Mann pflegen7,2 Od soll jeder Mann seine eigene Frau haben und die eheliche Beziehung mit ihr pflegen, und jede Frau soll ihren eigenen Mann haben und die eheliche Beziehung mit ihm pflegen. W Wegen der Unsittlichkeiten soll jeder seine Frau haben, und jede soll den eigenen Mann haben.. 3Der Mann darf sich seiner Frau nicht verweigern, und genauso wenig darf sich die Frau ihrem Mann verweigern. 4Nicht die Frau verfügt über ihren Körper, sondern der Mann, und ebenso verfügt nicht der Mann über seinen Körper, sondern die Frau. 5Keiner von euch darf sich seinem Ehepartner entziehen, es sei denn, ihr beschließt gemeinsam, eine Zeitlang auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, um euch ganz auf das Gebet zu konzentrieren. Aber danach sollt ihr wieder zusammenkommen; sonst könnte euch der Satan in Versuchung bringen, weil es euch schwer fallen würde, euer sexuelles Verlangen zu kontrollieren7,5 W in Versuchung bringen wegen eurer Unenthaltsamkeit.. 6Versteht mich nicht falsch: Was ich hier über zeitweilige Enthaltsamkeit sage7,6 über das Heiraten sage. 6 Was ich jetzt sage (also bezogen auf den nächsten Vers). W 6 Das aber, was ich sage., ist ein Zugeständnis an euch und nicht etwa eine Vorschrift.

7Am liebsten wäre mir ja, wenn jeder wie ich die Befähigung hätte, ledig zu bleiben7,7 Od wenn jeder wie ich ledig bleiben würde. W wenn alle Menschen wären wie auch ich.. Aber es haben nicht alle die gleiche Gabe; dem einen gibt Gott diese, dem anderen eine andere.

Heiraten oder nicht?

8Den Unverheirateten und den Verwitweten7,8 Od Den Unverheirateten und den Witwen. Den Witwern und den Witwen. rate ich, ´ehelos` zu bleiben, wie ich es bin; das ist das Beste für sie. 9Fällt es ihnen jedoch zu schwer, ihr Verlangen zu beherrschen, dann sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als ´von unerfülltem Verlangen` verzehrt zu werden.

Die Frage der Scheidung

10Nun zu den Verheirateten. Für sie habe ich eine Anweisung, die nicht von mir stammt, sondern die der Herr selbst gegeben hat7,10 Matthäus 5,31.32; 19,3-9; Markus 10,2-12; Lukas 16,18.: Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. 11Wenn sie es bereits getan hat7,11 Od Wenn sie es doch tut., soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen.

12Für Verheiratete, deren Ehepartner nicht an Christus glauben, hat uns der Herr keine ausdrückliche Weisung hinterlassen. Ihnen sage ich Folgendes: Der gläubige Mann7,12 W 12 Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Der Bruder. soll sich nicht von seiner ungläubigen Frau trennen, wenn sie bereit ist, bei ihm zu bleiben. 13Und die ´gläubige` Frau soll sich nicht von ihrem ungläubigen Mann trennen, wenn er bereit ist, bei ihr zu bleiben. 14Denn der ungläubige Mann hat durch die Gemeinschaft mit seiner Frau teil an dem Segen, den Gott ihr gibt, und die ungläubige Frau hat durch die Gemeinschaft mit ihrem Mann teil an dem Segen, den Gott ihm gibt. Andernfalls wären ja auch eure Kinder von der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen, während sie doch in Wirklichkeit an seinem Segen teilhaben.7,14 W 14 Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch den Bruder geheiligt. Andernfalls wären ja eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig.

15Wenn sich der ungläubige Partner jedoch scheiden lassen will, mag er es tun. Der gläubige Mann oder die gläubige Frau ist in diesem Fall nicht verpflichtet, an der Ehe festzuhalten7,15 Od nicht an den Partner gebunden.. Denkt daran, dass Gott euch zu einem Leben im Frieden berufen hat.7,15 W Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht versklavt. Im Frieden aber hat Gott euch (aL(1) uns) berufen. 16Weißt du denn, Frau, ob du deinen Mann retten kannst? Oder weißt du, Mann, ob du deine Frau retten kannst?7,16 Nach anderer Auffassung wird das Gegenteil gesagt: … an der Ehe festzuhalten. Aber denkt daran, dass Gott euch dazu berufen hat, im Frieden miteinander zu leben. 16 Wer weiß? Vielleicht kannst du, Frau, deinen Mann retten! Oder vielleicht kannst du, Mann, deine Frau retten!

Christsein ist nicht abhängig von den Lebensumständen

17Grundsätzlich gilt: Akzeptiert die Lebensverhältnisse, die der Herr euch zugewiesen hat und in denen ihr wart, als Gott euch zum Glauben rief.7,17 W 17 Doch so, wie der Herr es jedem zugemessen hat, so, wie Gott jeden berufen hat, so soll er leben. So ordne ich es in allen Gemeinden an. 18War jemand beschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er nicht versuchen, die Beschneidung rückgängig zu machen7,18 Durch einen operativen Eingriff.. War jemand unbeschnitten, als Gott ihn rief? Dann soll er sich nicht beschneiden lassen. 19Ob einer beschnitten ist oder ob er unbeschnitten ist, macht keinerlei Unterschied.7,19 W 19 Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts. Worauf es ankommt, ist, Gottes Gebote zu halten.

20Jeder soll die Lebensumstände akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde.7,20 W 20 In der Berufung, in der er berufen wurde, in der soll jeder bleiben. 21Warst du ein Sklave, als Gott dich rief? Lass dich davon nicht niederdrücken! Wenn sich dir allerdings eine Gelegenheit bietet, die Freiheit zu erlangen, dann mach dankbar7,21 Od mach auf jeden Fall. davon Gebrauch.7,21 Nach anderer Auffassung gibt Paulus den gegenteiligen Rat: Selbst wenn sich dir eine Gelegenheit bietet, die Freiheit zu erlangen, bleib lieber Sklave (d. h. mach lieber das Beste aus deinem Sklavenstand). 22Ob du frei bist oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Denn wenn du ein Sklave warst, als du in die Gemeinschaft mit dem Herrn gerufen wurdest, bist du jetzt durch den Herrn ein freier Mensch. Und wenn du frei warst, als Gott dich rief, bist du jetzt ein Sklave – ein Sklave von Christus.7,22 W Denn der im Herrn / durch den Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des Herrn. Ebenso ist der als freier Mensch Berufene ein Sklave von Christus. 23Denkt an den Preis, den Christus gezahlt hat, um euch als sein Eigentum zu erwerben! Macht euch daher nicht selbst zu Sklaven7,23 W 23 Ihr seid um einen Preis erkauft worden. Werdet nicht Sklaven. von Menschen!

24Noch einmal, Geschwister: Jeder soll die Lebensverhältnisse akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde, und soll seinen Platz so ausfüllen, wie es Gott gefällt.7,24 W 24 In dem, worin er berufen worden ist, Geschwister, in dem soll jeder vor Gott bleiben.

Die Vorteile der Ehelosigkeit

25Nun ´zu eurer Anfrage` im Hinblick auf die, die noch unverheiratet sind7,25 Od auf die Frauen, die noch unverheiratet sind. W auf die Jungfrauen. Da Paulus auf Aussagen der Korinther Bezug nimmt, ist nach Auffassung mancher Ausleger mit Jungfrauen bereits hier dasselbe gemeint wie in den Versen 36-38, sodass zu übersetzen wäre: auf die Frauen, die verlobt sind.. Ich habe diesbezüglich keine ausdrückliche Anweisung vom Herrn; aber weil der Herr mir sein Erbarmen erwiesen und mich in seinen Dienst gestellt hat, könnt ihr meinem Urteil vertrauen7,25 W aber als einer, dem der Herr das Erbarmen erwiesen hat, vertrauenswürdig zu sein, gebe ich eine Meinung.. 26Ich meine, dass es wegen der bedrängten Lage, in der wir uns befinden7,26 wegen der notvollen Zeit, die uns bevorsteht. W wegen der gegenwärtigen/bevorstehenden Not., das Beste ist, unverheiratet zu bleiben7,26 Od das Beste ist, wenn jeder in den Lebensverhältnissen bleibt, in denen er sich befindet. Od das Beste ist, so zu bleiben, wie im Folgenden beschrieben. W gut ist, so zu sein.. 27Wenn du bereits an eine Frau gebunden bist, dann versuche nicht, diese Bindung aufzulösen. Bist du jedoch noch ungebunden, dann bemühe dich nicht darum, eine Frau zu finden. 28Allerdings begehst du keine Sünde, wenn du heiratest. Und auch die ledige Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet. Nur ist es eben so, dass euer irdisches Leben damit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist7,28 W Und auch die Jungfrau sündigt nicht, wenn sie heiratet. Aber solche werden Bedrängnis im Fleisch haben., die ich euch gern ersparen möchte.

29Eins ist sicher, Geschwister: Es geht immer schneller dem Ende zu. Deshalb darf es in der Zeit, die uns noch bleibt, beim Verheirateten nicht die Ehe sein, die sein Leben bestimmt; 30beim Traurigen darf es nicht die Traurigkeit sein und beim Fröhlichen nicht die Freude. Wer etwas kauft, soll damit so umgehen, als würde es ihm nicht gehören, 31und wer von den Dingen dieser Welt Gebrauch macht, darf sich nicht von ihnen gefangen nehmen lassen. Denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt ist dem Untergang geweiht.7,31 W 29 Das aber sage ich, Geschwister: Die Zeit ist zusammengedrängt. Daher sollen von jetzt an die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine, 30 und die, die weinen, als würden sie nicht weinen, und die, die sich freuen, als würden sie sich nicht freuen, und die, die etwas kaufen, als würden sie es nicht besitzen (od behalten), 31 und die, die von der Welt Gebrauch machen, als würden sie sie nicht gebrauchen. Denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

32Ich möchte, dass ihr frei seid von ´unnötigen` Sorgen. Wenn ein Mann ledig ist, gilt seine ganze Sorge der Sache des Herrn; er bemüht sich, so zu leben, dass der Herr Freude daran hat. 33Aber wenn er verheiratet ist, bemüht er sich, auch seiner Frau Freude zu machen. Daher sorgt er sich auch um Dinge, die zum Leben in dieser Welt gehören, 34und das führt dazu, dass seine Interessen geteilt sind. Genauso ist es bei der Frau: Wenn sie noch nicht verheiratet ist oder wenn sie keinen Mann mehr hat7,34 Od Wenn sie noch keinen Mann hat oder erst verlobt ist. W Wenn sie unverheiratet ist und wenn sie Jungfrau ist. Die beiden Begriffe sind im NGÜ-Text aus Gründen der Verständlichkeit umgestellt., gilt ihre ganze Sorge der Sache des Herrn7,34 AL(1) die zum Leben in dieser Welt gehören. 34 Genauso haben die verheirateten Frauen und die ledigen Frauen unterschiedliche Interessen. Die ganze Sorge der unverheirateten Frau gilt der Sache des Herrn.; sie möchte ihm dienen mit allen ihren Gedanken und all ihrem Tun7,34 W sie möchte sowohl mit dem Körper als auch mit dem Geist heilig sein.. Aber wenn sie verheiratet ist, sorgt sie sich auch um irdische Dinge; sie bemüht sich, ihrem Mann Freude zu machen.

35Ich sage das in eurem eigenen Interesse und nicht, um euch in eurer Freiheit einzuschränken7,35 W um euch eine Schlinge überzuwerfen.. Vielmehr will ich euch helfen, das zu tun, was gut und richtig ist, und dem Herrn unbeirrt und mit ungeteilter Hingabe zu dienen.

Die Verlobten

36Vielleicht denkt jemand, er verhalte sich nicht richtig gegenüber seiner Verlobten7,36 W Jungfrau. Für eine andere Auffassung siehe die Anmerkung zu Vers 38., ´wenn er sie nicht heiratet`; vielleicht ist sein Verlangen nach ihr7,36 Od sein sexuelles Verlangen. so stark, dass für ihn nur Heiraten in Frage kommt7,36 Od ´wenn er sie nicht heiratet,` die schon im heiratsfähigen Alter ist (od die schon bald über das heiratsfähige Alter hinaus ist); vielleicht kommt für ihn daher nur Heiraten in Frage.. Nun, dann soll er tun, was er vorhat; er begeht damit keine Sünde. Die beiden sollen ruhig heiraten. 37Jemand anders hingegen ist zu der festen Überzeugung gekommen, ´dass es besser ist, wenn er ledig bleibt`. Es fällt ihm nicht schwer, auf die Ehe zu verzichten7,37 Od Es besteht kein äußerer Druck zu heiraten. W Er hat keine Not., und er kann seine Entscheidung aus freiem Willen treffen. Wenn er daher beschließt, seine Verlobte nicht zu heiraten7,37 W seine Jungfrau zu bewahren., handelt er ebenfalls richtig.

38Beide treffen also eine gute Entscheidung – der, der seine Verlobte heiratet, und der, der ledig bleibt.7,38 Od 36 Vielleicht denkt jemand, er verhalte sich nicht richtig gegenüber seiner Tochter, wenn er sie ´unverheiratet` alt werden lässt; vielleicht kommt für ihn nur ihre Verheiratung in Frage. Nun, dann soll er tun, was er vorhat; er begeht damit keine Sünde. Er soll sie ruhig heiraten lassen. 37 Jemand anders hingegen ist zu der festen Überzeugung gekommen, ´sie nicht zu verheiraten`. Er steht unter keinem Druck von außen, sondern kann seine Entscheidung aus freiem Willen treffen. Wenn er daher beschließt, seine Tochter unverheiratet zu lassen, handelt er ebenfalls richtig. 38 Beide treffen also eine gute Entscheidung – der, der seine Tochter heiraten lässt, und der, der sie unverheiratet lässt. Besser ist allerdings der zweite Weg.

Die Witwen

39Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn7,39 W vorausgesetzt, ´er ist / es geschieht` im Herrn.. 40Besser ist es allerdings für sie7,40 Od Glücklicher wird sie allerdings sein., wenn sie nicht noch einmal heiratet7,40 W wenn sie so bleibt.. Wenigstens ist das meine Meinung, und ich denke, dass auch ich den Geist Gottes habe.

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Zwischen Freiheit und Rücksichtnahme: Die Frage nach dem Essen von Götzenopferfleisch

81Nun zu einem anderen Punkt, den ihr angesprochen habt: Darf man Fleisch essen, das den Götzen geopfert wurde?8,1 Das Schlachten eines Tieres war in den meisten Fällen von einer Opferzeremonie begleitet. »Wir alle wissen doch in dieser Sache Bescheid«, sagt ihr, und damit habt ihr sicher Recht.8,1 W 1 Was aber das Fleisch von Götzenopfern betrifft, so wissen wir, dass wir alle Erkenntnis haben. Wahrscheinlich zitiert Paulus hier und in Vers 4 Aussagen, die die Korinther in ihrem in Kapitel 7,1 erwähnten Brief an ihn gemacht hatten. Aber bloßes Wissen macht überheblich. Was uns wirklich voranbringt, ist die Liebe. 2Wenn sich jemand etwas auf sein Wissen einbildet, weiß er noch gar nicht, was es bedeutet, echtes Wissen zu haben.8,2 Od Wenn jemand meint, er habe sich Wissen angeeignet, hat er noch gar nicht das Wissen, das er eigentlich haben sollte. 3Echtes Wissen ist nur bei dem zu finden, der Gott liebt; denn wer Gott liebt, weiß, dass Gott ihn kennt und liebt.8,3 W 3 Aber wenn jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt (worden). AL(2) Aber wenn jemand liebt, hat er das richtige Wissen erlangt.

4Zurück zur Frage nach dem Essen von Götzenopferfleisch. Ihr habt Recht8,4 W Wir wissen.: »Die Götzen gibt es in Wirklichkeit8,4 W in der ´realen` Welt. gar nicht; es gibt keinen Gott außer dem einen.« 5Viele behaupten zwar, dass es Götter gibt – Götter im Himmel und Götter auf der Erde; und es werden ja auch zahlreiche Götter und zahlreiche Herren verehrt8,5 Od und es gibt, wie man meint, zahlreiche Götter und zahlreiche Herren. W 5 Zwar gibt es so genannte Götter – sei es im Himmel, sei es auf der Erde –, wie es ja auch viele Götter und viele Herren gibt.. 6Aber für uns ´steht fest`: Es gibt nur einen Gott8,6 Vergleiche 5. Mose 4,35.39; 6,4; Jesaja 44,8; 45,5.6; Markus 12,32. – den Vater, von dem alles kommt und für den wir ´geschaffen` sind. Und es gibt nur einen Herrn – Jesus Christus, durch den alles ´geschaffen` wurde und durch den auch wir ´das Leben haben`.

7Doch nicht alle haben schon die volle Konsequenz aus dieser Erkenntnis gezogen.8,7 Od Doch zu dieser Erkenntnis sind noch nicht alle gekommen. Manche haben sich bis heute nicht von ihren alten Vorstellungen über Götzen gelöst. Wenn sie Opferfleisch essen, meinen sie immer noch, sie würden damit den Götzen anerkennen, für den das Tier geschlachtet wurde8,7 W Manche essen es – aus Gewöhnung (aL(2) aus gewissensmäßiger Bindung) an den Götzen bis jetzt – als Götzenopferfleisch., und das belastet ihr empfindliches8,7 W schwaches. Ebenso in den Versen 9 bis 12. Gewissen.

8Nun hat zwar das, was wir essen, keine Auswirkung auf unser Verhältnis zu Gott.8,8 Od Nun bringt uns zwar das, was wir essen, Gott nicht näher. Nun bringt uns zwar das, was wir essen, nicht vor Gottes Richterstuhl. W Speise aber bringt uns nicht vor Gott. Wir sind in seinen Augen nicht weniger wert, wenn wir kein Opferfleisch essen8,8 Od wenn wir etwas nicht essen., und wir sind in seinen Augen nicht mehr wert, wenn wir davon essen.8,8 Manche sehen in Vers 8 ein Zitat aus dem Brief der Korinther an Paulus (siehe Kapitel 7,1) und übersetzen: ´Ihr sagt:` »Was wir essen, hat keine Auswirkung …« 9Doch ihr müsst darauf achten, dass die Freiheit, die ihr für euch in Anspruch nehmt,8,9 W dass diese eure Freiheit (od dieses euer Recht). für diejenigen, die ein empfindliches Gewissen haben, kein Hindernis wird, an dem sie zu Fall kommen.

10Stell dir nur einmal vor, du nimmst im Tempel eines Götzen an einem Opfermahl teil (wozu du dich aufgrund deiner Erkenntnis berechtigt fühlst), und jemand mit einem empfindlichen Gewissen sieht dich dort! Wird er da etwa im Glauben gefestigt? Wird er nicht vielmehr dazu verleitet, gegen seine Überzeugung zu handeln und ebenfalls Götzenopferfleisch zu essen?8,10 W 10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch liegen sieht, wird da nicht sein Gewissen, weil er schwach ist, bestärkt werden, das Götzenopferfleisch zu essen? bestärken (im Griechischen dasselbe Wort wie voranbringen in Vers 1) ist hier wohl ironisch zu verstehen. 11Deine Erkenntnis wird also dem, der ein empfindliches Gewissen hat, zum Verhängnis, deinem Bruder8,11 Od Deine Erkenntnis führt also dazu, dass der, der ein empfindliches Gewissen hat, verloren geht, dein Bruder., für den Christus gestorben ist! 12Ja, ihr versündigt euch nicht nur an euren Geschwistern, wenn ihr so rücksichtslos mit ihrem empfindlichen Gewissen umgeht; ihr versündigt euch ´letztlich` an Christus selbst.

13Um diesen Punkt zusammenzufassen: Mein Bruder und meine Schwester8,13 Zu Schwester siehe die erste Anmerkung zu Römer 14,10. dürfen wegen dem, was ich esse, nicht in Sünde geraten8,13 Od nicht ins Verderben stürzen.. Lieber will ich mein Leben lang auf Fleisch verzichten, als dass eines von meinen Geschwistern durch mich zu einer Sünde verführt wird8,13 Od durch mich ins Verderben stürzt..