Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
15

Die Auferstehung Christi: Kernstück des Evangeliums …

151Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, 2und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen15,2 W ihr haltet dem Wort(laut) nach an dem fest., was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen!15,2 Andernfalls ´müsste man annehmen`, ihr hättet ´von Anfang an` an etwas geglaubt, das nicht zutrifft!

3Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte:

Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift –

für unsere Sünden gestorben.15,3 Siehe z. B. Jesaja 53,4-10.

4Er wurde begraben,

und drei Tage danach15,4 Bei dieser »inklusiven« Zählweise wird der Todestag mitgerechnet. Nach unserem Sprachgebrauch handelt es sich um den zweiten Tag danach. hat Gott ihn von den Toten auferweckt –

auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.15,4 Siehe z. B. Psalm 16,10.

5Als der Auferstandene hat er sich zunächst Petrus gezeigt

und dann dem ganzen Kreis der Zwölf15,5 Die engsten Mitarbeiter und ständigen Begleiter von Jesus, solange er auf der Erde war (»die zwölf Apostel«). Dagegen handelt es sich in Vers 7 (»alle Apostel«) offensichtlich um einen erweiterten Apostelkreis..

6Später zeigte er sich mehr als fünfhundert von seinen Nachfolgern15,6 W mehr als fünfhundert Geschwistern (od Brüdern). auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. 7Danach zeigte er sich Jakobus15,7 Der Verfasser des Jakobusbriefes, ein leiblicher Bruder von Jesus. und dann allen Aposteln. 8Als Letztem von allen hat er sich auch mir gezeigt; ich war wie einer, für den es keine Hoffnung mehr gibt, so wenig wie für eine Fehlgeburt15,8 Od gezeigt; ich war wie eine unzeitige Geburt. gezeigt, dieser Missgeburt von einem Apostel, wie manche mich nennen. W gezeigt, gleichsam der Fehlgeburt/Missgeburt.. 9Ja, ich bin der unwürdigste von allen Aposteln. Eigentlich verdiene ich es überhaupt nicht, ein Apostel zu sein15,9 W ein Apostel genannt zu werden., denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. 10Dass ich trotzdem ein Apostel geworden bin, verdanke ich ausschließlich der Gnade Gottes.15,10 W 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und dass Gott mir seine Gnade erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen. Keiner von allen anderen ´Aposteln` hat so viel gearbeitet wie ich. Aber ´wie ich schon sagte`: Nicht mir verdanke ich das ´Erreichte`, sondern der Gnade Gottes, die mit mir war.

11Im Übrigen ist die Botschaft, die wir verkünden – ob nun ich oder die anderen Apostel –, immer dieselbe, und diese Botschaft ist es auch, die ihr im Glauben angenommen habt.

… und Fundament des Glaubens

12Christus wird somit als der verkündet, den Gott von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13Angenommen, es gibt wirklich keine Totenauferstehung: Dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt. 15Und nicht nur das: Wir stehen dann als falsche Zeugen da, weil wir etwas über Gott ausgesagt haben, was nicht zutrifft. Wir haben bezeugt15,15 W 15 Wir erweisen uns aber auch als falsche Zeugen Gottes, weil wir gegen Gott bezeugt haben., dass er Christus auferweckt hat; aber wenn es stimmt, dass die Toten nicht auferweckt werden, hat er das ja gar nicht getan.

16Um es noch einmal zu sagen: Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden. 17Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion15,17 Od ist euer Glaube ohne jeden Nutzen.; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch15,17 W ist euer Glaube nichtig; ihr seid dann noch in euren Sünden.. 18Und auch die, die im Glauben an Christus15,18 W die in Christus. gestorben sind, sind dann verloren. 19Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht15,19 Wenn wir von Christus nur etwas für unser Leben in der jetzigen Welt erhoffen. W Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen., sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

Die Auferstehung der Toten – Konsequenz der Auferstehung Christi

20Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind15,20 Od dass alle, die gestorben sind. Der hier für sterben verwendete griechische Ausdruck (»entschlafen«) bezieht sich in diesem Kapitel (Verse 6, 18 und 51) und auch sonst im Neuen Testament auf den Tod von Gläubigen (einzige mögliche Ausnahme neben Vers 20: Kapitel 7,39)., auferstehen werden.15,20 W 20 Nun aber ist Christus auferweckt worden von den Toten, die Erstlingsfrucht der Gestorbenen. Zu Erstlingsfrucht vergleiche 3. Mose 23,10.11. 21Der Tod kam durch einen Menschen15,21 durch einen Menschen (vergleiche Römer 5,12-19). Ebenso in der zweiten Vershälfte. in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten. 22Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören.15,22 Od Genauso, wie alle sterben müssen, die von Adam abstammen, werden alle lebendig gemacht werden, die zu Christus gehören. Od Genauso, wie durch Adam alle sterben müssen, werden durch Christus alle lebendig gemacht werden. W Genauso nämlich, wie in/durch Adam alle sterben, genauso werden in/durch Christus alle lebendig gemacht werden.

23Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen15,23 Od Zuerst ist Christus lebendig gemacht worden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die lebendig gemacht werden., die zu ihm gehören. 24Und dann wird Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben – dann, wenn er allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat; dann ist das Ziel erreicht.15,24 W 23 Jeder aber in der eigenen ´zeitlichen` Ordnung: Als Erstlingsfrucht Christus, dann die, die Christus gehören, bei seiner Wiederkunft, 24 danach das Ziel / Ende, wenn er die Herrschaft (od das Reich) dem Gott und Vater übergibt, wenn er jeder Herrschaft und jeder Gewalt und Macht ein Ende bereitet hat. Manche übersetzen Ordnung mit Abteilung/Gruppe und Ziel mit Rest; in diesem Fall weist Vers 24 (neben Christus in Vers 23a und den Christen in Vers 23b 1. Korinther 15,23) auf eine dritte »Abteilung« von Personen hin, die auferweckt werden: diejenigen, die nicht an Christus glauben. 25Denn Christus muss so lange herrschen, bis »Gott ihm alle seine Feinde unter die Füße gelegt hat«15,25 Psalm 110,1.. 26Der letzte Feind ist der Tod, aber auch ihm wird schließlich ein Ende bereitet, 27denn es heißt in der Schrift: »Alles hat Gott ihm unter die Füße gelegt.«15,27 Psalm 8,7. Ausgenommen von diesem »alles« ist natürlich der15,27 Od »Alleshat Gott ihm unter die Füße gelegt.« Wenn Gott dann erklären wird, dass Christus alles unterstellt ist, ist natürlich der ausgenommen. »Alleshat er sich unterworfen.« Wenn Christus dann erklären wird, dass ihm alles unterstellt ist, ist natürlich der ausgenommen. W 27 Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt / Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen ist, ist klar, dass der ausgenommen ist., der Christus zum Herrscher über alles gemacht hat. 28Wenn dann alles unter die Herrschaft von Christus gestellt ist, wird er selbst, der Sohn, sich dem unterstellen15,28 wird auch er selbst, der Sohn, dem unterstellt werden., der ihn zum Herrn über alles gemacht hat. Und dann ist Gott alles in allen15,28 Od in allem..

Auferstehungshoffnung und christlicher Alltag

29Wenn das, was ich über die Auferstehung gesagt habe, nicht zutrifft, was für einen Sinn hat es dann, dass einige von euch sich für die Toten taufen lassen?15,29 Wie diese Taufe vor sich ging und was sie bewirken sollte, lässt sich nicht mehr feststellen. Manche vermuten, dass einige Christen in Korinth sich anstelle von Menschen taufen ließen, die zum Glauben an Christus gekommen waren, aber starben, ehe sie getauft werden konnten. Auf eine solche »Stellvertretertaufe«, die dem neutestamentlichen Taufverständnis widerspräche, würde Paulus lediglich hinweisen, um denen, die die Auferstehung leugnen, einen Selbstwiderspruch nachzuweisen. – Andere denken im Anschluss an Markus 10,39 und Lukas 12,50 bei »sich taufen lassen« an die »Leidenstaufe«, also den Märtyrertod, durch den der Christ in die Schar der bereits verstorbenen Gläubigen aufgenommen wird. Wieso lässt man sich für Tote taufen, wenn Tote gar nicht auferstehen? 30Oder warum setzen wir Apostel15,30 Od setzen meine Mitarbeiter und ich. W setzen wir. uns ´in unserem Dienst` ständig Gefahren aus? 31Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht vom Tod bedroht bin. Das ist keine Übertreibung – so wahr ich durch Jesus Christus, unseren Herrn, stolz auf euch bin15,31 W 31 Tag für Tag sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe., Geschwister; ´euer Glaube ist ja ein Ergebnis meines gefahrvollen Dienstes.` 32Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die wie ein Kampf mit wilden Tieren15,32 Der Ausdruck ist hier wahrscheinlich bildlich zu verstehen. war, ein Kampf auf Leben und Tod. Weshalb hätte ich mich darauf einlassen sollen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass es eine Auferstehung der Toten gibt?15,32 W 32 Wenn ich nach Menschenart / wie ein Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was nützt mir das? Der Ausdruck »mit wilden Tieren kämpfen« ist hier wahrscheinlich bildlich zu verstehen. »nach Menschenart« bedeutet wohl »wie ein gewöhnlicher Mensch« (d. h. in diesem Zusammenhang: wie ein Mensch ohne Christus) oder »aus rein menschlichen Gründen« (also ohne die Hoffnung der Auferstehung). Nach anderen bedeutet der Ausdruck: »um eine bekannte Redensart zu gebrauchen«, sodass dann zu übersetzen wäre: Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die – wie man so sagt – ein Kampf mit wilden Tieren war, ein Kampf auf Leben und Tod. Wenn die Toten nicht auferstehen, ´können wir es gleich mit denen halten, die sagen:` »Kommt, wir essen und trinken, denn morgen sind wir tot!«15,32 Jesaja 22,13; vergleiche 56,12. 33Lasst euch ´durch solche Reden` nicht täuschen! »Schlechter Umgang verdirbt auch den besten Charakter15,33 W verdirbt gute Sitten. Ein damals geläufiges Sprichwort, ursprünglich wohl eine Aussage des griechischen Dichters Menander (um 270 v. Chr.).15,33 Ein damals geläufiges Sprichwort, ursprünglich wohl eine Aussage des griechischen Dichters Menander (um 270 v. Chr.). 34Kommt doch einmal richtig zur Besinnung15,34 Od Kommt doch einmal zur Besinnung und lebt so, wie es Gott gefällt. W Werdet in richtiger Weise nüchtern. und hört auf zu sündigen! Denn einige von euch kennen Gott letztlich überhaupt nicht; das muss ich zu eurer Schande sagen.

Der Körper der Auferstandenen

35»Aber«, wird mir jemand entgegenhalten, »wie soll die Auferstehung der Toten denn vor sich gehen? Mit was für einem Körper werden sie ´aus ihren Gräbern` kommen?« 36Wer so redet, weiß nicht, was er sagt! Wenn du Getreide aussäst, muss die Saat doch auch zuerst sterben, ehe neues Leben daraus entsteht. 37Und was du säst – Weizen oder sonst eine Getreideart –, hat nicht das Aussehen der künftigen Pflanze15,37 W ist nicht der Körper, der entstehen wird.; es sind Samenkörner und weiter nichts. 38Aber wenn der Samen dann aufgeht und zur Pflanze wird, bekommt er eine neue Gestalt – die Gestalt, die ihm von Gott bestimmt ist.15,38 W 38 Aber Gott gibt ihm (dem Samenkorn)einen Körper, wie er es gewollt hat, und jedem der Samen einen eigenen Körper. Und aus jeder Samenart lässt Gott eine andere Pflanze entstehen. 39Bei den Lebewesen ist es genauso: Der menschliche Körper ist anders als der von Tieren, der Körper von Vögeln anders als der von Fischen.15,39 W 39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; vielmehr ist das der Menschen ein anderes, ein anderes aber das Fleisch des Viehs, ein anderes aber das Fleisch der Vögel, ein anderes aber das der Fische. 40Außerdem gibt es nicht nur auf der Erde Körper; es gibt auch Körper am Himmel, und deren Schönheit15,40 Für Schönheit (Vers 40), Leuchten, (Mond-)Licht, Glanz und Leuchtkraft (Vers 41) steht im Griechischen jedes Mal dasselbe Wort wie für Herrlichkeit (Vers 43). ist von ganz anderer Art als die der irdischen Körper. 41´Bei den Himmelskörpern gibt es auch wieder Unterschiede:` Das Leuchten der Sonne ist anders als das Leuchten des Mondes, das Mondlicht ist anders als der Glanz der Sterne, und selbst die Sterne unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft voneinander.

42Entsprechend verhält es sich mit der Auferstehung der Toten. Der menschliche Körper ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird. Erst ist er vergänglich, aber wenn er dann auferweckt wird, ist er unvergänglich. 43Erst ist er unansehnlich, dann aber erfüllt von Gottes Herrlichkeit. Erst ist er schwach, dann voller Kraft. 44In die Erde gelegt wird ein irdischer Körper. Auferweckt wird ein Körper, der durch Gottes Geist erneuert ist. Genauso, wie es einen irdischen Körper gibt, gibt es auch einen durch Gottes Geist erneuerten Körper.15,44 W 42 … mit der Auferstehung der Toten. Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt wird in Unvergänglichkeit. 43 Gesät wird in Unehre, auferweckt wird in Herrlichkeit. Gesät wird in Schwachheit, auferweckt wird in Kraft. 44 Gesät wird ein seelischer Körper, auferweckt wird ein geistlicher Körper. Wenn es einen seelischen Körper gibt, gibt es auch einen geistlichen. Die Ausdrücke seelisch bzw. geistlich weisen nicht auf die Substanz des Körpers hin, sondern auf seine Zugehörigkeit zur irdischen bzw. himmlischen Welt. Andere sehen darin eine Bezeichnung des Körpers als eines Werkzeugs der (menschlichen) Seele bzw. des (menschlichen? göttlichen?) Geistes.

45Dasselbe zeigt ein Vergleich zwischen Adam und Christus. Unser jetziger Körper entspricht dem, den Adam, der erste Mensch, bekam, als Gott ihn – wie die Schrift sagt15,45 1. Mose 2,7. – zu einem »lebendigen Wesen« machte. Unser künftiger Körper hingegen entspricht dem, den Christus, der letzte Adam, bei seiner Auferstehung bekam – Christus, der uns durch seinen Geist lebendig macht.15,45 W 45 So steht es auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. 46Aber wohlgemerkt: Nicht die durch Gottes Geist erneuerte Ordnung ist zuerst da, sondern die irdische Ordnung; die andere kommt erst danach.15,46 Od Nicht der durch Gottes Geist erneuerte Körper ist zuerst da, sondern der irdische Körper; der andere kommt erst danach. W 46 Aber nicht das Geistliche / der geistliche ´Körper` ist zuerst da, sondern das Seelische / der seelische, danach das Geistliche / der geistliche. 47Der erste Adam war aus dem Staub der Erde gemacht15,47 Siehe 1. Mose 2,7.; der zweite Adam hat seinen Ursprung im Himmel15,47 Od der zweite Adam (w Mensch) wird vom Himmel kommen.. 48So, wie der irdische Adam beschaffen war, sind alle beschaffen, die zur Erde gehören; und so, wie der himmlische Adam beschaffen ist, werden alle beschaffen sein, die zum Himmel gehören. 49Genauso, wie wir jetzt das Abbild des irdischen Adams sind, werden wir einmal das Abbild des himmlischen Adams sein.15,49 W 48 Wie der Irdische beschaffen ist, so auch die Irdischen, und wie der Himmlische beschaffen ist, so auch die Himmlischen. 49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, werden (aL(1) sollen) wir auch das Bild des Himmlischen tragen.

Die Auferstehung: Endgültiger Sieg über den Tod

50Eines müsst ihr wissen, Geschwister: Mit einem Körper aus Fleisch und Blut können wir nicht an Gottes Reich teilhaben, dem Erbe, das er für uns bereithält. Das Vergängliche hat keinen Anteil an dem, was unvergänglich ist.15,50 W 50 Das aber sage ich, Geschwister, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch erbt die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit. 51Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, aber bei uns allen wird es zu einer Verwandlung ´des Körpers` kommen. 52In einem einzigen Augenblick wird das geschehen, und zwar dann, wenn vom Himmel her die Posaune zu hören ist, die das Ende der Zeit ankündigt15,52 Od wenn vom Himmel her zum letzten Mal die Posaune zu hören ist. Od wenn vom Himmel her die letzte Posaune zu hören ist (vergleiche Offenbarung 11,15). W wenn die letzte Posaune ´ertönt`.. Sobald die Posaune erklingt, werden die Toten auferweckt werden und einen unvergänglichen Körper bekommen, und auch bei uns, ´die wir dann noch am Leben sind,` wird ´der Körper` verwandelt werden. 53Denn was jetzt vergänglich ist, ist dazu bestimmt, das Kleid der Unvergänglichkeit anzuziehen; was jetzt sterblich ist, muss das Kleid der Unsterblichkeit anziehen. 54Und wenn das geschieht – wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit –, dann geht die Aussage in Erfüllung, die in der Schrift steht:

»Der Tod ist auf der ganzen Linie besiegt!15,54 W Verschlungen worden ist der Tod in den Sieg! Jesaja 25,8.«15,54 Jesaja 25,8.

55»Tod, wo ist dein Sieg?

Tod, wo ist dein tödlicher Stachel?«15,55 Nach Hosea 13,14.

56Der Stachel, der uns den Tod bringt15,56 Od 55b Tod, wo ist deine todbringende Herrschaft?« 56 Der Stachel, mit dem der Tod seine Herrschaft ausübt., ist die Sünde, und dass die Sünde solche Macht hat, liegt am Gesetz15,56 Siehe z. B. Römer 7,7-13.. 57Gott aber sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, schenkt er uns den Sieg!

58Haltet daher unbeirrt am Glauben fest, meine lieben Geschwister, und lasst euch durch nichts vom richtigen Weg abbringen. Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein!15,58 W 58 Daher, meine geliebten Geschwister, seid fest, unerschütterlich, immer überaus tätig im Werk des Herrn / immer voranschreitend im Werk des Herrn. Ihr wisst ja, dass das, was ihr für den Herrn tut, nicht vergeblich ist15,58 Od dass bei eurer Arbeit für den Herrn keine Mühe vergeblich ist. Od dass eure Arbeit und Mühe nicht vergeblich ist, weil ihr dem Herrn gehört. W dass eure Arbeit/Mühe nicht vergeblich ist im Herrn..

16

Eine Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem

161Nun noch ein Wort zu der Geldsammlung für die Gläubigen16,1 W Heiligen. ´in Jerusalem`. Macht es so, wie ich es auch in den Gemeinden von Galatien angeordnet habe: 2Am ersten Tag jeder Woche, ´dem Sonntag`16,2 Nach jüdischer Zählung beginnt die Woche mit dem Sonntag und endet mit dem Sabbat., soll jeder von euch bei sich zu Hause einen Betrag auf die Seite legen, der seinen Möglichkeiten16,2 Od seinen Einkünften. Od dem Segen, den Gott ihn erfahren lässt. entspricht. Auf diese Weise kommt nach und nach eine größere Summe zusammen16,2 W einen Betrag auf die Seite legen und ansammeln, je nachdem, wie er Gelingen hat., und das Geld muss nicht erst dann gesammelt werden, wenn ich komme. 3Sobald ich bei euch bin, werde ich diejenigen, die ihr für geeignet haltet, mit Empfehlungsbriefen nach Jerusalem schicken und eure Gabe überbringen lassen. 4Vielleicht werde ich, wenn es mir angebracht scheint, auch selbst hinreisen, sodass sie mich dann begleiten können.

Reisepläne, Mitteilungen, Anweisungen

5Allerdings werde ich, ehe ich euch besuche, durch Mazedonien reisen. Ich habe jedoch nicht vor, mich dort länger aufzuhalten.16,5 W durch Mazedonien reisen. Durch Mazedonien reise ich nämlich ´nur`. 6Bei euch hingegen werde ich, wenn irgend möglich, eine Zeitlang bleiben, vielleicht sogar den ganzen Winter über. Danach kann ich die Reise dann – was auch immer mein nächstes Ziel sein wird – mit eurer Unterstützung fortsetzen. 7Ich könnte es zwar so einrichten, dass ich gerade jetzt zu euch komme; aber das möchte ich nicht, weil es mir nur einen kurzen Besuch erlauben würde.16,7 7 Ich möchte diesmal nicht nur einen kurzen Besuch bei euch machen. 7 Ich möchte euch nicht, wie ursprünglich geplant, nur auf der Durchreise besuchen. W 7 Denn ich will euch jetzt nicht auf der Durchreise sehen. Vielmehr hoffe ich – wenn der Herr es mir möglich macht –, eine längere Zeit bei euch zu verbringen. 8Außerdem habe ich vor, noch bis Pfingsten16,8 Zu Pfingsten siehe 3. Mose 23,15-21; 4. Mose 28,26-31; 5. Mose 16,9-12; Apostelgeschichte 2,1. in Ephesus zu bleiben; 9denn hier haben sich mir große und vielversprechende Möglichkeiten eröffnet.16,9 W denn eine große und wirksame Tür hat sich mir geöffnet / ist mir geöffnet worden. Meine Anwesenheit in dieser Stadt ist auch deshalb noch nötig, weil es zahlreiche Gegner gibt.

10Wenn Timotheus zu euch kommt, macht es ihm nicht schwer, seinen Auftrag zu erfüllen; denn er tut wie ich die Arbeit, die der Herr uns zugewiesen hat.16,10 W Wenn (od Wann immer) aber Timotheus zu euch kommt, seht zu, dass er ohne Furcht bei euch ist; denn er arbeitet am Werk des Herrn wie auch ich. 11Niemand soll ihn geringschätzig behandeln! ´Und wenn er dann wieder aufbricht,` verseht ihn mit allem, was er für seine Rückreise braucht, ´und verabschiedet ihn` mit dem Friedensgruß16,11 W im Frieden.. Ich warte sehnsüchtig auf ihn und auf die Brüder, die mit ihm gereist sind.16,11 Od und mit mir die Brüder, die hier sind. W Ich warte nämlich auf ihn mit den Brüdern.

12Was unseren Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihn eindringlich gebeten, sich den Brüdern anzuschließen, die inzwischen auf dem Weg zu euch sind16,12 Siehe die Verse 10 und 11. Od die zu euch zurückkehren werden (siehe Vers 17). W gebeten, mit den Brüdern zu euch zu gehen.; aber er war entschieden dagegen, euch zum jetzigen Zeitpunkt zu besuchen16,12 Od aber es war offensichtlich nicht ´Gottes` Wille, dass er euch zum jetzigen Zeitpunkt besucht.. Er wird jedoch kommen, sobald sich ihm eine günstige Gelegenheit bietet.

13Seid wachsam! Haltet unbeirrt am Glauben fest!16,13 Od Bleibt im Glauben fest! Seid mutig und seid stark! 14Lasst euch in allem, was ihr tut, von der Liebe bestimmen.

15Ich habe noch eine Bitte an euch, Geschwister: Ihr wisst, dass Stephanas und die, die zu seiner Familie gehören, die Ersten in der Provinz Achaia waren, die an Jesus Christus glaubten16,15 W dass das Haus des Stephanas die Erstlingsfrucht von Achaia ist. Zu Erstlingsfrucht vergleiche 3. Mose 23,10.11., und dass sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Gläubigen16,15 W Heiligen. zu dienen. 16Seid daher bereit, euch ihnen unterzuordnen – ihnen und allen anderen, die16,16 ihnen und allen, die mit ihnen zusammen. mit unermüdlichem Einsatz ´für den Herrn` arbeiten. 17Aber zunächst einmal sind Stephanas, Fortunatus und Achaikus bei mir, und darüber freue ich mich. Ihr Kommen hat mich dafür entschädigt, dass ich nicht bei euch sein kann.16,17 Od Ihr Kommen hat mich dafür entschädigt, dass ihr nicht alle hier sein könnt. Od Sie haben das für mich getan, wozu ihr keine Gelegenheit hattet. W Diese haben euren Mangel (d. h. entweder »das, woran es mir im Hinblick auf euch fehlte« – nämlich das Zusammensein mit ihnen – oder »das, woran ihr es fehlen ließt«) ausgefüllt. 18Ich war voller Unruhe, wenn ich an euch dachte, aber der Besuch dieser drei hat mich ermutigt, und das zu erfahren ist sicher auch für euch eine Ermutigung16,18 Od hat mich ermutigt, so wie sie auch euch schon oft ermutigt haben. W 18 Denn sie haben meinen und euren Geist beruhigt/erquickt.. Ich möchte, dass ihr Leuten wie ihnen Respekt und Anerkennung entgegenbringt.

Grüße und persönliches Schlusswort

19Die Gemeinden ´der Provinz` Asien lassen euch grüßen. Besonders herzliche Grüße senden euch Aquila und Priska, die durch den Herrn mit euch verbunden sind,16,19 W Vielmals grüßen euch im Herrn Aquila und Priska. Zu Aquila und Priska siehe Apostelgeschichte 18,1-3.18.19.26; Römer 16,3; 2. Timotheus 4,19. sowie die Gemeinde, die in ihrem Haus zusammenkommt. 20Alle Geschwister, ´die hier sind,` lassen euch grüßen. Grüßt einander mit einem Kuss als Ausdruck dafür, dass ihr alle zu Gottes heiligem Volk gehört16,20 W mit einem/dem heiligen Kuss..

21Ich selbst, Paulus, grüße euch ebenfalls; ich schreibe diesen Gruß mit eigener Hand. 22Wenn jemand den Herrn nicht liebhat, soll er verflucht ´und von Gott getrennt` sein. Marána tá16,22 Aramäisch für »Unser Herr, komm!« – Unser Herr, komm! 23Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24Meine Liebe gilt euch allen, die ihr durch Jesus Christus mit mir verbunden seid.16,24 W Meine Liebe ist/sei mit euch allen in/durch Christus Jesus. Eine gut bezeugte Lesart fügt hinzu: Amen.