Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
13

Die Liebe – größer als alle Gaben

131Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen13,1 Od Wenn ich in den verschiedensten irdischen Sprachen rede. und sogar in der Sprache der Engel13,1 W Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede. –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke13,1 Od bin ich zu einem dröhnenden Gong (w Erz) und zu einer lärmenden Pauke (w Zimbel)geworden.. 2Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist13,2 W wenn ich allen Glauben habe., sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts. 3Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile13,3 Od meinen ganzen Besitz den Armen gebe, damit sie zu essen haben., wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen13,3 W wenn ich (sogar) meinen Leib hergebe, um mich verbrennen zu lassen (aL(1) um mich zu rühmen). Wenn der »Selbstruhm« in der angeführten Lesart negativ zu verstehen ist, müsste man übersetzen: wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern, aber es nur aus Ruhmsucht tue und nicht aus Liebe, nützt es mir nichts. Denkbar ist auch ein positives Verständnis; in diesem Fall wäre der Versschluss so wiederzugeben: wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts und ist nichts, worauf ich vor Gott stolz sein kann., aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts.

4Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich13,4 Od gütig.. Sie kennt keinen Neid13,4 Od keine Eifersucht., sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung13,5 Od sie wird nicht bitter., sie trägt keinem etwas nach13,5 sie schmiedet keine Rachepläne. W sie rechnet das Böse nicht an.. 6Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit13,6 W aber sie freut sich mit der Wahrheit.. 7Alles erträgt sie13,7 Od Alles deckt sie zu / Alles vergibt sie. Od Sie gibt nie jemand auf., in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.

8Die Liebe vergeht13,8 versagt. niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören13,8 Od werden beendet werden.; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben13,8 Od wird beseitigt werden.. 9Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen.13,9 Od Denn was wir erkennen, ist Stückwerk, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, sind Stückwerk. 10Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben.13,10 W 10 Wenn aber das Vollkommene (od Vollständige/Endgültige) kommt, wird das Unvollkommene (od Unvollständige/Vorläufige) ein Ende haben (od beendet werden).

11Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken13,11 Od empfand, wie Kinder empfinden., und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener13,11 W als ich ein Mann wurde. habe ich abgelegt, was kindlich ist. 12Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern13,12 Od Jetzt sehen wir alles nur undeutlich, wie in einem dunklen Spiegel. Diese Auffassung geht davon aus, dass die metallenen Spiegel der Antike oft nur ein verzerrtes Sehen erlaubten (was allerdings keineswegs in jedem Fall zutraf). W Jetzt sehen wir nämlich mit Hilfe eines Spiegels in einem Rätsel.; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen13,12 Od dann aber werden wir ´alles` unmittelbar vor uns sehen / werden wir ´alles` so sehen, wie es wirklich ist.. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen13,12 Od erkenne ich es nur bruchstückhaft.; dann aber werde ich alles so kennen13,12 Od von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich ´Gott` nur unvollkommen; dann aber werde ich ´ihn` völlig kennen., wie Gott mich jetzt schon kennt13,12 W Dann aber werde ich (völlig) erkennen, wie auch ich (völlig) erkannt worden bin..

13Was für immer bleibt13,13 Was bleibt, bis es soweit ist. W Was nun aber bleibt., sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.

14

Prophetisches Reden und Reden in Sprachen, die von Gott eingegeben sind: ein Vergleich

141Das soll also euer Ziel sein: ein Leben, das von der Liebe bestimmt wird. Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens.14,1 W 1 Strebt nach der Liebe, bemüht euch aber um die geistlichen ´Fähigkeiten / Gaben`, vor allem aber darum, dass ihr prophetisch reden könnt.

2Wenn jemand in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, richten sich seine Worte nicht an Menschen, sondern an Gott. Keiner versteht ihn; was er – durch Gottes Geist gewirkt – ausspricht, bleibt ein Geheimnis14,2 Od sind göttliche Geheimnisse. W was er im Geist / durch den Geist ausspricht, sind Geheimnisse. Manche denken bei Geist nicht an Gottes Geist, sondern an den Geist des Menschen (vergleiche die Verse 14 bis 16).. 3Wenn jemand hingegen eine prophetische Botschaft verkündet, richten sich seine Worte an die Menschen; was er sagt, bringt ihnen Hilfe, Ermutigung14,3 Od Ermahnung. und Trost. 4Wer in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, bringt damit sich selbst ´im Glauben` weiter; wer prophetisch redet, dient der ganzen Gemeinde.

5Ich wünschte, ihr alle könntet in Sprachen reden, ´die von Gott eingegeben sind`; aber noch lieber wäre es mir, ihr alle hättet die Gabe, prophetisch zu reden. Denn wer prophetisch redet, ist von größerem Nutzen für die Gemeinde14,5 W ist größer. als der, der in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, es sei denn, dieser14,5 jemand. gibt das Gesagte anschließend mit verständlichen Worten wieder14,5 Siehe die dritte Anmerkung zu Kapitel 12,10. Entsprechend in den Versen 13, 26 und 27.; dann ist auch sein Beitrag eine Hilfe für die Gemeinde.

6Stellt euch vor, Geschwister, ich würde bei meinem nächsten Besuch ´nur` in Sprachen zu euch reden, ´die von Gott eingegeben sind`! Was hättet ihr davon? Nützen wird euch mein Kommen erst dann etwas, wenn ich ´mit verständlichen Worten` zu euch spreche – zum Beispiel, indem ich eine Offenbarung, eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre weitergebe. 7Denkt zum Vergleich an ein Musikinstrument, eine Flöte etwa oder eine Harfe. Wenn die Töne, die damit hervorgebracht werden, sich nicht deutlich voneinander unterscheiden, wie soll man dann erkennen, was14,7 ob. auf der Flöte oder der Harfe gespielt wird? 8Oder – um ein anderes Beispiel zu nennen –: Wenn ´vor einer Schlacht` die Trompete nicht ein klares Signal gibt, wer wird sich dann zum Kampf bereitmachen? 9Genauso ist es nun auch, wenn ihr in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache redet, statt verständliche Worte zu gebrauchen.14,9 Od Genauso ist es, wenn ihr beim Reden unverständliche Worte gebraucht. Wie soll man da wissen, was ihr sagt? Eure Worte verhallen im Wind. 10Es gibt in der Welt eine Vielzahl verschiedener Sprachen14,10 Im Griechischen steht hier und in Vers 11 ein anderes Wort als das, mit dem die Sprachen bezeichnet werden, die von Gottes Geist eingegeben sind., und jede ist dazu da, dass Menschen sich verständigen können14,10 Od und kein Volk ist ohne Sprache. W und nichts ist ohne Sprache.. 11Wenn ich allerdings die Sprache, in der jemand mit mir redet, nicht verstehe, bleibe ich für ihn ein Fremder, und er bleibt es für mich.

12Was folgt daraus im Hinblick auf euch? Ich weiß, wie eifrig ihr euch um die Gaben bemüht, die uns durch Gottes Geist gegeben werden14,12 Od wie eifrig ihr euch darum bemüht, dass Gottes Geist durch euch wirkt. W wie eifrig ihr euch um Geisteswirkungen bemüht.. Aber dabei muss es euer Ziel sein, vor allem die Gaben zu bekommen, die eine Hilfe für die ganze Gemeinde sind. 13Wer daher in einer ´von Gott eingegebenen` Sprache reden kann, soll Gott um die Fähigkeit bitten, das Gesagte auch mit verständlichen Worten wiederzugeben. 14Denn wenn ich zum Beispiel bete und dabei eine ´von Gott eingegebene` Sprache benutze, betet zwar mein Geist, aber mein Verstand bleibt untätig14,14 Od aber mein Verstand bringt nichts hervor, was für die Hörer hilfreich wäre. W aber mein Verstand ist unfruchtbar..

15Was soll ich also tun? Ich will auf beide Weisen beten – auf die, bei der nur mein Geist zu Gott spricht, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist. Ich will auf die Weise singen, bei der nur mein Geist Gott lobt, aber auch auf die, bei der mein Verstand tätig ist.14,15 W Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten. Ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen. 16Denn wenn du Gott anbetest, ohne dass dein Verstand daran beteiligt ist, wie kann dann jemand, der diese Sprache nicht versteht14,16 der noch nicht viel vom Glauben weiß. W Denn wenn du im Geist anbetest, wie kann dann der, der den Platz / die Rolle des Unkundigen einnimmt., deinem Gebet mit einem Amen zustimmen? Er weiß ja gar nicht, was du sagst. 17An deinem Dankgebet ist nichts Verkehrtes,14,17 W Dein Dankgebet ist zwar gut. aber dem anderen bringt es ´für seinen Glauben` keinen Gewinn.

18Ich bin Gott dankbar, dass ich in Sprachen reden kann, ´die von ihm eingegeben sind,` und ich mache davon mehr Gebrauch als ihr alle14,18 Od dass ich mehr als ihr alle in Sprachen rede, ´die von ihm eingegeben sind`.. 19Aber wenn die Gemeinde versammelt ist, will ich lieber fünf verständliche Worte sagen14,19 W fünf Worte mit meinem Verstand sagen., damit auch andere ´einen Gewinn davon haben und im Glauben` unterrichtet werden, als zehntausend Wörter in einer Sprache, ´die keiner versteht`.

20Geschwister, seid doch nicht wie Kinder, wenn es darum geht, ´diese Dinge`14,20 Od ´etwas`. zu beurteilen! Wie Kinder sollt ihr nur in Bezug auf das Böse sein; in eurem Urteilsvermögen erweist euch als erwachsene Menschen!

21Im Gesetz heißt es:

»Durch fremde Menschen mit fremden Sprachen14,21 W Durch Menschen mit fremden Sprachen und durch die Lippen von Fremden.

werde ich zu diesem Volk reden, sagt der Herr;

aber auch dann werden sie nicht auf mich hören.«14,21 Jesaja 28,11.12.

22Das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` ist demnach nicht ein Zeichen für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen – ´ein Zeichen des Gerichts`. Mit dem prophetischen Reden ist es umgekehrt: Es ist nicht ein Zeichen für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen – ´ein Zeichen von Gottes Gegenwart`.

23Stellt euch nur einmal Folgendes vor: Ihr seid als ganze Gemeinde am selben Ort versammelt und fangt alle an, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind`. Und nun kommen Leute dazu, die noch nicht viel oder noch gar nichts vom Glauben wissen14,23 W kommen Unkundige oder Ungläubige herein.. Werden sie nicht sagen: »Ihr seid verrückt!«14,23 Od »Ein Geist hat euch wahnsinnig gemacht!«? 24Und dann stellt euch vor, ihr alle verkündet prophetische Botschaften. Wenn jetzt jemand dazukommt, der vom Glauben nichts oder nicht viel weiß, macht alles, was ihr sagt, ihm bewusst, dass er ein Sünder ist. Durch alles, was er hört, sieht er sich zur Rechenschaft gezogen14,24 W Wenn jetzt jemand hereinkommt, der ungläubig oder unkundig ist, wird er von allen überführt, von allen beurteilt., 25und seine verborgensten Gedanken kommen ans Licht. Er wird sich niederwerfen14,25 W wird auf sein Gesicht fallen., um Gott anzubeten, und wird ausrufen: »Gott ist wirklich in eurer Mitte!«

Der richtige Gebrauch der Geistesgaben im Gottesdienst

26Was ergibt sich aus dem allem für eure Zusammenkünfte, Geschwister? Es steht jedem frei, etwas beizutragen – ein Lied14,26 W Geschwister? Jeder hat ein Lied. oder eine Lehre oder eine Botschaft, die Gott ihm offenbart hat, oder ein Gebet in einer von Gott eingegebenen Sprache14,26 W oder eine Sprache. oder dessen Wiedergabe in verständlichen Worten. Aber jedem soll es darum gehen, dass ´alle` einen Gewinn ´für ihren Glauben` haben14,26 Od dass ´die ganze Gemeinde` gefördert wird..

27Was ist beim Reden in Sprachen zu beachten, ´die von Gott eingegeben sind`? ´Im Verlauf einer Zusammenkunft` sollen nicht mehr als zwei oder höchstens drei reden, und zwar nacheinander, nicht gleichzeitig; außerdem soll14,27 Od zu beachten, ´die von Gott eingegeben sind`? Wenn zwei oder höchstens drei geredet haben, und zwar nacheinander, nicht gleichzeitig, soll. jemand14,27 Od soll einer. Od soll einer von ihnen. das Gesagte in verständlichen Worten wiedergeben. 28Wenn niemand da ist, der das kann, sollen die Betreffenden schweigen. Sie sollen dann nicht in der Gemeinde reden, sondern wenn sie allein sind und nur Gott es hört14,28 W sondern für sich und für Gott..

29Und wie steht es mit dem prophetischen Reden? Von denen, die diese Gabe haben, sollen ebenfalls nur zwei oder drei das Wort ergreifen14,29 W 29 Propheten aber sollen zwei oder drei reden.; die anderen ´Gläubigen14,29 Propheten.` sollen das Gesagte beurteilen. 30Und wenn, ´während jemand eine prophetische Botschaft verkündet,` einem14,30 Od einem Propheten. W einem anderen., der dabeisitzt ´und zuhört`, von Gott etwas offenbart wird, soll der Redende seinen Beitrag beenden, um den Betreffenden zu Wort kommen zu lassen14,30 soll er warten, bis der Redende seinen Beitrag beendet hat. W soll der Erste schweigen.. 31Auf diese Weise hat – ohne dass mehrere gleichzeitig reden – jeder von euch die Möglichkeit, eine prophetische Botschaft weiterzugeben14,31 W 31 Denn ihr könnt alle der Reihe nach prophetisch reden., sodass dann alle etwas lernen und alle ermutigt14,31 Od ermahnt. werden. 32Propheten stehen schließlich nicht unter dem Zwang, reden zu müssen, wenn sie eine prophetische Botschaft empfangen.14,32 Das heißt entweder: Sie können jederzeit aufhören zu reden, damit ein anderer zu Wort kommt, oder (weniger wahrscheinlich): Sie sollen warten, bis sie an der Reihe sind. 32 Außerdem unterstehen die Äußerungen eines Propheten der Beurteilung durch die anderen Propheten. W Und die Geister/Geisteswirkungen der Propheten unterstehen den Propheten. 33Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.

Wie in allen Gemeinden derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören, 34sollen sich auch bei euch die Frauen während der Zusammenkünfte still verhalten.14,34 Manche verbinden Vers 33b nicht mit Vers 34, sondern mit Vers 33a: … sondern ein Gott des Friedens, wie sich das in allen Gemeinden derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören, zeigt / zeigen soll. 34 Die Frauen sollen sich während der Zusammenkünfte der Gemeinde still verhalten (w schweigen). – Wahrscheinlich sind die Verse 34 und 35 vom Thema des prophetischen Redens her zu verstehen, das den größeren Zusammenhang bildet (29-33a; siehe auch 37-40). 29a und b stellen demnach zwei allgemeine Regeln auf, die anschließend verdeutlicht werden (30-33a bzw. 33b-35). Das Schweigegebot ist dann so zu deuten, dass Frauen sich nicht an der Beurteilung von prophetischen Botschaften beteiligen sollen. – Andere sehen in diesen Versen ein Lehrverbot (vergleiche 2,12), wieder andere das Untersagen von Geschwätzigkeit, noch andere ein völliges Redeverbot (aber siehe Kapitel 11,5). Es ist ihnen nicht erlaubt, das Wort zu führen14,34 W nicht erlaubt zu reden.; vielmehr sollen sie sich unterordnen, wie es auch das Gesetz vorschreibt14,34 Vergleiche 1. Mose 2,20-23; 3,16.. 35Und wenn sie in einer Sache genauere Auskunft haben möchten14,35 W wenn sie etwas lernen möchten., sollen sie zu Hause ihren Mann fragen. Denn es ist nicht ehrenhaft für eine Frau, bei einer Zusammenkunft der Gemeinde das Wort zu führen14,35 W in der Gemeinde zu reden..

36´Ihr seid damit nicht einverstanden?` Ja, ist denn Gottes Botschaft von euch aus ´in die Welt` hinausgegangen? Oder seid ihr die Einzigen, zu denen sie gekommen ist? 37Vielleicht meint jemand, er sei ein Prophet oder Gottes Geist habe ihm sonst irgendwelche Gaben geschenkt. Nun, dann muss er zuerst einmal anerkennen14,37 Od dann wird er erkennen., dass das, was ich euch schreibe, vom Herrn angeordnet ist. 38Wenn er das nicht anerkennt, braucht er auch nicht damit zu rechnen, dass man ihn anerkennt14,38 Od dass Gott ihn anerkennt. W Wenn aber jemand das nicht (an)erkennt, wird er nicht (an)erkannt. AL(2) Wenn er das nicht (an)erkennt, soll er es eben nicht (an)erkennen (d. h. entweder: er bleibt unwissend, oder: er muss die Folgen tragen)..

39Um das Ganze zusammenzufassen, liebe Geschwister: Bemüht euch um die Gabe des prophetischen Redens, und hindert keinen daran, in Sprachen zu reden, ´die von Gott eingegeben sind`. 40Sorgt aber dafür, dass alles korrekt und geordnet zugeht.

15

Die Auferstehung Christi: Kernstück des Evangeliums …

151Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, 2und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen15,2 W ihr haltet dem Wort(laut) nach an dem fest., was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen!15,2 Andernfalls ´müsste man annehmen`, ihr hättet ´von Anfang an` an etwas geglaubt, das nicht zutrifft!

3Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte:

Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift –

für unsere Sünden gestorben.15,3 Siehe z. B. Jesaja 53,4-10.

4Er wurde begraben,

und drei Tage danach15,4 Bei dieser »inklusiven« Zählweise wird der Todestag mitgerechnet. Nach unserem Sprachgebrauch handelt es sich um den zweiten Tag danach. hat Gott ihn von den Toten auferweckt –

auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.15,4 Siehe z. B. Psalm 16,10.

5Als der Auferstandene hat er sich zunächst Petrus gezeigt

und dann dem ganzen Kreis der Zwölf15,5 Die engsten Mitarbeiter und ständigen Begleiter von Jesus, solange er auf der Erde war (»die zwölf Apostel«). Dagegen handelt es sich in Vers 7 (»alle Apostel«) offensichtlich um einen erweiterten Apostelkreis..

6Später zeigte er sich mehr als fünfhundert von seinen Nachfolgern15,6 W mehr als fünfhundert Geschwistern (od Brüdern). auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch. 7Danach zeigte er sich Jakobus15,7 Der Verfasser des Jakobusbriefes, ein leiblicher Bruder von Jesus. und dann allen Aposteln. 8Als Letztem von allen hat er sich auch mir gezeigt; ich war wie einer, für den es keine Hoffnung mehr gibt, so wenig wie für eine Fehlgeburt15,8 Od gezeigt; ich war wie eine unzeitige Geburt. gezeigt, dieser Missgeburt von einem Apostel, wie manche mich nennen. W gezeigt, gleichsam der Fehlgeburt/Missgeburt.. 9Ja, ich bin der unwürdigste von allen Aposteln. Eigentlich verdiene ich es überhaupt nicht, ein Apostel zu sein15,9 W ein Apostel genannt zu werden., denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. 10Dass ich trotzdem ein Apostel geworden bin, verdanke ich ausschließlich der Gnade Gottes.15,10 W 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und dass Gott mir seine Gnade erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen. Keiner von allen anderen ´Aposteln` hat so viel gearbeitet wie ich. Aber ´wie ich schon sagte`: Nicht mir verdanke ich das ´Erreichte`, sondern der Gnade Gottes, die mit mir war.

11Im Übrigen ist die Botschaft, die wir verkünden – ob nun ich oder die anderen Apostel –, immer dieselbe, und diese Botschaft ist es auch, die ihr im Glauben angenommen habt.

… und Fundament des Glaubens

12Christus wird somit als der verkündet, den Gott von den Toten auferweckt hat. Wie können da einige von euch behaupten: »Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!«? 13Angenommen, es gibt wirklich keine Totenauferstehung: Dann ist auch Christus nicht auferstanden. 14Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos, dass wir das Evangelium verkünden, und sinnlos, dass ihr daran glaubt. 15Und nicht nur das: Wir stehen dann als falsche Zeugen da, weil wir etwas über Gott ausgesagt haben, was nicht zutrifft. Wir haben bezeugt15,15 W 15 Wir erweisen uns aber auch als falsche Zeugen Gottes, weil wir gegen Gott bezeugt haben., dass er Christus auferweckt hat; aber wenn es stimmt, dass die Toten nicht auferweckt werden, hat er das ja gar nicht getan.

16Um es noch einmal zu sagen: Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden. 17Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion15,17 Od ist euer Glaube ohne jeden Nutzen.; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch15,17 W ist euer Glaube nichtig; ihr seid dann noch in euren Sünden.. 18Und auch die, die im Glauben an Christus15,18 W die in Christus. gestorben sind, sind dann verloren. 19Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht15,19 Wenn wir von Christus nur etwas für unser Leben in der jetzigen Welt erhoffen. W Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen., sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

Die Auferstehung der Toten – Konsequenz der Auferstehung Christi

20Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind15,20 Od dass alle, die gestorben sind. Der hier für sterben verwendete griechische Ausdruck (»entschlafen«) bezieht sich in diesem Kapitel (Verse 6, 18 und 51) und auch sonst im Neuen Testament auf den Tod von Gläubigen (einzige mögliche Ausnahme neben Vers 20: Kapitel 7,39)., auferstehen werden.15,20 W 20 Nun aber ist Christus auferweckt worden von den Toten, die Erstlingsfrucht der Gestorbenen. Zu Erstlingsfrucht vergleiche 3. Mose 23,10.11. 21Der Tod kam durch einen Menschen15,21 durch einen Menschen (vergleiche Römer 5,12-19). Ebenso in der zweiten Vershälfte. in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten. 22Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören.15,22 Od Genauso, wie alle sterben müssen, die von Adam abstammen, werden alle lebendig gemacht werden, die zu Christus gehören. Od Genauso, wie durch Adam alle sterben müssen, werden durch Christus alle lebendig gemacht werden. W Genauso nämlich, wie in/durch Adam alle sterben, genauso werden in/durch Christus alle lebendig gemacht werden.

23Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen15,23 Od Zuerst ist Christus lebendig gemacht worden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die lebendig gemacht werden., die zu ihm gehören. 24Und dann wird Christus die Herrschaft Gott, dem Vater, übergeben – dann, wenn er allen gottfeindlichen Mächten, Kräften und Gewalten ein Ende bereitet hat; dann ist das Ziel erreicht.15,24 W 23 Jeder aber in der eigenen ´zeitlichen` Ordnung: Als Erstlingsfrucht Christus, dann die, die Christus gehören, bei seiner Wiederkunft, 24 danach das Ziel / Ende, wenn er die Herrschaft (od das Reich) dem Gott und Vater übergibt, wenn er jeder Herrschaft und jeder Gewalt und Macht ein Ende bereitet hat. Manche übersetzen Ordnung mit Abteilung/Gruppe und Ziel mit Rest; in diesem Fall weist Vers 24 (neben Christus in Vers 23a und den Christen in Vers 23b 1. Korinther 15,23) auf eine dritte »Abteilung« von Personen hin, die auferweckt werden: diejenigen, die nicht an Christus glauben. 25Denn Christus muss so lange herrschen, bis »Gott ihm alle seine Feinde unter die Füße gelegt hat«15,25 Psalm 110,1.. 26Der letzte Feind ist der Tod, aber auch ihm wird schließlich ein Ende bereitet, 27denn es heißt in der Schrift: »Alles hat Gott ihm unter die Füße gelegt.«15,27 Psalm 8,7. Ausgenommen von diesem »alles« ist natürlich der15,27 Od »Alleshat Gott ihm unter die Füße gelegt.« Wenn Gott dann erklären wird, dass Christus alles unterstellt ist, ist natürlich der ausgenommen. »Alleshat er sich unterworfen.« Wenn Christus dann erklären wird, dass ihm alles unterstellt ist, ist natürlich der ausgenommen. W 27 Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt / Wenn er aber sagt, dass alles unterworfen ist, ist klar, dass der ausgenommen ist., der Christus zum Herrscher über alles gemacht hat. 28Wenn dann alles unter die Herrschaft von Christus gestellt ist, wird er selbst, der Sohn, sich dem unterstellen15,28 wird auch er selbst, der Sohn, dem unterstellt werden., der ihn zum Herrn über alles gemacht hat. Und dann ist Gott alles in allen15,28 Od in allem..

Auferstehungshoffnung und christlicher Alltag

29Wenn das, was ich über die Auferstehung gesagt habe, nicht zutrifft, was für einen Sinn hat es dann, dass einige von euch sich für die Toten taufen lassen?15,29 Wie diese Taufe vor sich ging und was sie bewirken sollte, lässt sich nicht mehr feststellen. Manche vermuten, dass einige Christen in Korinth sich anstelle von Menschen taufen ließen, die zum Glauben an Christus gekommen waren, aber starben, ehe sie getauft werden konnten. Auf eine solche »Stellvertretertaufe«, die dem neutestamentlichen Taufverständnis widerspräche, würde Paulus lediglich hinweisen, um denen, die die Auferstehung leugnen, einen Selbstwiderspruch nachzuweisen. – Andere denken im Anschluss an Markus 10,39 und Lukas 12,50 bei »sich taufen lassen« an die »Leidenstaufe«, also den Märtyrertod, durch den der Christ in die Schar der bereits verstorbenen Gläubigen aufgenommen wird. Wieso lässt man sich für Tote taufen, wenn Tote gar nicht auferstehen? 30Oder warum setzen wir Apostel15,30 Od setzen meine Mitarbeiter und ich. W setzen wir. uns ´in unserem Dienst` ständig Gefahren aus? 31Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht vom Tod bedroht bin. Das ist keine Übertreibung – so wahr ich durch Jesus Christus, unseren Herrn, stolz auf euch bin15,31 W 31 Tag für Tag sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe., Geschwister; ´euer Glaube ist ja ein Ergebnis meines gefahrvollen Dienstes.` 32Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die wie ein Kampf mit wilden Tieren15,32 Der Ausdruck ist hier wahrscheinlich bildlich zu verstehen. war, ein Kampf auf Leben und Tod. Weshalb hätte ich mich darauf einlassen sollen, wenn ich nicht überzeugt wäre, dass es eine Auferstehung der Toten gibt?15,32 W 32 Wenn ich nach Menschenart / wie ein Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was nützt mir das? Der Ausdruck »mit wilden Tieren kämpfen« ist hier wahrscheinlich bildlich zu verstehen. »nach Menschenart« bedeutet wohl »wie ein gewöhnlicher Mensch« (d. h. in diesem Zusammenhang: wie ein Mensch ohne Christus) oder »aus rein menschlichen Gründen« (also ohne die Hoffnung der Auferstehung). Nach anderen bedeutet der Ausdruck: »um eine bekannte Redensart zu gebrauchen«, sodass dann zu übersetzen wäre: Hier in Ephesus hatte ich mit Gegnern des Evangeliums eine Auseinandersetzung, die – wie man so sagt – ein Kampf mit wilden Tieren war, ein Kampf auf Leben und Tod. Wenn die Toten nicht auferstehen, ´können wir es gleich mit denen halten, die sagen:` »Kommt, wir essen und trinken, denn morgen sind wir tot!«15,32 Jesaja 22,13; vergleiche 56,12. 33Lasst euch ´durch solche Reden` nicht täuschen! »Schlechter Umgang verdirbt auch den besten Charakter15,33 W verdirbt gute Sitten. Ein damals geläufiges Sprichwort, ursprünglich wohl eine Aussage des griechischen Dichters Menander (um 270 v. Chr.).15,33 Ein damals geläufiges Sprichwort, ursprünglich wohl eine Aussage des griechischen Dichters Menander (um 270 v. Chr.). 34Kommt doch einmal richtig zur Besinnung15,34 Od Kommt doch einmal zur Besinnung und lebt so, wie es Gott gefällt. W Werdet in richtiger Weise nüchtern. und hört auf zu sündigen! Denn einige von euch kennen Gott letztlich überhaupt nicht; das muss ich zu eurer Schande sagen.

Der Körper der Auferstandenen

35»Aber«, wird mir jemand entgegenhalten, »wie soll die Auferstehung der Toten denn vor sich gehen? Mit was für einem Körper werden sie ´aus ihren Gräbern` kommen?« 36Wer so redet, weiß nicht, was er sagt! Wenn du Getreide aussäst, muss die Saat doch auch zuerst sterben, ehe neues Leben daraus entsteht. 37Und was du säst – Weizen oder sonst eine Getreideart –, hat nicht das Aussehen der künftigen Pflanze15,37 W ist nicht der Körper, der entstehen wird.; es sind Samenkörner und weiter nichts. 38Aber wenn der Samen dann aufgeht und zur Pflanze wird, bekommt er eine neue Gestalt – die Gestalt, die ihm von Gott bestimmt ist.15,38 W 38 Aber Gott gibt ihm (dem Samenkorn)einen Körper, wie er es gewollt hat, und jedem der Samen einen eigenen Körper. Und aus jeder Samenart lässt Gott eine andere Pflanze entstehen. 39Bei den Lebewesen ist es genauso: Der menschliche Körper ist anders als der von Tieren, der Körper von Vögeln anders als der von Fischen.15,39 W 39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; vielmehr ist das der Menschen ein anderes, ein anderes aber das Fleisch des Viehs, ein anderes aber das Fleisch der Vögel, ein anderes aber das der Fische. 40Außerdem gibt es nicht nur auf der Erde Körper; es gibt auch Körper am Himmel, und deren Schönheit15,40 Für Schönheit (Vers 40), Leuchten, (Mond-)Licht, Glanz und Leuchtkraft (Vers 41) steht im Griechischen jedes Mal dasselbe Wort wie für Herrlichkeit (Vers 43). ist von ganz anderer Art als die der irdischen Körper. 41´Bei den Himmelskörpern gibt es auch wieder Unterschiede:` Das Leuchten der Sonne ist anders als das Leuchten des Mondes, das Mondlicht ist anders als der Glanz der Sterne, und selbst die Sterne unterscheiden sich in ihrer Leuchtkraft voneinander.

42Entsprechend verhält es sich mit der Auferstehung der Toten. Der menschliche Körper ist wie ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird. Erst ist er vergänglich, aber wenn er dann auferweckt wird, ist er unvergänglich. 43Erst ist er unansehnlich, dann aber erfüllt von Gottes Herrlichkeit. Erst ist er schwach, dann voller Kraft. 44In die Erde gelegt wird ein irdischer Körper. Auferweckt wird ein Körper, der durch Gottes Geist erneuert ist. Genauso, wie es einen irdischen Körper gibt, gibt es auch einen durch Gottes Geist erneuerten Körper.15,44 W 42 … mit der Auferstehung der Toten. Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt wird in Unvergänglichkeit. 43 Gesät wird in Unehre, auferweckt wird in Herrlichkeit. Gesät wird in Schwachheit, auferweckt wird in Kraft. 44 Gesät wird ein seelischer Körper, auferweckt wird ein geistlicher Körper. Wenn es einen seelischen Körper gibt, gibt es auch einen geistlichen. Die Ausdrücke seelisch bzw. geistlich weisen nicht auf die Substanz des Körpers hin, sondern auf seine Zugehörigkeit zur irdischen bzw. himmlischen Welt. Andere sehen darin eine Bezeichnung des Körpers als eines Werkzeugs der (menschlichen) Seele bzw. des (menschlichen? göttlichen?) Geistes.

45Dasselbe zeigt ein Vergleich zwischen Adam und Christus. Unser jetziger Körper entspricht dem, den Adam, der erste Mensch, bekam, als Gott ihn – wie die Schrift sagt15,45 1. Mose 2,7. – zu einem »lebendigen Wesen« machte. Unser künftiger Körper hingegen entspricht dem, den Christus, der letzte Adam, bei seiner Auferstehung bekam – Christus, der uns durch seinen Geist lebendig macht.15,45 W 45 So steht es auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. 46Aber wohlgemerkt: Nicht die durch Gottes Geist erneuerte Ordnung ist zuerst da, sondern die irdische Ordnung; die andere kommt erst danach.15,46 Od Nicht der durch Gottes Geist erneuerte Körper ist zuerst da, sondern der irdische Körper; der andere kommt erst danach. W 46 Aber nicht das Geistliche / der geistliche ´Körper` ist zuerst da, sondern das Seelische / der seelische, danach das Geistliche / der geistliche. 47Der erste Adam war aus dem Staub der Erde gemacht15,47 Siehe 1. Mose 2,7.; der zweite Adam hat seinen Ursprung im Himmel15,47 Od der zweite Adam (w Mensch) wird vom Himmel kommen.. 48So, wie der irdische Adam beschaffen war, sind alle beschaffen, die zur Erde gehören; und so, wie der himmlische Adam beschaffen ist, werden alle beschaffen sein, die zum Himmel gehören. 49Genauso, wie wir jetzt das Abbild des irdischen Adams sind, werden wir einmal das Abbild des himmlischen Adams sein.15,49 W 48 Wie der Irdische beschaffen ist, so auch die Irdischen, und wie der Himmlische beschaffen ist, so auch die Himmlischen. 49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, werden (aL(1) sollen) wir auch das Bild des Himmlischen tragen.

Die Auferstehung: Endgültiger Sieg über den Tod

50Eines müsst ihr wissen, Geschwister: Mit einem Körper aus Fleisch und Blut können wir nicht an Gottes Reich teilhaben, dem Erbe, das er für uns bereithält. Das Vergängliche hat keinen Anteil an dem, was unvergänglich ist.15,50 W 50 Das aber sage ich, Geschwister, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch erbt die Vergänglichkeit nicht die Unvergänglichkeit. 51Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, aber bei uns allen wird es zu einer Verwandlung ´des Körpers` kommen. 52In einem einzigen Augenblick wird das geschehen, und zwar dann, wenn vom Himmel her die Posaune zu hören ist, die das Ende der Zeit ankündigt15,52 Od wenn vom Himmel her zum letzten Mal die Posaune zu hören ist. Od wenn vom Himmel her die letzte Posaune zu hören ist (vergleiche Offenbarung 11,15). W wenn die letzte Posaune ´ertönt`.. Sobald die Posaune erklingt, werden die Toten auferweckt werden und einen unvergänglichen Körper bekommen, und auch bei uns, ´die wir dann noch am Leben sind,` wird ´der Körper` verwandelt werden. 53Denn was jetzt vergänglich ist, ist dazu bestimmt, das Kleid der Unvergänglichkeit anzuziehen; was jetzt sterblich ist, muss das Kleid der Unsterblichkeit anziehen. 54Und wenn das geschieht – wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit –, dann geht die Aussage in Erfüllung, die in der Schrift steht:

»Der Tod ist auf der ganzen Linie besiegt!15,54 W Verschlungen worden ist der Tod in den Sieg! Jesaja 25,8.«15,54 Jesaja 25,8.

55»Tod, wo ist dein Sieg?

Tod, wo ist dein tödlicher Stachel?«15,55 Nach Hosea 13,14.

56Der Stachel, der uns den Tod bringt15,56 Od 55b Tod, wo ist deine todbringende Herrschaft?« 56 Der Stachel, mit dem der Tod seine Herrschaft ausübt., ist die Sünde, und dass die Sünde solche Macht hat, liegt am Gesetz15,56 Siehe z. B. Römer 7,7-13.. 57Gott aber sei Dank! Durch Jesus Christus, unseren Herrn, schenkt er uns den Sieg!

58Haltet daher unbeirrt am Glauben fest, meine lieben Geschwister, und lasst euch durch nichts vom richtigen Weg abbringen. Setzt euch unaufhörlich und mit ganzer Kraft für die Sache des Herrn ein!15,58 W 58 Daher, meine geliebten Geschwister, seid fest, unerschütterlich, immer überaus tätig im Werk des Herrn / immer voranschreitend im Werk des Herrn. Ihr wisst ja, dass das, was ihr für den Herrn tut, nicht vergeblich ist15,58 Od dass bei eurer Arbeit für den Herrn keine Mühe vergeblich ist. Od dass eure Arbeit und Mühe nicht vergeblich ist, weil ihr dem Herrn gehört. W dass eure Arbeit/Mühe nicht vergeblich ist im Herrn..