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Über den eigenen Schatten springen |
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Das große Umdenken ...
Das war also die Umkehr des
Petrus - die Abkehr von seiner auf ein Volk
und auf äußere Dinge verengten Sicht und die Hinkehr zu einer Sicht, die alle
Völker umfaßt und sich auf das Wesentliche konzentriert: „Wahrlich, jetzt wird
mir klar, daß Gott keine Unterschiede zwischen uns Menschen macht! Er fragt
nicht danach, zu welchem Volk jemand gehört, sondern nimmt jeden an, der
Ehrfurcht vor ihm hat und tut, was gut und richtig ist" (Apg. 10,34.35).
Äußerlich gesehen war es ein kleiner Schritt - nicht mehr als der Schritt über
eine Türschwelle. Aber was für ein großer Schritt war es für das Denken von
Petrus und für sein Verhalten! Und was für ein riesiger Schritt war es erst für
die Gemeinde Jesu! Von jetzt an würde nichts mehr so sein wie vorher. Von jetzt
an würden sich Menschen aller Völker der Gemeinde anschließen können, ohne
zuerst einmal einen jüdischen Lebensstil annehmen zu müssen. Eigentlich konnte
die Weltmission erst jetzt so richtig beginnen.
Damit haben wir diese
zentrale Begebenheit der Apostelgeschichte ein wenig unter die Lupe genommen,
und zwar aus der Perspektive des Petrus. Man könnte sich das Ganze jetzt auch
noch aus der Sicht des Kornelius ansehen, und dabei kämen nochmals zahlreiche
interessante Dinge zum Vorschein (oder auch aus der Sicht der sechs
Judenchristen, die als Zeugen mit Petrus gereist sind). Aber dafür reicht die
Zeit heute nicht. Statt dessen möchte ich, um die Sache abzurunden, noch auf
zwei Fragen hinweisen, die mit der Bekehrung des Kornelius aufbrachen - Fragen,
die sich die jüdischen Anhänger Jesu bis dahin gar nicht gestellt haben und
auch gar nicht stellen mußten, Grundfragen zur biblischen Lehre, die bis heute
unter den Christen z. T. heftig und hitzig diskutiert werden und die zeigen,
von welcher Tragweite dieses Geschehen war.
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