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Über den eigenen Schatten springen
Eine unwillkommene Einladung
Petrus muss über den Graben geschubst werden
Schubs Nr. 1: eine Vision
Schubs Nr. 2: ein Befehl
Schubs Nr. 3: noch eine Vision
Schubs Nr. 4: ein Geschenk
Warum gerade Petrus?
Das große Umdenken ...
... im Blick auf das Alte Testament
... und im Blick auf Gottes Volk

Petrus muss über den Graben geschubst werden

Da steht also auf der einen Seite des Grabens Petrus und will nicht hinüber. Und auf der anderen Seite steht Kornelius. Kornelius möchte den Graben wohl gern aufschütten, aber er weiß, daß das unmöglich ist. Am liebsten würde er rufen: Petrus, komm herüber und hilf mir! (wie jener Mann aus Mazedonien, der Paulus in einer nächtlichen Vision aus Asien nach Europa rief). Aber Petrus ist nicht bereit zu kommen. Seine Erziehung hemmt ihn. Seine Frömmigkeit hindert ihn. Gottes Wort verbietet es ihm.
Da müßte Gott schon höchstpersönlich eingreifen und Petrus einen Stoß geben, damit er über den Graben springt. Und genau das tut Gott. Er gibt Petrus einen Stoß. Was sage ich, einen - vier Stöße gibt er ihm. Gleich viermal schubst er Petrus, viermal tut er etwas so Außergewöhnliches, daß Petrus es schließlich wagt und über seinen eigenen Schatten springt und bereit ist, einen Nichtjuden zu taufen, ihn als Mitglied von Gottes Familie willkommen zu heißen, ohne daß dieser Nichtjude beschnitten ist oder die jüdischen Speisevorschriften einhält. Am Ende dieses Kapitels steht die Bekehrung von Kornelius. Aber damit die möglich wurde, mußte erst einmal Petrus sich bekehren, mußte umkehren von seinem verkehrten Denken und lernen, die Menschen anderer Völker so zu sehen, wie Jesus sie sieht. Und mir scheint beinahe, die Bekehrung des Petrus kostete Gott mehr Überzeugungsarbeit als die Bekehrung des Kornelius!