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Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen |
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Gottes Liebe hat einen Namen
Gottes Liebe hat einen Namen:
Jesus Christus.
Die Wende hat einen Namen:
Golgata.
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Wie kam es eigentlich zu dieser
Wende? Wie kommt es, daß Gott, der doch gegen uns war (Römer 1), plötzlich für
uns ist (Römer 8)? Woher wissen wir, daß er uns liebt? Hat es mit unserer aufgerüsteten
Moral zu tun, mit unserer gesteigerten Intelligenz, unserer gewachsenen
Erfahrung? Blödsinn. Ist es vielleicht einer der glücklichen Zufälle der
Geschichte, etwa so, wie wenn man sich abends schlafen legt und alles sieht
trist und grau aus, und morgens wacht man auf und die Landschaft ist tief
verschneit, alles weiß verzaubert? Quatsch mit Soße! Paulus gibt sehr präzise
an, woran es liegt. Vers 32: „Gott hat seinen Sohn für uns alle hergegeben."
Vers 34: „Jesus Christus ist für uns gestorben." Paulus verweist aufs Kreuz.
Dort kam es zur Wende. In den vorausgehenden Kapiteln hat er ausführlich davon
gesprochen; jetzt tippt er mit dem Finger einfach nochmals auf diese
entscheidende Stelle, die Mitte der Weltgeschichte. Christus hat die Sünde der
ganzen Welt getragen. Christus hat das Urteil über die Sünde der Welt auf sich
genommen. Christus hat an unserer Stelle die Strafe getragen. Wer das im Vertrauen
auf ihn akzeptiert, ist frei. Wer dürfte es jetzt noch wagen, uns anzuklagen?
Er würde damit ja Gott anklagen, von dem der Freispruch stammt. Wer will uns
jetzt noch verurteilen? Gott selbst erklärt uns ja für gerecht. Sein Urteil ist
maßgebend; er ist der Richter.
Gottes
Liebe zu uns ist also nicht eine schöne Philosophie, eine Einbildung der Christen,
eine bloße Behauptung. Gottes Liebe zu uns hat einen Namen: Jesus Christus.
Gottes Liebe ist Gestalt geworden in der Gestalt des Mannes aus Nazaret. Gottes
Liebe hat Hand und Fuß - die Hände und Füße Jesus Christi, die für uns ans
Kreuz genagelt wurden. Deshalb benutzt Paulus die Vergangenheitsform: „...
durch den, der uns so sehr geliebt hat."
(Vers 37) Natürlich liebt Jesus uns auch heute noch. Aber unter Beweis
gestellt hat er seine Liebe nirgends so sehr wie damals, als er am Kreuz für
uns verblutete. „Niemand liebt seine Freunde mehr als der, der sein Leben für
sie hergibt." (Johannes 15, 13) Und genauso ist auch die Liebe Gottes, des Vaters,
nirgends so deutlich geworden wie damals, als er seinen Sohn stellvertretend
für uns in den Tod schickte. Paulus sagt: „Er hat ja nicht einmal seinen
eigenen Sohn verschont." (Vers 32) Zeigt das nicht seinen unbedingten Willen,
uns zu verzeihen und sich mit uns zu verbinden? Was hat letztlich Jesus dem Tod
ausgeliefert? War es die Geldgier des Judas? War es die Menschenfurcht des
Pilatus? War es der Neid der jüdischen Anführer? Nein, es war die Liebe Gottes
zu uns.
„Immanuel":
Durch Jesus ist Gott bei uns.
Durch Jesus ist Gott für uns.
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Und deshalb präzisiert Paulus
die Liebe Gottes, er personalisiert sie, er engt sie ein auf die entscheidende
Gestalt: „Nichts kann uns je von der Liebe Gottes trennen, die uns geschenkt
ist in Jesus Christus, unserem Herrn." (Vers 39) Jesus in sei-ner Person ist
„Gott für uns". Sie kennen ja die Weih-nachtsgeschichte: Wie heißt es dort über
das Jesusbaby? „Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt
bringen, und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Immanuel bedeutet: Gott ist
mit uns." (Matthäus 1, 23) Durch Jesus ist „Gott bei uns", durch Jesus ist
„Gott für uns".
Das
oberflächliche Reden vom lieben Gott ist dummes, diffuses Gerede. Und genauso
dumm und diffus ist die große Menschheitsverbrüderung, die heutzutage
beschworen wird. Und wer sich in der Hoffnung wiegt, Gott sei nicht so
kleinlich und nehme nicht so schnell etwas krumm, und finden lasse er sich
sicher auch in anderen Religionen oder in der Natur, im Wald und auf der Heide,
der denkt töricht und lebt gefährlich. Es gibt nicht viele verschiedene Ausgaben
von Gottes Liebe; es gibt nur eine einzige: die Christus-Ausgabe. Der liebe
Gott ist nur über Jesus zu haben. Außerhalb von Jesus begegnen wir dem
richtenden Gott.
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