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Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen |
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Römer 8, 31-39Predigt
Andreas Symank
zum Reformationsfest
31 Was können wir jetzt noch sagen, nachdem wir uns das alles vor Augen
gehalten haben? Gott ist für uns;
wer kann uns da noch etwas anhaben? 32 Er hat ja nicht einmal seinen
eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann
zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere geschenkt werden? 33
Wer wird es noch wagen, Anklage gegen die zu erheben, die Gott erwählt hat? Gott
selbst erklärt sie ja für gerecht.
34 Ist da noch jemand, der sie verurteilen könnte? Jesus Christus
ist doch für sie gestorben, mehr noch: Er ist auferweckt worden, und er sitzt
an Gottes rechter Seite und tritt
für uns ein. 35 Was kann uns da noch von Christus und seiner Liebe
trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrungen? Lebensgefahr? Das
Schwert des Henkers? 36 Mit all dem müssen wir rechnen, denn es
heißt in der Schrift:
„Deinetwegen sind wir ständig vom Tod bedroht;
man behandelt uns wie Schafe,
die zum Schlachten bestimmt sind." (Psalm 44,23)
37 Und doch: In all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch
den, der uns so sehr geliebt hat. 38 Ja, ich bin überzeugt, dass
weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges
noch Zukünftiges, noch gottfeindliche Kräfte, 39 weder Hohes noch
Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus
Christus, unserem Herrn.
Heute
feiern wir ein Fest! Haben Sie's gewusst? Halloween vielleicht? Was viel
Besseres: Nicht Halloween, sondern Hallo Luther - wir feiern das
Reformationsfest! Am 31. Oktober 1517 (also vor beinahe 500 Jahren) schlug der
junge Augustinermönch Martin Luther ein Papier mit 95 revolutionäre Thesen zum
Ablasshandel der damaligen Katholischen Kirche an die Tür der Schlosskirche von
Wittenberg in Thüringen, und damit begann die Reformation, eine machtvolle
Bewegung zurück zu den Wurzeln des Christseins und der christlichen Lehre.
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sola scriptura: „allein die Schrift";
maßgebend in allen Fragen der christlichen Lehre und des christlichen Lebens
ist ausschließlich die Bibel, und kein Kirchenfürst und kein Konzil kann ihr
das Wasser reichen.
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sola gratia: „allein aus Gnaden"; gerettet
ausschließlich durch Gottes Gnade, nicht durch fromme Leistungen des Menschen.
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sola fide: „allein aus Glauben"; gerettet
ausschließlich durch den Glauben an Jesus Christus, nicht durch verdienstliche
Werke.
(Wenn
Sie mehr über die Reformationszeit wissen möchten: Letztes Jahr kam ein
Luther-Film in die Kinos, der inzwischen auch als DVD im Handel ist. Sehen Sie
ihn sich an; er bietet einen prima Einblick in jene dramatischen Anfänge einer
großen christlichen Erneuerungsbewegung.)
Martin
Luther hat sich für seine Lehre permanent auf die Bibel berufen: sola scriptura
eben. Ein neutestamentliches Buch
ragt dabei besonders heraus: der Römerbrief. Beim Nachdenken über einen
Abschnitt aus dem Römerbrief machte Luther seine reformatorische Schlüsselerfahrung
(das sog. Turmerlebnis). Römerbrief und Reformation - das ist wie ein
unzertrennliches Geschwisterpaar. Und da habe ich gedacht, ich nutze die
Gelegenheit und predige über einen Text aus dem Römerbrief: Kapitel 8,31-39. Am
Eingang haben Sie ein Blatt mit diesen Versen erhalten, und außerdem haben wir
sie eben vorgelesen bekommen.
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