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Artikelinhalt
„Herzlichen Glückwunsch!“
Selig??
Erstes Stichwort: Gottes Reich
Aus eins mach viele
Niedergang und Aufschwung - die zwei Seiten einer Medaille
Gottes Reich ist anders
Drei kleine Beobachtungen
Zweites Stichwort: Die Belohnung
Lohn ist nicht gleich Lohn
Was Belohnung bedeutet
Zum Schluss: Bin ich ein Stück Nacht, oder bin ich ein Stern?

Aus eins mach viele

Jesus hat immer wieder Bildergeschichten erzählt, um seinen Zuhörern zu erklären, wie es zugeht, wenn Gott regiert. In Matthäus 13,31,32 steht folgendes Gleichnis:

„Mit dem Himmelreich ist es wie einem Senfkorn, das ein Mann auf sein Feld sät. Es ist zwar das kleinste aller Samenkörner. Aber was daraus wächst, ist größer als alle anderen Gartenpflanzen. Ein Baum wird daraus, auf dem die Vögel sich niederlassen und in dessen Zweigen sie nisten."

Kleinste Anfänge und am Ende riesige Ausmaße!
  • Am Beginn des Reiches Gottes steht Jesus. „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe!" „Das Reich Gottes ist mitten unter euch." Das war, als Jesus auf der Erde lebte.
  • Und was geschah seither? Menschen kehrten um, schlossen sich Jesus an, unterstellten sich Gottes Herrschaft. Aus ihnen baute Jesus eine neue Gemeinschaft auf, seine Gemeinde. Das Reich Gottes ist gewachsen. Überall, wo Christen sind, herrscht Gott; überall, wo Gemeinde ist, ist Reich Gottes. So ist es gegenwärtig, zwischen Jesu Auferstehung und Himmelfahrt und seiner Wiederkunft.
  • Und dann? Wenn Jesus wiederkommt und einen neuen Himmel und eine neue Erde errichtet, wird sein Reich endgültig ein universales Reich sein (1. Korinther 15,24-28). Dann werden alle Menschen und überhaupt alle Geschöpfe anerkennen, dass Gott der Herr ist. „Vor Jesus werden sich einmal alle auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind. Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben." (Philipper 2,10.11)
(Das bedeutet allerdings nicht, dass alle dann Christen sind. Zum Christwerden gehört die Entscheidung; zum Christsein gehört das Vertrauen, das Glauben ohne Schauen. Solange es noch verschiedene Herrscher und verschiedene Reiche gibt, muss man sich entscheiden, wem man dienen will. Aber am Ende der Zeit gibt es das Reich des Teufels nichts mehr, es gibt nur noch Gottes Reich. Der Herr dieser Welt hat abgedankt; er wurde von seinem Thron gestürzt. Niemand wird dann mehr überlegen müssen, zu wem er halten soll - es gibt nur noch den einen Gott und den einen Herrn. Eine Entscheidung für Gott und gegen die Götter, wie sie für den Glauben und die Rettung grundlegend ist, ist dann hinfällig geworden.)