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„Herzlichen Glückwunsch!“ |
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Matthäus 5, 3-10
Predigt
Andreas Symank
Glücklich
zu preisen sind die, die arm sind vor Gott,
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Glücklich
zu preisen sind die, die trauern,
denn sie werden getröstet werden.
Glücklich
zu preisen sind die Sanftmütigen,
denn sie werden die Erde als Besitz erhalten.
Glücklich
zu preisen sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten,
denn sie werden satt werden.
Glücklich
zu preisen sind die Barmherzigen,
denn sie werden Erbarmen finden.
Glücklich
zu preisen sind die, die ein reines Herz haben,
denn sie werden Gott sehen.
Glücklich
zu preisen sind die, die Frieden stiften,
denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Glücklich
zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Die heutige Predigt
ist eine Wunschpredigt; jemand unter uns hat sich eine Predigt über die
sogenannten Seligpreisungen aus der sogenannten Bergpredigt gewünscht. Wie ein
Wunschkonzert funktioniert, wissen wir alle vom Radio. Manchmal muss der
Moderator dabei ein Lied auflegen, das er persönlich nie gewählt hätte. Ein
bisschen so geht es mir heute - ich hätte diesen Text nie gewählt. Allerdings
nicht, weil er mir nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil: Er ist viel zu gut, zu gut für mich, zu anspruchsvoll, zu tief, er redet von „Dingen, die zu groß
und zu wunderbar für mich sind", wie es David in einem Psalm einmal ausdrückt
(Psalm 131,1). Diesen Worten Jesu kann meine Predigt nicht mal im Ansatz gerecht
werden; ich kann sie nicht im entferntesten ausschöpfen, auch nicht, wenn ich
doppelt- und dreimal so viel Zeit zur Verfügung hätte. Es ist keine Frage der
Quantität, sondern der Qualität.
Dazu kommt, dass ich
nicht recht wusste, wie ich das Ganze anpacken sollte. Wenn ich über jede
einzelne Seligpreisung etwas sagen würde - es sind immerhin acht! -, wäre das
wohl etwas eintönig und daher ermüdend; alle acht sind schließlich ganz
gleichförmig aufgebaut. Statt dessen habe ich ein paar Gedanken zusammengestellt,
die mir beim Lesen und Nachdenken gekommen sind und die die Seligpreisungen
insgesamt betreffen. Und ich kann nur hoffen, dass die Predigt demjenigen, der
sich diesen Text gewünscht hat, wenigstens ein paar Anregungen gibt und ihn
einigermaßen zufrieden stellt - und vielleicht sogar nicht nur ihn, sondern
auch noch den einen oder anderen unter all denen, die jetzt (wie beim Wunschkonzert)
einfach zuhören müssen, ob der gewählte Text (und das, was ich darüber sage)
ihnen nun gefällt oder nicht.
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