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3. Jesus Christus: der Interessanteste von allen
Jetzt müssen wir uns
aber unbedingt Zeit für die Person nehmen, die im Mittelpunkt dieser Geschichte
steht: Jesus Christus. Es gibt einen Augenblick in diesem Geschehen, der ist
nicht nur der spannendste, sondern auch der überraschendste. Es ist der
Augenblick, als der Gelähmte endlich vor den Füßen von Jesus liegt. Jesus hat
natürlich aufgehört zu predigen. Alle starren zu Decke, wo das Loch immer
größer wird. Alle sehen, wie da ein Kranker auf seiner Matte heruntergelassen
wird. Jetzt endlich können sich die beiden in die Augen blicken: Jesus und der
Gelähmte. Alle recken die Köpfe. Alle halten den Atem an. Jeder möchte
unbedingt mitbekommen, was jetzt geschieht. Die Menschenmenge wartet auf eine
weitere sensationelle Heilung. Die vier Männer auf dem Dach sind sich sicher:
Jetzt macht er unseren Freund gesund! Die Gesetzeslehrer spitzen die Ohren,
damit ihnen ja kein frevlerisches Wort entgeht. Und der Gelähmte selbst starrt
Jesus an, ängstlich und erwartungsvoll zugleich. Alle wissen, was Jesus jetzt
sagen wird: „Steh auf; du bist geheilt!" Und in diese angespannte Stille hinein
sagt Jesus: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!"
Hier haben wir den
Dreh- und Angelpunkt dieser Begebenheit. Dieses Wort Jesu in dieser Situation
ist einfach riesengroße Klasse. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr
staune ich über Jesus. Die Leute damals werden vielleicht nicht gleich so
gedacht haben. Es war vielleicht eher so, als wenn man einen Ballon aufgeblasen
hat und jetzt plötzlich die ganze Luft wieder rauslässt. Für manche kam das
Wort von Jesus vielleicht sogar wie ein Schock. Wie, das ist jetzt alles? Die
Sünden vergeben? Sieht Jesus denn nicht, wie schlimm der Mann dran ist? Merkt
er nicht, was er von ihm will? Hat er denn kein Mitleid mit ihm? O doch: Jesus
hatte solches Erbarmen mit diesem Mann, der da vor ihm lag, dass er gar nicht
anders konnte, als ihm das Beste zu geben, was er ihm geben konnte: die
Vergebung seiner Schuld.
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