|
Seite 5 von 13
Rückendeckung für Gottes Botschaft
Daß diese Botschaft von so
durchschlagender Wirkung war (und bis heute ist), hat noch einen tieferen
Grund. Genauer gesagt: drei tiefere Gründe. Ausführlich darüber sprechen kann
ich jetzt nicht, aber ich will es wenigstens antippen. Das Evangelium hat eine
dreifache Rückendeckung.
Erstens: Hinter Gottes
Worten stecken Gottes Taten. Die Botschaft von der Vergebung unserer Schuld ist
nicht bloß eine schöne Theorie; Gottes Sohn hat dafür geblutet! Jesus hat mit
harter Münze für unsere Freiheit bezahlt, mit seinem eigenen Leben. Was er uns
anbietet, ist kein Falschgeld. Gottes Währung ist gedeckt. Die Apostel haben
sich das Evangelium nicht am Schreibtisch ausgedacht; sie sprechen von historischen
Fakten: Jesu Geburt, Jesu Verkündigung, Jesu Wundertaten, Jesu Sterben am Kreuz
und Jesu Auferstehung. Gott liebt uns Menschen nicht nur mit Worten; er hat uns
seine Liebe durch sein Tun erwiesen.
Zweitens: Hinter Gottes
Worten steckt Gottes Geist. Die Apostel waren nicht allein, wenn sie mit ihrer
Botschaft vor die Leute traten. Der Heilige Geist war bei ihnen - unsichtbar,
aber genauso real wie irgendein menschlicher Kollege. Zum Auftakt der
Apostelgeschichte, zu Pfingsten, schickt Gott den Christen den Heiligen Geist,
den Stellvertreter Jesu. Das ist die Geburtsstunde der neutestamentlichen
Gemeinde. Und dieser Geist lenkt und gestaltet von da an alles, was die
Christen für Jesus und im Namen von Jesus tun. Er gibt ihnen die richtigen
Worte; er stattet sie mit der nötigen Kraft aus; er nimmt ihnen Angst und
Verzagtheit und gibt ihnen Mut und Weitblick. Die Apostelgeschichte ist die
Geschichte der Apostel und der ersten Christen, aber sie ist vor allem die
Geschichte des Heiligen Geistes!
Und drittens: Hinter Gottes
Worten steckt die Glaubwürdigkeit der Boten. Das ist natürlich nicht
automatisch so, aber so sollte es sein; so war es zumindest bei den Aposteln.
Sie redeten nicht wie ein Blinder von der Farbe, sondern hatten alles selbst
erlebt: Umkehr, Vergebung, Wiedergeburt. Und sie lebten nicht mehr nach ihren
eigenen Wünschen, sondern so, wie Gott es wollte. Sie warnten vor Ehebruch,
aber waren auch selbst ihrer Frau treu. Sie forderten zum Reden der Wahrheit
auf, aber sie waren auch selbst keine Heuchler und Lügner. Sie ermutigten zu
ganzem Einsatz für Jesus, aber sie gaben auch selbst alles für ihn. Sie
gehörten nicht zu denen, deren Worte vom Himmel reden und deren Taten zum
Himmel schreien. Ihre Lebensführung strich ihre Botschaft nicht durch, sondern
unterstrich sie. Sie schrieben nicht nur fromme Briefe über Christus, sondern
waren selbst ein Brief Christi, ein lebendiges Schriftstück, in dem man etwas
über Jesus erfahren konnte.
|