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Am Ende geht es immer um Jesus
Es gibt noch etwas, was mir
aufgefallen ist. Aber diesmal ist es mir nicht aufgefallen, weil es etwas
Außergewöhnliches wäre, sondern im Gegenteil, weil alle Predigten der Apostelgeschichte
es gemeinsam haben: Am Ende kommt Paulus auf Jesus Christus zu sprechen. Er
verweist auf ihn, den Gekreuzigten, den Gott von den Toten auferweckt hat und
der eines Tages über alle Menschen ein gerechtes Urteil sprechen wird.
Ob Petrus oder Paulus,
Jakobus oder Stephanus - in allen ihren Predigten geht es letzten Endes um
Jesus. Ob in Jerusalem oder Rom, in Athen oder Antiochia - überall verkünden
sie Jesus. Ob vor Juden oder Griechen, vor Sklaven oder Freien, Ungebildeten
oder Gelehrten - sie kennen nur ein Thema: Jesus. Sie können gar nicht anders.
So sehr sind sie von Jesus gepackt. So froh sind sie über ihre Beziehung zu
ihm. So sehr wünschen sie sich, daß auch andere dieses befreiende Glück
erleben.
Der große westfälische
Evangelist und Jugendpfarrer Wilhelm Busch („Jesus, unser Schicksal") erzählte
einmal, wie er in einer Stadt im Ruhrgebiet an zwei Männern vorbeikam, die da
am Straßenrand standen, ihrer Kleidung nach zu urteilen Bergleute. „‘n Tag,
Herr Pastor!" grüßt der eine. Wilhelm Busch tritt auf ihn zu: „Kennen wir uns?"
Er lacht: „Klar kennen wir uns. Hab Sie oft sprechen hören!" Und dann, zu
seinem Kumpel gewandt: „Das ist der Jugendpfarrer. Ein ganz ordentlicher Mann.
Nur - er hat leider einen Vogel." Das geht Wilhelm Busch dann doch gegen die
Ehre. Empört fragt er zurück: „Was habe ich? Einen Vogel?" Der Bergmann tut,
als hätte er ihn nicht gehört, und wiederholt ganz gemächlich: „Wie gesagt, ein
ordentlicher Mann, nur eben - er hat ‘nen Vogel. Er spricht immer von Jesus."
Mit einem Schlag ist Wilhelm Busch überglücklich. „Mann!" ruft er. „Was Sie da
sagen, das ist für mich, als hätten Sie mir gerade einen Orden verliehen! Den Ruhm möchte ich haben: ‚Er spricht
immer von Jesus!‘ Sagen Sie mal: Kennen Sie eigentlich Jesus?" Da wendet sich
der Kumpel lachend zu seinem Kollegen: „Siehst du, jetzt fängt er schon wieder
an!"
Genauso, glaube ich, war
Paulus: Ob man vom Essen sprach oder vom Wetter, ob von der Arbeit oder von
Reiseerlebnissen, ob von der Ehe oder von Kindererziehung - am Ende kam er
immer auf Jesus zu sprechen. Das war seine Macke. Das war seine Leidenschaft.
Das war sein Auftrag. Und den hat er erfüllt. Es wäre toll, man würde das auch
von mir sagen, von uns allen: Er spricht immer von Jesus!
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