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Gleicher Lohn für alle!?
An einem Tag wie jeder andere ...
... steht plötzlich alles Kopf
Wer sich für gesund hält, geht nicht zum Arzt
Macht Liebe neidisch?
Das Päckchen für dich, das Paket für mich
Liebe lässt sich nicht halbieren
Wir wollen das, was wir schon haben!
Sieh doch, das Gute liegt so nah!
Alle kriegen was zu hören
Wer bei Gott Karriere macht ... und wer nicht

Liebe lässt sich nicht halbieren

Außerdem ist dieses ganze Unterteilen in gut und besser und schlimm und noch schlimmer bereits im Ansatz verkehrt. Bei der Vergebung und beim ewigen Leben kann es ganz einfach keine Unterschiede und keine Ansprüche geben! „Der hat mehr gesündigt als ich; der hat grobere Sünden begangen als ich! Also krieg ich ein größeres Stück ewiges Leben als er!" Merken wir, wie hirnrissig dieses Denken ist? Als gäbe es Sünden, bei denen Gott weniger empört ist als bei anderen. Und als wäre das ewige Leben ein Kuchen, von dem man unterschiedlich große Stücke abschneiden kann. Aber so denken wir Frommen ständig. In Wirklichkeit ist es piepegal, ob wir vor unserer Bekehrung viel oder weniger gesündigt haben. Unser Leben als Ganzes ist in die falsche Richtung gelaufen und kann nur als Ganzes verworfen werden. Unser Leben ohne Gott ist keine Verhandlungsmasse, aus der wir ein paar gute Stücke herausfischen und Gott präsentieren können, um mehr Lohn einzufordern. Mehr Lohn? Läßt sich das ewige Leben denn unterteilen? Verschenkt Gott seine Liebe scheibchenweise? Nein, du kriegst sie entweder ganz, oder du kriegst gar nicht. Den Denar konnte man durch zwölf teilen; Gottes Liebe ist unteilbar. Wer sie erfährt, der erfährt sie in ihrer ganzen Fülle.