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Eine Sternstunde im Leben des Thomas Drucken E-Mail
Artikelinhalt
Eine Sternstunde im Leben des Thomas
Tiefe Resignation - verzweifelte Hoffnung
Unglaube oder Skepsis?
Ein Gott zum Anfassen
Anfassen unnötig!
Glaube als Lebensprogramm
Blinder Glaube = großer Glaube?
Hören statt sehen
Echter Glaube braucht Beweise!
Gottes einmalige Taten
Ein neues Verhaltensmuster: Vertrauen

Johannes 20, 24-29

Predigt
Andreas Symank
Zu Ostern

Es gibt in den Auferstehungsberichten so etwas wie einen Schwarzen Peter, einen, der nicht mitspielt. Die anderen Jünger freuen sich: Jesus ist auferstanden! Einer streikt: Das glaub ich nicht! Das glaub ich einfach nicht! - Sie wissen, wen ich meine: Es ist Thomas, der "ungläubige" Thomas, wie man ihn nennt, Thomas, der Zweifler. Trägt er diesen Beinamen zu Recht? Ist er wirklich so ein blindes Huhn, ein schwarzes Schaf unter lauter Lämmern? Um das schlüssig beantworten zu können, müssen wir uns den Bericht im Johannesevangelium genauer ansehen: Kap. 20,24-29. Es war die Sternstunde im Leben des Thomas.

Jesus und Thomas: Vom Unglauben zur Anbetung

24 Thomas, auch Didymus genannt, einer der Zwölf, war nicht dabeigewesen, als Jesus zu den Jüngern gekommen war. 25 Die anderen erzählten ihm: "Wir haben den Herrn gesehen!" Thomas erwiderte: "Erst muß ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muß meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite le­gen. Vorher glaube ich es nicht."


26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beisammen; diesmal war auch Thomas dabei. Mit einem Mal kam Jesus, obwohl die Türen verschlossen waren, zu ihnen herein. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: "Friede sei mit euch!" 27 Dann wandte er sich Thomas zu. "Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an!" forderte er ihn auf. "Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr  ungläubig, sondern glaube!" 28 Thomas sagte zu ihm: "Mein Herr und mein Gott!" 29 Jesus erwiderte: "Jetzt, wo du mich gesehen hast, glaubst du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen
und trotzdem glauben."