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„Der Himmel - wie kommt man dorthin?“ |
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Wahrheit
und Leben
Wir entdecken Jesus als
die Wahrheit - eine Wahrheit, die nicht bedrückt, sondern frei macht. Sie macht
aus den Bruchstücken unseres Daseins ein zusammenhängendes Ganzes, sie ist die
einzige befriedigende Lebensgrundlage, sie gibt uns Durchblick und Weisheit,
damit wir uns in den Höhen und Tiefen des Lebens richtig verhalten.
Wir entdecken Jesus als
das Leben. Er bringt uns das Leben in seiner ganzen Fülle. Er macht unser
Denken und unsere Empfindungen gesund, er erneuert unsere Kräfte, wo wir müde
und verzagt geworden sind. Die meisten Menschen leben gar nicht wirklich, sie
sind nur einfach da und halten durch. Leben, das diesen Namen verdient,
schenkt uns nur Jesus. Und nur mit ihm können wir auch über den Tod
nachdenken, ohne zu Tode zu erschrecken.
Nochmal ein Hinweis für
die Dogmengeschichtler unter uns: Die Theologen haben immer wieder Mühe gehabt
zu bestimmen, was denn nun genau notwendig ist, um in den Himmel zu kommen: nur
die Bekehrung? oder daran anschließend auch die Heiligung? Aber wenn ein geheiligtes
Leben Bedingung ist, gerät man dann nicht wieder in das Fahrwasser der
Gesetzlichkeit? Und so haben die einen dies betont und die anderen das, und man
ist sich in die Wolle geraten und sah am Ende gar nicht mehr, wie beides doch
zusammengehört und sich durchaus unter einen Hut bringen lässt - bei Jesus.
Wenn es stimmt, dass Jesus der Weg ist, dann genügt es nicht, diesen Weg zu
betreten; ich muss selbstverständlich auch darauf bleiben; ich habe keine
andere Wahl. Und wenn ich bei Jesus bleibe, dann bleibt meinem Verhalten keine
andere Wahl, als sich nach und nach nachhaltig umkrempeln zu lassen. Die Lehre
von der unsichtbaren Frucht ist eine unfruchtbare Sicht. Jesus ist eben kein
Reisebüroinhaber, bei dem man sich das Flugticket in den Himmel abholen kann,
und dann steckt man das Ticket in die Tasche und sagt tschüs, "bis demnächst
einmal!", und geht seiner Wege. Nein, man kann die Fahrkarte nicht ohne
Jesus spazieren führen. Er selbst ist schließlich die Fahrkarte in den Himmel.
Wenn ich dorthin komme, dann nur in der Gemeinschaft mit ihm. Und nicht meine
guten Taten sind dann meine Eintrittskarte, sondern Jesus selbst, zu dem ich
mich gehalten habe und der mich bei sich gehalten hat.
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