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Der Galaterbrief Drucken E-Mail
Artikelinhalt
Der Galaterbrief
Galaterbrief Glaube und Gesetz
Galaterbrief Christus und das Gesetz
Galaterbrief Söhne und Töchter Gottes
Galaterbrief Der alte und der neue Bund
Galaterbrief Freiheit durch Christus
Galaterbrief Briefschluss

Freiheit durch Christus
Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Bleibt daher standhaft und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei zwingen!

2 Lasst es euch von mir, Paulus, gesagt sein: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch das, was Christus getan hat, nichts nützena. 3 Ich weise jeden, der sich beschneiden lassen will, noch einmal mit allem Nachdruck darauf hin: Mit seiner Beschneidung verpflichtet er sich, das ganze Gesetz zu befolgen. 4 Wenn ihr versucht, mit Hilfe des Gesetzes vor Gott gerecht dazustehen, habt ihr euch aus der Verbindung mit Christus gelöst und habt den Weg der Gnade verlassenb.

5 Wir hingegen warten auf die Gerechtigkeit, die Gott für uns bereithältc, und diese Hoffnung verdanken wir dem Geist Gottes; sie ist uns aufgrund des Glaubens geschenkt.d 6 Denn wenn jemand mit Jesus Christuse verbunden ist, spielt es keine Rolle, ob er beschnitten oder unbeschnitten ist. Das einzige, was zählt, ist der Glaube - ein Glaube, der sich durch tatkräftige Liebe als echt erweistf.

7 Ihr kamt so gut voran! Wer hat euch nur davon abgebracht, weiterhin der Wahrheit zu folgen? 8 Die Argumente, mit denen man euch überredet, kommeng nicht von dem, der euch ´zum Glauben` ruft. 9 ´Denkt daran:` Die kleinste Menge Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern! 10 Doch im Vertrauen auf den Herrn bin ich zuversichtlich, wenn ich an euch denke; ich bin überzeugt, dass ihr die Dinge genauso sehen werdet wie ich.h Diejenigen allerdings, die euch verwirren ´und irreführen`, werden ihrer Strafe nicht entgehen, ganz gleich, wer sie sind.

11 Mir, liebe Geschwister, wird unterstellt, ich würde immer noch verkünden, man müsse sich beschneiden lassen. Wenn das zutrifft, warumi werde ich dann noch verfolgt? In diesem Fall wäre ja der Anstoß beseitigt, den die Botschaft vom Kreuz erregtj. 12 Sollen doch jene Leute, die euch aufhetzen, ´so konsequent sein und` sich ´nicht nur beschneiden, sondern` auch gleich noch kastrieren lassenk!
Freiheit, nicht Zügellosigkeit!
13 Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigenl, sondern dient einander in Liebe. 14 Denn das ganze Gesetz ist in einem einzigen Wort zusammengefasst, in dem Gebotm: „Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst."n 15 Wenn ihr jedoch ´wie wilde Tiere aufeinander losgeht,` einander beißt und zerfleischt, dann passt nur auf! Sonst werdet ihr am Ende noch einer vom anderen aufgefressen.
Die Auswirkungen der menschlichen Selbstsucht ...
16 Was will ich damit sagen? Lasst den Geist ´Gottes` euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Naturo nachgeben. 17 Denn die menschliche Naturp richtet sich mit ihrem Begehren gegen den Geist ´Gottes`, und der Geist ´Gottes` richtet sich mit seinem Begehren gegen die menschliche Natur. Die beiden liegen im Streit miteinander, und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die andere Seite euch drängtq. 18 Wenn ihr euch jedoch vom Geist ´Gottes` führen lasst, steht ihr nicht mehr unter ´der Herrschaft` des Gesetzes.

19 Im übrigen ist klar ersichtlich, was die Auswirkungen sind, wenn man sich von der eigenen Natur beherrschen lässtr: sexuelle Unmoral, Schamlosigkeits, Ausschweifung, 20 Götzendienst, okkulte Praktiken, Feindseligkeitent, Streit, Eifersuchtu, Wutausbrüche, Rechthabereiv, Zerwürfnisse, Spaltungen, 21 Neidw, Trunkenheit, Fressgier und noch vieles andere, was genauso ´verwerflich` ist. Ich kann euch diesbezüglich nur warnen, wie ich es schon früher getan habe: Wer so ´lebt und` handelt, wird keinen Anteil am Reich Gottes bekommen, dem Erbe, das Gott für uns bereithältx.
... und die Frucht, die der Geist Gottes hervorbringt
22 Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt,y besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treuez, 23 Rücksichtnahmea und Selbstbeherrschung. Gegen solches ´Verhalten` hat kein Gesetz etwas einzuwendenb.

24 Nun, wer zu Jesus Christusc gehört, hat seine eigene Natur mit ihrend Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 25 Da wir also durch ´Gottes` Geist ein ´neues` Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen. 26 Wir wollen nicht überheblich auftretene, einander nicht provozieren und nicht neidisch aufeinander sein!

Helft einander Lasten tragen!


a   W wird Christus euch nichts nützen.
b   W und seid aus der Gnade gefallen.
c    Zur Gerechtigkeit als noch ausstehendem Hoffnungsgut vergleiche z. B. Matthäus 25,31-46; Römer 2,5-16; 2. Timotheus 4,8. - Od Wir hingegen warten darauf, dass sich die Hoffnung erfüllt, die Gott uns gegeben hat, als er uns für gerecht erklärte (nämlich die Teilhabe an der künftigen Herrlichkeit; vergleiche z. B. Römer 5,2; 8,23-25; 1. Petrus 1,4.5).
d   W Wir nämlich warten durch den Geist aufgrund des Glaubens auf die Hoffnung der Gerechtigkeit.
e    W mit Christus Jesus.
f W ein durch die Liebe wirksamer Glaube.
g   W Die Überredung kommt.
h   W 10 Ich habe im Herrn das Vertrauen im Hinblick auf euch, dass ihr nicht anders denken werdet.
i W 11 Ich aber, Geschwister, wenn ich noch die Beschneidung verkünde - warum.
j W der Anstoß des Kreuzes beseitigt.
k    Aü die euch aufhetzen, ´aus der Gemeinde` herausgeschnitten werden / sich selbst ´aus der Gemeinde` herausschneiden. Vergleiche 5. Mose 23,2, wonach Selbstverstümmelung den Ausschluss aus dem Volk Gottes bedeutete.
l W nicht als Vorwand für das Fleisch.
m             Od Denn das ganze Gesetz wird durch die Befolgung eines einzigen Gebotes erfüllt.
n   3. Mose 19,18.
o   W der Begierde des Fleisches.
p   W das Fleisch. Ebenso im nächsten Satz.
q   Aü miteinander, und die Folge ist, dass ihr das Gute, das ihr eigentlich tun wollt, nicht tun könnt. Aü miteinander, denn Gott will nicht, dass ihr das tut, was ihr aufgrund eurer selbstsüchtigen Natur eigentlich tun wollt. W miteinander, damit ihr nicht das tut, was ihr tun wollt (gemeint ist wohl: „was ihr tun wollt, wenn ihr euch von der jeweils anderen Seite bestimmen lasst").
r      W was die Werke des Fleisches sind.
s      W Unreinheit.
t Od Feindschaften.
u   Od Rivalität.
v    Od Selbstsucht.
w               AL(1) Neid, Bluttaten.
x    W wird das Reich Gottes nicht erben.
y    W Die Frucht des Geistes hingegen.
z      Od Glaube.
a Od Nachsicht/Sanftmut.
b Od hat das Gesetz ´des Mose` nichts einzuwenden.
c   W zu Christus Jesus.
d W hat das Fleisch mit seinen.
e   Od nicht auf nichtigen Ruhm aus sein.