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Der Galaterbrief Drucken E-Mail
Artikelinhalt
Der Galaterbrief
Galaterbrief Glaube und Gesetz
Galaterbrief Christus und das Gesetz
Galaterbrief Söhne und Töchter Gottes
Galaterbrief Der alte und der neue Bund
Galaterbrief Freiheit durch Christus
Galaterbrief Briefschluss

Hagar und Sara: Sinnbilder für den alten und den neuen Bund
21 Ihr wollt euch also dem Gesetz ´des Mose` unterstellen! Ich frage euch: Hört ihr nicht, was eben dieses Gesetz sagt? 22 In der Schrift wird doch berichtet, dass Abraham zwei Söhne hatte; die Mutter des einen war eine Sklavin, die Mutter des anderen war eine freie Frau.k 23 Und zwar wurde der Sohn der Sklavin infolge von menschlich-eigenmächtigem Handelnl geboren, der Sohn der Freien hingegen aufgrund einer Zusage ´Gottes`.m

24 Das Ganze kann sinnbildlich verstanden werden, nämlich so, dass es sich bei den beiden Frauen um zwei Bündnisse handelt. Der eine Bund, am Sinai geschlossen, bringt Sklaven hervorn; er wird von Hagar repräsentiert. 25 „Hagar" steht für den Berg Sinai in Arabieno und entspricht dem jetzigen Jerusalem; denn dieses Jerusalem lebt mit seinen Kindern in der Sklaverei. 26 Das Jerusalem im Himmelp dagegen ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutterq. 27 Von ihr heißt es in der Schrift:

„Freu dich, du Unfruchtbare, die du nie ein Kind zur Welt gebracht hast;
brich in Jubel aus und jauchze, die du nie Mutter geworden bistr!
Denn die Kinder der Einsamen werden zahlreicher sein
als die Kinder der Frau, die einen Mann hat.s"

28 Ihr nun, Geschwister, gehört - genau wie Isaak - zu den Kindern, die Gott versprochen hat; ihr verdankt euer Leben der Zusage Gottes.t 29 Und genau wie damals der Sohn, der infolge von menschlich-eigenmächtigem Handelnu geboren wurde, den Sohn verfolgtev, der durch das Wirken von Gottes Geistw zur Welt kam, so ist es auch heute.x 30 Doch was sagt die Schrift? „Schick die Sklavin und ihren Sohn weg! Denn der Sohn der Sklavin soll keinen Anteil an dem Erbe bekommen; der ganze Besitz gehört dem Sohn der Freieny."

31 All das, liebe Geschwister, zeigtz, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien.


k      Siehe 1. Mose 16,15 (Ismael) und 21,2.3 (Isaak).
l  W infolge von Fleisch.
m Siehe 1. Mose 16,1-4 (Ismael); 17,15-21; 18,10-14 (Isaak).
n     W gebiert zur Sklaverei.
o     Aü Das Wort Hagar („Felsklippe") bezeichnet nämlich den Berg Sinai, der in Arabien liegt. AL(1) ohne Hagar, also: Der Berg Sinai liegt in Arabien. -  In Arabien lebten die Nachkommen von Ismael, dem Sohn der Hagar.
p     W Das obere Jerusalem.
q     AL(2) ist die Mutter von uns allen. Vergleiche Psalm 87; Jesaja 54,1-13; 66,7-14; Offenbarung 21,2.9ff.
r       W die du nie Geburtswehen gehabt hast.
s       Od Denn die Kinder der Verlassenen/Verstoßenen werden zahlreicher sein als die Kinder der Frau, die ihren Mann bei sich hat. Jesaja 54,1.
t  W Ihr nun, Geschwister, seid (aL(2) Wir nun, Geschwister, sind) wie Isaak Kinder der Zusage.
u     W infolge von Fleisch.
v      Vielleicht von 1. Mose 21,9 abgeleitet (vergleiche 1. Mose 16,12).
w  W der infolge des Geistes.
x      Siehe z. B. Kapitel 5,11; 6,12.
y      W soll nicht erben mit dem Sohn der Freien. 1. Mose 21,10.
z       Od Das, liebe Geschwister, ist der Grund dafür.