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Der Galaterbrief Drucken E-Mail
Artikelinhalt
Der Galaterbrief
Galaterbrief Glaube und Gesetz
Galaterbrief Christus und das Gesetz
Galaterbrief Söhne und Töchter Gottes
Galaterbrief Der alte und der neue Bund
Galaterbrief Freiheit durch Christus
Galaterbrief Briefschluss

Nicht mehr Sklaven des Gesetzes, sondern Söhne und Töchter Gottes
26 Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christusk glaubt und mit ihm verbunden seid. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt ein neues Gewand angezogen - Christus selbst. 28 Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden.l 29 Wenn ihr aber zu Christus gehört, dann seid ihr Nachkommen Abrahams und seid damit - entsprechend der Zusage, ´die Gott ihm gegeben hat` - seine ´rechtmäßigen` Erben.

Allerdings weise ich euch auf folgendes hin: Solange der Erbe noch unmündig ist, unterscheidet ihn nichts von einem Sklaven, obwohl er doch der ´künftige` Herr des ganzen Besitzes ist. 2 Er ist vielmehr Vormündern unterstellt, und sein Vermögen wird von Treuhändern verwaltetm bis zu dem Zeitpunkt, den sein Vater festgelegt hat.

3 Genauso war es auch bei uns: Als wir noch unmündig waren, waren wir den Vorstellungen unterworfen, die in dieser Welt herrschenn, und waren ihre Sklaven. 4 Doch als die Zeit dafür gekommen waro, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde ´als Mensch` von einer Frau geboren und war dem Gesetz unterstellt. 5 Auf diese Weise wollte Gottp die freikaufen, die dem Gesetz unterstanden; wir sollten in alle Rechte von Söhnen und Töchtern Gottes eingesetzt werdenq.

6 Weil ihr nun also seine Söhne und Töchter seid, hat Gottr den Geist seines Sohnes in eures Herzen gesandt, den Geist, der ´in uns betet und`  „Abbat, Vater!" ruft. 7 Daran zeigt sichu, dass du kein Sklave mehr bist, sondern ein Sohn. Wenn du aber ein Sohn bist, bist du auch ein Erbe; Gott selbst hat dich dazu bestimmtv.
Warnung vor einem Rückfall
8 Früher, als ihr ´den wahren` Gott noch nicht kanntet, sah das ganz anders aus: Damals dientet ihr Göttern, die in Wirklichkeit gar keine Götter sindw, und wart ihre Sklaven. 9 Jetzt aber kennt ihr Gott - oder vielmehr: Gott kennt euch. Wie ist es da möglich, dass ihr wieder zu den kraftlosen und armseligen Vorstellungenx ´dieser Welt` zurückkehrt? Wollt ihr ihnen wirklich von neuem dienen und ihre Sklaven sein? 10 Ihr seid ängstlich darauf bedacht, bestimmte Tage heilig zu halten und die monatlichen und jährlichen Feste zu feiern.y 11 Ich bin in Sorge wegen euch! Sollte es etwa umsonst gewesen sein, dass ich mich euretwegen abgemüht habe?
Wo ist nur eure Freude geblieben?
12 Richtet euch nach meinem Beispiel, liebe Geschwister, so wie ich mich nach euch gerichtet habez; ich bitte euch darum. Bishera habt ihr mir doch noch nie Kummer bereitetb! 13 Ihr wisst, unter welchen Umständen ich euch das erste Mal das Evangelium verkündete: Ich musste wegen einer Krankheit bei euch Halt machen.c 14 Und obwohl mein körperlicher Zustand für euch eine Zumutung gewesen sein muss, habt ihr nicht mit Verachtung oder gar Abscheu reagiert, im Gegenteil: Ihr habt mich wie einen Engeld Gottes aufgenommen, wie Jesus Christus persönliche. 15 Ihr wart so glücklich damals! Was ist nur aus eurer Freude geworden? Wenn es euch möglich gewesen wäre, hättet ihr euch sogar die Augen ausgerissen und hättet sie mir gegeben; das kann ich bezeugen. 16 Habe ich mich etwa zu eurem Feind gemacht, nur weil ich euch die Wahrheit sagef?

17 Jene Leute bemühen sich nicht in guter Absicht um euch, ganz im Gegenteil: Sie wollen einen Keil zwischen euch und mich treiben, damit ihr euch dann um sie bemüht. 18 Es ist gut, sich um etwas Gutes zu bemühen. Aber tut es nicht nur, wenn ich bei euch bin; tut es immer!g

19 Meine Kinder, es ist, als müsste ich euch ein zweites Mal zur Welt bringen. Ich erleideh noch einmal Geburtswehen, bis Christus in eurem Lebeni Gestalt annimmt. 20 Was würde ich darum geben, gerade jetzt bei euch zu sein und im Gespräch mit euch den richtigen Ton zu findenj! Denn ich weiß mir keinen Rat mehr mit euch.


j Aü jenes Erziehers.
k        W an Christus Jesus.
l W Denn in Christus Jesus / verbunden mit Christus Jesus seid ihr alle einer. Vergleiche Epheser 2,15-16 und Kolosser 3,10-11. Die Gemeinde als die Gesamtheit der Christen wird im Neuen Testament mit einem Körper verglichen; sie ist der Leib von Christus, dem Haupt (Römer 12,4-5; 1. Korinther 12,12-27).
m    W er ist vielmehr Vormündern und Verwaltern unterstellt.
n       W den Grundsätzen (aü Elementen; aü Mächten) der Welt unterworfen. 
o       Od Doch als die Zeit der Vorbereitung abgeschlossen war. W Doch als die Fülle/Erfüllung der Zeit kam.
p       Od Christus. W er.
q       Od wir sollten zu Söhnen und Töchtern Gottes gemacht werden. W wir sollten die Sohnschaft empfangen.
r Od Ja, ihr seid wirklich seine Söhne und Töchter, denn Gott hat.
s W unsere.
t Hebräisch-aramäisches Wort mit der Bedeutung (mein) Vater (Anrede des Vaters durch ein Kind).
u       Od So kommt es.
v        W ein Erbe durch Gott. AL(2) ein Erbe Gottes durch Christus.
w     Od gar nicht existieren.
x        W Grundsätzen (aü Elementen; aü Mächten).
y        W Ihr beachtet ängstlich Tage und Monate und Zeiten und Jahre. Wahrscheinlich wird hier auf den jüdischen Festkalender Bezug genommen (z. B. Sabbat, Passa, Versöhnungstag, Neumond, Sabbatjahr, Erlassjahr).
z W Seid/Werdet wie ich, liebe Geschwister, weil auch ich wie ihr ´bin / geworden bin`. Vermutlich denkt Paulus daran, dass er sich seinerzeit ihnen gegenüber so verhielt, als würde er das Gesetz des Mose nicht kennen (vergleiche 1. Korinther 9,21); nun sollen die Galater es ihm nachmachen, statt sich in die Abhängigkeit vom Gesetz zu begeben.
a     Od In der Vergangenheit.
b     W Unrecht zugefügt.
c      Od Ihr wisst, dass ich krank war, als ich euch das erste Mal das Evangelium verkündete. W Ihr wisst doch, dass ich euch wegen (Od in) einer Schwachheit des Fleisches das erste Mal das Evangelium verkündete.
d     Aü Boten.
e      W wie Christus Jesus.
f  Aü nur weil ich euch ´das Evangelium` unverfälscht verkünde.
g     Od Es wäre gut, wenn immer jemand da wäre, der sich in guter Absicht ´um euch` bemüht - nicht nur dann, wenn ich bei euch bin. Od Es wäre gut, wenn ihr euch immer ´um mich` bemühen würdet, nicht nur, wenn ich bei euch bin.
h     W Meine Kinder, um euch erleide ich.
i  Aü in eurer Mitte.
j  Aü und den Brief gegen mein persönliches Reden mit euch einzutauschen. W und meine Stimme / meinen Ton zu ändern / zu tauschen.