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Eine Leserin der NGÜ berichtet aus ihrem Leben Drucken E-Mail
Anita Kleiner
Anita Kleiner

„Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.“

Philipper 4,13
Ja, unserem Gott ist kein Ding unmöglich! Auch in meinem Leben hat er sich mehrmals offenbart und mir geholfen . . .
Zuerst bin ich Jesus sehr dankbar, dass ich in einem christlichen Elternhaus aufwachsen durfte. Es ist schön, schon als kleines Kind etwas von der Herrlichkeit, der Liebe, der Güte und der Grösse unseres Gottes mitzubekommen. Im Alter von sechs Jahren entschied ich mich, Jesus Christus mein Leben anzuvertrauen. Mit neun Jahren begann ich, selbständig die Bibel zu lesen, um mehr von Gott zu erfahren. Als ich elf Jahre alt wurde, stellten die Ärzte in meinem Kleinhirn eine Anomalie fest, die sich später als Hirntumor herausstellte. Natürlich war das für mich, wie auch für den ganzen Familien-, Verwandten- und Freundeskreis, ein grosser Schock . . .
Die Operation dauerte neun Stunden. Da der Tumor in der Region der Hirnnerven lag, war es unsicher, ob mein Gesicht nach dieser Operation noch gleich aussehen würde. Wie haben wir doch gebetet – und unsere Gemeinde hat gebetet. Nach der Operation funktionierte mein Körper Gott sei Dank noch wie zuvor.

Selbstverständlich benötigte ich eine längere Erholungszeit (zwei Wochen) im Spital. Während dieser Zeit erlebten wir viele Gebetserhörungen und Bewahrungen durch die mächtige Hand unseres Herrn. Die viele Zeit, die mir zur Verfügung stand, nutzte ich intensiv, um Gottes Wort besser kennen zu lernen und erlebte dadurch meinen Glauben an Jesus Christus vertieft.
Nach einer weiteren längeren Erholungszeit zu Hause durfte ich wieder normal in meine frühere Klasse der Schule einsteigen und den verpassten Stoff rasch aufarbeiten. Nach diesem letzten Jahr in der Primarschule, schaffte ich mit Gottes Hilfe problemlos den Einstieg ins Gymnasium, wofür ich ihm sehr dankbar bin!

Ich spielte auch weiter Klavier wie zuvor, was ein grosses Wunder ist. Denn genau in dem Bereich, wo sich der Tumor befand, ist auch die Steuerung für (vor allem feine) motorische Bewegungsabläufe.

Als Folge einer Operation ist es häufig der Fall, dass dort, wo operiert wurde, eine Zyste entsteht. Auch bei mir geschah das. Eine Zyste ist schlicht eine mit Flüssigkeit (in diesem Fall Liquor) gefüllte Membran, die zwar nicht sehr gefährlich ist, nur drückt sie beim Wachsen wieder aufs Gehirn, und bald spürte ich auch die Folgen davon. Beim Treppensteigen verfehlte ich oftmals die Stufen, liess das Geschirr fallen oder verschluckte mich oft beim Trinken, was alles auf motorische Störungen hindeutete.

Nur wenige Zeit später – im Jahr 2003 – vernahm meine Mutter durch ihre Schwester von einer sehr erfolgreichen Strahlentherapie, dem „Gamma Knife“. Besonders für kleinere Tumore, wie meinem, bestand eine gute Perspektive, die Situation durch die Bestrahlung zu verbessern. So nahmen wir Kontakt auf mit dem leitenden Arzt. Nun, wir waren unserem allmächtigen Gott von ganzem Herzen dankbar, dass er uns zu diesem Arzt geführt hatte. Ende Oktober des Jahres 2003 war es dann soweit: Ich musste nur für zwei Tage ins Spital für diese Behandlung.

Die Bestrahlung wurde in mehreren Etappen durchgeführt, bei denen man immer wieder in eine „Röhre“ hinein- und wieder herausgeschoben wird. Nach jeder Etappe mussten die Ärzte wieder etwas verstellen, damit das Ergebnis schlussendlich so exakt wie möglich wird.

Jedes Mal, wenn ich wieder in die Röhre hinein musste, konnte ich an meinem Hinterkopf (dort war auch der Tumor) eine Hand spüren, obwohl niemand im Raum war. Es schien mir, als stünde Jesus selbst hinter mir und schütze mich mit seiner mächtigen Hand vor den schädlichen Strahlen! Seine Gegenwart in dieser furchtbaren Zeit war für mich überwältigend. Seine Liebe und seine Treue sind unvergleichlich! Die Gesichtsnerven sind bis heute unbeschädigt geblieben! ER ist es, der alles für mich getan hat. Ich besuche immer noch die Kantonsschule in Urdorf ohne grössere Mühe. Auch in den übrigen Lebensbereichen bin ich überhaupt nicht benachteiligt. In der Schule, im Sport, beim Klavierspielen . . ., überall darf ich so sein wie ein gesunder Mensch. Manchmal habe ich zwar noch leichte Schmerzen. Doch benötige ich keinerlei Medikamente! Das alles verdanke ich unserem Gott der mir auch psychisch immer wieder die Kraft gegeben hat und geben wird. Ihm möchte ich von ganzem Herzen vertrauen, sein Wort ist meine Hilfe. Die Bibel ist ein grosses Hilfsmittel für unser Leben. Sehr gerne lese ich gerade deswegen auch die neue Übersetzung, die NGÜ, da sie sehr verständlich und trotzdem exakt ist. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist selbstverständlich das Gebet, das mich immer durch alle Situationen hindurch getragen und auch meiner Familie grosse Kraft erwiesen hat.
Anita Kleiner